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Fanfiction

Die üblichen Verdächtigen - Schuhlos dafür 5 Eulen…

von Chuck

Rette mich jemand vor den vielen Kommentaren…


Mit brummendem Schädel und einer schmerzenden Hand wache ich auf, die Sonne geht gerade auf und ich liege irgendwo im Heu. Nachdem ich mich mühselig aufgerichtet habe, erkenne ich meine Umgebung als Eulerei. Cal ist weit und breit nicht zu sehen. Meine Schuhe sind verschwunden und auch die Hose liegt ein paar Meter weiter und ist vollkommen verdreckt.

Langsam (und mit Hose) mache ich mich auf den Weg zum Schulgebäude, das ist ja zum Glück nicht zu verfehlen und die Tore sind auch offen, aber kaum bin ich durchgeschlüpft, werde ich auch schon am Kragen gepackt und misstrauisch berochen. Ganz Recht, berochen. Von einem widerlichen Typen mit hervorquellenden Augen und den abstoßendsten Haaren die mir seit langem untergekommen sind.

“Eine angenehme Nacht gehabt?” fragt er mich und ich breche fast von dem Mundgeruch, der mir entgegenschlägt.

“Ja, die Schlafsäle sind mit herrlich bequemen Betten ausgestattet und ich fühlte mich heute Morgen so fit und munter, dass ich einen Spaziergang über das wundervolle Grün machte” schwadroniere ich. Da kommt eine Katze um die Ecke geschossen und faucht uns wie irre an.

“Ja, Mrs. Norris ich habe sie schon geschnappt, keine Sorge, die ist von der Bildfläche verschwunden, bevor wir überhaupt großartige Maßnahmen einleiten müssen. Ach dürfte ich euch bloß auspeitschen…”

“Mr. Filch!” Cal kommt fröhlich und etwas außer Atmen durch das Tor spaziert und ich werde losgelassen. Ich starre ihn bedröppelt an. Seine Lippe ist zwar aufgeplatzt, aber seine Kleidung sitzt wundervoll, ist sauber und sein Haar sieht perfekt und unwiderstehlich aus. Na klar, er hat ja auch seinen Zauberstab mit.

“Hunter waren Sie etwa auch auf einem morgendlichen Spaziergang?”

“Ganz recht. Die Sonnenaufgänge in Hogwarts sind ganz unvergleichbar, deshalb habe ich Miss Lee hier gestern Bescheid gegeben, um ihr diesen Anblick zu zeigen.” Cal weiß, wie man geschwollen daher redet.

“Na gut, aber wenn ich das verdammte Balg auch nur einmal außerhalb der Zeiten irgendwo erwische…”

“Vielen Dank für Ihren Enthusiasmus, es freut mich mit einem so aufopferugsvollen Hausmeister zusammenarbeiten zu dürfen, aber nun sollten wir langsam frühstücken gehen, junge Menschen sollten immer genug zu essen bekommen.”

Filch und seine tollwĂĽtige Katze treten ab und bevor ich was sagen kann, geht auch Cal weg.

Ich folge ihm ein paar Gänge weiter zu den Treppen, wo ich den Anschluss verliere und dann nach fünf Minuten zu dem Schluss gelange, dass mich wohl niemand abholen wird. Also gehe ich in die Große Halle, wo die Trimstas an ihrem Tisch sitzen, mich kurz mustern und sich dann wieder abwenden. Nach zwei Schüsseln Müsli, einem Stück Torte und Kürbissaft will ich gerade ein Ei löffeln, als sieben Eulen eintreffen und gleich fünf davon auf mich zusteuern. Ganz schön beliebt was?

In einem Brief sind die Ergebinsse von gestern, da hab ich richtig gut abgeschnitten. In Verwandlung, Wahrsagen, Zauberkunst und Zaubertränke ein E und Muggelkunde, Pflege magischer Geschöpfe und VgddK ein O.

Der nächste ist von James, der keine Lust hat sein Eule Linus mitzuschleppen, dieselbe Geschichte mit meiner Eule Joe und Sirius’ gestreiften Eule Biene, im Brief reißt er Scherze darüber ob mich die Eulen vielleicht in einer falschen Schule erwischen, weil sie mich hier schon rausgeworfen haben und der letzte Brief ist von meinen Brüdern, die von unseren angeblich ach so sauren Eltern berichten. Weil ich schon wieder verhaftet wurde und meinem liebenswerten Cousin Probleme einhandle und so weiter und so weiter. Warum die ehrenwerten Herrschaften dann nicht mal selbst einen Brief schreiben können, ist jetzt die große Frage… Und das Rätsel warum sie meine Brüder genau am selben Tag abholen kommen, an dem ich fahre und es aber nicht zum Bahnhof schaffen um mich zu verabschieden bleibt auch ungeklärt.

Ich bringe die Eulen alle in die Eulerei, die kenn ich ja inzwischen, dann laufe ich in den Gryffindor Turm, wo ich meinen ganzen Körper einer gründlichen Säuberung unterziehe und aus meiner Fußsohle einen spitzen Stein ziehe, der mir bis dato nicht aufgefallen ist. Der Stich vom Billywig ist total angeschwollen und wegen dem ganzen Dreck auch entzündet, weshalb ich mich von einem blond gelockten Jüngling namens William dem Dritten (Portrait) in den Krankenflügel leiten lassen, wo mich eine mollige Frau namens Poppy willkommen heißt und dann meine Hand verarztet. Und weil ich ja nicht mehr weiß, was mich da gestochen hat…chrrm… kann sie mir nur irgendeine Medizin geben und der Heilprozess wird vielleicht sogar mehrere Tage dauern… Nachdem diese Katastrophe geklärt ist, führt mich mein neuer Freund William zu dem Klassenzimmer für Verteidigung gegen die dunklen Künste, wo ich ihm dann danke und zurück zu seinem Rahmen entlasse.

“Hallo!” rufe ich, doch der Raum ist leer, also gehe ich auf die andere Seite und klopfe da an die Tür. “Hallooho, jemand da?”

Die Tür springt mit einem Klicken auf und offenbart eine erschreckende Szene: Cal… beim Kaffeetrinken in irgendwelche Blätter vertieft.

“Ich stör doch nicht” sage ich und lasse mich auf den Sessel gegenüber fallen. “Kann ich bei irgendwas helfen?”

“Nicht wirklich, ich geh noch mal die Jahrespläne für alle Klassen durch.”

“Kann ich mir ansehen was wir heuer machen? Ich hab übrigens ein Ohnegleichen in VgddK, das heißt du wirst mich mindestens ein Jahr am Hals haben” verkünde ich strahlend.

“Glückwunsch” meint er nicht gerade begeistert… Mann, der hat aber eine Katerlaune.

“Also, was ist mit dem Jahresplan?”

“Ja sicher, hier…” sagt er, wühlt in einem Stapel rum und reicht mit ein Blatt, das ich eifrig überfliege.

“Mann wie geil eine Wanderung im Verbotenen Wald!”

Er lacht kurz. “Stell dir mal McGonagall vor und wie begeistert sie war als sie davon Wind bekam. Dumbledore fand das ziemlich amüsant. Hagrid wird uns also begleiten.”

“Boah und Irrwichte, ich tick aus. Das wird eindeutig der krasseste Unterricht in dem Fach, den ich jemals haben werde. Wie bist du auf das alles gekommen?”

“Na ich war selber sieben Jahre an der Schule und hatte verschiedene Lehrer, die mir eine Inspiration waren.”

Den restlichen Vormittag schlage ich die Zeit tot, indem ich durch die Gänge wandere und erfolglos Geheimnisse suche. Beim Mittagessen fange ich Joe ein und setze ihn im Gemeinschaftsraum aus und dann gehe ich mit Cal zu Hagrid, dem er beim Satteln der Thestrale hilft. Da bin ich auch das erste Mal im Verbotenen Wald, aber ich werde wahrscheinlich noch öfter herkommen, wenn es Nacht ist und ich Lust auf ein paar Gruselstunden bekomme, denn mit dem Halbriesen da im Schlepptau traut sich sowieso nichts an uns ran.

Dann bringen wir alle Kutschen zum Bahngleis in Hogsmeade, wo Cal und ich uns schließlich an die Theke eines Lokals namens Drei Besen setzen und ich Butterbier schlürfe, während die attraktive Bardame Madam Rosmerta mit Cal flirtet. Hmm. Das erinnert mich an eine gewisse Szene gestern vor dem totalen Blackout…

“Ich seh mich mal in der Stadt um” meine ich nach einer Weile und trete an die frische Septemberluft, es ist noch nicht mal Sonnenuntergang und doch schon recht kühl. In Texas hat es um die Zeit noch locker dreißig Grad. Die Geschäfte haben schon geschlossen, wenn man mal von den Lokalen absieht, aber ich hab sowieso kein Geld. Ein paar Menschen rennen herum, aber sonst gibts nichts wirklich Aufregendes. Auf der Suche nach Attraktionen gerate ich an ein paar coole Feiernde, die mich dazu überreden mit ihnen Party zu machen, weil sie es so irre finden, dass ich nur mit Socken rumlaufe. Aber bevor ich wirklich betrunken bin, findet mich Cal und ich verabschiede mich von Freddy, Josy und dem Rest.

“Na das hat aber gedauert” meine ich.

“Sorry Lee, hab die Zeit vergessen. Du kannst doch noch gerade stehen, oder?”

“Sicher, ich hatte nur ein paar Gläser Schnaps. Eigentlich wollte ich mich ein bisschen hier umsehen, gibts hier denn irgendwas?”

“Naja… Dich könnte die heulende Hütte interessieren, aber die ist abgeschlossen.”

“Oh cool gehen wir!” rufe ich und stürme los, dann bleibe ich stehen. “Welche Richtung?”

Cal holt auf. “Wie es der Zufall will, einfach weiter den Weg entlang.”

“Na dann komm, sei nicht so verpennt!” Ich hacke mich bei ihm unter und zerre ihn weiter bis wir da sind. Es ist ja soo spannend. “Irgendwie hätt ich mir was anderes erwartet.” Da war sogar die Gruselbahn vom vorigen Jahrmarkt unheimlicher, aber was das angeht haben die Muggel ja mehr Fantasie. Bei uns gibts nur echt gruselige Typen, wie etwa Voldemort, aber gespielt gruselig ist das nichts, ne…

“Also Lee wegen gestern…”

“War der Hammer nicht? Aber du kennst das ja auch schon, wie ich gemerkt hab. Da fällt mir ein, ich hab den Billywig irgendwo draußen stehen lassen, besser wir machen uns auf den Weg zurück sonst verhungert er noch.”

“Also eigentlich meinte ich das mit dem Kuss…”

Kurze Stille. Eigentlich hatte ich vor das tot zu schweigen, außerdem war ich mir nicht mehr ganz sicher, ob das nicht Einbildung war, obwohl das nicht gerade einer meiner tief gehegten geheimsten Wünsche ist…

“Also hm. Schwamm drüber? Ich sags niemandem wenn du das meinst, denkst du etwa ich will riskieren den coolsten Lehrer aller Zeiten zu verlieren?”

Cal zuckt mit den Schultern. Wenn er sich Sorgen gemacht hat, macht er sie sich immer noch. “Komm, gehen wir den Billywig holen. Weißt du, ich hab einen fabelhaften Namen für ihn, was hältst du von Joe?” schlage ich vor und da er die Geschichte mit meinen Haustieren kennt, lacht er.

Jetzt, wo die Stimmung sich gelockert hat und der Alkohol Wirkung zu zeigen beginnt, legen wir den Fußmarsch einigermaßen heiter zurück und kaum haben wir Joe geholt und wollen zur Schule, sehen wir auch schon die Schülerkolonne, die von den Kutschen ins Schloss strömt.


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