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Harry Potter und Ich

6. ├ťber Zauberei

"Harry Potter und der Stein der Weisen" erz├Ąhlt von Harrys Einf├╝hrung in die Zauberwelt. Er ist nicht nur ein Zauberer, sondern er ist auch ber├╝hmt. Ber├╝hmt, weil er auf wundersame Weise den brutalen Angriff des b├Âsen Zauberers Voldemort ├╝berlebt hat, bei dem seine Eltern get├Âtet wurden. Bei seinen Abenteuern in Hogwarts l├╝ftet sich nach und nach das Geheimnis seiner Vergangenheit.

Phillip Pullman - Literaturagent Phillip Pullman:

 "Weisenkinder sind exzellente Protagonisten f├╝r eine Geschichte, weil sie einerseits frei sind und andererseits einen schmerzlichen Verlust erlitten haben. Sie haben das verloren, was ihre Identit├Ąt, ihre Herkunft und ihre Zugeh├Ârigkeit ausmacht. So setzen sie mit dem gro├čen Verlangen, das sie haben, irgendwie was in Gang, weil jeder von uns das Bed├╝rfnis hat zu wissen, woher er kommt und wo er letztendlich hingeh├Ârt."

[Filmausschnitt: Der Sprechende Hut ├╝berlegt in welches Haus Harry am besten passen k├Ânnte. Harry denkt verzweifelt 'Nicht Slytherin!']

Joanne K. Rowling: "Bei seiner ersten Ankunft in der Schule ist er ganz unsicher. Er f├╝hlt sich genauso wie wir Erwachsenen, wenn wir irgendwo hinkommen, wo wir uns nicht auskennen. Harrys Situation ist umso brisanter, als er wegen seiner Ber├╝hmtheit, seiner Herkunft und des seltsamen Zufalls, dem er sein Leben verlangt, selbst an diesem Ort als etwas Besonderes gilt. Er ist wie jeder andere Junge auch, abgesehen von einem kleinen Unterschied."


J. K. Rowlings B├╝cher sind durchdrungen von dieser Mischung aus Allt├Ąglichem und Magischem, aus Sachlichem und Mystischem.

JKR: "Ich glaube die Welt von Hogwarts, also meine Zauberwelt, ist nichts als ein sehr verzerrtes Abbild der Wirklichkeit. Es ist keine Welt auf einem anderen Planeten oder aus einer anderen Zeit. Nein, es ist eine Fantasiewelt, die neben der Realit├Ąt bestehen muss."

Stephen Fry - Schriftsteller, SchauspielerStephen Fry: "Was mir von Anfang an an Harry Potter gefiel, war diese Mischung aus Fantasie und Realit├Ąt, obwohl Fantasie eigentlich das falsche Wort ist, weil ich es immer mit etwas Unanst├Ąndigem in Verbindung bringe und Fantasie erst aus der Realit├Ąt heraus entstehen kann. Eigentlich ist es die Realit├Ątsn├Ąhe, die mich so angesprochen hat. Sie hat sich nicht einfach eine Wunschwelt ├á la Disney ausgedacht.
Der Traum wurde wahr, weil Harry Potter eine ganz andere Welt darstellt. Ihre Zauberwelt entstammt der komplexen Welt der englischen Mythen und Sagen und ist mit ihr verbunden ohne sie in ein anspruchsvolles Literatur-Genre erheben zu wollen, dem sie sich wahrscheinlich selbst nicht zuordnen w├╝rde. Aber das ist der wesentliche Grund, warum es funktioniert. Denn Geschichten funktionieren nicht, wenn sie einer d├╝mmlichen Fantasie entspringen.
"

Joanne K. Rowling: "Zauberei ist etwas ewig Faszinierendes. Es wird immer B├╝cher ├╝ber Zauberei geben, weil sie ganz tief in uns verwurzelt ist. In allen Gesellschaften gab es zuerst die Zauberwelt. Und wenn wir uns heute f├╝r noch so kultiviert und abgekl├Ąrt halten, ist der Gedanke diese gro├če unheimliche Welt, in der wir leben, irgendwie beeinflussen zu k├Ânnen, ist der Traum vom Zaubern k├Ânnen und von der Kontrolle der Welt, immer noch etwas Faszinierendes, f├╝r Erwachsene ebenso wie f├╝r Kinder."

"Ich glaube nicht an Hexerei. Irgendwann habe ich aufgeh├Ârt zu z├Ąhlen, wie h├Ąufig man schon behauptet hat, dass ich eine praktizierende Hexe sei. Sagen wir mindestens 95% der Zauberei in den Geschichten habe ich komplett erfunden. Ich habe zwar Details aus alten ├ťberlieferungen und Volksmythen einflie├čen lassen, nur um den Geschichten eine gewisse W├╝rze zu geben, aber alles habe ich f├╝r meine Zwecke zurechtgeschneidert. Diese Freiheiten habe ich mir herausgenommen. Hexen und Zauberer spielen in der Kinderliteratur eine gro├če Rolle, was sich auch niemals ├Ąndern wird. In ein- oder zweihundert Jahren wird es garantiert Zaubergeschichten anderer Art geben."



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© Westdeutscher Rundfunk 2002

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Luna ist auch eine Person, in die ich mich von Anfang an verliebt habe. Sie gibt der Handlung einen wichtigen, neuen Anstrich und sie l├Ąsst Harry Dinge anders betrachten. Ich war ihr wirklich von Anfang an verfallen.
Michael Goldenberg