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Fanfiction

Die üblichen Verdächtigen - Adios Amigos

von Chuck

Bexy_Potter: hehe dachte mir schon, dass das jemand anreden wird. ihre haare sind bald blond, weil sie ein paar mal mit evans verwechselt wird und sie lily ja nicht unbedingt leiden kann. hoffe ich bereite dir noch weitere amĂĽsante stellen.
Sonnenhang: Ach von wegen. Unserer Lee geht zwar vieles am Arsch vorbei, aber sie ist total begeistert. einfach lesen :)
hermine-ginny-lily: ich freu mich mit dir :D

Danke Leute fĂĽr die kommis, hier habt ihr mehr zum Lachen

---

“Was macht denn Joe in der Pfanne?” frage ich mit erschrockener Miene. Ein lächerliches Ausweichmanöver, doch Mum dreht sich um und ich sprinte durch die Küchentür zur Treppe, wo ich meinen dämlichen Bruder Marc erst aus dem Weg stoßen muss, der sofort wehleidig aufjault.

“Musst du immer so gemein sein?” jammert er und ich verpasse ihm einen freundschaftlichen Schlag auf den Arm. “Immer locker bleiben Marc.”

“Wenn dein Koffer in einer Stunde nicht gepackt ist, fahren wir ohne dich.” Mum steht am Fuß der Treppe mit verschränkten Armen und kritischem Blick. Mann, wie ist die so schnell dahingekommen?!

“Uhhh das beunruhigt mich aber. Das heißt also ich hab das Haus den Rest der Ferien für mich?”

“Nein das heißt du bist den Rest der Ferien bei Grandpa und hilfst ihm jeden Abend sein Gebiss zu säubern oder was auch immer ihm für dich einfällt.”

“Immer noch besser als sich jeden Tag dreimal umziehen zu müssen, damit man für den Vier–Uhr–Tee auch perfekt aussieht.”

“Was?!”

“Schön, dann eben nur einmal umziehen. Ich will nicht dorthin!” maule ich weiter.

“Geh jetzt deine Sachen packen oder Marc erledigt das für dich!”

“Warum schon wieder ich? Ich will nicht, das ist unfair!” jammert Marc und ich verpasse ihm einen Schlag auf seinen Hinterkopf. “Halt die Klappe. Ich will doch nicht, dass du beim Anblick eines BH’s einen Herzkaspar bekommst.”

“Und zieh dir etwas Schönes an!” warnt Mum und ich hebe protestierend die Arme.

“Siehst du? Schon beginnt es! Ich hab schon was an und werd mich sicher nicht umziehen.”

“Deinen Pyjama?”

“Ja” erwidere ich frech und laufe weiter in mein Zimmer, wo bereits die offene Truhe für meine Sachen steht. Vergrößerter Innenraum, rotes Leder, Unterschrift von Dai Llewellyn, einem der coolsten Quidditchspieler überhaupt. Echt FETT. Hat früher mal Dad gehört, aber solche Sachen gehören ja vererbt. Angeblich hat er Dai mal bei einer Weltmeisterschaft geholfen, sich vor den Fanmassen zu retten oder so. Irgendwie halte ich diese Aussage für zweifelhaft.

Es ist nicht so, als ich hätte ich viel zusammenzupacken. Kleidung ist in zehn Minuten drin und der Rest kommt sowieso einfach oben drauf. Scherzartikel, Bücher (Kennilworthy Whisp), Besenpflegeset, Poster, Autogrammkarten, Sonstiges Zeugs. Ich will niemanden langweilen. Da das ja jetzt alles erledigt ist, schnappe ich mir ein Handtuch und verziehe mich ins Bad, wo ich mich bei höchster Lautstärke der Musik in einem lässigen Schaumbad einweiche und laut mitsinge. Eigentlich bin ich nicht so der Typ fürs Singen. Das einzige, was auch bei mir super gut klingt ist die Hymne der Montrose Magpies, aber die klingt ja sowieso immer gut, fast egal bei wem. Und ja, ich gebe es zu, die Europäer sind in Quidditch besser als Amerikaner.

Als Lyle beginnt an die Tür zu hämmern und laut rumzubrüllen, lasse ich das Wasser aus und wickle mich in ein Handtuch, bevor ich die Musik abstelle.

“Wasn los?” frage ich und öffne die Tür.

“Mach hinne. Wir gehen” mault Lyle und geht an mir vorbei ins Bad.

Was sind mir nicht fĂĽr ne charmante, liebende Familie, ne?

Als Zeichen meiner MĂĽhe und freundlichen Gesinnung kleide ich mich in mein liebstes Oberteil: Ein Shirt mit einer Karikatur des britischen Zaubereiministers (ja, auch wir aus Amerika kennen uns mit Politik aus). Normale Jeans und Schuhe + Weste falls die Leute in Britannien konservative Spinner sind.

“Was ist hier los?” Mum steht in der Tür und schaut durch mein Zimmer.

“Was soll n los sein? Ich hab aufgeräumt” erkläre ich stolz und sehe mich um. Bis auf alte Süßigkeiten, Socken und dem anderen Zeugs ist es hier drin bis auf das letzte Staubkorn unter meinem Bett blitzblank. Ach ja, und natürlich der riesigen Lacke mit Kürbissaft in der rechten Ecke, die ist da schon seit ein paar Wochen und irgendwie möchte ich die kleinen Viecher, die sich da gebildet haben, nicht von ihrer Entwicklung abhalten.

“Lee, willst du mich verarschen? Hol einen Lappen und Putzeimer und mach sofort alles sauber. Wenn du fertig bist kommst du zu dieser Adresse hier. Und wehe dir, nachher ist nicht alles sauber!”

“Aber warum machst du das nicht? DU darfst doch zaubern.”

“Warum sollte ich deine Arbeit machen?”

“Aber es ist ja nicht deine Arbeit. Nur ein Schwenk mit dem Zauberstab. Jetzt komm schon” bettle ich. “Wo ist Dad? Der hilft mir vielleicht.”

“Schon gegangen.”

“Hm… Warum kann das nicht Marc machen, während ich ihn beaufsichtige? Er trägt doch so gerne die Schürze” grinse ich fies.

Mum verdreht die Augen und lässt meinen Koffer aus dem Zimmer mit sich schweben. “Bis später!”

“Bis später” äffe ich sie nach und trotte in die Küche runter, wo ich mir erst einmal eine Packung Chips öffne und in eine Schüssel schütte, um nicht so einen leeren Magen zu haben, während ich mir einen Film im Wohnzimmer reinziehe.

“JOEY” locke ich mein Haustier aus einer Ecke und setze ihn in meinem Zimmer aus. Er wird schon nicht an dem Zeug sterben. Ach ja, Joe ist übrigens mein Knuddelmuff. Ich hab auch eine Eule, genannt Joe. Ich weiß, einfallsreich.

Ich laufe nach draußen und die Hitze der Sonne schlägt mir ins Gesicht. Tja, das wird wohl das letzte Mal für eine lange Zeit sein. Der Reihe nach platze ich in die Häuser meiner Freunde und verabschiede mich, dann gehe ich zu dem getarnten Quidditchfeld ein Stück außerhalb der Stadt und ich verspreche allen Briefe zu schreiben und sie mir auch, obwohl wir wissen, dass keiner von uns jemals zur Feder greifen wird. Zuletzt statte ich meinen engsten Freunden Jeff und Suzanne einen Besuch ab, die in dem Haus neben uns wohnen.

Mit der Tür ins Haus fallend und die Treppe hochstürmend, überrenne ich beinahe Margret, die mir mit einem Wäschekorb entgegenkommt. Sie und ihr Mann sind Muggel, aber Jeff und Suzanne Zauberer, und da ich mich bei ihnen sowieso immer wohler gefühlt habe als zu Hause, wissen sie über alles Bescheid.

“Lee!” keucht Margret erschrocken. “Solltest du nicht schon längst weg sein?”

“Ich gehe doch nicht ohne mich zu verabschieden” grinse ich.

“Gott behüte dich Mädchen, sollte ich herausfinden, dass du eine Stinkbombe loslässt!”

Ich lache nur und quetsche mich an ihr die schmale Treppe vorbei, dann renne ich ins Computerzimmer, wo meine Freunde sich gerade Dirty Harry 2 reinziehen. “Was istn mit euch los” frage ich. “Wollt ihr mich etwa so verabschieden?”

“LEE!” ich werde von zwei Körpern angefallen und, wie es scheint, von allen Seiten gekniffen und durchgeschüttelt. “Wir dachten du bist schon weg!”

“Und habt euch Hoffnungen gemacht ihr müsst euch nicht verabschieden?” frage ich trocken, bevor ich Suzanne in ihre verletzliche Seite pieke und sie mit einem Quietschen zurückweicht. Ich und Jeff lachen und ich verpasse ihm einen freundschaftlichen Armschlag, bevor ich mich aufbruchsbereit in den Türrahmen lehne. “Wer weiß, vielleicht schreib ich euch wirklich mal nen Brief oder komm in den Weihnachtsferien her. Adios Amigos!” Wir salutieren voreinander und ich laufe entspannt zu meinem Haus zurück. Das viele verabschieden liegt mir nicht, ich bin mehr der Begrüßungsmensch.

Alles ist einigermaßen sauber und Joe schnurrt wohlig meiner rechten Zimmerecke vor sich hin. Sein nervöses Fiepen ignorierend wickle ich ihn in meinen Pullover, wo er schließlich wohlig schnurrt, dann schnappe ich mir noch meinen alten Besen, bevor ich Mums Wisch mit der Adresse aus meiner Hosentasche krame und mich mit einer Ladung Flohpulver nach Europa katapultiere.


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