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Fanfiction

Partners in Crime - Ein neuer Anfang

von Kraehenfeder

Kapitel 30 – Ein neuer Anfang

Es hatte zu schneien begonnen. Dicke weiße Flocken legten sich auf die schmalen Schultern Draco Malfoys, der sich die behandschuhten Finger in den Innentaschen seines dunklen Mantels wärmte. Sein blondes Haar war zerzaust gewesen, als er auf die Straße gelaufen war, jetzt lag es platt auf seiner geröteten Stirn. Das Schniefen schob er auf seine halb auskurierte Erkältung und nicht auf die vorangegangenen Ereignisse. Niemand, ganz besonders nicht Er, würde je wieder eine von seinen Tränen verdienen.
Trotzdem brannte die salzige Flüssigkeit in seinen Augen, während er, wie in Trance, durch die Straßen Londons wanderte. Autos, die ihm bis vor Kurzem noch einen Schrecken eingejagt hätten, rasten an ihm vorbei, bespritzten seine halboffenen Schuhe mit schlammigem Schnee und übertönten die sanften Gitarrenklänge eines Straßenmusikers, dessen Finger bald zu kalt zum Spielen sein würden. Draco musste an die Gitarre denken, auf der Er nie für ihn hatte spielen wollen. Immer hatte sie an der Wand im Schlafzimmer gehangen und war langsam eingestaubt…
Gut, er war feige geflohen. Davor, wieder nicht geliebt zu werden, aber war das nicht nachzuvollziehen? Er hatte sein Herz auf einem Silbertablett serviert, sich vollkommen untypisch aufgeopfert und dann wurde es ihm so gedankt? Danke, aber nein danke. Er sollte sich besinnen, sich die Erziehung seines Vaters wieder in den rosaverhüllten Verstand zurückholen und vielleicht konnte er dann zurückkriechen. Für sein ehemaliges Zimmer in Malfoy Manor würde er jetzt betteln…
Dann aber kam ihm der Gedanke, ob er nichts aus dieser Phase seines Lebens gelernt hatte… Sein Vater war ein bösartiger, skrupelloser Mann, nicht, dass Draco das erst vor Kurzem klar geworden war. Schon im Krieg war im bewusst gewesen, dass er nicht so enden wollte. Aber er war nicht sein Vater, ähnelte ihm nur vom Äußeren und hatte nicht einmal seine bewundernswerte Stärke geerbt. Nein, er konnte nicht in das Haus zurück, das er voller Arroganz verlassen hatte. Für Ihn… Er hatte so viel aufgegeben und bereute all diese Dinge jetzt mehr, als dass er einfach davon gelaufen war. Nein, er würde so etwas nie wieder mit sich machen lassen. Jedesmal wenn er sich jetzt die schönen Momente in Erinnerung rief, dann schienen die Narben, die die Schläge hinterlassen hatten, zu brennen. Gut, keine sichtbaren Narben, aber er war ein Malfoy. Ein Malfoy ließ sich nicht schlagen und dachte er jetzt an diese Situationen zurück, dann musste er sich beherrschen nicht zu lachen.
Merlin, er war so ein peinliches Würmchen gewesen. Aber das würde sich jetzt ändern.
Die Türklingel übertönte kaum den Lärm der Straße, als Draco den Tropfenden Kessel betrat. Natürlich könnte er sich in der Nokturngasse schneller aufwärmen, aber er war noch nicht so weit unten, wie die Gesellschaft dort und zog ein Butterbier einem Feuerwhiskey im Moment auch eindeutig vor. Er wollte sich nicht betrinken. Zu oft hatte er mit ansehen müssen, was Alkohol aus Menschen machte.
„Butterbier, Tom“, murmelte er dem Wirt, der hinter der Theke gerade etwas notierte, zu.
„Kommt sofort…“ Tom warf ihm gar keinen langen Blick zu, schwenkte den Zauberstab und zwei Butterbier erschienen auf Dracos Platz und dem leeren neben ihm.
„Ähm…“ Draco räusperte sich und schob ein Butterbier von sich. „Nur eines…“
Tom schaute ihn jetzt richtig an und legte den Kopf schief. „Wo haben wir denn Terry gelassen?“, gluckste er.
Dracos Mine verdunkelte sich noch mehr, falls das überhaupt noch möglich war. „Unter der Erde…“, murmelte er und führte die Flasche an seine Lippen, ignorierte Toms betretenen Blick. Terry Boot war Geschichte, eine, die sich unsagbar schlecht verkauft hatte und deswegen bald für 50 Pence in einer Ablage vorm Laden landen würde, langsam vergilbend und irgendwann schließlich ihren Platz im Müll finden würde. Draco würde demnächst auch keinen Blick mehr darauf werfen…
„Das tut mir Leid“, sagte Tom und entfernte das überflüssige Butterbier. „Hast du das von Harry Potter gelesen, Malfoy?“
Draco verdrehte die Augen. Potter… Immer nur Potter. Egal welcher, Er hatte auch nie ein anderes Thema gehabt.
„Die Kimmkorn bauscht das wieder hübsch auf“, sagte Tom. „Scheint extremen Liebeskummer zu haben… Wusste gar nicht, dass er in einer Beziehung war. Aber dramatisch… So früh zu sterben und das in diesen friedlichen Zeiten. Da fragt man sich, was der Krieg überhaupt bewirkt hat. Aber den Namen hat sie nicht erwähnt…“
Draco zuckte mit den Schultern. „Ich hab auch keine Ahnung“, log er und zog sich langsam die nasswerdenden Handschuhe von den Fingern. Der Schnee in seinen Haaren schmolz ebenfalls und er musste sich das Eiswasser von der Stirn wischen.
„Du siehst nicht gut aus“, meinte Tom.
Draco winkte ab.
„Vielleicht hättest du doch lieber hier anfangen sollen, als bei Florean. Im Winter in einer Eisdiele zu arbeiten kann schnell unangenehm werden“, sagte Tom und grinste.
Irgendetwas Unverständliches von sich gebend beendete Draco dieses Gespräch. Er verspürte gerade nicht das Bedürfnis sich einen Barmann als Psychiater anzutun. Seine Gedanken kreisten um etwas ganz anderes: Wo sollte er schlafen? Er konnte nicht zurück, wenn er den letzten Funken Ehre nicht im Keim ersticken wollte. Vielleicht hatte Tom ja noch ein Zimmer frei, aber Draco bekam seinen Lohn erst Ende November und die letzten Galleonen hatte er für eine dämliche Pflanze rausgeworfen.
„Tom, hast du noch ein billiges Zimmer frei?“, wollte Draco wissen, als sich eine Gestalt auf den Hocker neben ihn fallen ließ.
„Obdachlos, Malfoy?“
Draco drehte den Kopf und verdrehte demonstrativ die Augen. „Nicht deine Sache, Thomas.“
„Aber –“
„Wusstest du, dass es scheiße ist Dean Thomas zu heißen? Thomas ist ein Vorname… Das gibt Verwechslungen. Thomas Riddle wäre eine unangenehme Assoziation“, plapperte Draco los. Hauptsache vom Hauptthema, was er denn hier mache, weg.
Dean Thomas zog gerade sein Brillenetui aus der Innentasche seines grauen Stoffmantels und setzte sich das hässliche, schwarz-eingerahmte Teil auf um die Speisekarte zu studieren. Draco verzog die Mundwinkel, als er prompt seinen eigenen Magen knurren hören musste. Wie unschicklich. Dean versuchte sich das Lachen zu verkneifen, fuhr sich durch das sehr kurze, schwarze Haar und räusperte sich.
„Hunger?“ Er drehte sich leicht zu Draco herum und lächelte freundlich.
„Weißt du… ihr Gryffindors seid manchmal extrem merkwürdig. Entweder könnt ihr nie von eurem Hass auf Slytherins loskommen oder ihr ignoriert frühere Feindseligkeiten einfach.“ Draco seufzte. Vielleicht war es deswegen schief gegangen. Sie waren zu verschieden gewesen und Er zu verbohrt.
„Wenn man nicht so tief drin steckt, ist Objektivität… ähm, leichter.“ Dean gluckste. „Der Fokus lag doch immer mehr auf Harry und dir… Hast du das von ihm gehört?“
Langsam nickte Draco.
„Ausgerechnet Harry…“, murmelte Dean kopfschüttelnd. „Gerade bei ihm rechnet man nicht mit so etwas. Nervenzusammenbruch…“
„Ich nehm eine Hühnersuppe. Du bezahlst, Thomas“, seufzte Draco.
Perplex blinzelnd haute Dean die Speisekarte wieder auf den Tisch und bestellte zweimal langweilige Hühnersuppe. „Kalt wird’s langsam, was?“
„Ich mag den Winter“, murmelte Draco, noch einen Schluck trinkend. „Hitze ist nicht so meins und… ich krieg so leicht einen Sonnenbrand.“
Lachend drehte Dean sich herum und lehnte sich mit dem Rücken gegen die Theke, beobachtete das rege Treiben im Pub. „Kann ich mir denken, bei deiner Haut. Was macht die Tätowierung?“ Er musterte Draco kurz, der sich reflexartig an die rechte Schulter fasste, dabei spürte, dass sein Mantel inzwischen unangenehm nass vom schmelzenden Schnee geworden war.
Er hatte es für Ihn getan, um ihn anzuspornen etwas zu ändern, und bereute das jetzt. Er wollte nichts ändern, sondern sich an seine geliebte Vergangenheit klammern, darauf warten, dass jemand das merkte und ihn einfach bemitleidete, anstatt sich um eine Änderung zu bemühen…
„Du vergisst nicht, dass ich mir das nochmal anschauen wollte, oder? Das passiert öfter und kann böse enden“, sagte Dean allwissend nickend. Eingebildeter Gryffindor…
„Ich komm schon noch“, murmelte Draco. „Obwohl ich immer noch nicht verstehe, wie ausgerechnet du in so einem Laden gelandet bist.“ Er rief sich den schummerigen Laden mit Neonlichtern in Erinnerung, wo er sich vor knapp zwei Wochen die Haut mit Tinte anfüllen lassen hatte. Dean Thomas, seinen alten Schulkameraden, dort zu treffen, war in etwa genauso überraschend gewesen, wie Terry Boot als Nachbarn gehabt zu haben. Manchmal ging das Leben merkwürdige Wege… Draco hatte seinen so genau vor sich gesehen, dass er gar nicht gemerkt hatte, wie er die falsche Abzweigung genommen hatte.
„Die Kunst, Malfoy, die Kunst“, sagte Dean, sich wieder herumdrehend, als die Suppe serviert wurde. „Danke, Tom.“
„Hoffentlich besser als letztes Mal“, war Dracos Bemerkung.
Tom winkte mit seinem Handtuch ab, bevor er es sich auf die Schulter warf.
„Du bist also Künstler?“, wollte Draco wissen, während er überspielte, dass er sich an der heißen Suppe die Zunge verbrannte. Das rief Erinnerungen an zu heißen Tee wach… „Ich meine jetzt richtiger Künstler und nicht… Ach, du weißt, was ich meine.“
„Nicht wirklich“, erwiderte Dean schmunzelnd.
„Ich denke, dass es nicht sehr erfüllend sein kann in einem Tattoo-Shop zu arbeiten! Wie… ein Muggel“, würgte Draco. „Kunst ist… was anderes…“
„Du bist also obdachlos…“, ignorierte Dean ihn einfach. Ja, ja… Draco seufzte. Er sollte aufhören sich in anderer Leute Leben einzumischen. Damit schadete er sich nur selbst und passenderweise spürte er ein scharfes Stechen am unteren Rücken. Genau wo Er…
Draco schüttelte den Gedanken ab und nickte. „Irgendwie schon… Salazar, wenn Kimmkorn das erfährt wird mein Vater mich umbringen!“ Er stöhnte auf und löffelte beschäftigt seine Suppe.
„Wenn du…“ Dean räusperte sich und stupste ihn an. „Ich hab ein Zimmer frei. Seamus hat sich davon gemacht um… eine Familie zu gründen und alleine kann ich mir das Loft nicht leisten.“
Dracos Augen funkelten auf und er verschluckte sich fast an seiner Suppe. „Loft?“, röchelte er. In seinem Kopf erschien ein Traum von Wohnung und das mit einer normalen Einrichtung. Oh, Merlin… Das wäre der Wahnsinn. Und es ging so glatt… Das musste Schicksal sein. Das musste sein neuer Weg sein. Einer, der in schönere Gefilde führte…
„Ja, direkt über dem Laden. Große Fenster, großes Bad, Dachterrasse, perfekt zum Besenstart und wir haben ein cooles Sofa.“ Dean grinste verträumt. Das musste wirklich ein super Sofa sein, wenn es ihn ein paar Minuten abschweifen ließ, in denen Draco seine Mahlzeit beendete.
„Okay“, sagte er und rutschte von seinem Hocker. „Passt perfekt, aber ich will’s mir vorher einfach mal ansehen, ja?“
„Klar doch“, sagte Dean und bezahlte ohne zu Murren für Draco mit. „Du musst auch noch nicht zusagen, aber… wäre schon praktisch. Irgendwie scheinen alle gerade… Familien zu gründen.“
Draco verzog die Mundwinkel. „Ich hasse kleine Kinder“, sagte er, als er vor Dean die Winkelgasse betrat. „Das der Nachbarn hat immer in den unpassendsten Momenten gebrüllt und… jemandes Nerven damit wohl überstrapaziert.“ Draco seufzte. Vielleicht war er also nicht ganz unschuldig, dass Harry Potter jetzt Schlagzeilen mit seinem St. Mungos Aufenthalt machte. Vielleicht… Aber leichter war es das zu ignorieren.
Er fing ein neues Leben an. Und dieses Mal wĂĽrde er sich von niemanden irgendetwas vorschreiben lassen.
Oder sich abhängig machen…


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