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Fanfiction

Partners in Crime - Tausend kleine Glitzerscherben

von Kraehenfeder

Kapitel 17 – Tausend kleine Glitzerscherben

Die Tage, die Sirius in Spanien verbracht hatte, waren die Hölle gewesen. Er hasste die Hitze dort. Und wenn auch noch die ewigen Gespräche mit Vertretern aus aller Welt hinzukamen, um ein eigentlich vollkommen nichtiges Problem zu diskutieren, fühlte er sich jedes mal mehr und mehr wie ein Hähnchen, das immer wieder, auf seiner Stange aufgespießt, über dem Feuer gedreht wurde.
Doch nicht einmal auf das Heimkommen hatte er sich gefreut. Einerseits hatte er gehofft, dass Draco noch da sein würde, andererseits hatte er sich davor gefürchtet. Nachdem der Junge jetzt so viele Tage Bedenkzeit hatte…
Wie die zuschlagende Tür vor ihm bestätigte, hatte er mit seinen Befürchtungen ja schließlich auch Recht behalten. Draco wollte auf dem schnellsten Weg hier weg. Was ja irgendwie auch verständlich war.
Er hatte bei Dracos Erklärung für sein Verschwinden schon gar nicht mehr gelauscht. Er sah nur die Tür.
Sirius kniete sich neben die Couch und starrte Archie einen Moment an. Der Fisch stieß kleine Luftbläschen aus, die verachtend im Wasser seines „Aquariums“ schwammen.
„Was willst du mir jetzt damit sagen, Kumpel?“, knurrte Sirius. Archies Flossen wedelten wie wild.
„Vielleicht...“ Sirius stutzt und sprang auf. „Sollte ich ihm folgen!“ Innerhalb einer Sekunde war der Schwarzhaarige aus der Wohnung gestürmt, versiegelte die Tür mit einem raschen Spruch und sah Draco gerade noch am Ende der Straße um eine Ecke biegen.
Als er den Blonden wieder auf ein paar Meter eingeholt hatte, wurde ihm klar, dass Draco auf dem Weg in die Winkelgasse war. Was er wohl vor hatte? Hoffentlich nichts blödes. Gut, dass Sirius ihm folgte. Wer wusste schon, in was für Schwierigkeiten der Junge wieder geraten konnte.
Beinahe etwas enttäuscht stellte Sirius jedoch bald darauf fest, dass Draco sich in das Innere von Florean Fortescues Eissalon begab. Was wollte er denn da? Murrend ließ sich der Schwarzhaarige auf eine nahe Bank sinken, wobei er den Eingang des Eissalons nicht aus den Augen ließ. Aber Draco tauchte auch eine viertel Stunde später nicht auf. Es war relativ unwahrscheinlich, dass drinnen mehr Betrieb als draußen war, deswegen konnte es wohl kaum so lange dauern, sich ein Eis zu kaufen. Aber nicht einmal seinem kleinen Blondchen konnte in einer Eisdiele etwas zustoßen – oder doch? Gerade als Sirius darüber nachsann, in den Laden zu stürmen, öffnete sich die Tür wieder und ein furchtbar zufrieden aussehender Draco trat heraus. Ach ja. Er hatte doch irgendetwas von einem Job gesagt. Doch er steuerte plötzlich zielstrebig einen Tisch an. Einen Tisch, an dem schon jemand saß.
Ein hässliches, weibliches, schwarzhaariges Individuum namens Pansy Parkinson. Scheiße, was wollte er denn plötzlich mit der alten Schrulle? Es konnte doch nicht sein, dass dieser kleine Unfall letztens… ihn vom schwul sein geheilt hatte?
Automatisch ballte Sirius die Hände zu Fäusten. Es dauerte einen Moment, bis er das Gefühl, das in ihm aufstieg, als Eifersucht definieren konnte. Er war eifersüchtig auf irgend so ein verkorkstes, kleines Slytherin-Mächen!
Mit zusammen gebissenen Zähnen schlich sich Sirius näher an den Tisch heran und beobachtete, wie die Bedienung einen Erdbeerteller vor den blonden Jungen stellte. Als die Frau sich wieder verzogen hatte, zeigte er Pansy etwas, deren kleine Schweinsaugen hektisch über den Zettel flogen, ehe sie sich weiteten und ihr Mund sich zu bewegen anfing. Zu seinem Ärger war Sirius immer noch zu weit weg, um etwas zu verstehen, also robbte er vorsichtig zu einem Holzgitter, an dem sich schlecht gepflegter Efeu hoch rankte. Es sollte wirklich auch einen Pflanzenschutzverein geben, der das arme Grünzeug vor dem Verderben bei seinen Besitzern verschonte, dachte er bei sich, ehe er seine Aufmerksamkeit auf das Gespräch der beiden Schulkameraden von Harry richtete.
„… muss schrecklich sein. Uh, Draco… Weißt du ich fühle mich genau so einsam. Seitdem deine Mutter mir das erzählt hat…“
„Ja, ja, ich weiß, Pansy. Tut mir leid. Ich mein’, du bist ’ne Frau, oder?“
Reichlich frĂĽh erkannt, Kleiner, dachte Sirius sarkastisch. Ăśber was bei Merlin redeten die denn da?
„Sicher, ich kann das schon nachvollziehen. Dieses Gefühl der Isolation… Die Suche nach Liebe. Immer die Angst, einfach nicht genug wert zu sein“, quasselte Pansy fröhlich vor sich hin.
„Genau“, bestätigte Draco. „Man muss gezeigt bekommen, dass man geliebt wird. Und dass man auch lieben kann. Und dieser ganze Kram eben.“
„Oh, ja, Draco. Das ist ganz wichtig.“
„Wirklich, Pansy, was sollte ich nur ohne dich machen. Unseren Kontakt zu beenden wegen dieser Sache, war ein Fehler, du glaubst gar nicht…“
Sirius hatte genug gehört und sprang abrupt auf. Er wollte nicht dabei sein, wie die Beiden ihre Wiederversöhnung vielleicht letztendlich auch noch mit einem Kuss besiegelten und Draco anfing, dieses schwarzhaarige Schweinchen mit seinen Erdbeeren zu füttern. Nein, auf keinen Fall.
Klar, er hatte Draco gesagt, er wäre nicht der richtige für ihn. Dass er sich wo anders umgucken sollte. Aber dass der Junge so schnell wieder zu den alten Mustern zurückkehren würde. Was hatte Sirius auch anderes erwartet? Draco war immer noch ein Malfoy. Mit Pansy an seiner Seite, ja… da hatte er wieder ein Familienvermögen, eine gesunde, heile Welt und einen liebevollen Partner, kein sadistisches Arschloch an seiner Seite, dass ihn vögelte, bis er blutete.
Sirius’ Schritte wurden immer schneller, als er fühlte, wie bittere Galle in ihm hochstieg. Er hatte die letzten Tage kaum Appetit verspürt, deswegen würde es auch nicht viel zu Tage befördern, wenn er diesen Brechreiz nun nachgab.
Dennoch kämpfte er die Übelkeit nieder. Draco hatte ein eigenes Leben, er musste ein eigenes Leben haben. Genau das hatte er ja immer gewollt. Jetzt durfte er nicht anfangen sich darüber zu beschweren, dass er wieder genau so allein war, wie am Anfang.
Als würde er alle Lasten der Welt auf den Schultern tragen, schlich er in seine Wohnung. Das erste, wonach er griff, als er den Flur betrat, waren seine Pillen. Nicht mehr wirklich viele da davon. Egal. Er schloss die Augen und schluckte zwei. Noch völlig in der Hoffnung versunken, dass ein paar rosa rote Wolken kamen um ihn aus seiner depressiven Phase zu erlösen, hörte er nicht, wie die Haustür erneut aufging und jemand den Flur betrat.
Im nächsten Moment spürte er wie er gegen die Wand gepresst wurde. Als er die Augen öffnete starrte er geradewegs in die vor Zorn funkelnde, grüne Iris seines Patensohns.
Harry Potter, James’ Sohn, drückte ihm gerade einen Zauberstab in die Brust.
„Du bist ein Idiot, du bist ein verdammter Idiot, Sirius!“, brüllte der Jüngere und schien kurz davor, seinen Zauberstab zu vergessen und mit Fäusten auf den besten Freund seines Vaters einzuschlagen.
„Wa-…“
„Es ist deine Schuld, dass Terry sich nicht mehr traut, mit mir zu reden! Wir wollten glücklich werden, zusammen sein, verstehst du das, Sirius?“
Kleine Speicheltropfen trafen seine Wangen, während Harry außer sich vor Zorn wütete. „Nein, wahrscheinlich verstehst du es nicht!“, fuhr Harry fort und drückte den Zauberstab, wie eine Waffe in Sirius Brust, sodass dieser gerade zu spürte, wie der blaue Fleck entstand. Trotzdem unternahm er nichts, er war erstarrt, schon im selben Moment, in dem Harry ihm gesagt hatte, dass er Schuld hatte.
„Du kannst nämlich nicht mal lieben, du kannst gar nichts mehr fühlen!“, tobten Harry und hämmerte mit der anderen Faust ebenfalls auf Sirius’ Brust ein. „Weil du dich wahrscheinlich schon um den Verstand gevögelt hast. Vielleicht liegt’s auch am Alkohol oder an deinen Drogen, was weiß ich, aber du bist einfach unfähig geworden, richtig zu fühlen. Aber du kannst nicht glauben, dass es anderen Leuten auch so geht! Es gibt noch Menschen, die leben, du alter Idiot! Und Terry und ich… Wir gehören zusammen. Es geht dich einen verdammten Scheiß Dreck an warum und ob das so ist, hast du mich gehört? Du bist nicht mein Vater, Sirius! Nicht jeder hatte so eine beschissene Angst davor, sich zu binden. Steh’ dem Glück anderer Leute nicht im Weg, nur weil du zu dumm und zu verbittert bist, um zu erkennen, was du mit deinem Leben anrichtest.“
„Harry, bitte, ich wollte doch nur… Ich meine, du weißt wie Terry ist… Er ist…-“
Harrys Wangen hatten rote Flecken bekommen, als sich seine Finger fest in den Stoff von Sirius’ Hemd gruben.
„Was ist Terry, eh? Sag’s ruhig. Ja, er geht auf den Strich. Er ist eine kleine Hure. Und warum? Weil er keine andere Wahl hatte! Jeder muss sein Geld verdienen, Sirius. Du bist nicht besser als er, guck dich doch mal an, Merlin! Du bist genau so fertig, wenn nicht noch mehr. Und das hast du ganz alleine geschafft, ohne dass dich jemand gezwungen hat, dich für Geld vögeln zu lassen! Ich sag’ dir was, hör endlich auf, dich in Dinge einzumischen, die dich nichts angehen! Wenn… Wenn Terry jetzt nie mehr mit mir spricht, dann bist du Schuld. Halt dich aus meinem Leben raus, Sirius! Ich brauche dich nicht.“
Dann, von einer Sekunde zur anderen, war Harry verschwunden. Mit klopfendem Herzen und vollkommen ausgedörrtem Mund stand Sirius einen Moment lang einfach nur da und starrte die Wand an, dann taumelte er in Richtung seines Wohnzimmers. Auf dem Weg dorthin griff er nach der Whiskey Flasche und den Pillen, die in Reichweite standen.
Harry brauchte ihn nicht. Natürlich nicht. Er hatte Recht. Er war nicht James. Er würde nie James sein können, weil er nicht so gut, nicht so stark, nicht so perfekt war wie James. Er hatte nichts von dessen Mut, nichts von dessen Durchsetzungsvermögen oder dessen Feingefühl.
Er war nur ein alter Mann, der am Ende seines Schicksals stand. Ohne irgendeinen Menschen, der noch zu ihm gehörte.
Wie auf Kommando schwamm Archie nach vorn und stupste wie wild gegen Sirius’ Rücken, der an der Couch lehnte. Doch der Schwarzhaarige beachtete den Fisch nicht. Er öffnete mit zitternden Fingern sein Hemd und warf es zur Seite. Blicklos starrte er auf den Bluterguss auf seiner Brust und die kleineren blauen Flecken daneben.
Und Harry, der arme, kleine Harry… Harry, der so viele Jahre nicht einmal wusste, dass es ihn gab und der bei seinen Verwandten leiden musste. Harry, der jetzt endlich glücklich werden wollte und Sirius hatte es ihm verbaut. Jedem, den er gern hatte, verbaute er sein Glück.
Draco auch. Erst jetzt, mit einem Mal, erkannte er die ganze Tragweite dessen, was er dem Blonden angetan hatte. Harry mochte noch auf eigenen Beinen stehen, doch Draco war das nicht gewöhnt. Draco war nie allein gewesen. Und jetzt hatte er für Sirius alles aufgegeben, was er hatte – Familie, Vermögen, Freunde, Sexualität. Doch das einzige, was Sirius in den Sinn kam, war ihn fort zustoßen. Ihm wehzutun.
Blind griff Sirius nach der Flasche und kippte sich den Whiskey in den Mund, der wie Wasser durch seine Kehle rann.
Seitdem James tot war hatte das Leben schon keinen Sinn mehr gemacht. Warum hatte er das nicht eher erkannt? All die vorgetäuschte Fröhlichkeit, diese ganze anti-spießige Wohnung halfen nicht darüber hinweg, dass er der Hinterbliebene einer ausgestorbenen Spezies war. Er gehörte nirgendwo mehr dazu. Vielleicht hatte er das auch nie.
Sirius hob die Flasche gleich noch einmal an, merkte jedoch schnell, dass der Alkohol nicht die erwĂĽnschte, einlullende Dunkelheit brachte. Stattdessen drehte sich ihm fast der Magen um.
Ohne nachzudenken griff der Schwarzhaarige in die Tüte mit den Pillen und warf sich die verbliebenen beiden auch noch in den Mund. Sein Kopf sackte langsam auf die Couch und er starrte an die Decke. Die viereckigen Deckenplatten begannen zu glitzern. Wie die Splitter eines zertretenen Diamanten im Licht. Ganz langsam hob Sirius die Hand und befühlte seine Wangen. Da waren Tränen… Merlin allein wusste, wie lange es her war, dass er das letzte Mal geweint hatte.
Was war wohl die angenehmste Methode um sich das Leben zu nehmen? Er wusste nicht, ob er es schaffen würde, sich die Pulsadern aufzuschneiden. Und Tabletten schieden auch aus. Er hatte mal gehört, dass man dabei viel zu schnell gerettet werden konnte und das wurde dann echt eine hässliche Sache. Waffe hatte er keine. Das Haus war nicht hoch genug um sich aus dem Fenster zu stürzen und die Gewissheit zu haben, dass man wirklich starb. Vielleicht sollte er sich einfach zu Archie in die Couch hexen. Dann würde er wenigstens nicht alleine sterben…
Er nahm noch einen Schluck Whiskey. Langsam richtete er sich auf und kroch auf allen vieren in Richtung Bad. Keine Minute zu spät, denn kaum, dass er sich über die Kloschüssel gebeugt hatte, kam ihm all das nicht gegessene Essen wieder hoch. Zehn Minuten lang spuckte Sirius bittere Gallenflüssigkeit aus, ehe er sich am Waschbecken hochzog. Er vermied tunlichst einen Blick in den Spiegel, spritzte sich Wasser ins Gesicht, ehe er wieder zur Couch zurück taumelte. War doch auch alles scheiß egal. Beim nächsten Mal würde er einfach hier sitzen bleiben. Interessierte ja eh keinen.
Er griff erneut zu Whiskeyflasche, die jetzt auch schon bedrohlich der hälfte ihrer Füllmenge entgegen sank. Ob das für eine Alkoholvergiftung reichte?
Warum wirkte dieser ganze Scheiß eigentlich nicht? Weder die Pillen noch der Alkohol gaben ihm besonders viel Fröhlichkeit zurück.
„Sirius?“ Die Stimme war leise und fragend. Schritte erklangen im Flur. „Sirius?“, wiederholte sich der Besucher etwas lauter. Plötzlich guckte Dracos blonder Haarschopf ins Wohnzimmer. Keine zwei Sekunden später erschien der dazugehörige Körper.
„Was bei Snapes einzigem Haarshampoo ist denn mit dir los?“, fragte Draco schrill. Sirius Kopf ruckte hoch.
„Draco…“, nuschelte er und spürte nicht einmal, wie er schon wieder zu weinen anfing. „Draco, geh weg… ich mein’, bleib hier… ’s tut mir so leid…“ Sirius umklammerte die Whiskeyflasche mit beiden Händen und nahm einen tiefen Schluck.


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