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Fanfiction

Die üblichen Verdächtigen - Die grüne Fee

von Chuck

Nelly Potter: na das freut mich natĂĽrlich, dass ich dich umstimmen konnte. der trick, wie es lustig wird, liegt bei mir da, dass ich einfach nur in der gegenwart und aus der ich-form schreiben muss. dann fĂĽhle ich mich immer ganz stark ins geschehen gezogen und kann mich gar nicht mehr vor ideen retten.
hermine-ginny-lily: wieder mal n dank an die fleiĂźigste review schreiberin. und zumindest ein geheimnis wird nicht lange verborgen sein, nicht einmal mehr ein paar stunden :P


Also wow, das Chap hat 2000 Worte, ich hätt zwar noch ein paar hundert mehr dazu gehabt, aber ich mach einfach ein nächstes Chap draus.
Also, diese grüne Fee hats in sich, sag ich euch. Aber wie sie so ist, werdet ihr erst beim nächsten Chap erfahren :D

---

Ich langweile euch nicht mit Details zu dem Essen, oder? Nagut, ich langweile euch ein bisschen. Nachdem wir das mit der ganzen Verwandtschaft klargestellt haben, sind wir relativ schnell in einem heiteren Gasthaus gelandet, wo Sirius und James so ziemlich jeden zu kennen scheinen. Die Kellnerinnen (ja, alle 4 weiblich), den Schankwirt, seine Frau, seine Kinder, die Besoffenen an der Bar, die Proleten, die Fetten und alle anderen.

“Na, ihr kommt ja ganz schön rum” werfe ich in die Runde, als wir es uns an einem kleinem Tisch gemütlich gemacht haben, da alle fetten Sitzecken klarerweise schon besetzt sind.

“Ist ja nicht so, als wär unser Kaff besonders groß.”

“Kenn ich. Hab in meinem alten Dorf auch jeden gekannt.”

“Kommst du gar nicht aus New York oder LA oder so?” fragt Sirius erstaunt und ich verdrehe die Augen.

“Nur weil ich Amerikaner bin? Ja klar, wir haben nur zwei Städte weißte.” Ich ernte verwirrte Blicke. “Ihr habt ja auch mehr als London” schließe ich das ab und schon kommt die Kellnerin. “Ich hätt gern das und das, oh das klingt auch gut. Und das.” Ich deute auf die Sachen und brav notiert sie alles. Während der Bestellung liebäugelt sie mit Sirius, der sie ununterbrochen mit seinem verschmitzten Grinsen bezirzt.

Als sie unsere Getränke bringt, stößt eine der anderen Kellnerinnen ganz “unabsichtlich” gegen sie und der gesamte Inhalt der Butterbiergläser ergießt sich auf Sirius und mich.

“Musstest du vorher auch mit der anbändeln?” maule ich und sehe der hysterischen Kellnerin nach, die einige Servietten für uns holt. “Hättest warten können bis dir keine alte Flamme zusieht.”

“Und wie kommst du jetzt schon wieder drauf, dass das wegen mir war?” giftet Sirius.

“Naja, ich kann mir nicht vorstellen, dass sie so beleidigt ist, weil ich nicht mit ihr geflirtet hab” meine ich trocken und schon kommt die Kellnerin mit Tüchern zurück, wirft mir eines hin und beginnt vorsichtig Sirius’ Hose abzutupfen. Hehe, die Briten, die gehen aber ganz schön schnell an die Wäsche, muss ich schon sagen. Ich wische auf dem Stoff herum, doch das meiste ist inzwischen eingesickert, also knalle ich den Fetzen auf den Tisch, sodass das Mädel aufhüpft und unter meinem ironischen Blick zurück in die Küche rennt.

“Heda, die hast ja ganz schön nervös gemacht” lenke ich Sirius’ Aufmerksamkeit wieder zurück auf das Geschehen über der Tischplatte. “Also erzählt mal n bisschen was. Ihr geht auch nach Hogwarts?”

“Jep, alle Gryffindors und die coolsten Schüler der Schule” prahlt James.

“Wow, Mathe scheinst du wohl nicht zu belegen, was?” Ich deute auf die drei und zähle mit einer Hand mit. “Außer ich bin auch eine von diesen Greifentoren.”

“Ne, das weißt du ja alles gar nicht.” Im Schnelldurchlauf erklärt mir James die Häuser. Also in Gryffindor (nicht Greifentor) sind alle coolen, also ist schon mal klar dass ich da hinkommen werde und wenn nicht, wird eben das andere Haus das der Coolen. Die Ravenclaws sind alle Streber mit ein paar heißen Tussen (okay…), also alle superclever und um in den gemeinsamen Schlafraum von diesen Leuten zu kommen, muss man ein Rätsel lösen… okay! Da komm ich sicher nicht hin, außer die lassen Schüler gern mal am Flur vor der Tür schlafen.

Die aus dem Puffhaus sind ziemliche Flaschen, aber auch da gibts ein paar heiĂźe Tussen, was mich nicht wirklich interessiert, auĂźerdem sind da allesamt so treu (und sowas hat Puff im Namen?) und hilfsbereit und blablabla. Ich meine, ich bin ja nicht untreu, okay. Dabei rede ich von Freundschaften. Aber jetzt mal ehrlich, was den ganzen Liebesschwachsinn angeht. Wie halten es alle Leute in langfristigen Beziehungen aus. Ich meine, das geht doch nicht, da muss man ja nach ein paar Wochen mal fremdgehen, um nicht total zu explodieren.

Keine Ahnung wie das letzte Haus heißt, James hat nur die ganze Zeit alle als falsche Schlangen und hinterhältige Speichellecker von Voldemort genannt und den kennen wir ja alle, also komme ich da sicher nicht hin. Ich meine, ihr Muggel tut mir ja alle ganz schön Leid und ihr seid ziemlich beschränkt, weil ihr nicht zaubern könnt und so, aber deswegen muss man euch ja nicht gleich alle tot hexen. Ich meine, ihr seid nicht so schlimm. Ihr habt doch bloß den halben Regenwald abgeholzt und dank euch können wir bald die ganze Zeit in Badesachen rumrennen, weil es so heiß ist.

Außerdem erzählt mir James von den Rumtreibern. Das sind James, Sirius, Peter und ein gewisser Remus, der aufgrund einer Krankheit nicht kommen konnte.

“Was hat er denn” frage ich zweifelnd. “Bei uns kann man eigentlich jede Krankheit innerhalb weniger Stunden kurieren.”

Sirius betrachtet inzwischen interessiert das Hinterteil einer Kellnerin, Peter fummelt an seinem Kragen rum und James tut nicht mal so, als wäre er anderweitig beschäftigt, sondern lächelt mich einfach belämmert an. “O-kay” sage ich und hebe die Arme. “Wie auch immer. Und was hat es mit den Spitznamen auf sich?” Keiner hält in seinem “Tun” inne und ich fuchtle mit meiner Hand vor ihren Gesichtern. “Hallo-oo noch zuhause?”

Die Rettung kommt, doch kein Supermanoutfot, das setzt Minuspunkte fĂĽr die Lady mit kurzem Rock und rosa Leibchen.

“Hii James” säuselt sie. “Lang nicht mehr gesehen, gehst du mir etwa aus dem Weg?” Sie klimpert mit ihren zugekleisterten Wimpern und ich wende mich entsetzt James zu. Nicht sein Ernst oder. “Ja, der würde ich auch aus dem Weg gehen” murmle ich leise zu Sirius, der heftig zu husten beginnt und hinter vorgehaltener Hand sein breites Grinsen verbirgt, als die Tusse uns einen bitterbösen Blick zuwirft.

Ich bin froh, James’ Miene schaut etwa so aus wie ich meine ahne und er rückt nervös auf seinem Sessel herum.

“Barbara, ich dachte deine Familie macht eine Kreuzfahrt” sagt James und sie lacht schrill auf.

“Nicht doch. Das ist ja sowas von Muggelhaft.” Allgemeines Augenverdrehen.

“Das ist übrigens Lee, sie wohnt jetzt bei uns.”

Ich fühle mich von Blicken erdolcht, als sie sich pikiert zu mir dreht und einen Blick über meine “berauschende” Erscheinung gleiten lässt.

Ich muss mich schwer zusammennehmen, um nicht laut “Was geht” zu brüllen, um sie ein paar Meter auf Abstand zu schrecken. Doch anscheinend ist mein herausfordernder Gesichtsausdruck genug, um sie zu vertreiben.

“Bye” flötet sie und macht sich mit schwingenden Hüften vom Acker.

“Mann, die kann froh sein, dass ich noch nicht viel gegessen hab, sonst würd ich sie jetzt quer durch den Raum vollkotzen” gebe ich meinen Beitrag dazu ab.

“Das war ja auch nicht für dich” grinst Sirius und schaut ihr hinterher. War ja klar, dass er glotzt, er es ist ein Mann.

Endlich kommt unser Essen und gierig und ohne jede Scham schlinge ich die Hühnerkeulen, Kartoffeln, Nudeln und Beilagen, die noch dazugehören in Windeseile runter. Als ich aufsehe, mustert mich James beunruhigt und ich rülpse laut, klopfe und lehne mich zurück. “Schon fertig?” frage ich meinen Cousin und er schüttelt nur den Kopf und kaut weiter auf seinem Brot rum. Auch Sirius rülpst laut und ich klopfe zeitgleich mit James auf den Tisch und Peter verpennt das total und Sirius verpasst ihm einen Schlag gegen den Arm.

“Selber Schuld” grinst er seinen Freund an, der beleidigt eine Schnute zieht.

“Also das ist unheimlich” sagt James.

“Was?” fragen Sirius, Peter und ich unisono.

“Wie ihr drei euer Essen runterschlingt. Als wäre es die letzte Mahlzeit.”

“Keine Ahnung was er meint” meine ich mit einem Schulterzucken und Sirius stimmt mir zu. Peter wäre auch schon längst fertig, aber der hat sich noch mehr bestellt und das kann man natürlich nicht so schnell schaffen. “Wie wärs mit einem Verdauungsschlückchen?” Alle nicken zustimmend.

“Aber hier schenken sie uns nichts aus” meint James. “Wir könnten zuhause was nehmen.”

“Heda, du!” rufe ich eine Kellnerin. “Vier mal Feuerwhiskey für uns.”

“Guter Versuch” lacht sie nur.

“Ich habs dir ja gesagt” behauptet James.

“Dann gehts wohl wieder zurück” seufze ich. “Es ist aber dann nicht meine Schuld, wenn Lyle auch unbedingt was will.”

“Wer ist Lyle?” fragt Sirius und winkt einer Kellnerin für die Rechnung.

Ich krame ein paar Münzen heraus und bezahle, bevor ich auch aufstehe. “Mein jüngster Bruder. Dann gibts da noch Marc. Aber die beiden reisen heute eh wieder ab, also egal.”

Wir verlassen die “Spelunke” und machen uns langsam auf den Rückweg.

“Boah ich bin voll” meint Peter.

“Wie wärs, wer am schnellsten beim Haus ist?” fordere ich die Rumtreiber auf und schon sausen wir die Straße entlang und Sirius und ich kommen relativ zeitgleich an, James wartet schon schnaufend auf uns und Peter trabt mühsam auf uns zu.

“Wow, hast ganz schön Kondition” meine ich zu James, der geschmeichelt grinst.

“Das liegt an dem ganzen Quidditchtraining. Du warst auch nicht grade schlecht.”

“Danke. Welche Position bist du?”

“Jäger. Spielst du etwa auch?”

“Klar” grinse ich. “Ich bin super als Treiber oder Jäger.”

“Das werden wir ja morgen sehen.” James grinst zurück und endlich kommt Peter, der aussieht, als würde er jeden Moment ersticken oder zusammenbrechen. Der Arme scheint etwas hinter seinen Freunden nachzuhinken.

Wir schleichen zurück ins Haus, was wir uns hätten sparen können, weil alle Eltern noch im Esszimmer sind und das ja die einzigen sind, die etwas gegen nächtliche Ausflüge haben könnten.

Meine netten Freundinnen halten wutschäumend auf unsere kleine Truppe zu. “Bei Merlins Unterhosen, verschont uns!” flehe ich sarkastisch angesichts der hervorquellenden Fleischberge von Blondie, na gut so schlimm ists nicht, aber bitte, muss sie wirklich so n Kleid tragen?

“Sirius, James” ignoriert sie nett Peter und mich, ”warum gebt ihr euch mit der da ab? Wo wart ihr?”

“Bitte Mutter, verzeih uns” lache ich.

“Komm schon, beruhig dich” beschwichtigt James sie.

“Wollt ihr mit nach draußen kommen? Ginger hat eine Flasche Holunderblütenwein mit und wir wollten mit euch anstoßen.”

“Gerne doch” grinse ich.

“Niemand hat mit dir geredet, du dumme Kuh.”

“Also wenn ich schon dumm bin, was bist dann du?” Sirius lacht laut auf und James bebt am ganzen Körper, um sich nicht auch total unbeliebt zu machen.

“Was ist mit dir Peter? Für dich hätten wir auch noch Platz.” Dieser erbleicht, als er von einer anderen Handlangerin an der Hand genommen und in den Garten geführt wird. Weichei! “Also, kommt ihr?” fragt Blondie meine Mitbewohner.

“Sorry. Wir haben schon was vor.”

Blondie erbleicht, als wir uns einfach umdrehen und sie stehen lassen, weil wir unser Lachen nicht mehr zurückhalten können.

“Boah eiskalt abserviert” grinse ich. “Armer Peter. Ist jetzt ganz ohne Unterstützung diesen Ungeheuern ausgesetzt.”

“Ich glaube nicht, dass er was dagegen hat. Also los, kommt schon.” James eilt voraus und wir hinterdrein. Wir landen im Keller in einem feinen Arbeitsraum. Dunkle Möbel, hohe Bücherregale, viieele Weinflaschen. “Nagut. Such dir was aus.” James deutet auf die Regale und ich beginne herumzusuchen. Eigentlich alles Met und so, aber ich will das, was in keinem richtigen Haushalt fehlt. Also ziehe ich einige fette Schmöker heraus, was zur allgemeinen Verwirrung von James und Sirius führt. “Was machst du? Glaubst du wirklich, das da was dahinter versteckt ist?”

Triumphierend werfe ich ihm die durchsichtige Flasche mit dickflĂĽssigem, smaragdgrĂĽnem Inhalt zu, die ich in einem Buch ĂĽber Muggel finde.

“Was ist das” fragt Sirius neugierig, öffnet die Flasche und macht Anstalten einen Schluck zu nehmen.

“Boah, spinnst du jetzt total?!” brülle ich und reiße ihm die Flasche aus den Händen. Er starrt mich geschockt an. “Willst du sterben, oder was? James, hat dein Vater zufällig Gläser hier drin und seltsames Besteck?” Ich bin jetzt ziemlich ausgetickt, aber ich meine, ist der Typ lebensmüde?

James kramt im Schreibtisch rum und befördert drei Gläser und kunstvolle Löffel zutage. Erwartungsvoll schaut er mich an, während Sirius beleidigt ist. “Und jetzt?”

“Warte kurz… ah da sind sie.” Ich lege einige Zuckerstücke auf die Tischplatte.

“Was ist das?” fragt Sirius misstrauisch.

“Ein kleines Geschenk der grünen Fee” grinse ich und schnüffle an einer Karaffe und wie erwartet ist Wasser drin. “Ihr werdet feststellen, dass sie einem wirklich auf ganz außergewöhnliche Weise die Welt zeigen wird. Sie ist eine ganz ausgezeichnete Freundin.” Ich fülle die Gläser halb voll und lege die Löffel auf sie und schließlich jeweils ein Stück Würfelzucker, bevor ich die grüne Flüssigkeit darüber laufen lasse, die den Zucker auflöst und durch den Löffel ins Wasser tropft. Das Gemisch wird milchig grün und grinsend räume ich auf, bevor ich James und Sirius die Gläser reiche. Beide haben tellergroße Augen und sperangelweit den Mund offen.

“Absinth, oder die grüne Fee” kläre ich die beiden auf und hebe das Glas. “Auf uns!”

“Auf uns!” ruft Sirius, wir stoßen an und trinken.


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