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Fanfiction

Partners in Crime - Ein ziemlich grauer Regenbogen

von Kraehenfeder

Kapitel 23 – Ein ziemlich grauer Regenbogen

Peinlich berührt starrte Sirius die grünen Pillen an, die Draco ihm aus der Tasche gerissen hatte. Als sie man sie ihm angeboten hatte, wollte er wirklich nicht zugreifen. Er hatte es versucht. Aber er glaubte nicht, dass er auch nur noch einen Tag länger überleben könnte, wenn das ständige Zittern, die Schweißausbrüche und diese Nervosität nicht bald aufhörten.
Das war jetzt natürlich keine Glanzleistung gewesen, in Anbetracht der Tatsache, dass sich Draco gerade mehr oder weniger für ihn ein Tattoo stechen lassen hatte.
„Ich...“, Sirius brach ab. „Ich kann einfach nicht ohne, verstehst du?“
„Nein, tue ich nicht“, antwortete Draco kalt.
„Ich weiß.“ Bekümmert starrte Sirius die Pillen an. „Aber ich hab' dir von Anfang an gesagt, dass mit mir einfach nichts anzufangen ist. Du hättest mir glauben sollen. Ich bin der Löwe auf deinem Tattoo. Ich nutze und beute dich aus, fresse dich...“ Er seufzte.
„Das einzige, was du tust, ist in Selbstmitleid zu versinken.“ Der Blonde starrte ihn einen Moment lang an und Sirius zuckte zusammen.
Tat er das? Versank er in Selbstmitleid? Aber er hatte doch wohl wenigstens darauf ein Recht, wenn schon alles andere so sinnlos war.
„Aber bitte, Sirius, es ist dein Leben. Ich habe dir meine Hilfe angeboten, doch wenn du es weiter wegwerfen willst, dann ist das deine Sache“, meinte Draco, bevor er ihm die Pillen wieder in die Hand drückte, sich umdrehte und einfach davon maschierte.
Einen Moment starrte Sirius mit offenem Mund hinter Draco her. Das war definitiv nicht die erwartete Reaktion gewesen. Hin- und hergerissen zwischen dem Drang dem Blonden einen Grund mehr für seine Vorwürfe zu geben und ihm zu folgen, irrte sein Blick zu den Pillen in seiner Hand. Dann schmiss er sie mit einer entschlossenen Bewegung in eine Ecke und begann zu rennen. Leider holte er Draco nicht mehr ein. Irgendwie war die Zeit, die ihm wie ein paar Sekunden vorkam, wohl schneller vergangen.
Sirius blieb vor seiner Wohnungstür stehen und fragte sich, wie weit es gekommen war, dass er zögerte, seine eigenen vier Wände zu betreten. Definitiv sollte das nicht so sein.
Trotzdem kam ihm das alles ziemlich entrückt vor. Vor ein paar Wochen noch hätte er jeden, der ihm das hier vorhersagte, für verrückt erklärt. Er und Draco Malfoy. Ein Entzug und der kleine, verwöhnte Bengel, der trotzallem was er ihm antat bei ihm blieb, auf einem Haufen.
Ganz langsam öffnete Sirius die Tür und blickte in den Flur. Ein dumpfes Geräusch kam aus dem Wohnzimmer. Sirius, der schon wieder bereute die Pillen weggeworfen zu haben, ging so leise wie möglich den Gang entlang. Das Bild, dass sich ihm in seinem Wohnzimmer bot, irritierte ihn etwas.
Draco saß auf dem Boden vor der Couch, den Kopf halb zu Archie gewandt, auf den er fast lautlos einredete. Der Ausdruck des Fisches schien ein gewisses Verständnis auszudrücken und es störte den Koikarpfen überhaupt nicht, dass Draco unentwegt mit seiner Faust gegen den Wohnzimmertisch schlug. Schon von seinem Standpunkt aus, sah Sirius die geröteten Fingerknöchel und die kleinen Holzsplitter in der zarten Haut.
Mit ein paar großen Schritten eilte er auf den Jüngeren zu und hielt seine Hand fest. Dass seine eigenen schon wieder zitterten, bemerkte er kaum.
„Was machst du denn da?“, flüsterte Sirius leise und küsste aus einem plötzlichen Impuls heraus die gerötete Haut.
„Die Frage ist eher, was du hier machst“, kam die Antwort von Draco mit ehrlichem Erstaunen. Das verletzte Sirius ein wenig, weshalb er die Hand sinken ließ. Es war ja verständlich, dass der Blonde enttäuscht von ihm war, aber hatte er wirklich so wenig Vertrauen in ihn? Was für eine komische Beziehung führten sie dann hier eigentlich?
„Ich wohne hier.“
„Das ist mir klar.“ Draco räusperte sich. „Ich aber auch, inzwischen.“
Sirius nickte ganz automatisch. Irgendwie stimmte das ja.
„Was hast du mit deinen Mittelchen gemacht?“, fragte Draco etwas schärfer.
„Weggeworfen...“
„Ehrlich?“ Schon wieder diese ekelhafte Überraschung.
„Ja, ehrlich“, antwortete Sirius mit so viel Sarkasmus, wie er aufbringen konnte. Draco strahlte.
„Das war sehr vernünftig von dir.“
Sirius seufzte und lehnte sich selbst mit dem Rücken gegen die Couch.
„Das ist mir peinlich, Draco.“
„Was genau?“
„Alles. Dass du mit mir umgehst – umgehen musst – wie mit einem kleinen Kind. Dass du mich so siehst. Dass ich... diese Pillen überhaupt gekauft habe.“
„Das muss dir...“
„Wie geht’s eigentlich deinem Tattoo?“ Sirius wollte nicht schon wieder, dass sich der Blonde verpflichtet sah, etwas zu seiner Entlastung hervor zu bringen. Er konnte das nicht mehr hören. Eigentlich hatte es ihm fast gut getan, als Draco mal wirklich wütend geworden war. Dieses ständige Verständnis war einfach nicht nachvollziehbar.
„Oh, ja. Weiß nicht. Ich find's eigentlich ganz cool. Schon krass, was aus Thomas geworden ist, oder?“ Draco pfiff anerkennend.
„Hat es sehr weh getan?“ Bitte sag nein, flehte Sirius innerlich.
„Warum, hast du vor, dir auch eins stechen zu lassen? Ich habe schon schlimmeres erlebt.“
„Ja, meine Schläge, oder dein mieserables Erstes Mal.“
„Das meinte ich nicht, Sirius.“
„Ich aber.“
Draco seufzte und streckte die Hand nach ihm aus. „Wieso machst du es uns so schwer? Wieso machst du es dir so schwer?“
Sirius griff nicht nach seiner Hand, sondern rückte stattdessen ein bisschen von ihm ab.
„Ist irgendetwas nicht in Ordnung?“, fragte Draco stirnrunzelnd.
Mit roten Wangen blickte Sirius in eine andere Richtung. „Ich schwitz' schon wieder so. Kann nicht besonders angenehm sein. Vielleicht sollte ich besser nochmal duschen gehen...“
„Du bist doch ein Idiot“, meinte Draco mit einem leisen Lächeln und krabbelte demonstrativ auf den Schoss des Schwarzhaarigen. „Das stört mich überhaupt nicht.“
Sirius seufzte und schlang die Arme um den schlanken Körper des Blonden. „Schön...“, murmelte er und lehnte die Stirn gegen Dracos Rücken.
„Soll ich dir mal was sagen, Sirius?“, meinte Draco schließlich, nachdem einige Minuten schweigend vorbei gezogen waren.
„Hm?“
„Du bist toll so, wie du bist. Du brauchst gar nicht zu sein wie James Potter. Es ist vollkommen egal, ob du deinem besten Freund auch nur im Ansatz gleichst... Es geht in diesem Leben um dich, nicht um ihn.“
Sirius' Griff wurde automatisch eisern, doch Draco presste sich noch näher an ihn. Warum musste der denn schon wieder davon anfangen? Es war doch gerade richtig gemütlich gewesen. Einfach mal ein bisschen ausspannen konnte nicht schaden.
„Nein“, erwiderte Sirius mit zusammengepressten Zähnen. „Es geht nicht um ihn. Aber was ändert das? Ich bleibe immer noch der selbe Mistkerl, der ich immer war.“
Draco schwieg. Irgendwie sah sich Sirius durch die eintretende Stille genötigt, seine Ausführung fortzusetzen. „Ich sehne mich so sehr nach unserer Zeit in Hogwarts. Damals hätte ich noch alles ändern können. Ich hätte es besser machen müssen. James hätte sein Leben genutzt, hätte er es behalten dürfen. Aber von mir ist nichts mehr übrig. Alles verläuft, irgendwie und ich kann es nicht mehr fassen. Es ist doch scheiß egal, wie fröhlich die Zaubererwelt tut. Dieser Krieg hat unserer Generation alles geraubt was wir hatten. Selbst ihr leidet noch darunter, aber es wird besser werden. Doch wir... Guck mich an. Ich habe sie beide miterlebt, beide Kriege. Ich habe in beiden gekämpft, gegen den selben Feind und schlußendlich musste ich erkennen, gegen wie viele Freunde ich gezwungen war zu kämpfen, die sich für die falsche Seite entschieden haben. Ich fühle mich verloren, Draco, hier in dieser Welt. Sie sind alle weg, nur ich stehe noch hier rum und weiß nicht wohin mit mir. James wäre Harry ein wunderbarer Vater gewesen...“ Die Tränen begannen Sirius unaufhaltsam die Wangen hinunter zu laufen. Er wollte sie wegwischen. Nicht noch ein Zeichen von Schwäche deutlich werden lassen, aber er konnte sich nicht dazu aufraffen, die Hand zu heben. Stattdessen fuhr er mit erstickter Stimme fort. „Lily und James waren die wundervollsten Menschen überhaupt. Sie haben sich so sehr geliebt, sie haben den kleinen Harry so sehr geliebt. Warum ist mir das Recht vergönnt ihn zu sehen und nicht Ihnen? Als ich wusste, dass sie tot waren, dass Peters Verrat sie getötet hatte, da ist in mir mehr gestorben, als ich jemals zu besitzen geglaubt hatte. Ich habe gar nicht verstanden, wir alle haben nie verstanden, wie allumfassend, wie existenziell, wie rein und wichtig diese Liebe war. Voldemort hat ausgelöscht, was unseren Freundeskreis immer irgendwie beisammen hielt. Und dann kam Askaban. Mit all seiner Kälte und seinem Schmerz. Aber das war nicht das Schlimmste, nein, bei Merlin, all das war auszuhalten. Das Schlimmste war, dass ich all die Jahre in dem Wissen vor mich hin vegetieren musste, dass die Leute draußen, dass Remus und Dumbledore, Harry und all die anderen, glauben würden, ich hätte meinen besten Freund verraten. Dass man glaubte, ich sei Schuld an James Tod.“
„Du hast den Fehler gemacht, nie irgendwo Hilfe zu suchen. Auch du kannst nicht alles ertragen, alles allein schaffen. James Potter soll doch wie sein Sohn gewesen sein, oder? Gerade weil Harry und ich solange Feinde waren, kenne ich ihn sehr gut. Keiner von beiden hätte leben wollen, wenn du dafür sterben müsstest. Keiner von ihnen hätte dir etwas Schlechtes gewünscht. Aber du musst deine Chancen nutzen.“
„Bist du eine von diesen Chancen?“
„Vielleicht die letzte, die du hast“, meinte Draco ernst.
„Ich weiß“, nuschelte Sirius schließlich und drückte sein Gesicht wieder gegen Dracos Rücken.
„Dann uns doch nichts im Wege.“ Vorsichtig drehte sich Draco auf Sirius Schoß herum und presste seine Lippen gegen die kalte Haut von dessen Mundwinkeln.
„Hör auf“, murmelte Sirius gegen den Mund, der ihn am sprechen hindern wollte. Ohne ihm Beachtung zu schenken schleckte Dracos raue Zunge über Sirius Lippen, was diesen zum Erschauern brachte. Er wusste nicht so genau warum, aber er mochte das Gefühl von Dracos kleinerem Körper in seinen Armen. Das war ganz anders als mit den Männern, mit denen er sonst zusammen war. Eigentlich fragte er sich womit er das verdient hatte.
Scheinbar hatte er diesen Gedanken laut ausgesprochen, denn Dracos graue Augen sahen ihn vorwurfsvoll an. „Haben wir nicht gerade über Chancen gesprochen?“
„Ach, ja...“ Mit einem leisen Grinsen zog Sirius Draco einfach mit sich auf den Boden. Er sah den verwunderten Ausdruck im Gesicht des Blonden, gefolgt von einem freudigen Glitzern und genoss es, Draco eine Freude damit machen zu können, dass er einfach ein bisschen mit ihm kuschelte.
Ziemlich schnell jedoch merkte Sirius, dass Draco auf mehr aus war als ein bisschen kuscheln. Seine Zunge erforschte Sirius Mundhöhle ziemlich heftig und war beleibe nicht das einzige Körperteil auf beiden Seiten, dass dazu zu drängen schien, einander die Klamotten vom Leib zu reißen. Doch trotz der leidenschaftlichen Hitze, die dieser Gedanke bei Sirius auslöste, schob er Draco langsam zurück.
Gerade wollte der Blonde den Mund aufmachen, da öffnete Sirius flink den Knopf seiner Jeans, ohne ihm jedoch die Hose von den Hüften zu ziehen. Überrascht seufzte der Jüngere auf, als Sirius Hand sein Glied umschloss und ihn mit der anderen Hand auf sich zog.
„Ich kann das nicht nochmal... Nicht momentan, okay?“, flüsterte Sirius leise und erntete nur ein eifriges Nicken von Draco, der auch so schon recht glückselig schien. Er tat es Sirius gleich und dieser stöhnte leise auf, als er die Wärme der schlanken Hand in seinen unteren Regionen spürte. Die nächsten Minuten verliefen, vom Stöhnen und Seufzen der beiden Männer auf dem Fußboden vor der Couch abgesehen, schweigend. Archie drehte den zweien demonstrativ die Schwanzflosse zu und wagte erst wieder nach vorne zu blicken, als auch Sirius einen heiseren Schrei ausgestossen und einige Minuten später, mit noch immer keuchendem Atem, einen Reinigungszauber gesprochen hatte.
„Willst du dich für ein paar Stunden schlafen legen?“, fragte Draco schließlich und Sirius murmelte eine Zustimmung. Er war erledigt.
„Ich bring dich noch rüber...“ Sirius nickte und ließ sich von Draco ins Schlafzimmer führen, wo er sich in sein Kissenlager auf dem Boden kuschelte. Der Blondschopf setzte sich neben ihn und hauchte ihm ein Küsschen auf die Schulter. Sirius wollte noch etwas sagen, Draco fragen, ob er nicht auch schlafen wollte, aber da waren ihm schon die Augen zu gefallen.

*

„Aufwachen, Schlafmütze...“ Eine weiche, warme Hand strich ihm das Haar aus dem Gesicht. Wie schön. Trotzdem hätte sich Sirius am liebsten geweigert seinen noch schöneren Traum von weißen Sandstrand, blauem Meer und einem blonden Supertyp aufzugeben und in die Realität zurückzukehren, in der er zwar nicht mehr zitterte, aber irgendwie immer noch etwas neben der Spur war.
Dennoch schlug er die Augen auf und blickte geradewegs in das strahlende Sturmgrau von Dracos Iris.
„Ich geh duschen“, murmelte Sirius und versuchte ein kleines Lächeln. Fröhlich summend nickte Draco.
„Alles klar, beeil dich, ich habe ein Überraschung für dich.“ Über die er sich selbst anscheinend schon tierisch freute.
Etwas skeptisch tappste Sirius ins Bad und stellte sich unter das eiskalte Wasser seiner Dusche. Zehn Minuten später fühlte er sich schon viel eher wie ein Mensch und konnte auch wieder klar denken. Eigentlich ging es ihm heute Morgen besser als die ganzen letzten Tage zuvor. Vielleicht hatte Draco recht und er brauchte das alles gar nicht. Vielleicht.
Sich entspannt streckend tauchte Sirius vor der Küche auf, in der Draco herumwerkelte. Schwungvoll stellte ihm der Blonde ein Glas Orangensaft auf die Theke.
„Wie fühlst du dich heute?“
„Ziemlich gut, danke“, meinte Sirius und trank einen Schluck.
Dracos Strahlen wurde noch ein bisschen heller. Wenn der so weiter machte, würde ihn die Morgensonne sicher noch als Konkurenz betrachten.
Sirius beobachtete nachdenklich, wie sich Draco räuspernd duckte und einen Moment unter der Theke abgetaucht blieb. Als er wieder hochkam war er plötzlich grün-bunt, hatte Blätter und pechschwarze Äste... Geschockt starrte Sirius auf den riesigen Blumentopf, den Draco auf die Platte der Theke wuchtete und hinter dem er dann wieder auftauchte.
„Was...“, meinte Sirius mit ersterbender Stimme, während er die enorm große und breite Pflanze betrachtete, die aus der Erde wuchs.
Es war eine Art Strauch, mit ganz normalen grünen Blättern, die aber aus unnatürlichen dunklem Holz wuchsen. Außerdem hatten die Blüten nicht eine Farbe, nein sie waren ausnahmslos bunt gestreift und enthielten alle möglichen schrillen Neonfarben.
„Ein gestauchter Regenbogen-Benjamini“, erklärte Draco strahlend und klatschte ein kleines Büchlein neben den Blumentopf. Die richtige Pflege von Regenbogen-Benjaminis in jedem Zaubererhaushalt.
„Wow“, managte Sirius es schließlich, etwas zu sagen.
„Er gefällt dir?“ Da war schon wieder dieses Strahlen.
„Er ist wunderbar“, stieß Sirius enthusiastisch aus und meinte es auch so. Das war genau die Art von Pflanze die ihm gefiel. „Aber warum?“
„Weil ich dir gern etwas schenken wollte“, meinte Draco schlicht und hüpfte um die Theke herum, damit er auf dem Hocker neben Sirius Platz nehmen konnte. „Ich hab mir gedacht wir gehen gleich nachher los und kaufen den richtigen Dünger dafür, ja?“
„Gern.“ Sirius trank noch einen Schluck Orangensaft und drehte sich dann plötzlich zu Draco um, um ihm mit einem wunderbar schmatzenden Geräusch einen Kuss auf die Lippen zu drücken. „Danke!“
Draco grinste. „Ich hole unsere Jacken, während du frühstückst, ja?“
Sirius, der schon in einen Apfel gebissen hatte, nickte wortlos und betrachtete den Jüngeren, der voller Motivation in Richtung seines Schlafzimmers davon hüpfte. Wenn es so doch jedes Mal sein könnte. Verträumt betrachtete Sirius den Strauch, tippte gegen eine der Blüten und beobachtete fasziniert, wie sie einen kleine Menge silbernen Staub auspusteten. Das musste er sich nachher unbedingt näher ansehen!
Draco kehrte zurück, kaum, dass der Schwarzhaarige das Gehäuse seines Apfels in den Müll geworfen hatte und zog ihn mit sich hinaus. Noch eher sich Sirius versah, spazierten sie wieder an der Themse entlang und atmete die frische Morgenluft ein.
„Gehen wir in die Winkelgasse?“, fragte Sirius.
„Ja, ich habe mich erkundigt. Sie führen alles was wir brauchen, in dem neu eröffneten Großgewächshaus neben Mr Ollivanders Laden.“
„Du bist spitze, Draco.“
„Ich weiß, ich bin ja auch ein Malfoy“, schnarrte Draco und lachte dann. Sirius stimmte nach einem kurzen Moment in sein Lachen ein.
„Guck mal, da drüben“, meinte er plötzlich. Irgendwie sah der Typ auf der Bank nicht sonderlich in Ordnung aus. Sein Arm hing so komisch runter.
„Bestimmt nur irgendein Penner...“
„Lass uns trotzdem mal nachgucken gehen“, meinte Sirius bestimmt und zog Draco mit sich. Je näher sie der regungslosen Gestalt kamen, desto mulmiger wurde Sirius. Der Kerl sah aus als wäre er nackt.
„Da ist ja alles voller Blut“, keuchte Draco plötzlich und deutete auf den dunklen Haarschopf, der voller verkrustetem Blut war und dem ebenso davon überströmten, tatsächlich nackten Oberkörper. Die beiden umrundeten die Bank. „Lauf los und hol Hilfe“, befahl Sirius schon, dann beugte er sich vor und blickte in das verunstalte Gesicht des Mannes, der mit aller guten Hoffnung wohl rettungslos verloren war. Dann taumelten beide Männer fast gleichzeitig mit einem Aufschrei zurück. „Nein!“, hauchte Sirius verzweifelt, seinen Blick starr auf das nur allzu bekannte Gesicht des Toten gerichtet.


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Daniel ist total nett. Er ist klasse. Er spielte mir gute Musik vor. Ich hatte immer noch Beatles gehört bis ich hierher kam. Er ist sehr leidenschaftlich. Für sein Alter hat er einen guten Geschmack.
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