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Fanfiction

Kampf der K├╝nste - Kapitel 3

von Laurien87

Kapitel 3

Elizabeth hatte in ihrer ersten Nacht auf Hogwarts schlecht geschlafen. Immer wieder war Professor Snapes Gesicht vor ihrem inneren Auge aufgetaucht und hatte in ihr eine merkwürdige Mischung aus zwei Gefühlen hinterlassen, die sie äußerst verwirrten. Sein kalter, grausamer Blick hatte ihr eine Gänsehaut des Schreckens über den Rücken getrieben, die Erinnerung an seine tiefe, durchdringende Stimme hingegen ließ ihren Körper vor Spannung erschaudern. Und was war nun? Hasste sie ihn? Fand sie ihn spannend? Interessant? Anziehend? Gruselig? – Sie wusste es nicht. Aber vielleicht war die grundlegend interessantere Frage ja auch: Welche Gefühle hatte der Zaubertrankmeister ihr gegenüber? War es wirklich die so offen zur Schau gestellte Abscheu oder verbarg sich dahinter doch noch mehr.

Eigentlich unglaublich, dachte Elizabeth bei sich. Noch vor wenigen Wochen hatte sie in den USA gegen eine Gruppierung von Todessern in New York gekämpft, war als Spionin durch das Land gereist und hatte Vorträge vor großen magischen Komitees gehalten und nun machte sie sich nur noch darüber Gedanken, ob ein gewisser Tränkemeister sie vielleicht doch nicht ganz furchtbar finden würde. Sie war also tatsächlich schon am zweiten Tag ihres Aufenthalts vom Mikrokosmos des Schlosses verschluckt worden. Vielleicht habe ich mir das auch einfach mal verdient, dachte sie bei sich. Ich kann mich auch wie jede andere 24 jährige einfach mal gedanklich mit Männern beschäftigen als nur mit Mord, Todschlag und Verschwörung.

Dieser Gedanke heiterte sie auf und ein wenig Make-up, Bürsten und kaltes Wasser ließen sie auch von außen wieder erfrischt aussehen. So spazierte sie gemütlich schlendernd zum Frühstück in die große Halle. Am Lehrertisch saßen Professor McGonagall und Madame Pomfrey. Liz grüßte freundlich und setzte sich zu ihnen.

„Entschuldigen Sie, Professor McGonagall…“

„Minerva, meine Liebe! Wir sind doch jetzt Kollegen“, unterbrach sie die Ältere sofort.

„Gerne, also, Minerva, ist das Ihr Tagesprophet dort? Wenn ich wohl zum Frühstück einen Blick hineinwerfen dürfte?“

„Aber selbstverständlich, Elizabeth“, sie schob der jungen Frau die Zeitung entgegen. Elizabeth liebte es zum Frühstück zu lesen. Erst recht, wenn man keinen Zeitdruck hatte. Das neue Schuljahr würde erst in 3 Tagen beginnen und außer noch ein wenig durchdachter an die Inhalte des Lehrplans zu gehen, hatte sie eigentlich nichts mehr vor. Außer natürlich Professor Snape auf den Zahn zu fühlen. Sie lächelte vor sich hin, während sie das dachte.

Gerade hatte sie sich intensiv in einen Artikel über neue Verordnungen des Zaubereiministeriums vertieft, als sie plötzlich dicht neben sich eine wohlbekannte Stimme hörte.

„Sie glaube doch nicht ernsthaft diesen Stuss, der durch diese unseriöse Boulevardzeitung verbreitet wird, oder Miss Ashford?“, Snapes Stimme klang spöttisch und kalt und verursachte dennoch einen kribbelnden Schauer in Elizabeth. Hinzu kam ein intensiver Geruch nach Kräutern, den er zu verströmen schien. Sie musste erst einmal durchatmen, bevor sie ihren Blick erhob und ihn ansah. „Keine Sorge, Professor Snape, Sie müssen keinen Zweifel an meiner Fähigkeit zum kritischen Lesen haben“, bemerkte sie spitz. Er zog die Augenbrauen hoch und nahm einen Schluck tiefschwarzen Kaffee. Dann lächelte er selbstgefällig.

„Sie werden sich gut mit den Schülern verstehen, wo Sie ihnen bezüglich Ihres Alters und Ihrer intellektuell Leistungsfähigkeit doch so nahe stehen.“

Liz schnaubte. Offensichtlich schien er heute Morgen eine enorme Freude daran zu haben zu sticheln. Aber warte nur, du alte Fledermaus, das Spiel beherrsche ich ebenso, dachte sie.

„Jugend ist keine Schande, Professor“, sie lächelte süßlich, „Aber Alter auch kein Beweis für eine intellektuelle Überlegenheit, nicht wahr? Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber Sie scheinen dafür ein geradezu lehrbuchhafter Beweis zu sein.“

Sein Blick verdunkelte sich. Doch zu ihrem Erstaunen schien er nicht wütender zu werden, sondern sich eher zu amüsieren. Gerade wollte er eine gepfefferte Antwort erwidern, als aus der Eingangshalle ein lautes Poltern zu hören war. Instinktiv sprangen Liz und Snape auf. Auch Professor McGonagall, die sich nun nur noch als einzige mit Ihnen am Tisch befand, erhob sich und eilte mit den beiden Kollegen aus der großen Halle. Dort loderte zu ihrem Entsetzen ein Feuer, dass offensichtlich aus einigen alten Schülerbänken aufgeschichtet worden war.

„Peeves!“, stieß Snape hervor.

„Meinst du wirklich, dass er es war?“, fragte McGonagall besorgt.

„Ganz sicher. Er hat in der letzten Nacht etwas Ähnliches in den Kerkern veranstaltet. Keine Ahnung, was mit diesem verdammten Poltergeist jedes Jahr los ist, wenn das Schuljahr wieder beginnt.“

Während sich die beiden Professoren über den Übeltäter austauschten, hatte Liz gehandelt und mit einer raschen Bewegung ihres Zauberstabs das Feuer gelöscht. Am oberen Absatz der Treppe hörte sie plötzlich ein Kichern und ein Schatten schien durch die Luft um die nächste Ecke zu verschwinden.

„Verdammt, ich glaube, er ist noch da!“, rief Liz aus.

„Severus, du verfolgst ihn zusammen mit Elizabeth. Ich kümmere mich darum, die Spuren hier untern zu beseitigen und Albus zu informieren“, gab die stellvertretende Schulleiterin schnelle Anweisungen. Snape nickte und eilte dann die Treppe hinauf, ohne sich auch nur im Geringsten um Liz zu kümmern. Die versuchte, seinen eiligen, großen Schritten zu folgen. Auf einem Gang im zweiten Stock hatte sie es endlich geschafft und lief neben ihm her. Zwischendurch hielten die beiden immer wieder abrupt an, um zu hören, aus welcher Richtung die Geräusche kamen, die Peeves verursachte, indem er Bilder von der Wand riss, gegen Rüstungen und Vasenstieß und Türen zuknallte. Immer höher ging es im Schloss hinauf.

„Dort oben, am Ende der Treppe!“, rief Liz plötzlich und rannte die nächste Wendeltreppe hinauf. Gerade noch hatte sie den Poltergeist gesehen, der durch die schwere Eichentür am Ende der Treppe verschwunden war. Sie riss die Tür auf und stürmte hinaus. Mit viel zu viel Schwung fand sie sich auf der Aussichtsplattform des Astronomieturms wieder und stolperte über eine Erhöhung im Boden vor dem Geländer. Sie verlor das Gleichgewicht und drohte für eine Sekunde über die nur hüfthohe Brüstung zu stürzen. Im letzten Moment spürte sie zwei Hände an ihren Hüften, die sie sanft aber bestimmt packten und vor einem Sturz in die Tiefe retteten. Snape hatte direkt hinter ihr die Turmplattform betreten, aber im Gegensatz zu ihr hatte er eine ungefähre Vorstellung davon, was ihn dort erwartete. Nun zog er Elizabeth blitzschnell vom Geländer zurück. Genauer gesagt zog er ihren Hintern gegen seine Lenden. Scharf zog er die Luft ein. Sie schien es nicht bemerkt zu haben. Kreideweiß im Gesicht und mit zittrigen Händen und Knien drehte Elizabeth sich um. Sie sah im ins Gesicht.

„Danke“, hauchte sie, dann versagten ihre Beine und er musste sie erneut auffangen, damit sie nicht auf dem harten Steinboden aufschlug. So hielt er sie fest, während sie an seine Brust gelehnt vor ihm stand und mit ihrer Nase sein Schlüsselbein berührte. Erdbeeren. Erdbeeren und Honig, dachte er wieder. Und bei jedem ihrer schnellen Atmer kitzelte ihn die Luft. Er hatte seine Hände noch immer unterstützend um ihre Hüften gelegt, bereit, sie jeder Zeit wieder aufzufangen, wenn sie erneut zusammenbrechen sollte. Langsam wurde ihr Atem ruhiger und schließlich sah sie hinauf in sein Gesicht.
Er schluckte hart, als ihm ihre Nähe erst so richtig bewusst wurde. Elizabeth spürte, wie ihr Magen einen Luftsprung machte. Er roch nach Kräutern und etwas, dass in Kitschromanen als ‚Männlichkeit‘ beschrieben worden wäre. Sie spürte ihren eigenen, noch immer zu schnellen und pochenden Herzschlag, unterbrochen von seinem, der viel ruhiger zu schlagen schien.
Schließlich durchbrach er die Stille mit einem Räuspern.
„Ich denke, Peeves wird sich längst in einen anderen Teil des Schlosses verzogen haben“, sagte er mit belegter Stimme.
Sie nickte. Sie war zu schwach zum Sprechen. Sie spürte, wie er seinen Griff um ihre Hüften löste, kurz testete, ob sie auch ohne seine Hilfe stehen konnte und dann einen Schritt zurücktrat. Augenblicklich spürte Elizabeth eine überraschende Leere in sich. Als sie aufsah – sie wusste nicht warum – ob sie sich erhoffte ein ähnliches Gefühl auch seinen Augen sehen zu können? – hatte er sich bereits abgewendet und verschwand durch die Eichentür zurück ins Schloss.


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