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Fanfiction

Die ĂŒblichen VerdĂ€chtigen - Tante Quasselstripp

von Chuck

hermine-ginny-lily: danke fĂŒr den weiteren kommentar. meine mission ist erfĂŒllt, die leute zu amĂŒsieren war mein ziel. weiterhin viel spaß :P
Candra Lovegood: danke fĂŒrs lob, hör ich doch immer gern. ich schreibe, so viel ich kann. leider bin ich manchmal mehr motiviert im echten leben scheiße zu bauen und nicht nur drĂŒber zu schreiben ^^

und nun ein kleines pic fĂŒr euch

Kate und Lee

Ich springe aus dem Kamin und pose, HĂ€nde in den HĂŒften und den Kopf gen Decke gerichtet, um meinem Empfangskomitee zu imposieren, denn der Raum in dem ich gelandet bin, ist voll von Menschen und die meisten schauen mich an. Alle da, um mich willkommen zu heißen
? Ich fĂŒhlte mich geschmeichelt, wenn es wirklich fĂŒr mich wĂ€re. Ich lasse meine Arme sinken und stolziere möglichst hochnĂ€sig an den vielen alten Leuten vorbei, die mich blöde angaffen, anstatt mir zu meinem coolen Auftritt zu gratulieren. Als plötzlich etwas an meinem Ärmel zieht, was ich als ĂŒberaus fetten Hauself identifiziere, bleibe ich stehen.
“Miss Lee” brummt es in tiefer Sopranstimme und das ist so ulkig, dass ich laut auflachen muss.
“Ja, nur weiter.”
“Folgt sie mir, Mrs sagte soll ihr das Zimmer zeigen.”
“Welches Zimmer? Etwa DAS Zimmer?!” Ich habe keine Ahnung wovon er redet und er anscheinend auch nicht, denn ich bekomme nur einen fragenden Blick zugeworfen und schon watschelt er von dannen und ich hinten nach.
Wir durchqueren den nicht allzu großen Raum und in der NĂ€he sehe ich Dad bei einer Gruppe anderer alter Menschen stehen, also muss ich wohl richtig sein. Wir kommen in ein Treppenhaus und ein Stockwerk höher und einige GĂ€nge weiter, dann sind wir endlich da und DAS Zimmer ist anscheinend MEIN Zimmer, denn mein Koffer steht da und außerdem ist da das Schild mit meinem Namen auf der TĂŒr drauf.
Drinnen ist alles cool. Großer Schrank, Himmelbett, nagut den rosafarbenen Bettbezug muss ich auswecheln, Schreibtisch, großes Fenster und von dem roten, flauschigen Teppichboden werde ich nicht so schnell runtergehen. Ich stoße das Fenster auf und der LĂ€rm von zig brĂŒllenden Kindern schlĂ€gt mir entgegen. Da steigt eine Party ohne mich? Na wartet
 Eine Minute spĂ€ter hab ich den Weg in den Garten erspĂ€ht, war ja nicht wirklich schwer, genausowenig wie dort hin zu kommen, wĂŒrde man nicht rĂŒcklings von einer alten Sumpfzehe mit Mundgeruch angefallen werden, die einen vor eine Kamera zerrt und dabei ununterbrochen unverstĂ€ndliches Zeug brabelt.
“Kennen wir uns?” frage ich stirnrunzelnd und besehe sie genauer. Nagut, soo alt ist sie nun auch nicht. Wahrscheinlich in den frĂŒhen Vierzigern, blondierte Haare, Pelzjacke und blumiges Parfum.
“Aber natĂŒrlich! Ich bin Kate, Lee, sag einfach Tante Kate! Jenna hat mir ja schon so viel von dir erzĂ€hlt” quasselt sie ohne einen zweiten Atmenzug runter und sieht mich erwartungsvoll an. Was soll ich denn noch sagen, die redet doch so gerne!
Jaja zu dieser seltsamen Kate passt Jenna, meine Mum ĂŒbrigens, wirklich sehr gut. Wahrscheinlich dauernd am Quasseln mit Leuten, die sie nicht kennt und redet ohne etwas auszusagen.
“Na dann
 Tante Kate. Wie gehts wie stehts?”
“Ganz reizend zu fragen meine Liebe. Ganz ausgezeichnet. Du weißt ja, der Vierziger ist fĂŒr jede Frau ein ganz beonderes Ereignis.”
Nein, weiß ich nicht. Wie auch, ich bin nicht mal halb so alt
 “NatĂŒrlich. Alles Gute” lĂ€chle ich.
Sie kneift mich in die Wange und grinst blöde, als ich zurĂŒckweiche. “Wie erwachsen du aussiehst
 Ganz anders als auf den Fotos”
Jaja. Die FOTOS. Auf welchen ich jedes Mal versuche so blöd dreinzuschauen wie nur möglich. Zunge raus, schielen, Grimassen schneiden und in der Nase bohren. Yeah! HĂ€tt ich gewusst, dass die Bilder trotzdem hergezeigt werden
 Naja vielleicht hĂ€tt ich nicht ganz so blöd dreingeschaut.
“Ja, ich bin nicht sehr photogen” rede ich mich heraus.
“Gut Schatz, frag einfach Flick wenn du etwas brauchst, einfach Flick fragen Liebes.”
Vielleicht hĂ€ngt sie irgendwie in einer Schleife, dass sie dauernd alles wiederholt. “Wer ist Flick?”
“Flick, Schatz! Der Hauself, Flick!”
“Achsoo” Dann ist das also meine Tante hundersten Grades. Alles klar. “Und muss ich jetzt schon babysitten oder habt ihr fĂŒr jetzt jemanden engagiert?” frage ich grießgrĂ€mig und Kate beginnt beĂ€ngstigend hoch zu lachen.
“Ach, Jenna hatte mir ja schon erzĂ€hlt, wie witzig du sein kannst, aber das war ja wirklich ganz ausgezeichnet! Warte nur, bis ich das Charles erzĂ€hle. Ganz köstlich.”
Ich grinse und nicke bekrĂ€ftigend. NatĂŒrlich habe ich keine Ahnung wovon sie redet. “Gut Tante Karen, ich geh mich mal umsehen, alle begrĂŒĂŸen” und einen auf brave Tochter machen. Siicher doch.
“Hab viel Spaß Schatz! Ich denke unser geliebter Jamsie ist gerade draußen, du wirst ihn sicher gleich erkennen.”
“Jamie wĂŒrde ich doch immer erkennen!”
“Kate!” kreischt auch schon eine andere Frau dazwischen und ich mache mal schnell die Fliege um einer weiteren Wangenkneifattacke zu entgehen.
Ich schlendere auf die Terasse um mir erst mal einen Überblick zu verschaffen, was denn abgeht und entdecke sofort meine BrĂŒder. Marc hockt bei irgendeiner blonden Tunte mit Sturmfrisur bei einem Schachbrett und Lyle tollt mit einigen anderen Kleinkindern am Rasen herum, ein gewisses FangzĂ€hniges Frisbee in der Hand
 Jetzt ist er dran!
Wie das Monster ausm Bilderbuch stĂŒrze ich mich auf Lyle und nehm ihn in den Schwitzkasten.
„Lass mich raten. Aus Langeweile hast du begonnen im meinem Koffer rumzuwĂŒhlen und dann etwas entdeckt, was zu teuer fĂŒr dich Knirps ist und dann, weil es ja so lustig ist, einfach genommen. Ich schwör dir, Zwerg, wenn das heute Abend nicht wieder an seinem Platz ist, tret ich dir dermaßen in den Arsch, dass du bis Schulanfang auf keinen Besen mehr sitzen kannst.“
„LASS LOS du VerrĂŒckte“ jault Lyle, befreit sich aus meinem Griff und wirft mich um. „AUF SIE!“
„WAGT ES JA NICHT!“ schreie ich und schon liegen fĂŒnf HalbwĂŒchsige auf mir, kreischend, lachend. „IHR SEID DOCH SCHON VIEL ZU ALT FÜR SO N SCHEIß!“ Doch auch ich lache und kitzle den Erstbesten so stark durch, bis ein Chaos entsteht und ich mich frei machen kann.
„Wir sehen uns, Lyle Lee!“ rufe ich warnend und rette mich auf die Terrasse. Ich ĂŒberlege, ob ich nicht lieber doch mit den Kindern spielen soll, doch ich hab so ne Ahnung, dass Lyle mir das irgendwie ĂŒbel nehmen wĂŒrde.
„Na, schon fertig mit Spielen?“ fragt eine BrĂŒnette mit fiesem Grinsen, die bei einer Gruppe von MĂ€dchen in meinem Alter steht.
„Ne. Kann ihm doch nicht seine neu gewonnen Freunde unter der Nase wegschnappen, außerdem ist mein Bedarf an nervigen Kindern eh gedeckt“ erwidere ich und werfe einen Blick auf ihre Gruppe. Die Message kommt ganz anscheinend an, denn alle werfen mich bösartige Blicke zu.
„Du bist bloß eifersĂŒchtig“, giftet eine Blonde, die in ein enges, rosarotes Cocktailkleid gequetscht ist.
„Jetzt hast du mich Blondie. EifersĂŒchtig auf was noch mal
 Ach ja. Einen Intelligenzquotienten, der selbst unter dem kanadischen Standard liegt, billig blondierte Haare und hĂ€ssliche Kleider, mit denen man versucht Übergewicht zu vertuschen.“
Juhu, ich hab mein Mindestpensum an Beleidigung fĂŒr dumme Tussen dieser Woche erreicht!
„Die ist ja so blöd. Ich gehe.“ Sich dramatisch die Haare ĂŒber die Schultern werfend, stolziert sie ins Haus.
„Pass auf, ich glaube dir fallen Haare aus!“ rufe ich hinterher und sehe die anderen gespannt an, doch die haben sich bereits weggedreht und lĂ€stern ordentlich ĂŒber mich ab. Oh nein, ich glaube sie mögen mich nicht. Was soll ich bloß machen?!
Gerade will ich mich umdrehen und drinnen nachschauen, ob es schon was zu essen gibt, als Lyle plötzlich antanzt und mich mit seinen neuen Freunden umringt.
“Was ist schon wieder? Glaub ja nicht, dass ich fĂŒr euch einstehe, wenn ihr etwas mit dem Frisbee kaputt gemacht habt” rate ich misstrauisch.
Lyle verdreht die Augen. “Also
 Es scheint, dass unser geliebter Cousin einen gewissen Ruf als Streichespieler hat und ich wollte dich fragen, ob du vielleicht Interesse an einem Wettbewerb hĂ€ttest?”
“Was fĂŒr ein Wettbewerb?”
“Wer am Ende des Tages die grĂ¶ĂŸere Nummer seigen lĂ€sst, hat gewonnen.”
“Was sagt
” Verdammt, wie heißt er noch gleich? Irgendein MĂ€dchenname
 Ach ja! “Was sagt Jamie dazu?”
“Wer ist
 Warte mal. Ich dachte er heißt
 Egal. Wir wollten ihn gleich fragen. Also. Cool, dass du mitmachst.”
“Warte mal! Ich mach nicht mit. Wenn ich es mir schon am ersten Tag mit die Potters versaue, hab ich den Rest der Ferien Stress. Ne danke.”
Normalerweise bin ich nicht so fad, wirklich. Aber ich will auch wirklich keinen Stress schon am Anfang!
“Boah ist ja voll lahm. Deine Schwester ist total langweilig” mault so n kleiner Spast.
„Klappe halten. Nimm lieber was SĂŒĂŸes“ grinse ich zuckersĂŒĂŸ und greife in eine Hosentasche nach StinkkĂŒgelchen. Zuckerl von der Tante Lee
 Hehe, das hört sich ja an als wĂ€re ich eine pĂ€dophile Verschlepperin.
„Aber das sind doch-“ Ich boxe Lyle ‘unauffĂ€llig’ in den Magen, bevor er weiterredet.
„Greif zu, aber nimm nicht zu viel.“
Nach ein wenig Zögern steckt der Junge seine Hand in die TĂŒte und wirft sich ein paar Kugeln ein. Ich grinse boshaft, nachdem er geschluckt hat und schiebe ich ihn auf Abstand.
„Ich bin also langweilig?“ Da der Zwerg jetzt schon fĂŒrchterlich stinkt, halten sich die anderen zurĂŒck.
„Du riechst wie ein Troll. Putz dir mal die ZĂ€hne“ informiere ich den Knirps mit tellergroßen Augen, dem ich es so grandios zurĂŒckgezahlt habe. Mich langweilig nennen! Also wirklich. Zufrieden beobachte ich, wie er ins Haus rennt.
Lyle lacht in sich rein und verpasst mir einen Schulterschlag. „Ich dacht schon unser Ruf geht dahin.“
„Du meinst wohl meinen Ruf. Von ‘deinem Ruf’ hab ich noch nichts gehört” lĂ€chle ich fieß und Lyle folgt angesĂ€uert seinen Spielkameraden ins Haus.


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