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Fanfiction

Die ĂŒblichen VerdĂ€chtigen - Krone, Wurmschwanz, Tatze
 Scheiße WAS?

von Chuck

hermine-ginny-lily: wieder danke fĂŒrs kommentieren. lyle ist ihr jĂŒngster Bruder, 13 jahre. steht eig. alles im Prolog.

und jetzt ein kleines geschenk zu ostern.

---

Ich glaube, es gibt essen. Schneller als ein geölter Blitz laufe ich ins Haus und drĂ€nge mich durch die Menge ins Esszimmer um einen Sessel neben dem Brotkorb zu bekommen, nur um festzustellen, dass es eine Sitzordnung gibt und ich mich erst auf die Suche nach meinem Platz machen muss. Ob ich wohl unauffĂ€llig die Karten vertauschen kann
?

Aber irgendwie finde ich meine Karte nicht und schlendere zu Karen, oder wie sie auch heißen mag, um das richtig zu stellen. Unterwegs hĂ€lt mich jemand am Ärmel fest, es ist Mum, wer sonst?
“Ich bin nicht Schuld” behaupte ich mal. Ich bin ja auch nicht Schuld an einigen Dingen.

“Gabs da nicht eben Probleme mit einem Jungen? Er hat laut herumgeschrieen.”

“Als ob das was Neues bei kleinen Kindern ist.”

“Eigentlich egal. Wenn du deinen Platz suchst, wirst du hier nichts finden. Ihr esst im Wohnzimmer.”

“Und wer bitte schön ‘ihr’?”

“Kinder, Kindeskinder, Jugendliche.”

“Das ist aber nett” strahle ich von Neuem auf und durchquere glĂŒcklich den Raum zu den anderen Kindern. Inzwischen ist ein großer Tisch mit Sesseln drum rum verteilt aufgetaucht und irgendwie sagt es glaub ich schon was ĂŒber mich aus, dass zu beiden Seiten von mir frei ist und sich der Rest auf die anderen drei Seiten verteilt hat. Naja. Kann ich leben mit. Es scheint so, als wĂ€ren schon alle da. Nicht, dass ich das hĂ€tte sagen können, ich kenn ja kaum welche. Meine zwei Ekelbatzen, ihre Spielkameraden, die Tussen und der Rest. Ruck zuck schweben einige Teller zur TĂŒr herein und landen vor unseren Nasen. Ich glaube das ist die erste der fĂŒnf Vorspeisen, denn es sind kaum mehr als ein paar Teile GemĂŒse drauf, mit einer weißen Soße verziert.

Nach einer halben Minute essen beobachte ich amĂŒsiert das Geschehen am anderen Ende des Tisches, wo der Zwerg mit Mundgeruch neben Miss Blondiert sitzt, die einen Panikanfall bekommt, weil sie, oh Wunder, nach Ewigkeiten durch ihre Parfumschichten den Geruch von Stinkbombe wittert, daraufhin ein StĂŒck wegrĂŒckt, ihren anderen Sitznachbarn nervös macht, der aufsteht und zu mir kommt.

SchmĂ€chtige Figur, gekĂ€mmte Haare, Anzug, Krawatte. Was will der Typ denn bitte bei mir? ‘Bitte eine Portion blöd Anmachen und als Nachspeise einen Arschtritt zurĂŒck auf die Tischseite der Vollspasten’?

“Ist der Platz frei?”

“Ja und meiner auch wenn du dich hinsetzt.”

Blöd glotzt er mich an und setzt dich dann doch zu mir. “Hast wohl kein Essen bekommen” sagt er und glubscht meinen Teller an.

“Doch, aber hier gibts ja nur halbe Portionen” meine ich mit einem Blick der seine gesamte Figur einschließt.

“Ich hab euch doch gesagt, dass sie total doof ist” zwitschert die Blonde laut ein paar Jungs in unserem Alter an.

“Immer noch eingeschnappt, Blondie?” grinse ich sie an. “Ach ja, an deiner Stelle wĂŒrde ich die restlichen GĂ€nge auslassen, wir wollen ja nicht, dass dein Kleid platzt.”

“Wenigstens renn ich nicht in den Sachen meines Vaters rum.”

Die meisten lachen. Oh MAANNN das wars jetzt total. “WĂ€r aber mal was in deiner GrĂ¶ĂŸe.” Okay, jetzt lachen alle.

Wir werden unterbrochen, als die nĂ€chsten Teller mit n paar Staubkörnern drauf zur TĂŒr reinschweben. “Heda, kommt dann auch mal ne richtige Portion?” maule ich den Hauself an, der mich gekonnt ignoriert. Also, ich fĂŒr meinen Teil denke, an sowas ist das Geld total unnötig verschwendet. Hört schlecht, gibt keine Antworten, mĂŒrrisch


“Also ich geh jetzt was Richtiges essen” erklĂ€re ich und hĂŒpfe auf um mir etwas Geld aus meinem Koffer zu holen.

“He Lee nimm mir n paar Sachen mit!” ruft mir Lyle hinterher und ich zeige ihm den Vogel.

Das Zimmer ist leicht gefunden, ebenso der Weg ins Erdgeschoß, aber ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung wo’s rausgeht, also öffne ich auf gut GlĂŒck jede TĂŒr. Also was man da alles findet
 Jede Menge Putzzeug, unnötigen Krempel und ein altes Bett. Naja, also so der Hammer ists nicht. Die nĂ€chste TĂŒr fĂŒhrt in einen kleinen Vorgarten mit schmuckem Gartentor im mannshohen Zaun und schnell mache ich mich vom Acker, bevor Lyle auf die Idee kommt mir nach zu rennen. Kaum ist das Tor wieder zu, heult jemand plötzlich ganz laut neben mir auf und ich mache einen Satz in die Luft und dreh mich um. Neben mir steht ein grinsender Typ mit dunkelbraunen oder schwarzen Haare, Jeans, Sweatshirt, Sportschuhen und trotz Brille echt gut aussehend.

“Boah spinnst du?” blaffe ich und muss sogleich lachen, als ich das jaulende Jojo sehe, der Ursprung dieses GerĂ€usches. “Wow, so n Teil hab ich schon seit gut zehn Jahren nicht mehr gesehen” ĂŒberlege ich laut.

“Dabei ists auch heute noch genauso witzig wie damals.”

“Hast Recht.” Ich schlage in seine Hand ein, als er sie hinhĂ€lt. “Lee.”

“James” erwidert er. “Ich hoffe doch du hast nichts dagegen, wenn wir mitkommen?”

“Kommt drauf an wer wir ist.”

“Krone!” ruft jemand von der TĂŒr aus und ich luge durch den Zaun, um was zu erkennen.

“Welche Krone?” frage ich nach hinten.

“Nur ein Spitzname. Kommt schon Tatze, Wurmschwanz!” brĂŒllt James ĂŒber den Zaun.

“Tatze, Wurmschwanz? Wie kommt ihr denn auf so nen Blödsinn?” Ich drehe mich um und James grinst mich verschlagen an. “Ohh ich weiß schon es ist ein
”

“Geheimnis!” heult mir jemand von hinten ins Ohr und ich mache einen weiteren Satz in die Luft. Der Typ unterscheidet sich vom Auftreten nicht groß von James. Derselbe Kleiderstil, dunkle Haare, ziemlich groß, ziemlich heiß, allerdings keine Brille.

“Jaja, sicher doch. SpĂ€testens in einer Stunde weiß ichs” grinse ich sĂŒffisant.

“Und wenn nicht?”

“Was schlĂ€gst du denn vor?”

“Der Verlierer zahlt das Essen?”

“Na wenn ich mir ansehe was fĂŒr Portionen ihr hier zu euch nehmt, könnt eh nur ihr verlieren. Na schön.” Ich schlage in seine Hand ein.
“Ich bin ĂŒbrigens Sirius.”

“Lee. Gehen wir langsam, ich hab echt Hunger.”

“Warte kurz, wo ist schon wieder Wurmschwanz? PETER!” brĂŒllt Sirius. Ein Junge stolpert durch das Gartentor auf den BĂŒrgersteg und ich halte ihn am Kragen fest, bevor er mit dem Gesicht im Dreck landet.

“Na, ganz schön stĂŒrmisch. Also, sind wir vollzĂ€hlig? In welcher Richtung gibts das Essen?”

“Da lang!” James geht voran und wir hintendrein.

“Ich hab meinen Schuh nicht gleich gefunden” murmelt Peter und Sirius verpasst ihm einen gutmĂŒtigen Ellbogenstoß.

“Also du bist Peter.” Blondbraune Haare, rundliche Gestalt, Strickpullover, schwarze Hose und ziemlich verstĂ€ndnisloser Blick. Naja, sieht ziemlich unbeholfen aus, aber James und Sirius sind mir schon mal sympathisch, also wird Peter wohl cool sein. “Lee” stelle ich mich vor. “Ihr kennt nicht zufĂ€llig einen Jamie?”

“Du meinst doch nicht mich” fragt James zweifelnd.

“Hm. Kann schon sein. Karen hat so komisch ‘Jaaiimie’ gesagt.”

“Wer ist Karen?” fragt Sirius verstĂ€ndnislos.

“Jamies Mutter.”

“Hört sich irgendwie nach deiner Mutter an” meint Sirius zu James. “Heißt sie vielleicht Kate und hat so seltsam ‘Jaammsiee’ sagt, mit einer ganz hohen Stimme?”

“Ja. Ja, genau so war es.”

“Ich sag ihr doch immer sie soll es lassen” James schĂŒttelt seinen Kopf und verdreht die Augen.

“Jaaammsiiee!!” rufe ich mit hoher lauter Stimme und Sirius lacht mit mir, wĂ€hrend James versucht nicht zu breit zu grinsen.

“Was ist ĂŒberhaupt mit mir?”

“Also du wohnst in dem Haus da?” frage ich noch mal.

“Jep.”

“Ich auch” wirft Sirius ein.

“Tooll. Ich auch” gebe ich meinen Senf dazu und klebe zwei Sekunden spĂ€ter in James’ RĂŒcken, weil er plötzlich stehen geblieben ist. Ich kichere drauf los, auch James beginnt nach ein paar Sekunden zu lachen.

“Du? DU bist die Cousine aus Amerika?”

Ich zucke mit den Schultern. “Wenn du nicht mehr meiner Sorte kennst bin ich wohl DIE Cousine aus Amerika, ja.”

“Wartet mal!” Sirius gafft mich an. “DU wohnst ab jetzt auch hier?”

“Hab ich ja gerade gesagt. Passt dir das etwa nicht in den Kram, oder was?”

“Nicht doch. Das ist
 Krass.”

“Jeah
voll” stimme ich zu und nicke nachdenklich, in das alle einstimmen, bevor wir weitergehen. Irgendwie hatte ich mir das anders vorgstellt. So wies bisher aussieht wird dieser Aufenthalt ganz und gar nicht Folter, sondern reinstes VergnĂŒgen.


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