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Fanfiction

Partners in Crime - Der Knoten löst sich nicht durch Ziehen

von Kraehenfeder

Kapitel 33 – Der Knoten löst sich nicht durch Ziehen
Draco wohnte jetzt also bei Dean Thomas. So einfach war das. Ganz klar. Der arme, zerbrechliche Draco bei diesem Möchtegern-Künstler.
Sirius wollte gar nicht darüber nachdenken, was der dort wohl mit seinem Kleinen anstellte. Draco wusste doch überhaupt nichts über die Welt da draußen und die Gefahren, die in ihr lauerten! Vor allem in Form sexbedürftiger Männer.
Weit jenseits aller Trauer, die gerade von einer immensen Wut verdrängt worden war, schlug Sirius die Tür krachend hinter sich zu und stürmte in seine Küche, Archies aufgeregtes Blubbern ignorierend.
Das durfte einfach nicht wahr sein. Und dann duckte sich dieser Knallrümpfige Kröter Thomas auch noch unter seinem Schlag weg, damit Draco ihn ins Gesicht bekam! Dieser miese Feigling hatte sie ganz bewusst gegeneinander ausgespielt. Bei der Erinnerung daran, wie Dracos weiche Unterlippe erneut unter seinen Fingern aufplatzte, verzog Sirius das Gesicht und begann unruhig in seiner Küche auf und ab zu laufen.
Irgendwann blieb er Hände ringend stehen und musste feststellen, dass seine Gedanken sich unaufhörlich im Kreis drehten. Sein Versuch, Moonys tollen Ratschlag zu befolgen und etwas zu unternehmen war wohl gründlich schief gegangen.
Draco wollte gar nicht zum ihm zurückkehren! Frustriert ließ sich Sirius auf die Couch sinken und verdrängte den Gedanken daran, dass das wohl fast verständlich war.
Er wollte diese heilsame Wut behalten, solange es noch möglich war. Dennoch merkte er, wie sein Verstand langsam wieder in einigermaßen kühlen Bahnen tickte und daran arbeitete, die Tragweite des Geschehenen zu erfassen. Die Handballen gegen seine geschlossenen Augenlider pressend, seufzte er auf.
Warum sollte er denn bitte hier rumsitzen? Das würde doch eh nichts mehr werden. Verdammt. Was er brauchte war Ablenkung, es gab ja schließlich genug Leute, die ihn wollten – er war nicht auf Draco angewiesen. Er war auf niemanden angewiesen.
Entschlossen stand Sirius auf, nahm sich seine Jacke und verließ das Haus. Der Weg, den er nun ging, kam ihm allzu bekannt vor. Er war ihn schon oft gegangen. Jedenfalls, früher. Vor Draco. Vor einem alten, tristen Gebäude blieb er stehen und klopfte energisch an eine Tür, die nicht allzu stabil aussah.
„Sofort“, erklang eine Frauenstimme und kaum eine Sekunde später stand Delilah vor ihm.
„Hi.“ Ohne sich lange aufzuhalten trat er ein und presste die schwarzhaarige Frau mit seinem Körper gegen die Flurwand.
„Sirius?“, brachte sie gerade noch fragend hervor, ehe er die Tür zu stieß und seine Lippen mit einer heftigen Bewegung auf ihre presste. Sie murmelte etwas und Sirius nutzte die Gelegenheit seine Zunge in ihren Mund gleiten zu lassen.
Scheinbar ziemlich überrascht erwiderte sie den Kuss eher zögerlich, bis sie spürte, dass seine Kraft nachließ und sie ihn von sich schieben konnte. In diesem Moment trat Doug zu ihnen in den Flur und blickte stirnrunzelnd zwischen den beiden hin und her.
Sirius grĂĽĂźte ihn mit einer Handbewegung.
„Mensch, Sirius, das ich das noch erleben darf...“, meinte der Doug mit einem Hauch von Belustigung und strich sich durch sein rotes Haar.
„War lange nicht mehr hier, ich weiß“, bestätigte Sirius und musste daran denken, was Draco wohl dazu sagen würde. Naja, interessierte ihn ja nicht.
Etwas ernster maß ihn Doug mit einem Blick. „Du siehst auch irgendwie nicht so gesund aus. Ich hab' da was läuten gehört, von wegen du hättest dir einen festen Freund geangelt...“
„Fester Freund? Never ever, Doug“, erwiderte Sirius betont lässig und klopfte dem Angesprochenen auf die Schulter. „Ich liebe meine Freiheit, wie du weißt.“
„Ist doch auch vollkommen egal“, rief Delilah freudig. „Ich find's schön, dich wieder zu sehen. Hast du Zeit?“
„Die ganze Nacht“, meinte er mit einem vielsagenden Blick, der nicht auf dem Gesicht der Schwarzhaarigen hing. Dann wandte er sich fragend an den Mann, mit dem er in den letzten Jahren eine Menge geteilt hatte – Leben, Frauen, das Bett und die Drogen.
Doug, dem man ansah, dass er eher skeptisch war, hob abwehrend die Hände. „Tut mir leid, ich habe heute Abend was vor. Hätte ich gewusst, dass du kommst...“
„Kein Problem“, antwortete Sirius.
„Du kommst ja sicher bald mal wieder, oder?“, fragte Delilah enthusiastisch. Sirius nickte ohne wirklich darüber nachzudenken. Vielleicht hätte er das schon eher tun sollen. Sich mal wieder ein bisschen abreagieren. „Gehen wir zu dir?“, fügte sie hinzu. Wieder nickte er und Delilah entfernte sich mit der Erklärung, sie würde ihre Handtasche holen und sich frisch machen.
Beide Männer blickten der davon eilenden Frau hinterher. Doug meldete sich als erster wieder zu Wort.
„Irgendwie bezweifle ich, dass du dich hier noch oft blicken lässt. Hast du Stress mit einem Typen?“
Sirius zuckte kurz zusammen und starrten den Rothaarigen in der dämmrigen Dunkelheit des Hausflures an. „Es gibt keinen Typen.“ Doug kannte ihn vielleicht besser, als er geglaubt hatte.
„Warum lügst du uns an, Sirius?“
„Ich weiß nicht wovon du sprichst. Ich bin nur hier um ein bisschen Spaß zu haben. Wenn du plötzlich eifersüchtig bist und nicht willst dass ich mit Delilah rummache, dann sag's...“, antwortete Sirius scharf und sprach damit aus, was er eigentlich nicht einmal ansatzweise dachte.
„Das ist mir vollkommen egal, und das weißt du auch. Ich seh' sie lieber in deinem Bett, als in dem irgendeines Kerls den sie irgendwo aufgegabelt hat – und wenn ich Zeit hätte, würde ich mit kommen. Aber irgendwie...“ Raue Finger fuhren über Sirius Lippen, ehe sich eine Hand unter sein Kinn legte und seinen Kopf von einer Seite zur anderen drehte.
„Irgendwie denke ich, dass du das gar nicht möchtest. Weder mich noch Delilah.“
„Was geht denn eigentlich mit dir ab, Kumpel? Du redest ja wie der letzte Schmusehippogreif.“ Sirius zog die Augenbrauen hoch. „Wo ist der harte Doug hin?“
„Der harte Doug versucht sein Leben weniger zugedröhnt zu genießen“, erklang Delilahs Stimme von der Tür. „Er hat vor einiger Zeit festgestellt, dass er alt wird und es vielleicht an der Zeit ist, seinen Genußmittelkonsum ein wenig einzuschränken. Ich seh' das anders.“ Demonstrativ warf sie sich eine der Pillen in den Mund. Doug schien das nicht weiter zu störe und er zuckte mit den Schultern. „Nun gut, ich wünsche euch beiden viel Spaß.“
„Werden wir haben“, erklärte Delilah mit einem anzüglichen Grinsen, wartete ab bis Doug sich von Sirius verabschiedet hatte und hakte sich dann bei letzterem unter.
„Auch eine?“ Sie hielt ihm die Pillen entgegen.
Sirius schluckte. Das „W&W“-Markenzeichen sprang ihm entgegen, verlockend, verheißend. Andererseits... Sich zu betrinken würde auch reichen. Er konnte den gleichen Effekt damit erzielen. Schließlich wollte er ja nur vergessen. Schweren Herzens schüttelt er also den Kopf.
„Nein, lieber nicht.“
Schulterzuckend steckte Delilah die Pillen zurück in ihre quietschend pinke Handtasche und schlenderte neben ihm her zu seiner Wohnung. Beim Kauf des Alkohols, für den er zwischenzeitlich an einem kleinen Laden stoppte, grinste sie. „Ganz los von allem Guten des Lebens bist du also nicht.“
„Kaum...“ Abwesend öffnete Sirius eine der Flaschen und spürte, wie der darin enthaltene Whiskey seine Kehle hinunterrann. Er wusste nicht, was er sich anzutrinken versuchte – Mut vielleicht oder Lust. Denn das übliche vorfreudige Kribbeln und das Hochgefühl, das sonst mit Delilahs Besuchen einherging, fehlte völlig. Möglicherweise war er einfach zu abgelenkt von anderen Sachen, aber das grelle Pink ihrer Handtasche und ihre Beine in dem kurzen Rock, mit den laut klackernden Stiefeln nervten ihn ungemein. Wie um diesen Gedanken zu widerlegen, zog er sie enger an sich und küsste sie. Auch Delilah schmeckte nach Alkohol. Und nach Lippenstift.
Sie schien es gar nicht mehr erwarten zu können, endlich bei seiner Wohnung anzukommen und zog ihn förmlich durch die Straßen Londons. Kaum, dass er seine Wohnungstür aufgeschlossen hatte, landete ihre Handtasche schon auf Archies Couch.
Draco hätte sich jetzt erst einmal hingehockt um Archie zu begrüßen, aber Delilah lehnte sich nur in einer aufreizenden Pose an seine Theke. Stumm räumte Sirius die anderen beiden Whiskey Flasche aus, trank dann aus der geöffneten einen Schluck und schloss die Augen. Tief einatmend stand er einfach nur einen Moment dort und beschloss, dass Gedanken an Draco nicht hier hin gehörten.
„Ich habe das echt vermisst“, hörte er Delilah ganz in seiner Nähe sagen, ehe sich auch schon ein weicher Frauenkörper an seinen presste. Sie fühlte sich so ganz anders an, als... nein.
Sirius öffnete die Augen, stellte die Flasche ab und legte ihr die Hände auf die Hüften. Irgendwie bekam er gar nicht richtig mit was sie tat, denn das nächste, was er bewusst wahrnahm, war, dass sie beide nur noch spärlich bekleidet in seinem Schlafzimmer gelandet waren.
„Oh, Sirius...“
Er murmelte irgendeine Erwiderung, die nicht mal in seinem Hirn richtig ausgeformt war. Delilah schien das nicht zu stören, denn sie regte sich weiter unter ihm und flüsterte ihm süße Worte ins Ohr. Seine Hände legten sich auf ihre Brüste, begannen sie automatisch zu streicheln, aber eigentlich konnte er nicht sagen, dass er das Gefühl wirklich vermisst hatte. Dracos weiße Brust erschien vor seinem inneren Auge, seine geröteten Wangen und das Glänzen in seinen Augen. Sirius seufzte, was Delilah als Zeichen seiner Zustimmung auffasste.
Ehe er sich versah, war er auch den Rest seiner Klamotten losgeworden und strich wahllos über den ziemlich willigen Körper unter ihm. Es war dunkel in seinem Schlafzimmer, deswegen hörte er nur ihr leises Stöhnen und ihre Anfeuerungsrufe. Dabei tat er doch fast gar nichts.
Eigentlich war er mit den Gedanken ganz woanders, als er in sie eindrang und dabei nur leise aufseufzte. Das war wirklich nur halb so spannend. Es gab gar keinen Widerstand. Die schlanken Beine Delilahs umklammerten seine Hüften und er stieß abwesend mit der Hüfte nach vorne, hörte sie stöhnen, war irgendwie erregt, sah seinen Höhepunkt aber nicht einmal ansatzweise auf sich zukommen.
Stattdessen starrte er einfach nur auf den Fleck neben ihrem Kopf. Wahrscheinlich hätte er diese Bewegungen die ganze Zeit weitergeführt, wenn nicht das Zuschlagen seiner Tür ihn hätte auffahren lassen.
Ohne auf Delilahs Protest Laute zu achten, schnappte er sich seine Shorts und stĂĽrmte hinaus. Als er seine HaustĂĽr aufriss sah er gerade noch die Gestalt von Draco und diesem KĂĽnstler-Futzi, der die Arme fest um seinen Draco geschlungen hatte und mit ihm apparierte.
„Scheiße, verdammte! Draco, nicht… Thomas, bleib’ sofort…“ Mit voller Wucht stolperte er über irgendeine bescheuerte Kiste, die jemand im Hausflur abgestellt hatte und fand sich dann dem Boden Angesicht zu Angesicht gegenüber und schlug sich dabei sowohl das Kinn als auch das Knie auf.
„Sirius, komm doch zurück“, gurrte eine weibliche Stimme aus seiner Wohnung und hätte Sirius damit beinahe zu explodieren gebracht, obwohl sie nichts dafür konnte. Er wollte das nicht, er wollte diese Frau in seinem Schlafzimmer nicht – er wollte Draco und den konnte er nicht haben.
„Fuck, fuck, fuck, fuck!“ Er humpelte in Richtung seiner Wohnung, die noch immer im Dunkeln lag und ohne die Sachen Dracos, die er wohl gerade mitgenommen haben musste, vollkommen leer aussah.
Archie blubberte, was Sirius dazu veranlasste herum zu fahren. „Halt die Fresse! Du würdest ihm doch auch hinterher kriechen, wenn du nur könntest!“ Der Fisch blinzelte sein Herrchen empört an und schwamm dann demonstrativ in die andere Richtung.
„Mit wem redest du, Sirius?“ Delilah erschien an der Schlafzimmertür und streckte ihre Hand nach ihm aus, angestrahlt vom Licht des pinken Strauches. „Komm her und lass uns weiter machen.“
„Nein, Delilah, tut mir leid aber…“
„Was?“ Verblüfft starrte sie ihn an.
„Ich kann das nicht. Sorry. Ich glaube, du solltest jetzt gehen.“
„Das ist doch nicht dein Ernst, oder? Du kannst mich doch jetzt nicht einfach so hier sitzen lassen!“
Müde ließ sich Sirius auf den Couchtisch sinken und vergrub das Gesicht in den Händen. „Hau ab, ja? Es tut mir leid, das war nicht so geplant, aber…“
Einen Moment folgte Stille, dann schnaubte die junge Frau leise und langte nach ihrer Handtasche.
„Ich frage mich wirklich, was mit dir los ist, Sirius. Du spinnst doch total momentan. Vielleicht solltest du wieder anfangen, Pillen zu schlucken und mehr zu trinken. Damals war es jedenfalls hundertmal besser um dich bestellt als jetzt.“ Damit verschwand sie im Schlafzimmer, zog sich in Rekordzeit an und stolzierte wortlos aus seiner Wohnung. Ein weiteres Mal in seinem Leben schlug die Tür zu und ließ ihn allein zurück.
Nachdenklich blickte Sirius zu der Whiskeyflasche, die im Dunkeln zu leuchten schienen. Dass er sie letztendlich im Laufe des Tages zur Hälfte geleert hatte, wunderte ihn. Vielleicht hatte er sich den Alkohol ja wirklich ein bisschen abgewöhnt, jedenfalls fühlte er sich jetzt schon sterbenselend und wollte eigentlich nicht an die Tür gehen, als es klopfte.
„Ich weiß, dass du da bist, Tatze. Mach auf.“
Sirius saĂź mit angezogenen Beinen auf der Couch und lieĂź den Kopf aufseufzend zurĂĽck sinken. Remus.
„Ist offen“, rief er, räusperte sich und wiederholte die Worte etwas klarer.
Lupin streckte vorsichtig den Kopf hinein und gab einen angewiderten Laut von sich. Er wirbelte herein, riss augenblicklich das Fenster auf und schaltete das Licht an.
Jammernd kniff Sirius die Augen zusammen und legte die Stirn auf seine Knie.
„Was zur Hölle ist denn hier los?“, kam es fordernd von Remus, aber Sirius antwortete nicht.
Er hörte wie Remus nach der Whiskey Flasche griff.
„Hey“, meinte er schwach, als er seinen Freund damit in die Küche treten sah. „Das ist meine.“
„Vergiss es“, meinte Remus mit äußerst angespannter Ruhe in der Stimme. „Was ist los? Wir reden jetzt.“
Der teure Whiskey lief gluckernd ins Waschbecken und Sirius war heilfroh, dass die andere Flasche im Schrank stand.
„Ich will aber nicht reden.“
„Pech gehabt.“
„Moony, was willst du hier? Ich habe keine Lust auf Besuch gerade.“
„Ja, das denke ich mir…“, meinte Lupin scharf, ehe seine Stimme wieder etwas weicher wurde: „Was ist zwischen dir und Draco los? Warum sitzt du hier und besäufst dich, obwohl es doch gerade aufwärts ging?“
„Er hat mich verlassen“, nuschelte Sirius und spürte zu seinem Entsetzen, wie ihm Tränen in die Augen stiegen. Auch Remus schien das zu bemerken, denn er starrte seinen langjährigen Freund entgeistert an. „Was zur Hölle…“ Ohne den sicher nicht angenehmen Geruch zu beachten, den Sirius ausstrahlte, setzte er sich neben ihn und klopfte ihm auf die Schulter.
„Tatze, dich hat’s echt erwischt.“
„Und wenn schon, ist doch jetzt sowieso vollkommen egal…“, wimmerte Sirius mit einer gehörigen Portion vom Alkohol beeinflussten Wehleidigkeit.
„Ich hab’ die Schnauze voll von diesem Leben… Draco… Draco war da… Und – ich hab’ die Schnauze voll von mir selbst“, brachte er heraus und fuhr sich hektisch mit den Händen über das Gesicht.
„Warum ist er denn gegangen?“
Sirius starrte Remus ins Gesicht, konnte sich aber nicht ĂĽberwinden ihm die Wahrheit zu sagen. Stattdessen schĂĽttelte er einfach nur den Kopf.
„Ich glaub’…“ Sirius rieb sich über die pochenden Schläfen. „Ich glaub’ ich geh’ duschen.“
„Ich warte solang hier“, antwortete Remus und lehnte sich nachdenklich zurück.
Unter dem kalten Wasserstrahl der Dusche entspannte sich Sirius ein bisschen, doch es ging ihm immer noch nicht viel besser. Er mochte gar nicht daran denken, was hier in diesem Bad schon alles mit Draco und ihm gewesen war. Ganz am Anfang, als sich Draco alle Pillen auf einmal reingekippt hatte, damit er ihn nicht wegschickte, zum Beispiel… Vielleicht sollte er sich eine neue Wohnung suchen.
Sirius kam nur mit einem Handtuch bekleidet aus dem Bad und setzte sich auf die Couch, deren Plastik beim Kontakt mit seiner nassen Haut quietschte.
„Sirius, wann hast du das letzte Mal geschlafen?“
Der Angesprochene seufzte. ‚Als Draco noch neben mir lag’, wollte er sagen, aber dann entschied er, dass das zu theatralisch klang. Deswegen zuckte er die Schultern.
„Warum bist du eigentlich hier?“
Remus starrte ihn einen Moment lang an, offensichtlich nicht sicher, ob er sich schon wieder abwimmeln lassen sollte, seufzte aber dann.
„Harry.“
„Ach ja“, meinte Sirius gedehnt und fühlte sich ein bisschen schuldig. „Sorry. Das hätte ich wissen sollen.“
„Es passt schon. Aber ich denke, du solltest dich auf … einige Besuche vorbereiten.“
„Hm?“
„Ich war mit ihm beim Arzt, nachdem ich ihn schocken musste – Merlin, Harry ist wirklich vollkommen ausgerastet.“
„Ich hab’s dir ja gesagt“, meinte Sirius gedankenverloren.
„Naja, jedenfalls – Sie haben ihn da behalten.“
„Da behalten?“ Verständnislos runzelte Sirius die Stirn und fragte sich, ob nun auch schon sein Denkvermögen eingeschränkt funktionierte nach ein bisschen Whiskey.
Remus griff nach dem Tagespropheten, den er vorhin mitgebracht hatte. „Ich schätze, du hast heute noch keine Zeitung gelesen…“
Die schwarze Überschrift sprang Sirius attackierend ins Auge. Der Retter der Zauberwelt wahnsinnig – Harry Potter heute früh ins St. Mungos eingeliefert – Ein Artikel von Rita Kimmkorn.
„Oh, nein.“


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Wer gebeten wird, in einem Harry-Potter-Film mitzumachen, würde niemals ablehnen. Und mir hat die Rolle Spaß gemacht. Bellatrix’ Persönlichkeit ist offenbar ernsthaft gestört. Sie findet es richtig toll, besonders böse zu sein. Wahrscheinlich ist sie in Lord Voldemort verliebt; immerhin hat sie für ihn 14 Jahre im Gefängnis gesessen. Jetzt ist sie wieder draußen und noch fanatischer als je zuvor.
Helena Bonham Carter