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Fanfiction

Partners in Crime - Katharsis

von Kraehenfeder

Kapitel 43 - Katharsis

Ziemlich hilflos starrte Sirius auf Dracos zusammengesunkene Gestalt. Dann tat er das einzige was ihm einfiel – er hob ihn hoch und legte ihn auf das Bett. Die erschreckende Feststellung, dass er dazu kaum die Kraft aufbrachte, drang nicht so wirklich zu ihm vor. Er taumelte ein bisschen herum und sackte dann beinahe über Dracos blassem Körper zusammen.
Es war beunruhigend, dass Draco... nun, was? Zusammenbrach?
„Hey, Draco?“ Sirius klopfte ihm leicht gegen die Wange und setzte sich auf den Rand des Bettes. Er konnte verstehen, dass dem Kleinen das alles irgendwann zu viel wurde – irgendwie gab es keinen Ausweg aus dieser Situation. Selbst wenn er sich vornahm, Draco in Ruhe zu lassen, schien es unmöglich einander aus dem Weg zu gehen.
„Draco?“ Als Sirius zum zweiten Mal seinen Namen rief, schlug Draco die Augen auf. Seine Pupillen schienen zu erst Mühe zu haben, irgendetwas zu fixieren und im nächsten Moment warf er sich wieder an Sirius Brust und krallte sich in das schlichte T-Shirt, das er trug.
„Lass uns zusammen abhauen, Sirius“, murmelte Draco gegen seine Brust und er tätschelte ihm unbeholfen den Rücken. Er konnte nicht mal klar denken, wie sollte er da bitte Draco trösten?
Dieser schien nämlich vollkommen aufgelöst, schluchzte und zitterte schon wieder und klammerte sich an Sirius, als ob es kein Morgen gäbe. Obwohl – wer wusste das schon?
„Draco, jetzt beruhige dich doch mal...“
„Kann nicht“, kam es kläglich von Draco. „Ich... Oh, Sirius, warum muss das alles so sein? Ich will das alles nicht mehr... Es war doch früher ganz anders.“
Sirius senkte den Blick, dann griff er kurz entschlossen nach seinem Zauberstab und sprach den Zauber, von dem Diggory gesagt hatte, er würde ihn rufen.
„Was machst du?“, fragte Draco zwischen seinen Schluchzern.
„Ich hole Hilfe“, murmelte Sirius, auch wenn er sich nicht sicher war, ob es Diggorys Anwesenheit wirklich hilfreich sein würde.
„Brauch keine Hilfe“, hickste der blonde Junge an seiner Brust, was Sirius zu einem ungläubigen Kopfschütteln veranlasste. Er wollte gerade etwas darauf erwidern, als Cedric die Tür aufriss und gehetzt hinein stürzte.
„Was ist- ... Draco?“
Draco hob bei der Nennung seines Namens langsam den Kopf und offenbarte seine verweinten Augen. „Ce-Cedric? Geh weg!“
„Oh, Draco.“ Cedric seufzte, schloss die Tür und ging auf das Bett zu. „Ich hoffe sehr, dass Black diesmal nichts damit zu tun hat.“ Er warf besagtem einen skeptischen Blick zu, doch Sirius hob mit verbissenem Gesichtsausdruck abweisend eine Hand.
„Er kam hier ziemlich aufgelöst rein, es wird also eher an demjenigen liegen, mit dem er draußen gesprochen hat...“, meinte Sirius und streichelte Draco über den Kopf. Er hätte so viel zu dem Jungen sagen können, vielleicht hätte ihn schon ein bisschen Zuspruch getröstet, aber Sirius fühlte sich einfach nicht in der Lage diese Sätze auch nur in seinem Kopf zu bilden. Sie wären doch alle Lügen gewesen, weil man nunmal einsehen musste, dass es momentan nicht so aussah, als würde noch einmal irgendetwas besser werden.
Cedric maß Dracos Puls und warf dann einen Blick auf die Uhr. Die Aussicht, dass es erst früh am Vormittag war und noch ein ganzer Arbeitstag vor ihm lag, ließ ihn wohl verzweifeln. Trotzdem hatte er wieder seinen typisch freundlichen Gesichtsausdruck angeklebt, als er hoch blickte.
„Hör zu, Draco. Du bist völlig fertig mit den Nerven, ich gebe dir jetzt einen Trank, damit du ein paar Stunden schläfst, und nachher gehst du mit Dean nach Hause und ihr macht euch einen gemütlichen Tag, okay? Du wirst sehen, es wird alles viel besser. Aber du musst bei Black bleiben... Ich hab's ja gesagt, du findest kein einziges, freies Zimmer in diesem Haus mehr.“ Er seufzte.
Draco wollte schon den Kopfschütteln, aber Sirius nahm Cedric die Phiole aus der Hand. „Er wird, das verspreche ich dir, Diggory.“
„Keine Gewalt, Black“, knurrte dieser.
Dass sogar Diggory sich genötigt fühlte, dies anzumerken, ließ Sirius kurz erbleichen, ehe er die Lippen zusammen presste. „Mach, dass du hier raus kommst, sonst wirst du das einzige Opfer von Gewalt sein, dass es hier heute geben wird, Diggory“, meinte er kalt und drehte sich demonstrativ zu Draco um, der mit großen, geröteten Augen zwischen den beiden Männern hin und her starrte.
Das veranlasste Cedric dazu irgendetwas zu murmeln, aber gleich darauf schlug die Tür zu.
„Ich will das nicht nehmen“, meinte Draco und beäugte den Trank in Sirius Hand.
„Tu mir den Gefallen, ja?“
„Du nimmst die Tränke, die du unbedingt brauchst, auch nicht...“ Draco klang beinahe trotzig, was Sirius zum Seufzen brachte. Er fasste mit der Hand unter das blasse Kinn und drehte Dracos Kopf zu sich.
„Das ist etwas anderes, Draco. Du kannst sicher sein, dass Diggory dir nichts böses will“, Sirius ertappte sich beim Lügen, aber man musste eben Opfer bringen, „ und du brauchst den Schlaf.“
„Schlafen macht nichts besser.“
„Doch, weil es deine Sichtweite ändert“, Sirius Geduld war langsam erschöpft, aber er versuchte ruhig zu bleiben. „Wenn du erst mal geschlafen hast, wirst du viel besser mit den Dingen umgehen können.“
Er hielt Draco die Phiole hin, die er schließlich zögerlich ergriff. Seine Mundwinkel hob sich zu einem schiefen Grinsen, mit dem er Sirius anblickte. „Warum schläfst du dann nicht mal? Ich mache mir Sorgen um dich, Sirius.“
Draco griff nach seiner Hand und Sirius beobachtete, wie sich schlanke und blasse Finger um seine schlangen. Er schluckte.
„Draco, das brauchst du nicht. Wirklich. Du musst...“ Sirius atmete tief ein. „Du musst mit Dean glücklich werden und aufhören dir um mich Gedanken zu machen. Ich weiß, dass du leidest, wenn du bei mir bist. Geh zu Dean und ich verspreche dir, dass du nie mehr etwas von mir hören wirst.“
Draco antwortete ihm darauf nicht, er sah ihm nur in die Augen und trank die Phiole in einem Zug aus. „Oh, Sirius“, seufzte er leise, dann ließ er sich nach hinten auf das Bett fallen und war innerhalb von Sekunden eingeschlafen. Sirius fuhr sich durch das verunstaltete, kurze Haar. Es war ein komisches Gefühl, wo er so daran gewöhnt gewesen war, lange Haare zu haben. Vorsichtig zog er die Decke um Draco und erhob sich vom Bett. Als er sich einen Stuhl heranziehen wollte, erhaschte er einen Blick auf die Tür und hielt inne. Dean Thomas lehnte mit verschränkten Armen im Türrahmen und beobachtete ihn.
„Wie lange stehst du da schon?“, brachte Sirius heraus, nachdem er sich von seiner Überraschung erholt hatte.
„Lange genug.“ Seufzend stieß sich Thomas von der Wand ab und ging auf das Bett zu, um dem schlafenden Draco über die Wange zu streichen. Sirius beobachtete diese Geste mit einem Anflug von Wehmut. Er war auch einmal so jung und stark wie Thomas gewesen, hatte mit beiden Beinen im Leben gestanden.
Viel war davon nun nicht mehr übrig, und dies war wohl auch der Grund, warum es zwischen ihm und Draco nicht funktionierte: Er konnte ihm keinen Halt geben.
Als Thomas sich wieder zu ihm umdrehte, senkte Sirius den Blick.
„Was ist das nur zwischen dir und Draco?“, kam es ungewöhnlich ruhig von Thomas.
Sirius starrte noch einen Moment den Boden an, biss sich fest auf die Lippen, dann hob er den Kopf langsam und begegnete dem musternden Blick, der auf ihm lag.
„Liebe“, flüsterte er und sah, wie Thomas zusammenzuckte, sich kurz zu Draco drehte, aber nicht widersprach.
„Sie tut euch beiden nicht gut, diese Liebe“, meinte er dann angestrengt.
Sirius nickte. „Ja.“ Was sollte man dazu mehr sagen?
„Und du hast ihn aufgefordert, dich zu verlassen?“ Thomas hatte sich vorsichtig auf den Rand des Bettes gesetzt.
Das hatte er also gehört. „Ich weiß, dass das das beste für ihn wäre.“
„Und was wäre für dich das Beste?“
„Ich weiß es nicht.“
„Du tust ihm weh.“
„Ich will das nicht, Thomas, verstehst du? Ich möchte ihn am liebsten streicheln, ihm alles vor die Füße tragen und machen, dass es ihm gut geht. Aber ich kann es nicht. Ich bin so und schaffe es nicht mehr, mich zu ändern, egal wie sehr ich es versuche.“ Sirius stützte den Kopf in die Hände und starrte zu Boden. „Für mich gibt es keinen Ausweg mehr. Ich kann Draco nicht einfach so wegschieben, aber ich bitte dich darum, dass du ihn mitziehst.“
„Ich soll ihn also mit mir zerren, weil du dich nicht allein von ihm lösen kannst?“
„Versuch es. Bitte. Mach ihn glücklich.“
„Er will nicht von dir weg, Black.“ Thomas klang bitter und traurig. „Merkst du das nicht? Ich weiß, dass Draco mich mag und mir nicht weh tun will. Aber er kann auch nicht anders, als an dir zu haften. Egal, wie sehr ich es zu ändern versuche.“
Sirius fuhr sich mit den Fingern über die Schläfen. Seine Müdigkeit und seine seelische wie körperliche Erschöpfungen schienen zu einem Dauerzustand geworden zu sein. „Ich verstehe es nicht, Thomas. Ich bin ein Wrack. Guck mich an, ich sehe aus wie... Ich weiß nicht, was er an mir findet.“
„Glaub nicht, dass du von mir etwas anderes zu hören bekommst, Black“, meinte Thomas hart. „Was du sagst, ist nämlich nur zu wahr – ich verstehe es auch nicht. Aber ich werde um Draco kämpfen.“
Sirius nickte nur und ließ das so im Raum stehen. Die nächsten paar Stunden verbrachten die beiden schweigend, bis Sirius irgendwann entschied, dass es ihm scheiß egal war, ob man hier rauchen durfte oder nicht. Er riss das einzige Fenster dieses Raumes auf, spürte Thomas Blick im Rücken und zündete sich mit seinen zitternden Fingern eine Zigarette an. Als er den Rauch tief einatmete, fühlte er sich augenblicklich ruhiger werden. Merlin, hoffentlich würde er nicht noch eine Nacht hier bleiben müssen. Dieses Krankenhaus war schlimmer als die Einsamkeit seiner Wohnung.
„Gibt es eigentlich auch irgendeine Droge, die du verschmähst, Black?“, fragte Thomas hinter ihm, aber Sirius reagierte nicht darauf. Das war eindeutig unter seinem Niveau.
Außerdem war ihm schlecht. Er stützte sich auf dem Fensterbrett ab und atmete die frische Luft ein. Es war zu lange her, dass er etwas gegessen hatte, das wusste er selbst.
Er hörte das Geräusch, mit dem Thomas aufstand. „Ich muss jetzt noch einmal für ein, zwei Stunden weg, Black. Ich hoffe, dass du momentan genug bei Verstand bist, um auf ihn aufzupassen.“
„Er wird bald aufwachen“, murmelte Sirius und drehte sich langsam um.
„Ja.“ Thomas seufzte. „Aber ich kann es leider nicht ändern. Er wird doch hier bei dir warten?“
„Ja, wahrscheinlich.“
Thomas nickte, streichelte Draco noch einmal durch das blonde Haar und verschwand dann aus der Tür. Amüsanterweise schien Draco, kaum fünf Minuten nachdem die Tür zugeschlagen war, wieder zu erwachen.
Sirius trat neben das Bett und beobachtete, wie die grauen Augen sich öffneten und dann verwirrt und desorientiert durch den Raum blinzelten.
„Sirius?“, fragte Draco mit kratziger Stimme und der Angesprochene legte ihm beruhigend eine Hand auf den Arm.
„Werd erstmal wach.“
Dafür brauchte Draco beinahe zehn Minuten, ehe er sich aufrichtete und sich umblickte.
„Wie geht es dir?“, fragte Sirius.
„Naja“, Draco lächelte kurz und blickte zum Fenster hinaus, scheinbar um festzustellen, wie lange er geschlafen hatte. „Eigentlich müsste ich das dich fragen.“
„Ich habe aber zu erst gefragt“, erwiderte Sirius und zog einen Mundwinkel zu einem Grinsen hoch.
„Besser“, antwortete Draco nach kurzem Zögern. „Es hat sich ja nicht viel geändert, aber du hattest Recht.“ Er atmete tief ein und aus. „Ich kann wieder klarer denken.“
„Das ist schön. Ich weiß, dass du viel durch machen musst, momentan. Dean hat dich übrigens gebeten, hier auf ihn zu warten. Er meinte, er käme heute Abend wieder – du musst logischerweise nicht hier bei mir warten, wenn du nicht möchtest. Ich meine, ich kann verstehen, wenn...“
„Red' keinen Müll“, unterbrach Draco ihn. „Was ist mit dir, Sirius? Du musst genau so viel durch machen, wenn nicht noch mehr. Warum lässt du dir nicht helfen?“
„Ich mag keine Ärzte, Draco. Überhaupt nicht.“ Er fühlte, wie ihm wieder etwas schwindlig wurde und zog sich einen Stuhl heran. „Ich... Irgendwann gibt sich alles von allein.“
Draco schüttelte den Kopf. „Du bist blass.“
„Nur Kreislaufprobleme.“
„Nur? Sei ehrlich zu dir selbst, Sirius. Du konsumierst Drogen, dein ganzes Immunsystem ist angegriffen und du schläfst und isst viel zu wenig.“
„Ach, was. Mir macht das nichts aus.“
„Dann hast du noch nicht in den Spiegel geguckt, Sirius...“, meinte Draco leise und brachte Sirius damit zum Seufzen. Er wollte die Hände in seinem Haar vergraben, merkte aber wieder einmal, dass das nicht mehr möglich war und strich sich stattdessen über das Gesicht.
Draco schien ein ähnlicher Gedanke gekommen zu sein. „Und das mit deinen Haaren... warum hast du das gemacht?“
„Ganz ehrlich, Draco? Ich weiß es nicht. Ich musste gestern abend, als die mich hier eingesperrt haben... Ich musste es einfach tun. Sieht ziemlich scheiße aus, hm?“
„Ja“, gestand Draco ehrlich. „Ich schneide es nach, sobald du daheim bist, okay?“
„Du sollst doch... Du sollst dich doch von mir fernhalten“, meinte Sirius leise.
„Das werde ich nicht.“ Draco klang, für seine vorhin ziemlich labile Verfassung, recht sicher. „Wir sind nicht mehr zusammen, Sirius, aber das heißt nicht, dass wir keine Freunde mehr sind.“
„Okay“, krächzte Sirius rau und konnte nicht verhindern, dass sich die Welt schon wieder um ihn drehte, als er aufstehen wollte. Mit einer Hand krallte er sich an der Stuhllehne fest, die andere presste er sich auf den schmerzenden Bauch.
„Sirius?“, drang Dracos besorgte Stimme zu ihm durch.
„Ist schon okay“, meinte er und atmete tief durch. Er wartete noch einige Sekunde, dann hob er den Blick zu Draco, der gerade die Beine aus dem Bett schwang. „Bleib sitzen! Mir geht es gut.“
Doch Draco hörte nicht auf ihn, sondern kam auf ihn zu und fasste ihn am Arm an – so vorsichtig, als hätte er Angst, er würde zerbrechen. Das war nicht richtig. Es hätte andersherum sein müssen, schließlich war er viel stärker als Draco. Sirius schluckte, genau wie Draco, als dieser sein Handgelenk umfasste. Okay, das widersprach seinen Gedanken.
„Merlin, Sirius“, hauchte Draco fast unhörbar. „Du bist so dünn geworden.“
„Ich werde dich momentan nur nicht über die Schwelle tragen können“, meinte Sirius in dem Versuch, lustig zu sein. Doch Draco blieb ernst und deutete auf das Bett.
„Setz dich hin, okay? Du musst dich untersuchen lassen, wirklich und du musst was dagegen tun, dass du so abmagerst.“
„Draco, komm. Du siehst selbst nicht aus wie das blühende Leben...“
„Aber mir kocht Dean jeden Abend etwas, bei mir passt jemand auf, dass ich nicht abstürze, Sirius.“
„Ich brauche keine Mutter.“
„Da bin ich mir gar nicht so sicher...“
Ihr Gespräch verlor sich in Schweigen, das erst durch das Öffnen der Tür unterbrochen wurde. Sirius wunderte sich schon, warum Thomas so früh zurückkehrte, doch als er den Blick hob, sah er Remus und Cedric herein kommen.
Remus sah etwas ausgeruhter als gestern aus, wenn auch immer noch gestresst wirkte. Cedric nicht minder.
Vor Sirius Haaren war Remus scheinbar gewarnt worden, denn er sah seinen Freund nur mit einem bedauernden Blick an. Cedric ging zuerst auf Draco zu, der neben Sirius auf dem Bett saß und warf ihm einen fragenden Blick zu.
„Wie fühlst du dich?“
„Besser... Wirklich“, fügte er mit einem kurzen Lächeln hinzu. „Der Schlaf hat zwar nichts verändert, aber er hat geholfen.“
Cedric seufzte, mit einem Zeichen von Erleichterung. „Das ist sehr gut. Ich hatte schon Angst, dass du einen totalen Nervenzusammenbruch erleidest.“
„Keine Sorge, ich habe mich wieder einigermaßen gefangen“, erklärte Draco und Cedric nickte, ehe er sich zu Sirius drehte.
„Jetzt zu dir, Black.“
„Gar nichts mit mir, Diggory. Kann ich jetzt vielleicht endlich mal hier raus?“ Er warf einen flehenden Blick zu Remus, der sich räusperte.
„Cedric erzählt, dass du jegliche Untersuchung verweigerst, Sirius. Warum?“
„Ich werde mich nicht anfassen lassen, von niemandem hier.“
Remus schloss gequält die Augen. „Sirius, zu der Untersuchung bezüglich... deiner Geschlechtskrankheit, kann dich keiner zwingen. Dafür kann Cedric dir einfach den Trank geben – den du augenscheinlich auch nicht willst –, aber deine Entlassungspapiere geben eine Untersuchung vor, eine ... Routineuntersuchung, weil dein körperlicher Zustand offensichtlich nicht der Beste ist.“
Sirius Mund öffnete und schloss sich einmal, dann knurrte er: „Die können mich dazu nicht zwingen!“
„Doch, Sirius, das können sie“, antwortete Remus und tauschte einen Blick mit Cedric, der sowohl Draco als auch Sirius die Stirnrunzeln ließ.
„Wie hast du dich heute bisher gefühlt, Black? Irgendwelche Schmerzen?“
„Nein, mir geht es prima und deswegen...-“
„Ihm war schwindlig und ich glaube, er hatte Magenschmerzen. Das Zittern ist bestimmt auf den Entzug zurück zu führen“, schaltete sich Draco leise, mit gesenktem Blick ein.
Cedric seufzte. „Das habe ich mir gedacht.“
„Draco, warum...?“, fragte Sirius empört.
Draco biss sich auf die Lippe. „Tut mir leid, Sirius, aber das ist doch nur, damit man dir hilft. Sei doch nicht so stur, bitte, lass dich untersuchen, du hast doch gehört, du musst sowieso.“
„Ich werde mich nicht untersuchen lassen!“, begehrte Sirius auf.
„Du weigerst dich also weiterhin, Black?“, fragte Cedric.
„Ja!“, schnappte er.
Remus seufzte und Sirius beobachtete ungläubig, er die Tür abschloss und Cedric zunickte.
„Hey, was wird das bitte?“, fragte er noch, ehe Cedric seinen Zauberstab schwang und sich Sirius plötzlich gefesselt auf seinem Bett wieder fand.
Er starrte die drei Männer in seinem Zimmer fassunglos an.
„Wenn du auf Fesselspielchen stehst, Diggory, dann leb das gefälligst wo anders aus.“
Cedric seufzte nur – das Strahlemännchen schien heute wirklich gestresst zu sein – trat an das Bett und ließ das T-Shirt verschwinden, das Sirius trug.
„Du machst es dir nur unnötig schwer, Black“, meinte er.
„Was zur- Hör auf damit!“ Sirius wandt sich in seinen Fesseln, aber Cedric schien seinen Job zu verstehen, denn er konnte sich nicht bewegen und die Seile schnitten ihm nicht einmal in die Haut.
Als sein T-Shirt verschwand wurde er auch noch wie ein dämlicher Teenager rot.
Remus und Draco zogen die Luft ein.
„Scheiße, Sirius, was machst du nur?“, fragte Remus und Draco stand auf, um sich neben Sirius' Bett zu stellen, der sich ziemlich ausgeliefert vorkam.
„Du bist zu dünn, Black, viel zu dünn“, meinte Cedric und klang irgendwie angewidert, was Sirius zu einem Schnauben verlockte.
Draco hingegen sah ziemlich blass aus, als er, während Cedric sich gerade herumgedreht hatte, über die stark hervortreten Rippenbögen strich.
„Du bist doch sonst so stark, Sirius“, murmelte er.
„Draco, ich...“ Er unterbrach sich, als Cedric zurückkehrte und kundigen Fingern über seinen Bauch fuhr. Er verspannte sich unwillkürlich und spürte, wie Dracos Hand sich über seine legte und darüber streichelte.
„Woher kommen die Blutergüsse, Black?“ Cedric deutete auf die langsam verheilenden Überbleibsel seiner Schlägerei mit Thomas.
„Hab' mich geprügelt.“
Remus seufzte erneut und Diggory hob eine Augenbraue.
„Nun gut.“ Er legte zwei Finger an Sirius' Halsschlagader, maß seinen Puls und leuchtete ihm in die Augen, ehe er nickte.
„Ich werde dir zwei Tränke geben. Einer davon ist ein Stärkungstrank, der andere ist gegen den Tripper, den ihr beiden euch eingehandelt habt.“
„Ich werde keinen Trank von dir annehmen, Diggory.“
„Fängst du schon wieder an?“
„Vergiss es. Keine Ahnung, was du mir unterjubelst.“
„Remus“, Cedric gab seinem einstigen Lehrer zwei kleine Phiolen. „Draco, komm mal her“, fügte er dann hinzu und zog den Blonden zu sich.
Er warf Sirius einen kopfschüttelnden Blick zu. „Du erniedrigst dich selbst hiermit, merkst du das nicht? Draco, halt seinen Kopf fest, Remus, flöss ihm das ein und ich werde ihm zum Schlucken bringen.“
„Vergesst es, hört bloß auf...“ Sirius warf panisch den Kopf hin und her als Draco ihn festhalten wollte.
„Sirius, bitte“, befahl Draco schließlich und sein Griff wurde fester, so dass Sirius keine andere Wahl hatte, vorallem, als Remus ihm rücksichtslos das Fläschen an die Lippen drückte und dabei schon wieder diesen traurigen Blick drauf hatte.
Sirius hätte schreien mögen. Cedric konnte ihm jetzt alles einflössen, weil er sich der Unterstützung seiner Freunde bewusst war.
Wie auf Kommando fingen Cedrics Finger an, seinen Hals zu bearbeiten und lösten den unweigerlichen Schluckreflex bei Sirius aus, so dass er innerhalb einer halben Minute beide Fläschen geleert hatte.
Cedric trat zurück, löste die Fesseln und Sirius drehte sich hustend auf die Seite.
Draco ging vor seinem Bett in die Knie und strich ihm die letzten, etwas längeren Strähnen aus der Stirn. „Tut mir leid“, murmelte er und hauchte Sirius einen Kuss auf die Stirn, ehe er ihm in sein T-Shirt half.
Sirius kam sich ziemlich dämlich vor, aber er ließ es mit sich machen, weil er sich irgendwie schummrig fühlte.
„Ich nehme ihn dann jetzt mit, ja?“
„Wohin, Remus?“, schaltete Draco sich ein.
„Zu mir“, meinte sein guter Freund beruhigend.
Draco sagte noch irgendwas, aber Sirius hatte das Gefühl, dass ihm irgendwie das Bewusstsein entglitt.
Er spürte noch, dass er apparierte, doch noch während er das tat, schien er einzuschlafen.

Als Sirius wieder erwachte, saß Remus auf seiner Bettkante.
„Hey“, meinte er krächzend und sah sich um. Ja, das war eindeutig Remus' Schlafzimmer.
„Hey“, antwortete Remus leise und legte seine Hand auf Sirius' Stirn.
„Was machst du da?“
„Cedric meinte, ich solle darauf achten, dass du kein Fieber bekommst.“
„Mir geht es gut. Wirklich, ich fühle mich viel besser.“ Diesmal stimmte es sogar. Nicht richtig fit, aber doch viel kräftiger. „Wie lange habe ich geschlafen?“
„Zwei Tage.“
„Wie bitte?“, schnappte Sirius entsetzt, der mit ein paar Stunden gerechnet hatte.
„Nun“, Remus wandt sich unbehaglich. „Ich wusste es auch nicht, aber Cedric hat dir wohl in dem Stärkungstrank etwas gegeben, dass deinen Körper solange in einen Heilschlaf versetzte, wie er brauchte um sich einigermaßen zu regenerieren, auch wegen des Entzugs.“
Sirius presste die Lippen aufeinander. „Dieser Bastard.“
„Er hat es doch nur gut gemeint.“
„Ja, das sagst du.“
Remus seufzte. „Fühlst du dich gut genug, raus zu gehen?“
„Ja. Warum fragst du?“
„Heute ist Pansy Parkinsons Beerdigung“, antwortete Remus gedämpft und Sirius erinnerte sich.
„Oh“, murmelte er. „Ja, klar. Ich komme mit.“
„Das dachte ich mir. Ich habe mir erlaubt, dir einen Anzug aus deiner Wohnung zu holen. Drüben steht eine Suppe – Willst du versuchen, schonmal aufzustehen und drüben zu essen?“
„Eigentlich habe ich keinen...“
„Vergiss es, Sirius“, meinte Remus mit einem Lächeln und stand seinerseits auf. „Also dann, back into life.“


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Daniel ist total nett. Er ist klasse. Er spielte mir gute Musik vor. Ich hatte immer noch Beatles gehört bis ich hierher kam. Er ist sehr leidenschaftlich. Für sein Alter hat er einen guten Geschmack.
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