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Fanfiction

The Serpent's Child - Miriam Slytherin - Zurück nach Hogwarts

von Mina Slytherin

Völlig außer Atem hievte Miriam Slytherin ihren Koffer in die Gepäckablage des Zuges. Zwar war sie relativ groß, weshalb es ihr normalerweise nicht schwer fiel, doch heute hatte sie den Weg bis zum Gleis neundreiviertel rennen müssen. Immer noch keuchend ließ sich Miriam auf einen der Sitze fallen, sie hatte das unermessliche Glück gehabt, noch einen freien Platz zu ergattern.
Viel zu spät waren sie heute Seite an Seite appariert. Viel zu spät. Aber Miriams Eltern waren im Moment auch nicht zurechnungsfähig.
Als sie aus dem Fenster schaute, konnte sie gerade noch den langen, schwarzen Umhang ihrer Mutter erkennen, der hinter ihr herwallte. Ihre Mum, Lady Slytherin, achtete sehr auf ihr Aussehen und darauf immer korrekt gekleidet zu sein, so hatte sie sich die blonden Haare, die sie natürlich inzwischen färben musste, adrett hoch gesteckt und ihre schlanke, große Statur steckte in den nobelsten Roben. Schließlich gehörten sie zu den ältesten, reinblütigen Familien Englands und mussten sich immer von ihrer besten Seite präsentieren. Ja, sie waren genau die Slytherins, deren Ururururururururahne Salazar Slytherin war. Aus keinem anderen Haus von Hogwarts gab es noch lebende Nachkommen. Nur sie hatten es geschafft. Eigentlich war Miriam darauf stolz, doch momentan lief in ihrem Leben nicht mehr alles ganz so rund.
Miriam hauchte gegen die Scheibe, sodass sie beschlug, mit ihrem Finger malte sie ein M hinein.
"Ich hab dich auch lieb, Mum", murmelte die fünfzehnjährige und starrte ihr hinterher. Seit diesen Sommerferien schien sich Einiges in ihrer Familie geändert zu haben. Ständig gingen Leute in ihrem Haus ein und aus. Alte Bekannte, die Miriam schon ihr Leben lang kannte und die immer mit ihr gescherzt hatten blickten jetzt meistens sehr ernst drein und hatten keine Zeit mehr sich noch mit ihr zu unterhalten. Ebenso wie ihre Eltern, die jetzt ständig in irgendwelchen Vorbereitungen steckten. Miriam hatte sich als Einzelkind in dem riesigen Anwesen in den Sommerferien oft furchtbar einsam gefühlt
Sie ahnte natürlich, was vor sich ging, doch es laut auszusprechen wagte sie nicht. Ist eine Idee erst einmal laut ausgesprochen so nimmt sie plötzlich handfeste Gestalt an und ist nicht mehr zu vertreiben. Miriam hoffte einfach, dass sich bis zu den Weihnachtsferien alles wieder ein wenig beruhigt hatte.
Plötzlich ertönte der laute Ruf der Lock, den sie immer ausstieß, ehe sie los fuhr. Langsam setzten sich die Räder in Bewegung. Miriam hoffte, dass ihre Freunde sie finden würden, schließlich hatte sie hier ein komplettes Abteil für sich. Tauchten sie nicht bald auf, so würde sich Miriam einfach eines ihrer Bücher schnappen und darin weiter lesen.
Just in dem Moment wurde die Abteiltür aufgeschoben und der Mann aus Miriams Träumen, den, den sie heiraten und mit dem sie alt werden wollte, trat ein. Dies wusste sie schon im Alter von fünfzehn Jahren, als ihre heile Welt langsam Risse bekam. Vor ihr stand Lucius Malfoy. Er war größer, noch um einen Kopf größer als Miriam, was schon etwas hieß. Sein muskulöser Körper mit den kräftigen Oberarmen, in die sich Miriam so gern kuschelte, steckte in einem eleganten schwarzen Umhang. Das Teuerste vom Teuersten, wie Miriam feststellte. Sie trug dasselbe.
Ein Blick aus seinen sturmgrauen Augen, eine lässige Handbewegung, mit der er die blonden Haare zurückstrich, die gerade noch so lang waren, dass es nicht unschicklich war, und es reichte, dass Miriam ihre Familie für einen Moment vergaß und sich in die Arme ihres Freundes warf.
"Wo hast du denn gesteckt? Bella und ich haben im halben Zug nach dir gesucht!!", meinte er und hauchte ihr einen Kuss in das blonde Haar. Ehe er sich setzte und Miriam zu sich zog.
"Also wenn ich störe, braucht ihr es nur zu sagen", hörte Miriam eine vertraute Stimme, die ihr ein Lächeln auf die Lippen zauberte.
"Bella!", rief sie freudig, sprang wieder auf und umarmte sie grinsend, ehe sie sich wieder neben Lucius setzte. Bella nahm ihnen gegenüber Platz. Das nachtschwarze Haar umwehte verwegen ihr wunderschönes Gesicht. Bella war genauso groß, wie Miriam, also um die 1,78m und dazu noch unbeschreiblich schön. Aber hatte das die Familie Black nicht so an sich?
"Wir haben uns entschieden zu selten gesehen, in den Sommerferien!", meinte Bella gespielt enttäuscht. Die dunklen Augen funkelten. Wie hatte Miriam Bella vermisst! Mit Lucius wohnte sie ja quasi Tür an Tür, obwohl der Weg über die Weiten ihrer Anwesen nicht zu verachten war, doch Bella hatte entschieden zu weit weg gewohnt und diese Sommerferien hatten Miriams Eltern zum ersten Mal den Besuch von Freunden verweigert. Womit wir wieder beim Thema wären.
"Meine Eltern sind diese Sommerferien so seltsam gewesen. Tut mir Leid", sagte Miriam entschuldigend und knabberte an ihrer Unterlippe.
Auf einmal erschien ein seltsamer Glanz in Bellas Augen.
"Das verstehe ich vollkommen. Sie tun eben ihre Pflicht."
Miriam schluckte. Sie hasste dieses Thema und sie wusste ganz genau, dass Bella und Lucius eine völlig andere Meinung als sie von reinem Blut und schwarzer Magie hatten. Doch Miriam war nicht der Typ, der gerne diskutierte. Sie hielt zu ihren Freunden, doch es verletzte sie, dass Beide nicht verstehen wollten, wie sehr sie das Verhalten ihrer Eltern störte.
Nun zog Bella eines ihrer geliebten Notizbücher aus ihrer Tasche hervor und begann darin herum zu schreiben, oder zu lesen, so ganz vermochte Miriam das nicht zu sagen, denn sie hatte den Blick schon auf Lucius' unbeschreiblich schönes Gesicht geheftet. Die hohen Wangenknochen, die zu einem spitzen Kinn zusammen liefen lenkten sie ganz schnell wieder ab. Die Beiden waren das Traumpaar schlechthin. Groß, schlank und blond. Nur Miriam hatte katzenhaft grüne Augen, die sehr an die Hausfarbe Slytherins erinnerten. Nannte man das nicht Ironie des Schicksals? Verträumt strich sie Lucius durch das Haar. Die Familie Malfoy und Slytherin vereint, das wäre ein Traum. Natürlich wollte Miriam darauf achten nur einen Reinblüter zu heiraten, schließlich behandelte sie Muggelstämmige nicht schlecht, doch ihrer Meinung nach konnten diese beiden Welten gerne getrennt bleiben.
Miriam wollte ihren Liebsten gerade küssen, als ein weiteres Mal die Abteiltür aufgeschoben wurde. Ein Kopf mit recht fettigen, schwarzen Haaren und dunklen Augen lugte herein.
"Da seid ihr!", meinte er erleichtert und betrat nun vollends ihr Abteil, das mit ihm nun auch voll war.
"Komm nur rein, Severus", meinte Bella, die eine seltsame Schwäche für den Jungen aus ihrem Jahrgang hegte.
Schüchtern strich er sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Dabei wurde der Blick auf ein blaues Auge frei. Bella richtete sich sofort auf.
„Waren das etwa Potter und seine Affen?“, fragte sie.
Auch Miriam war ziemlich erschrocken. Das blaue Auge sah wirklich übel aus.
Miriam sah, wie sich auf Bella Gesicht schon die gefürchtete Zornesfalte bildete. Mit Bella war nicht gut Kirschen essen wenn sie wütend wurde.
„Wenn sie es waren, dann werde ich jetzt sofort die Meinung sagen und diesem Potter einmal gehörig in den Ar-„
„Es war nicht Potter“, fuhr Sev ihr dazwischen.
„Jetzt verteidige sie doch nicht immer! Ich weiß gar nicht, was mit dir los-„
„ES WAR NICHT POTTER.“
Das hatte gesessen. Bella warf Sev noch einen wütenden Blick zu, ehe sie sich in die Ecke ihres Sitzes warf und weiterhin in ihrem Notizbuch herum kritzelte.
Wieder einmal wurde Miriam bewusst, wie wenig sie von Sev wussten. Sein Nachname war Snape. Aber ansonsten? Er kam immer allein zum Bahnhof und Besuche zu Hause lehnte er ab. Miriams Eltern war der Nachname nicht bekannt, aber Sev musste ein Reinblut sein, schließlich ging er nach Slytherin.
Doch Miriam mochte ihn. Er war nicht darauf aus, ständig andere zu schikanieren, so wie Bella oder Lucius. Es war oft sehr anstrengend Bella und Lucius zurück zu halten, da war sie froh um jede helfende Hand.
Ob Sev tatsächlich nicht von Potter und seiner Bande angegriffen worden war, vermochte Miriam nicht zu sagen, denn er war ein sehr guter Lügner. Niemand belog Lehrer besser. Sev war draußen auf den Gängen erwischt worden? Kein Problem er hatte noch bei einem Lehrer nachsitzen müssen und war gerade erst auf dem Rückweg aus dessen Büro. Jeder kaufte ihm das ab.
Aber vielleicht war es ganz gut, wenn sie weiterhin nicht wussten, wer Sev so zugerichtet hatte. Miriam schmiegte sich in den Arm ihres Freundes und genoss die gemeinsame Nähe, die sie ohne Stress genießen wollte.

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Ich hoffe es gefällt euch. Ist meine erste FF und gleich so komplex angelegt oO


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Aber ich habe gelernt, auf allen möglichen Arten von Papieren zu schreiben. Die Namen der Hogwarts-Häuser sind auf einer Flugzeug-Kotztüte entstanden - ja, sie war leer.
Joanne K. Rowling