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Fanfiction

Zeitenwechsel - Von Besen und Duellen

von Seamus ODonnell

Untitled
Harry waren die andauernden Attacken von Draco zuwider und hoffte, dass die Slytherins ihn im Zaum halten w├╝rden. Dar├╝ber nachdenkend saß er beim Abendessen, als ein paar seiner Mitsch├╝ler aus Hufflepuff und Ravenclaw zu ihm kamen. Einer von Ihnen, Ernie MacMillan, sprach ihn an. „Sag mal Harry, meinst du das wirklich so?“
„Was meinst du genau?“
„Na, dass du jedem helfen wirst, der deine Hilfe braucht?“
„Na klar meine ich das so. Nat├╝rlich soll keinem geschadet werden und derjenige, der mich fragt, benimmt sich. Wenn eine der beiden Bedingungen nicht erf├╝llt wird, werde ich nicht dazu bereit sein.“
„Finde ich klasse. Du h├Ąttest gut zu uns gepasst, Harry. Ich bin auch zu dir gekommen um dir zu sagen, dass wir, die Hufflepuffs und Ravenclaws dir auch immer helfen werden, wenn wirklich Not am Mann ist.“
Am Lehrertisch beobachteten die Lehrer die Szene und waren erstaunt, dass sich nun auch die ersten Slytherins zu der Gruppe gesellten. Auch sie wollten Harry das gleiche sagen, wurden aber von ihren Mitsch├╝lern skeptisch be├Ąugt. Da schritt Harry ein, als er die Situation erfasste. „H├Ârt mal zu. Nur weil jemand in Slytherin ist, bedeutet das noch lange nicht, dass sie oder er ein schlechter Mensch ist. Es sind die Taten und das Benehmen, die uns zeigen, wie ein Mensch wirklich ist. Ein Slytherin ist mir genauso willkommen wie jeder aus einem anderen Haus. Nat├╝rlich nur, wenn das Benehmen stimmt und keine Gefahr f├╝r andere verursacht wird“, erwiderte Harry ernst und f├╝hr sogleich mit einem lachenden Gesicht fort: “ Ich w├╝rde vorschlagen, dass wir das Gespr├Ąch sp├Ąter fortsetzen. Ich habe n├Ąmlich Hunger und nachher will ich noch die restlichen Hausaufgaben erledigen. Ein freies Wochenende ist ja auch was Sch├Ânes.“ Die anwesenden Slytherins atmeten erleichtert auf. Sie hatten schon gedacht, dass Harry nur etwas vorgespielt hatte, erkannten aber jetzt, dass er jedes Wort ernst gemeint hatte. Auch die Sch├╝ler aus den anderen H├Ąusern merkten Harrys ernsten Tonfall im ersten Teil der kleinen Ansprache und fingen nun an nachzudenken. Sie verzogen sich wieder an ihre Tische und Harry konnte nun endlich was essen. Hermine und Ron hatten das mitbekommen. Hermine ging das an die Nieren, dass sie ihm nicht beigestanden hatte und sie musste sich zwingen etwas zu essen. Sie hatte vor mit Harry nachher im Gemeinschaftsraum zu reden. Sie war der Meinung, dass er ihren Zuspruch brauchte und wollte Ron auch dazu ├╝berreden.
Albus dagegen sah erfreut, dass sich eine Gruppe Sch├╝ler zusammengetan hatte. Und noch leichter ums Herz wurde ihm, als er bemerkte, dass sich Mitglieder jedes Hauses unter den Mitgliedern war. Er hoffte sehr, dass Harry Erfolg haben w├╝rde. Minerva und Severus hatten das Schauspiel auch mitbekommen und beide waren auf ihre Weise stolz, Minerva wegen Harrys Offenheit allen gegen├╝ber und Severus deswegen, weil Sch├╝ler aus seinem Haus das Angebot des Jungen, der ihn immer wieder ├╝berraschte, angenommen hatten. F├╝r ihn war es kein Zeichen von Schw├Ąche, dass jemand Hilfe, die ohne unerf├╝llbare und akzeptable Vorbedingung angeboten wurde, annimmt. Auch Pomona und Filius empfanden eine Ver├Ąnderung in der großen Halle. Es wirkte f├╝r sie alles etwas friedlicher und freundlicher als bisher.
Nach dem Essen wollte Harry im Gemeinschaftsraum die restlichen Hausaufgaben erledigen, es waren nur noch Zauberkunst und Kr├Ąuterkunde, als er dort am schwarzen Brett den Aushang ├╝ber den Besenflugunterricht sah. Dieser sollte am Donnerstagnachmittag stattfinden. Er wusste nicht, was er unternehmen sollte, denn einige Ereignisse hatten mit seiner Aufnahme in die Quidditchmannschaft der Gryffindors erst ihren Anfang genommen. Andererseits wollte er Neville nicht zu Boden st├╝rzen sehen, aber gerade das hatte seine Position als Sucher gesichert.. Er befand sich in einem Konflikt, denn er hatte gesagt, dass er noch nie auf einem Besen gesessen hatte, was f├╝r sein j├╝ngeres Ich ja nicht gelogen war. Dennoch f├╝hlte er sich als L├╝gner und Betr├╝ger. Er hatte schon in den Verlauf der Geschichte eingegriffen und wollte nicht noch mehr als n├Âtig ver├Ąndern. Das einzige, was er machen konnte, war, Hermine die Angst vor dem Fliegen zu nehmen. Was Neville geschehen sollte, konnte er einfach nicht verhindern. Ohne Dracos Aktion w├╝rde er niemals als Sucher spielen und dies war nur m├Âglich, wenn Neville wirklich einen Unfall bei den Flugstunden h├Ątte. Daher beschloss er, so leid es ihm tat, nichts zu unternehmen. Als er diesen Entschluss fasste, begriff er erst, wie schwer es auch f├╝r Dumbledore war, Menschen, die man kennt und sch├Ątzt, in Gefahren zu schicken, mit dem Wissen, dass sie dabei verletzt oder gar umkommen konnten. Dies machte ihn nachdenklich. Konnte er wirklich all seine Freunde und Mitsch├╝ler vor solchen Gefahren bewahren? Dar├╝ber musste er sich aber sp├Ąter klar werden, denn er h├Ârte aus dem Gemeinschaftsraum, dass Ron und Hermine sich stritten. Als Ron sagte, dass er Harry nicht helfen zu br├Ąuchte, weil der ja gut alleine zurechtkommt, entgegnete Hermine: „Ron, du bist so ein Trottel. Du hast Harry noch nie gefragt, ob er wirklich keine Hilfe braucht. Du nimmst es aber an. Im Gegensatz zu dir habe ich mit ihm schon ├╝ber sein bisheriges Leben geredet und er hat ein paar Andeutungen gemacht, dass seine Verwandten ihn hassen.“
Etwas geschockt sah Ron Hermine an. Es stimmte, was Hermine ihm vorwarf. Er hatte wirklich mit Harry kaum ├╝ber sein Leben bisher geredet und konnte sich nicht vorstellen, dass man von seiner Familie gehasst werden konnte. Es erkl├Ąrte auch, warum Harry keine Post bekam.
Harry kam nun dazu und sagte zu Ron: „Du musst mir nicht helfen, wenn du es nicht willst. Ich zwinge niemanden, denn ich nenne mich nicht Lord Voldemort“, bei dem Namen ging ein allgemeines Keuchen durch den Raum, „und strebe auch nicht nach Macht. So was w├╝rde nur ein Draco Malfoy machen.“ Harry setzte sich nun weit ab von Ron in einen Sessel und begann seine Hausaufgaben zu machen, die ihm dank des Wissens, welches die Zeitreise ├╝berdauert hatte, schnell und ordentlich von der Hand gingen. Neben ihm setzte sich Hermine hin und versank auch in ihre Arbeit. Harry bot ihr seine Hilfe an, die aber abwinkte. Sie war aber daran interessiert, wie Harry die Aufgaben in Astronomie und Zauberkunst gel├Âst hatte und bat darum sp├Ąter seine Aufs├Ątze lesen zu d├╝rfen. Er legte ihr seine Hausaufgaben hin und nahm nun seine Okklumentik├╝bungen wieder auf. Je ├Âfter er es machte, umso mehr merkte er, wie er sein Wissen ordentlich in seinem Kopf sortierte und er leichter darauf zugreifen konnte. Das war ein sehr angenehmer Nebeneffekt von Okklumentik, fand er. Sein Augenmerk lag aber auf dem Schutz seiner Gedanken und Emotionen vor Voldemort. W├Ąhrend der ├ťbung versank er in eine tiefe Meditation, in der er an wirklich nichts dachte und f├╝hlte. Es fiel ihm immer leichter seinen Geist in einen solchen Zustand zu versetzen und schon bald wollte er den n├Ąchsten Schritt in Angriff nehmen ohne Meditation diesen Zustand zu erreichen und dabei sich mit jemanden zu unterhalten.
Auf ein Mal wurde er unsanft aus dem trance├Ąhnlichen Zustand gerissen. Ron hatte ihn an der Schulter ger├╝ttelt. Langsam machte Harry die Augen auf und ließ seinen Blick umherschweifen. Bei Ron, der vor ihm stand blieb er haften und Harry fragte ihn freundlich: „Was gibt's denn, Ron?“
„Ich dachte, du schl├Ąfst schon. Ich wollte dich aufwecken, damit du dich ins Bett legen kannst. Falls ich dich gest├Ârt habe, tut es mir leid.“
„Nein, geschlafen habe ich nicht. Ich habe ein paar Konzentrations├╝bungen gemacht und war sowieso fertig damit. Du hast mich also nicht gest├Ârt. Gibt es denn was, ├╝ber was du mit mir reden willst?“
„Ja, da gibt's was. Wegen vorhin. Ich wollte mich daf├╝r entschuldigen, was ich gesagt habe. Es ist einfach so, dass ich den Slytherins nicht traue. Und jetzt kommst du und sagst, dass wir das Benehmen und die Taten anschauen sollen und nicht auf die Hauszuordnung. Das f├Ąllt mir wirklich schwer.“ Etwas verlegen schaute Ron zu Boden.
Harry konnte das gut verstehen. Es war f├╝r ihn auch nicht einfach, so zu handeln. Aber um langfristig eine friedliche Gesellschaft zu schaffen, musste man sp├Ątestens hier anfangen. Das war sein Ziel auf lange Zeit gesehen und er wollte es schaffen oder dabei untergehen. Vorher musste er aber Voldemort zu einem Zeitpunkt zur H├Âlle schicken, an dem er so wenig Schaden wie m├Âglich angerichtet hat. Er war sich bewusst, dass Quirrell, Jorkins und Crouch nicht zu retten waren. Aber Cedric Diggory, Sirius, Remus und all die anderen, die w├Ąhrend Voldemorts Terrorherrschaft und der Schlacht um Hogwarts ums Leben gekommen waren, konnte er retten. Dem entsprechend fiel dann auch Harrys Antwort aus.
„H├Âr mir bitte genau zu und denk erst dar├╝ber nach, bevor du etwas sagst. Ich weiß nur zu genau, wie sich Vorurteile anf├╝hlen. Es ist ein wirklich mieses Gef├╝hl, wenn man denen ausgesetzt ist. Vorurteile sind unn├╝tz und schaffen nur Streit und Hass. Meinst du nicht, dass man dagegen etwas unternehmen soll? Ich bin dieser Ansicht und werde daf├╝r immer k├Ąmpfen. Wer nicht mit mir zusammen an dem Ziel arbeitet, der ist nicht gegen mich. Aber er zeigt mir, dass er nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Nur wer gegen mich ist, den werde ich benennen und ans Tageslicht zerren, damit er sich der ├ľffentlichkeit stellen muss.“ Mit ernstem Gesichtsausdruck schaute er Ron an und zeigte ihm, dass es ihm ernst war. Ron musste kr├Ąftig schlucken. Er wusste nicht, was er entgegnen konnte. Harry hatte so in Bedr├Ąngnis gebracht mit seiner Argumentation dass Er nicht vor oder zur├╝ck konnte, ohne dabei Harry als Freund zu verlieren. Daher sagte er nur: „Ich werde mal dar├╝ber schlafen. Das ist doch etwas viel, was heute passiert und gesagt wurde.“
„Mach das, Ron. Du wirst morgen um einiges klarer sehen k├Ânnen.“
Hermine hat alles aufmerksam mit angeh├Ârt und f├╝hlte sich in ihrer Position best├Ąrkt, obwohl sie merkte, dass sie doch etwas zu weit bei Ron gegangen war. Harry hatte aus ihrer Sicht die passenderen Worte gew├Ąhlt. Dennoch war sie nicht bereit, sich bei Ron zu entschuldigen. Ihrer Meinung nach sollte er noch etwas schmoren. Ron war meist sehr nett, aber zu unbeherrscht und auch neidisch auf Harry, was sie als absolut idiotisch empfand. Um einer Diskussion aus dem Weg zu gehen, nahm sie nun Harrys Aufs├Ątze und las sie sehr aufmerksam durch. Seine Handschrift war sehr fein, fast wie ihre. Auch sein Schreibstil war ihrem vergleichbar. Sehr sachlich und logisch waren seine Schl├╝sse aufgebaut, die er aus den Texten gezogen hatte. Sie fand keine Fehler und legte sie nach zwanzig Minuten wieder zur├╝ck. Sie fl├╝sterte zu Harry: „Du machst mir wirklich Konkurrenz. Ich war sonst immer alleine die Beste in der Schule. Deine Arbeit ist wirklich gut. Was ich mich frage, ist, wie du deine Hausaufgaben schneller als ich und ohne B├╝cher zu benutzen erledigst.“
Harry grinste sie an: „Ich werde dir sicher nicht alle meine Geheimnisse verraten. Zumindest jetzt noch nicht. Es wird aber in der Zukunft ein Zeitpunkt kommen, an dem ich dir alle meine Heimlichkeiten offenlegen werde.“
Hermine kicherte etwas unsicher. Sie f├╝hlte sich zu Harry irgendwie hingezogen. Er strahlte meist eine Ruhe aus, die sie als Ankerpunkt empfand, um ihre eigene Unsicherheit zu bek├Ąmpfen. Was sie aber besonders an ihm mochte, war, dass er trotz seiner Ruhe und der meist sehr wortarmen Art nicht arrogant und abgehoben wirkte, vielmehr erschien er sehr erwachsen und damit so ganz anders wie die meisten ihrer Mitsch├╝ler. Er hielt keine langen Reden, sondern handelte schnell und konsequent, ohne dabei unbedacht zu sein. Er konnte jemanden alleine mit Worten bloßstellen, der ihm quer gekommen war. Und dumm war er ja auch nicht gerade. Sie kam sich dagegen wie ein kleines Kind vor. Sie dachte ├╝ber ihr Verhalten gegen├╝ber ihren Mitsch├╝lern nach und erkannte, dass sie sich an die Regeln hielt, so unsinnig sie auch zu sein schienen, und auch andere dazu anhielt. Den Ton, den sie dabei an den Tag legte, konnte sie nur als befehlshaberisch und arrogant bezeichnen. Nur bei Harry ließ sie ihre Maske etwas fallen und konnte ihr echtes Selbst etwas zum Vorschein kommen lassen.
„Hast du wirklich so viele Geheimnisse?“
„Ich sag mal so. Wenn ich dir alles sagen m├╝sste, w├╝rden wir sicher noch in zwei Monaten hier sitzen. Du hast ja auch einige Geheimnisse, oder? Ich habe dich beobachtet, als du den Aushang ├╝ber die Flugstunden gelesen hast. Du scheinst etwas Angst zu haben, nicht wahr?“
Harry sah, wie Hermine leicht zusammenzuckte. sie sagte: „Ja, schon. Ich habe geschaut, ob es Tipps dazu gibt, aber die meisten sind nur f├╝r Quidditchspieler geeignet. Es nervt mich einfach, dass es keine Einweisung f├╝r Anf├Ąnger gibt. Ron meinte nur, dass es kinderleicht ist und das hilft mir nicht weiter.“
„Morgen fr├╝h gebe ich dir ein paar Tipps. Mein Vater war ein Quidditchspieler f├╝r Gryffindor und wirklich gut. Er hat mir einen Brief hinterlassen, in dem er mir ein paar Ratschl├Ąge f├╝r Anf├Ąnger mitgegeben hat. Ich werde sie mit dir teilen, damit du dir nicht so viele Sorgen machen musst. Den Brief habe ich leider nicht mitgenommen, kenne aber den Inhalt auswendig. Du musst wissen, dass ich nicht wirklich viel von meinen Eltern habe und der Brief bedeutet mir zu viel um ihn hier zu verlieren“, log er gekonnt und setzte dabei einen leicht traurigen Gesichtsausdruck auf. Die Jahre in Hogwarts und bei seinen Verwandten hatten ihm einige ├ťbung darin verschafft und er war insgeheim froh dar├╝ber.
Hermine war sichtlich ger├╝hrt, als Harry seine Ausf├╝hrung beendet hatte. Sie wusste viel ├╝ber Harry ,merkte aber erst jetzt, wie sehr er seine Eltern, die er noch nicht einmal richtig kennenlernen durfte, vermisste. Sie nahm sein Angebot gerne an und verabredete sich mit ihm f├╝r den n├Ąchsten Morgen. Da es schon sp├Ąt war, gingen sie und Harry in ihre Schlafs├Ąle.
Der n├Ąchste Morgen war sonnig, aber schon merklich k├╝hler. Der Herbst hatte schon sein F├╝hler nach Hogwarts ausgestreckt und ließ das Laub der B├Ąume in den buntesten Farben erstrahlen. Harry wachte wie immer um sechs Uhr auf und machte sich f├╝r den Tag fertig. Er setzte sich in den Gemeinschaftsraum und machte sich Gedanken ├╝ber seine Situation. Da heute kein Unterricht war, wollte er etwas mehr Zeit in der Bibliothek verbringen, wo sich Hermine auch am wohlsten f├╝hlte. F├╝r ihn war der Ort nicht gerade seine zweite Heimat wie f├╝r Hermine, vielmehr ein Hort des Wissens, ein Werkzeug, dessen er sich so gut es nur ging bedienen wollte. Er dachte zur├╝ck an die Zeit der Flucht vor den Todessern vor der Schlacht und wie hilflos und unwissend er sich in der Zeit gef├╝hlt hatte. Das wollte er nicht mehr erleben. Er machte sich auch Gedanken, welchem Lehrer er wirklich vollkommen vertrauen konnte. Albus schied schon aus, da er ihn sehenden Auges und ohne ihn wirklich vorzubereiten in den Tod geschickt hatte. Der einzige, der ihm einfiel und der auch verschwiegen war, war Severus Snape. Ihn einzuweihen war im Moment seine einzige Option, doch er musste vorher sichergehen, dass Snape nicht sofort zu Dumbledore gehen w├╝rde um alles preiszugeben. Von einer L├Âsung war er noch weit entfernt, das wusste Harry genau. Aber er hatte einen Plan f├╝r sein Vorgehen in den n├Ąchsten Jahren, der den Slytherins die Augen aus dem Kopf fallen lassen w├╝rde, sollten sie von ihm erfahren. Er wollte Sirius befreien, das Ministerium als Haufen inkompetenter und korrupter Trottel bloßstellen, Voldemort zur Strecke bringen und Albus sollte auch sein Fett wegkriegen, falls dieser weiterhin den Geheimniskr├Ąmer spielen sollte.
Harry wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er Schritte auf der Treppe zu den M├Ądchenschlafs├Ąlen h├Ârte. Er drehte sich um und sah, wie Hermine putzmunter herunterkam. Er begr├╝ßte sie und ging mit ihr gemeinsam in die große Halle um dort zu fr├╝hst├╝cken. Auf dem Weg dorthin begegneten sie Snape, der ohne ein Wort zu verlieren an ihnen vorbei ging und auf das „Guten Morgen Professor Snape“ nicht mal ansatzweise reagierte. In der großen Halle genossen beide die Ruhe, weil Samstags die Sch├╝ler meist erst sp├Ąt aufstanden. Nach dem sie ein großz├╝giges Fr├╝hst├╝ck in aller Ruhe verzehrt hatten, gingen sie ├╝ber die L├Ąndereien spazieren. Dabei unterhielten sie sich ├╝ber vieles, darunter nat├╝rlich auch ├╝ber Tipps f├╝r den Besenflug.
Harry erkl├Ąrte ihr: „Mein Vater hat geschrieben, dass man nicht an sich zweifeln darf. Wenn man das macht, wird man nie fliegen k├Ânnen. Wenn du H├Âhenangst hast, kannst du das bek├Ąmpfen und solltest das auch machen. Selbst meine Mutter hatte Angst vor dem Fliegen auf einem Besen, hat aber nie aufgegeben. Am Ende war sie sehr gut darin. Ich weiß nicht, ob du das weißt, aber sie war wie du eine Muggelgeborene.“
Hermine blieb stehen und schaute Harry an. Er wunderte sich und fragte: „Habe ich was falsches gesagt?“
Hermine sch├╝ttelte den Kopf. „Nein, hast du nicht. Ich wusste nur nicht, dass deine Mutter wie ich war.“
„Ja, das war sie und sie war sehr stolz darauf, dass sie, als Muggelgeborene, sehr gute Noten erzielt hatte. Sie war auch Vertrauenssch├╝lerin und Schulsprecherin.“
„Du vermisst deine Eltern, nicht wahr?“
„Jeden Tag, Hermine. Meine Verwandten sind nicht gerade freundlich zu mir und das tut weh. Aber ich habe schon etwas dagegen unternommen. Du musst dir deshalb keine Sorgen machen.“ Hier log er nicht. Er vermisste viele Menschen, die er bisher kennen und sch├Ątzen gelernt hatte. Am meisten aber vermisste er Eltern, die diese Bezeichnung auch verdient hatten.
„Wirklich nicht?“
„Nein. Wenn Professor Dumbledore oder andere Menschen, die ich als meine Freunde sehe, f├╝r mehr als eine Woche nichts von mir h├Âren sollten, dann w├╝rde meinen Verwandten ein sehr unangenehmer Besuch ins Haus stehen.“
„Da hast du Gl├╝ck. Aber willst du in den Ferien zur├╝ck zu deinen Verwandten?“
„Ich bleibe zu Weihnachten hier. Ich kriege ja auch keine Geschenke von ihnen. Da macht mir das nichts aus.“
Hermine blieb das Herz fast stehen. Sie konnte nicht nachvollziehen, wieso manche Menschen einfach herzlos sein k├Ânnen. Sie beschloss ihre Eltern zu fragen, ob Harry zumindest im Sommer f├╝r eine oder zwei Wochen zu ihnen kommen konnte.
„H├Ârt sich wirklich nicht toll an. Ich k├Ânnte so nicht leben.“
„Man gew├Âhnt sich an alles, aber man darf sich nie unterkriegen lassen. Und ich habe mich daf├╝r entschieden, mich nicht l├Ąnger unterkriegen zu lassen“
„Das habe ich erlebt. Malfoy geht mir wirklich auf die Nerven und du hast ihn jetzt schon zum zweiten Mal kalt abserviert. Es hat mir gefallen, wie du ihn im Zug verhext hast.“ Sie lachte bei der Erinnerung leise. Es war in Harrys Ohren ein sehr melodisches und angenehmes Lachen und nicht das ├╝bliche Gekicher von seinen Mitsch├╝lerinnen. Er wunderte sich, weshalb er es nicht schon fr├╝her bemerkt hatte. Vielleicht lag es damals an den ├╝berw├Ąltigenden Eindr├╝cken, die tagt├Ąglich auf ihn eingeprasselt waren.
Harry lachte nun aber mit und sagte dann: „Jetzt sind wir aber vom eigentlichen Thema abgekommen. Zur├╝ck zum Besenflug. Mein Vater hat mir empfohlen mein Gleichgewichtssinn zu trainieren. Dadurch ist es einfach, sich auf dem Besen zu halten. Das Fliegen an sich ist einfach. Lehnt man sich nach vorne, beschleunigt man, nach hinten und man bremst oder fliegt r├╝ckw├Ąrts. Um hoch oder runter zu kommen zieht man den Stiel zu sich ran oder dr├╝ckt ihn weg. Links und rechts erkl├Ąrt sich von selbst. Hast du Probleme mit deinem Gleichgewicht?“
Hermine sch├╝ttelte den Kopf. „Nein, absolut nicht. Meine Eltern haben mir Gymnastikunterricht aufgezwungen. Ich habe am Schwebebalken geturnt und da ist Balance sehr wichtig. Ich war zwar nicht wirklich gut, aber es hat gereicht, dass ich mich oben halten konnte.“
„Turnen habe ich mal im Fernsehen gesehen. Das sieht wirklich schwer aus, aber wenn du auf diesem d├╝nnen Balken bleiben kannst, ist das Fliegen auf einem Besen sicher kein Problem f├╝r dich.“
„Wie sieht es denn da bei dir aus? Hast du Sport gemacht?“
„Wenn du damit meinst, wie ich vor meinem Cousin gefl├╝chtet bin und dabei ├╝ber und unter Hindernissen weg musste und dabei kein Tempo zu verlieren, dann ja.“ Er grinste bei den Bildern, die vor seinem inneren Auge auftauchten. Er erz├Ąhlte Hermine von einigen dieser Verfolgungsjagden und wie Dudley sich abm├╝hte ├╝ber manche Hindernisse zu kommen, die Harry wie im Flug ├╝berwunden hatte und er beschrieb Hermine, wie oft Dudley dabei aufgeben musste, weil er wegen seines K├Ârperumfangs einfach nicht in der Lage war ihm zu folgen und so manches Mal festgesteckt hatte. Das Leuchten in Harrys Augen und sein Lachen bei der Erz├Ąhlung faszinierte Hermine. Normalerweise blickten Harrys Augen sehr ernst umher, doch hier sah sie eine Seite an ihm, die ihn wie den elfj├Ąhrigen Jungen, der er in ihren Augen war.
Sie gingen langsam wieder zur├╝ck, als Harry fragte, was Hermine heute machen wollte.
„Ich hatte vor in die Bibliothek zu gehen und noch zu lernen. Und du?“
„Ich schließe mich dir an. Ich wollte noch was nachschauen und das kann etwas l├Ąnger dauern.“
Hermine strahlte bei der Aussage. Endlich hatte sie jemanden gefunden, der ihr Interesse am Lernen mit ihr teilte. Dies stimmte auch, nur die Gr├╝nde waren andere. F├╝r Harry ging es ja um den Schutz seiner Freunde.
Sie begaben sich in das Reich von Madam Pince, die wie eine B├Ąrenmutter, die ihre Jungen besch├╝tzt, ├╝ber die B├╝cher wachte. Hermine wusste schon, wo sie suchen musste, weil sie sich mit dem erweiterten Wissen f├╝r die Zauber der ersten und zweiten Klasse besch├Ąftigte. Harry hatte das Wissen schon verinnerlicht, als er die Stunden f├╝r die DA vorbereitete. Er suchte B├╝cher ├╝ber die Erschaffung von Zaubern und Fl├╝chen. Diese B├╝cher waren noch immer im normalen Bereich der B├╝cherei und nach kurzem Suchen fand Harry sie. Er hatte seine Tasche mit Pergament und Feder dabei. Er las ganz genau, was der Autor dem Leser mitteilen wollte und notierte sich die wichtigsten Informationen. Es war ein faszinierendes Gebiet und schon bald war er in seiner eigenen Welt versunken.
Harry und Hermine verbrachten fast das ganze Wochenende in der Bibliothek und jeder hatte das erreicht, das jeder f├╝r sich wollte. Harry erfuhr, dass f├╝r die Schaffung eigener Zauber und Fl├╝che alte Runen und Arithmantik wichtig waren. Die Theorie hinter der Erfindung von Zaubern aber hatte er verstanden und sich seine Erkenntnisse fein s├Ąuberlich notiert. Zus├Ątzlich war er mit der Theorie der Verbindung von zwei Zaubern zu einem in Kontakt gekommen. Dies war schon schwerer zu erreichen, denn es gab Zauber, die sich gegenseitig behinderten oder gar ausl├Âschten. Da waren laut dem Lehrbuch komplizierte Berechnungen n├Âtig und daf├╝r musste er erst einmal Arithmantik lernen.
Die n├Ąchste Woche war wieder gef├╝llt mit Unterricht und Hausaufgaben, die Harry, Hermine und, zu ihrer großen ├ťberraschung, auch Neville und Ron immer sofort am gleichen Tag erledigten. Am Morgen des Tages, an dem sie alle fliegen lernen sollten, saß Harry zusammen mit den anderen noch am Fr├╝hst├╝ckstisch und unterhielt sich mit Neville, Ron und Hermine, als eine Eule auf Neville zugeflogen kam. Bei der Landung auf dem Tisch schmiss der Vogel ein Kanne Tee um, dessen Inhalt sich schnell auf der Tischdecke verteilte. Das Tier hatte ein kleines P├Ąckchen am Fuß. Neville befreite die Eule von ihrer Last. Als er das P├Ąckchen ├Âffnete, fand er eine milchig weiß schimmernde Kugel ,die er sofort in die Hand nahm. Kaum hatte er Kontakt mit dem Gegenstand, wurde die Kugel rot.
Neville erkl├Ąrte Harry, der neben ihm saß: „Das ist ein Erinnermich. Es soll mich daran erinnern, dass ich was vergessen habe und ich muss was vergessen haben.“ Er zuckte dabei mit den Schultern und blieb ganz locker. Auf einmal schoss eine Hand von hinten vor und griff sich Nevilles Erinnermich.
„Zeig mal her!“, ert├Ânte eine schnarrende Stimme hinter ihm. „Du scheinst ein Hirn wie ein l├Âchriger K├Ąse zu haben, wenn du so was brauchst.“
Harry drehte sich um und sah Draco und seine Wachhunde vor sich. „Mr. Malfoy, geben sie das sofort wieder zur├╝ck!“
„Und was passiert wenn ich das nicht mache?“
„Dann sehe ich eine unangenehme Begegnung auf sie zukommen.“
„Mit dir, Potter?“, ├Ątzte Draco.
Auf den Schreck, der nun folgte, war der blonde Slytherin nicht gefasst.
„Nein, mit mir, Mr. Malfoy“, erklang die Stimme von Professor McGonagal hinter ihm. Draco fuhr merklich zusammen. Harry grinste ihm s├╝ffisant ins Gesicht und ließ sich seine Schadenfreude anmerken.
„Nun, wie entscheiden sie sich?“
Draco ließ den Erinnermich in Nevilles H├Ąnde fallen und wollte sich entfernen, als Professor McGonagal sagte: „Mr. Malfoy, sie melden sich heute Abend um acht Uhr bei mir f├╝r zwei Stunden Nachsitzen.“
Albus hatte alles von seinem Platz aus mit angesehen und er sp├╝rte, dass sich die Spannung zwischen Harry und Draco immer weiter aufbaute. Irgendwann wird es zu einer Entladung kommen und das wird f├╝r beide gef├Ąhrlich, dachte er sich.
Die Sch├╝ler verließen die große Halle um zum Unterricht zu gehen. Harry, Ron, Neville und Hermine machten sich auf den Weg zum VgddK-Unterricht bei Quirrel, der letzte Woche schon lahm war. Sie hatten nichts gelernt bei ihm und das Gestotter des Lehrers machte es wirklich unertr├Ąglich dem Inhalt zu folgen. Dies war heute auch so und praktische ├ťbungen gab es auch nicht. Es war f├╝r alle eine Entt├Ąuschung und Harry wusste nur zu gut, dass es wichtig war sich verteidigen zu k├Ânnen. Daher dachte er dar├╝ber nach, eine Art DA einzuf├╝hren und dies als Hausaufgabenhilfe in dem Fach zu tarnen.
Am Nachmittag war es dann endlich so weit und Harry machte sich zusammen mit den anderen Gryffindor-Erstkl├Ąsslern auf den Weg zum Quidditchfeld, wo Madam Hooch schon Besen ausgelegt hatte. Dort angekommen, sahen sie, dass die Slytherins aus dem ersten Jahr mit ihnen zusammen den Unterricht hatten. Sie st├Ârten sich nicht daran, auch wenn Malfoy und seine zwei Trollnachkommen auch dabei waren.
Madam Hooch, eine grauhaarige Hexe mit gelben Augen, kam auf das Feld. Sie rief mit strenger Stimme: „Wieso wartet ihr noch? Jeder stellt sich neben einen Besen, los jetzt!“
Harry achtete darauf, dass er neben Hermine blieb und stellte sich neben einen Besen. Hermine schaute zu ihm r├╝ber und ließ sich von seiner Ruhe einfangen. Sie entspannte sich und folgte den Anweisungen der Lehrerin, als diese sie nun aufforderte: „Jeder streckt seine rechte Hand ├╝ber dem Besen aus und sagt hoch!“
Kaum hatte Harry das gesagt, flog der Besen in seine Hand. Davon beruhigt, folgte Hermine seinem Beispiel und sie schaffte es im zweiten Anlauf. Neville dagegen brauchte eine ganze Weile, bis er es auch geschafft hatte. Harry fl├╝sterte zu Hermine: „Denk an das, was ich dir am Samstag gesagt habe. Entspannt sein und Gleichgewicht halten. Dann klappt es.“
Nun gab die Lehrerin die Anweisung wie man auf einen Besen steigen musste und korrigierte Draco, der vorher noch groß get├Ânt hatte, wie gut er doch mit einem Besen umgehen konnte, in allen Punkten. Die Gryffindors lachten ihn aus und auch ein paar Slytherins grinsten versteckt deswegen.
„Passt jetzt auf, Wenn ich pfeife, stoßt ihr euch vom Boden ab, und zwar mit aller Kraft“, sagte Madam Hooch. „Haltet eure Besenstiele gerade, steigt ein paar Meter hoch und kommt dann gleich wieder runter, indem ihr euch leicht nach vorn neigt. Auf meinen Pfiff - drei -zwei -„
Neville hatte viel zu viel Kraft beim Abstoßen vom Boden aufgebracht und schoss wie von der Tarantel gestochen und ohne auf den Pfiff zu warten senkrecht in die H├Âhe. Sehr schnell verlor er die Balance und st├╝rzte zu Boden, wo er wie ein H├Ąufchen Elend liegen blieb.
„Junge, was hast du gemacht? Du solltest doch auf meinen Pfiff warten. Jetzt steh auf und lass mich nachschauen, ob dir was passiert ist.“
Neville erhob sich langsam und der Schmerz stand in sein Gesicht geschrieben. Harry sah, dass Nevilles Hand in einem unm├Âglichen Winkel stand. Madam Hooch sagte: „Handgelenk gebrochen. Ich bringe ihn zum Krankenfl├╝gel. Wehe es steigt inzwischen jemand auf den Besen. Der fliegt schneller von der Schule als er Quidditch sagen kann.“ Sie nahm Neville am unverletzten Arm und begleitete ihn zu Schulschwester.
Als sie außer H├Ârweite war, rief Malfoy: „Habt ihr diese Schande f├╝r seine Familie gesehen? Kann sich noch nicht mal auf einem Besen halten.“ ├ťber diese Beleidigung lachten nur Crabbe, Goyle und er selbst, alle anderen schauten ihn mit versteinerter Miene an. Davon ließ Draco sich aber nicht st├Âren. Er sah etwas vor sich im Gras liegen und hob es auf. „Das muss dieser Trampel verloren haben. Mal schauen, ob er es findet, wenn ich es verstecke. Oder ich behalte es selbst.“
Harry schaute Draco an und forderte: „Geben sie das wieder zur├╝ck, Mr. Malfoy. Fremdes Eigentum zu nehmen ist Diebstahl und wird mit Schulverweis bestraft. So viel sollten selbst sie wissen.“
„Wer soll mich daran hindern? Du etwa Potter?“ Draco schwang sich auf einen Besen und flog davon.
Harry wollte verhindern, dass Draco damit davon kam und folgte ihm, ohne auf die Warnung von Hermine zu h├Âren. Wie hatte er das Fliegen vermisst. Es war ein Gef├╝hl der Freiheit und er wusste, dass er deutlich besser war als Draco. Er schoss direkt auf ihn zu und forderte Draco auf, den Erinnermich zu ├╝bergeben.
„Ich glaube nicht. Ich verstecke ihn hier im Baum.“
Harry blockierte schnell den Weg und Draco schaute ihn w├╝tend an.
„Mr. Malfoy, es scheint als ob Mr. Crabbe und Mr. Goyle nicht hier sind um sie zu besch├╝tzen.“
Erst jetzt realisierte Draco, dass er allein auf sich gestellt war und er keine Chance gegen Harry hatte. Deshalb rief er: „Dann muss ich wohl was anderes machen“, warf den Erinnermich im hohen Bogen weg und landete wieder. Harry sah das und beschleunigte seinen Besen und folgte der Glaskugel. Im Sturzflug n├Ąherte er sich und dicht ├╝ber dem Boden gelang es ihm sie aufzufangen und seinen Besen wieder in die Waagerechte zu bringen.
Seine Mitsch├╝ler jubelten ihm zu, als er sich ihnen wieder n├Ąherte um zu landen. Pl├Âtzlich erschallte eine Stimme ├╝ber das Feld: „POTTER!“
Harry drehte sich um und sah Professor McGonagal, die kreidebleich auf ihn zu gelaufen kam.
„Wie konnten sie...? Das war h├Âchst gef├Ąhrlich. Kommen sie mit! Und der Rest kehrt augenblicklich in ihre H├Ąuser zur├╝ck!“ Sie packte ihn am ├ärmel und zerrte ihn in Richtung schloss. Er sah im Augenwinkel, wie Draco h├Ąmisch grinste. Der wird sich noch wundern, dachte sich Harry, ließ sich aber nichts anmerken und blieb sichtlich gelassen.
Eine halbe Stunde sp├Ąter war er wieder im Gemeinschaftsraum, wo alle anderen Erstkl├Ąssler schon auf ihn warteten. Sofort wurde er mit Fragen bombardiert.
„Nein, ich bin nicht von der Schule verwiesen worden. Ich bin jetzt Sucher der Quidditchmannschaft.“
Ron war sichtlich erstaunt. „Du bist Sucher? Irre! Du musst der j├╝ngste Sucher seit hundert Jahren sein.“
„Das hat McGonagal auch gesagt. Wood wird demn├Ąchst mit mir trainieren. H├Ątte ich aber nicht zugesagt, w├Ąre ich sicherlich von der Schule geflogen.“ Er wandte sich zu Hermine, die ihn w├╝tend anstarrte. „Hermine, bevor du etwas sagst, ich weiß, dass es dumm war, aber sollte ich Draco damit davonkommen lassen? Es war Nevilles Eigentum, dass ich gerettet habe und ich habe gesagt, dass ich f├╝r Freunde alles mache um sie zu sch├╝tzen.“
Hermine schaute ihn trotzig an und erwiderte: „Harry, du hast deinen Freund nicht besch├╝tzt mit dieser Aktion. Du hast nur ein Erinnermich gerettet.“
„Wer weiß, wof├╝r das Teil irgendwann mal gut ist? Vielleicht rettet es ja Nevilles Leben. Weißt du das? Ich mit Sicherheit nicht.“
Hermine setzte sich in einen Sessel am Kamin und schmollte. Sie mochte es nicht, wenn man sie mit logischer Argumentation, auch wenn die Pr├Ąmisse etwas weit hergeholt war, schl├Ągt. Sie musste zugeben, dass eine entfernte M├Âglichkeit bestand, dass es so kam wie Harry es gesagt hatte.
Harry setzte sich zu ihr. „Bitte sei nicht sauer auf mich. Du bist meine beste Freundin. Dir kann ich vieles anvertrauen, was ich Ron oder jemandem anderen niemals sagen kann. Sie k├Ânnten damit nicht umgehen und nur Angst vor mir kriegen. Du dagegen bist neugierig, offen f├╝r neues, verschwiegen, intelligent, fleißig, freundlich und hilfsbereit. Das mag ich an dir.“ Er war hier absolut ehrlich und verstellte sich nicht.
Hermine sah in seine Augen. Was sie dort sah, war etwas, was sie so noch nie gesehen hatte. Diese gr├╝nen Augen wirkten warm und weich. Sie erkannte in ihnen eine freundschaftliche Zuneigung. Er meint es ehrlich so, schoss es ihr durch den Kopf. Ihr Zorn verschwand schneller als er gekommen war. Sie konnte nicht l├Ąnger b├Âse auf ihn sein.
„Ich.. ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Danke f├╝r die netten Komplimente. So was haben bisher nur meine Eltern zu mir gesagt. Du kannst es nicht ahnen wie es ist, in der Schule nur als Streberin und Besserwisserin bezeichnet zu werden. Du bist wirklich der erste meiner Mitsch├╝ler, der mich als Freundin betrachtet.“ Hermine hatte jetzt Tr├Ąnen in den Augen. Es waren aber Tr├Ąnen der Freude, etwas, dass sie nur selten empfand.
Harry l├Ąchelte. „Weißt du, du kleiner B├╝cherwurm, es gibt Menschen, die mit Intelligenz nicht viel anfangen k├Ânnen. Sie werden dumm geboren und bleiben so bis ins Grab. Du bist da ganz anders.“
Hermine lachte wieder sanft auf, als sie den Spitznamen, den er ihr verpasst hatte, h├Ârte. Aus seinem Mund war es ein Kompliment, dass sie gerne annahm. Sie umarmte ihn so heftig, dass ihm die Luft wegblieb.
„Wof├╝r war das denn?“
„Daf├╝r, dass du einfach du bist. Du findest einfach immer die richtigen Worte.“
„Nicht immer, wirklich nicht, aber ich versuche es.“ Harry sp├╝rte, dass sich etwas ver├Ąndert hatte. Er konnte es nicht genau benennen, aber etwas war anders als in seinen Erinnerungen. „Entschuldige mich mal, ich muss etwas wichtiges loswerden vor dem Abendessen. Wood will nicht, dass bekannt wird, dass ich der neue Sucher in der Mannschaft bin.“ Harry erhob sich wieder und stellte sich nun mitten im Raum hin. Laut rief er: „Ich habe noch etwas zu sagen. K├Ânnt ihr mir einen Moment zuh├Âren?“ Er schaute sich um und alle Blicke waren auf ihn gerichtet. „Oliver Wood hat vor, dass wir nicht bekannt geben, dass ich der neue Sucher der Gryffindors bin. Deshalb bitte ich euch, dass nicht an jemand anderen zu verraten. Es wird beim ersten Spiel eine b├Âse ├ťberraschung f├╝r unseren Gegner, dass verspreche ich euch.“ Danach setzte er sich wieder zu Hermine und sie redeten noch eine Weile.
Als es dann Zeit f├╝r das Abendessen war, gingen Harry und Hermine gemeinsam den langen Weg. Ron unterhielt sich mir Dean Thomas und Seamus Finnigan ├╝ber alles m├Âglich Belangloses, was Harry nicht wirklich interessierte. Lieber unterhielt er sich mit seiner besten Freundin ├╝ber den Unterricht und verschiedenste Zauber, die sie gelernt hatten. Wobei er diese Zauber im Schlaf beherrschte. Dies wollte er ihr irgendwann sagen und auch den Grund daf├╝r. Aber noch war es viel zu fr├╝h daf├╝r.
In der Halle setzte sich Harry an den Tisch und wollte sich geraden was zu essen auf seinen Teller legen, als Draco ihn mit seiner schnarrenden und unangenehmen Stimme ansprach: „Na, Potter? Ist wohl deine letzte Mahlzeit hier vor deiner Heimreise.“
Harry drehte sich um und teilte Draco in einem sehr herablassenden Tonfall mit: „Zu ihrer Information, Mr. Malfoy, ich bin nicht rausgeworfen worden. Ich habe eine Strafe bekommen, das gebe ich zu. Aber ob es wirklich eine Strafe ist oder es mir Spaß machen wird, wird sich zeigen.“ Er setzte im Anschluss ein enigmatisches L├Ącheln auf und widmete sich wieder seinem Abendessen. Draco stand nun da wie ein begossener Pudel, w├Ąhrend die anwesenden Gryffindors ihn auslachten. Er war eiskalt von Harry abserviert worden und das auf eine Art und Weise, die er eigentlich f├╝r sich gepachtet hatte. Gegen diesen unversch├Ąmten Gryffindor bekam er kein Bein auf den Boden. Vor Wut kochend sagte er dann: „Potter, ich fordere dich zu einem Zaubererduell heraus. Du weißt, was das ist?“
Ron fuhr dazwischen, als Harry schon antworten wollte. „Nat├╝rlich weiß er das. Ich bin sein Sekundant. Wer ist deiner?“
Draco schaute sich um und erwiderte: „Ich nehme Goyle. Wir treffen uns heute um Mitternacht im Pokalzimmer.“
Harry wollte nun auch was dazu beitragen. „Nein, Mr. Malfoy. Sie haben mich herausgefordert und ich bestimme nun Zeit und Ort. Samstag vor dem Abendessen. Verlassenes Klassenzimmer im f├╝nften Stock.“
Draco wurde nun weiß wie die Wand. „Potter, entweder heute oder du wirst als Feigling gelten.“
Harry zog eine Augenbraue hoch, fast wie Snape. „So, werde ich das? Ich sehe hier nur einen Feigling und das sind sie. Sie m├╝ssen hier mit zwei Personen als Schutz auftauchen. Ich bin alleine. Nun sagen sie mir, wer hier ein Feigling ist. Aber ok, heute um Mitternacht im Pokalzimmer. Ich komme sie bei Professor McGonagal um zehn abholen und dann vertreiben wir uns die Zeit bis dahin. Ich will ja nicht, dass sie kneifen. Wenn es nichts weiteres gibt, d├╝rfen sie sich entfernen.“ Mit einer wegwerfenden Handbewegung zeigte er Draco ganz deutlich, dass er Genug von ihm hatte.
Hermine schaute ihn besorgt an: „Harry, das willst du nicht wirklich machen. Wenn man dich erwischt, fliegst du sicher von der Schule.“
Mit einem etwas b├Âsen Grinsen sagte er: „Nat├╝rlich nicht. Aber um zehn Uhr werde ich im Korridor vor Professor McGonagals B├╝ro auf ihn warten und ihn etwas Angst einjagen. Vielleicht lernt er ja dann mal sich zur├╝ckzuhalten. Der kleine Spaß ist harmlos und verletzt nur seinen Stolz.“
Hermine fing wieder an zu lachen. Sie konnte gut nachvollziehen, dass Harry so was durchziehen wollte. Ihr ging Draco auch auf die Nerven und allein die Vorstellung, wie dieser Widerling sich vor Angst in die Hose macht, tat der dunklen Seite ihrer Seele richtig gut.
Auch Ron und Neville lachten laut und so zog die kleine Gruppe die Blicke aller Sch├╝ler am Tisch auf sich. Schnell verbreitete sich der Plan und es wurde gekichert und gelacht. Als Harry dann am Ende der Mahlzeit die Halle verlassen wollte, wurde er von Fred und George aufgehalten.
„Hey Harry, Oliver hat uns gesagt, dass du unser neuer Sucher bist. Gute Leistung. Wir beide sind die Treiber und werden dir den Hintern freihalten.“ Die Weasley-Zwillinge grinsten ihm ins Gesicht.
„Danke. Und ich versuche den Schnatz als erster zu fangen oder dabei unterzugehen. Mehr kann ich nicht versprechen.“
„Klingt nach einem fairen Deal, nicht wahr, Fred?“
„Oh ja, mein Bruder. Sehr fairer Deal. Und sollte unser Harrykins hier untergehen, holen wir seine ├ťberreste mit Besen und Schaufel vom Platz.“
„Danke, dass ihr mich so ermutigt, ihr Knallt├╝ten.“
„George, hast du das geh├Ârt? Er nennt uns Knallt├╝ten. K├Ânnen wir ihm das erlauben?“
„Ich glaube schon Fred. Oliver w├╝rde uns als Klatscher benutzen, wenn wir unserem Sucher was antun w├╝rden.“
„Gl├╝ck gehabt, Harry. Wir sind sonst nicht so nachgiebig.“
Harry grinste nun auch: „Ich weiß, dass ihr eigentlich ganz nette Typen seid. Nur wer euch ver├Ąrgert, hat ein Problem, das aber lustig f├╝r die Zuschauer werden kann, nicht wahr?“
„Unser Harry hat uns durchschaut. Jetzt m├╝ssen wir unseren Ruf wieder aufbauen. An die Arbeit, werter Bruder!“ Mit den Worten verschwanden Fred und George wieder und hetzten die Treppen hinauf.
Harry ging gem├Ąchlich in Richtung des Gryffindorturms. Er hatte es nicht eilig, denn er hatte seine Hausaufgaben schon alle erledigt. Er wollte noch etwas im Okklumentikbuch lesen und ├ťbungen ausprobieren, die die Okklumentik verst├Ąrken sollen. Er verabredete sich mit Ron, Neville und Hermine, damit sie gemeinsam um kurz vor Zehn Draco vor McGonagals B├╝ro abfangen konnten.
Er saß in dem gem├╝tlichen Sessel vor dem Kamin und machte die ├ťbung, die er sich vorgenommen hatte. Er schaffte es aber nicht. Frustriert war er versucht, das Buch in die Ecke zu feuern, atmete einmal tief durch und erinnerte sich an einen Satz des Autors. Starke Emotionen behindern die Okklumentik, schoss ihm durch den Kopf und erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er vor lauter Vorfreude auf Dracos entsetztes Gesicht sich nicht wirklich konzentrieren konnte. Daher gab er es f├╝r heute auf und wartete auf die anderen. Endlich war es Zeit und Ron, Neville und Hermine kamen in den Gemeinschaftsraum. Gemeinsam schlichen sie sich durch den Zugang und wanderten leise durch die menschenleere Korridore. Sie hatten ihr Ziel schnell erreicht und es war noch nicht zehn Uhr. Harry stellte sich dorthin, wo Draco vorbeikommen musste um wieder in die Kerker zu kommen.
Es vergingen einige Minuten, bis eine T├╝r ge├Âffnete wurde und ein Lichtschein den Gang kurzfristig erhellte. Sie h├Ârten, wie die T├╝r wieder geschlossen wurde und die Schritte einer einzigen Person durch den Korridor hallten. Es war Draco, der sich immer wieder umschaute. Als er die Treppe erreichte, wurde sein Weg von Harry blockiert.
„Guten Abend, Mr. Malfoy. Ich hoffe, sie haben unsere Verabredung zu einem Duell nicht vergessen. Oder etwa doch, wenn ich davon ausgehe, dass ihr Sekundant nicht anwesend ist?“
Draco stand mit weit aufgerissenen Augen da und wusste nicht, wie er jetzt aus der Situation entkommen konnte. Hinter ihm n├Ąherten sich lautlos Hermine, Ron und Neville. Ron, der sich einen Spaß erlauben wollte, tippte Draco auf die Schulter und fragte mit verstellter Stimme: „Was machen sie außerhalb ihres Gemeinschaftsraums nach Sperrstunde?“ Draco fuhr zusammen vor Schreck und rannte an Harry vorbei in Richtung Kerker. Die Vier mussten hart k├Ąmpfen um nicht laut zu lachen. Es war ein Bild gewesen, dass keiner von ihnen vergessen w├╝rde. Sie machten sich wieder auf den Weg zu ihren R├Ąumen, als sie Filch um eine Ecke kommen sahen. Er versperrte ihnen den Weg zum Turm und kam langsam auf sie zu. Geistesgegenw├Ąrtig fl├╝sterte Harry: „Kommt, folgt mir!“
Schnell rannten sie die Treppen wieder herunter und im dritten Stock angekommen, fingen die Stufen an ihre Richtung zu ver├Ąndern. Sie kamen hier nicht weiter und mussten nun den Korridor im dritten Stock, der f├╝r Sch├╝ler eigentlich verboten war. Sie h├Ârten schon wieder Schritte und suchten einen Ausweg. Harry wusste, was hinter einer der T├╝ren lauerte und ging sich zielstrebig auf genau diese T├╝r. Seine Begleiter folgten ihm und als er die T├╝r ├Âffnete, sah er Fluffy, der sehr schlecht gelaunt war. Er schnappte nach ihm und Harry zog die T├╝r schnell wieder zu. Jetzt hieß es Fersengeld zu geben und sie rannten durch den Korridor zum Treppenhaus am anderen Ende. Dort eilten sie die Treppen wieder hoch und kamen endlich so wieder dort an, wo sie hinwollte. Am Portrait der fetten Dame fl├╝sterte Harry schnell das Passwort und nachdem der Zugang frei war, schl├╝pften alle hinein. V├Âllig außer Atem blieben sie auf der Treppe stehen. Neville zitterte wie Espenlaub und bekam keinen Ton heraus
„Habt ihr das gesehen? Das war echt knapp“, sagte Harry keuchend.
Ron stotterte nur noch. „W... wie... wieso ist hier ein dreik├Âpfiger Hund im Schloss?“
Hermine warf ein: „Viel wichtiger ist doch, worauf stand dieses Ungeheuer, Ron.“
„Ich hatte nur diese drei K├Âpfe mit ihren Z├Ąhnen bemerkt, f├╝r anderes war keine Zeit. Hast du denn etwas bemerkt?“
Harry sagte jetzt, da er wieder zu Atem kam: „Er stand auf einer Fallt├╝r. Das habe ich gesehen.“
Hermine nickte anerkennend. „Vielleicht wird hier etwas versteckt. Warum sonst soll dieser Korridor f├╝r Sch├╝ler gesperrt sein?“
Harry schaute sie an. „Ich habe da einen Verdacht. Ich erz├Ąhl euch morgen nach dem Unterricht davon. F├╝r heute sollten wir es gut sein lassen und ins Bett gehen. Morgen haben wir Snape und da will ich ausgeschlafen sein.“
Sie gingen nach dieser Aussage in ihre Schlafs├Ąle und ließen sich in Morpheus Armen versinken.


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Zwischen Harry, Ron und Hermine gibt es Unterschiede, zum Beispiel im Vokabular. Ron ist der britische "lad", etwas bildungsfern, wie wir hier sagen w├╝rden, jedenfalls der Welt der Theorie und Metaphysik nicht sonderlich zugetan. Sein Vokabular ist etwas gr├Âber und eingeschr├Ąnkter als das Hermines, die mehr die Intellektuelle ist und sehr elaboriert sprechen kann, jedenfalls wenn sie in Laune ist. Harry liegt dazwischen, mit Sympathien f├╝r Ron, wenn es darum geht, vermeintlich hochgestochenes Gerede zu verulken. Aber keiner spricht wirklich lax oder fehlerhaft.
Klaus Fritz