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Fanfiction

Augenblicke - 4.

von jujube58

Lily kroch gähnend aus ihren karierten Bettdecken. Mit verwuscheltem Haar und kleinen Augen tapste sie in die Küche zum Frühstück. Ihre Eltern und Petunia saßen bereits am Tisch. Ihr Vater las die Zeitung, ihre Mum sprach mit Petunia über ein Kleid. Lily gähnte, grüßte und setzte sich zu ihnen. Als sie gerade einen Schluck von ihrem Tee genommen hatte und in ihren Toast beißen wollte, flog eine große Eule durch das Küchenfenster, dass wegen des schönen Wetters weit geöffnet war. Neben Lilys Teller ließ sie einen dicken, in smaragdgrüner Tinte adressierten Pergamentumschlag fallen. Petunia schnaubte nur durch die Nase, dann wendete sie sich angewidert ab. Lily nahm den Brief, er war schwerer als sonst. Sie öffnete ihn neugierig und zog mehrere Blätter Pergament hervor – und ein rot-golden schimmerndes Abzeichen. Sie brauchte den Brief nicht zu lesen, sie wusste es schon: Sie, Lily Evans, war Vertrauensschülerin von Gryffindor!

Abschied am Bahnsteig. „Viel Spaß, Lily-Maus! Und pass auf dich auf, jetzt wo du Vertrauensschülerin bist. Wir sind stolz auf dich!“ Lächelnd umarmte Lily ihre Eltern, dann wandte sie sich ihrer großen Schwester zu. Doch diese hatte nur einen verkniffenen Zug um den Mund. „Viel Spaß! Jetzt bist du sogar noch zum Oberfreak gewählt worden in deiner seltsamen Irrenanstalt!“ Mit diesen Worten machte sie auf dem Absatz kehrt und bekam nicht mehr sie vorwurfsvollen Blicke ihrer Eltern und die tränenfeuchten Augen ihrer Schwester mit.

„Lily! Aaaaaaaaaaah! Oh mein Gott! Du hast es bekommen! Ich wusste es immer! Du bist Vertrauensschülerin! Das hast du ja so verdient!“ Alice konnte sich kaum noch einkriegen, als sie ihre rothaarige Freundin im Zug wieder sah. Lachend hüpfte sie vor ihr herum, nahm sie dann ganz fest in den Arm. „Könnt ihr mal Platz machen?“ Eine laute Stimme unterbrach den Freudentaumel. Vor ihnen standen die Rumtreiber und sahen sie interessiert an. „Oh, Evans, du bist Vertrauensschülerin? Das passt ja gut zu dir. Moony, guck mal, du musst mit Evans zusammenarbeiten!“ In James Potters Stimme lag etwas Belustigtes.

„Mr Potter! Mr Black! Mr Pettigrew! Ich möchte aber sehr bitten! Wenn sie Privatangelegenheiten zu klären haben, dann aber nicht in meinem Unterricht!“ Mit zornfunkelnden Augen blickte Professor Williamson auf die Freunde herab. Sie waren schon seit Tagen unruhig, mussten ständig ermahnt werden und schienen wie wild auf einen ganz bestimmten Moment hinzufiebern.
Am nächsten Morgen sahen sie ungewöhnlich zerzaust und übermüdet aus. Remus Lupin war nicht bei ihnen. Er fehlte wieder mal.

„Irgendetwas geht da vor. Die schleichen sich nachts immer öfter raus, Potter und so. Ich bin sicher, da ist was faul. Weißt du, es ist schon seltsam, dass es immer bei Vollmond ist! Und an diesem Lupin ist sowieso was Seltsames. Was wenn…“ „Sev, hör auf. Ich find die Theorie echt bescheuert! Sowas würde Dumbledore gar nicht verantworten können, hier an der Schule! Das wäre viel zu gefährlich! Und außerdem willst du ihnen sowieso nur irgendwas anhängen, Sev! Lass sie doch einfach ihre Sachen machen.“

„Ach, da hat die kleine Schlammblüterin. Jetzt ist sie auch noch Vertrauensschülerin! Will uns wohl ins Bett schicken, weil es schon so spät ist.“ Vor Lily, die eine Kontrollrundgang in den Fluren machte, standen Avery, Mulicber und noch einige andere große Fünftklässler aus Slytherin, die sie mit ihren Zauberstäben umkreisten. Sie hatte keine Chance, kein Ausweg war in Sicht, aber trotzdem zückte sie ihren Stab, wenigsten wollte sie nicht kampflos aufgeben. „Wie niedlich, sie will sich verteidigen! Ob sie das überhaupt kann? Können Schlammblüter überhaupt richtig zaubern?“, höhnten sie ihr entgegen. Dann: „Furunculus!“ Lily konnte gerade noch einen Schildzauber aufbauen, um den Fluch abzuwehren. Sie setzte zum Gegenschlag an, doch bevor sie den Mund auch nur hatte richtig öffnen können, traf sie von hinten ein Ganzkörperklammerfluch. Arme und Beine fest an den Körper gepresst, fiel sie hin. Die Slytherins johlten und lachten. „Tja, da sieht man, wozu dieser Abschaum zu gebrauchen ist. Zu gar nichts nämlich!“ Beim Verlassen des Korridors traten einige der Jungen noch absichtlich auf Lilys festgeklammertes Bein.

Lily hängte die Zettel mit dem Datum für das nächste Hogsmeade-Wochenende an das schwarze Brett im Gemeinschaftsraum, als James Potter neben sie trat. Er las das Blatt interessiert durch, drehte dann den Kopf und fragte: „Hey, Evans! Gehst du mit mir nach Hogsmeade?“ Lily blickte ihn nur angewidert an. „Nein, mit dir ganz bestimmt nicht, Potter!“

„Guck mal, da ist er wieder. Frank!“ Verhalten deutete Alice auf einen schlanken Fünftklässler aus Ravenclaw, der an den Mädchen vorbeiging. Sein Blick blieb auf dem hübschen dunkelhaarigen Mädchen neben Lily hängen und er lächelte zaghaft. Alice errötete. Sie war ganz aufgeregt, er hatte sie gefragt, ob sie mit ihm nach Hogsmeade gehen wolle. Rose und Lily mussten seit diesem Zeitpunkt eine unglaublich nervige Alice ertragen. Sie war schon längere Zeit in den attraktiven Ravenclaw verliebt, deswegen konnte diese Verabredung für sie nur wichtig sein.
Abends nach dem Hogsmeadewochenende. Rose und Lily saßen im Gemeinschaftsraum der Gryffindors, als eine verfrorene Alice mit knallroten Wangen durch das Portätloch stieg. Beim Anblick ihrer Freundinnen nahm sie kurzzeitig die Farbe einer Tomate an, die Augen verlegen auf den Fußboden gesenkt. Für ihre Freundinnen war das schon Antwort genug auf ihre unausgesprochenen Fragen und mit lautem Jubelgeschrei liefen sie auf Alice zu, um sie um sie zu umarmen.

Wieder einmal war es spät geworden, die Nacht war längst über das Schloss hereingebrochen, der abnehmende Mond stand hell am dunklen Nachthimmel. Lily saß immer noch über ihren Verwandlungsaufgaben, aber sie kam nicht weiter. Ihre Augen juckten vor Müdigkeit und ihr Kopf schmerzte. Gerade wollte sie das Fenster öffnen, als hinter ihr das Porträtloch klappte. Entsetzt drehte Lily sich um und stand Remus Lupin gegenüber. „Was machst du denn um die Zeit noch draußen auf den Fluren?“ Mit hochgezogenen Brauen sah sie ihn streng an. „Ach, ich bin gerade aus dem Krankenflügel gekommen.“ „Oh, warst du schon wieder krank? Das passiert ja irgendwie öfter, nicht wahr?“ Remus blickte aus dem Fenster den Mond an. „Ja“, erwiderte er abwesend. „Lily, ich glaube, ich sollte es dir sagen. Du bist schon lange eine gute Freundin von mir und ich denke, es ist dir sowieso schon aufgefallen…“ „Ist schon in Ordnung, Remus. Ich glaube, ich weiß es schon. Du… du bist ein Werwolf“, sagte sie mit zitternder Stimme. Seine Augen glitzerten gelb im Mondlicht

Schnee bedeckte die weitläufigen Ländereien des Schlosses, in der Großen Halle waren die üblichen zwölf Weihnachtsbäume aufgestellt worden, die ganz der Tradition mit den verschiedensten Dingen geschmückt waren – von echtem, nicht-tauenden Schnee über lebende Feen , bis hin zu Goldglöckchen, die die verschiedensten Weihnachtslieder spielten und somit das Essen musikalisch untermalten.
Am letzten Schultag machten Lily, Alice und Rose einen Spaziergang zum See. Schon lange waren sie nicht mehr so zusammen gewesen, Hausaufgaben und Alice’ Beziehung zu Frank hatten sie immer von einem schönen Mädelsnachmittag abgehalten. Umso mehr freuten sie sich jetzt gemeinsam den Ferienbeginn zu feiern. Lachend näherten sie sich einer großen Buche am Seeufer, als Lily plötzlich ein großer Schneeball am Kopf traf. Als sie sich wutentbrannt umdrehte, sah sie in einiger Entfernung einen grinsenden James Potter, der sie unschuldig anlächelte. Aber Lily hatte schon verstanden! Mit beiden Händen schaufelte sie den Schnee zu ihren Füßen zusammen, formte einen Ball und schon war er unterwegs. Er landete direkt auf Potters Brille.
Jetzt war kein Halten mehr! Auch Alice, Rose, Remus, Sirius und Peter beteiligten sich an der Schneeballschlacht.

„Remus, was ist da am Dienstag passiert? Ich habe gehört, dass…?“ „Ja, fast hätte ich jemanden angegriffen. Tatze hat Snape verraten, wie er an der Weide vorbeikommt. Natürlich hat Snape es sofort ausprobiert. Wäre da nicht James gewesen, der früh genug von Sirius’ Streich gehört hat, um ihn am Umhang wieder zurückzuschleifen, dann wäre ich in der Nacht bestimmt zum Mörder geworden!“ Lupins Blick war neblig, seine Gedanken schienen ganz woanders zu sein. Lily nahm ihn nur stumm in den Arm.

Nach der Arithmantikstunde. James Potter stand lässig an der Wand neben der Tür als Lily den Raum verließ. In Gedanken schon ganz bei den Hausaufgaben, übersah sie ihren Mitschüler. Dieser ließ sich jedoch nicht ignorieren und griff ihren Arm. Blitzschnell fuhr Lily herum, versuchte sich loszumachen, aber er war zu stark. „Hey, Evans, gehst du mit mir aus? Ach komm schon, nur einmal!“ „Lass mich in Ruhe, Potter! Ich gehe nicht mit dir aus!“ „Aber wieso denn nicht? Ich bin doch schön und schlau und -“ „Du bist nichts, als ein arroganter, eingebildeter Schnösel!“ „Jetzt bist du gemein, Evans! Ich will doch nur mal mit dir ausgehen, wo ist das Problem?“ „Das Problem ist das, Potter, dass ich nicht mit dir ausgehen will! Also: LASS MICH IN RUHE!“ Dunkelrot im Gesicht und mit zornfunkelnden grünen Augen rannte sie davon. Die Menschenmenge, die sich um das streitende Pärchen gebildet hatte, versuchte sie so gut es ging zu ignorieren. Mit Tränen in den Augen lief sie in den Mädchenschlafsaal der Gryffindors, wo sie versuchte nicht daran zu denken, wie sich alle anderen jetzt die Mäuler über sie und ihren peinlichen Auftritt zerreißen mochten.

Lily und Severus spazierten über die Ländereien des Schlosses. „Ich dachte, wir wären Freunde? Beste Freunde?“
„Sind wir ja auch Sev, aber ich mag einfach ein paar von diesen Typen nicht, mit denen du immer rumhängst! Avery und Mulciber. Weißt du nicht, was sie letztens Mary Macdonald angetan haben?“
„Ach, das war doch nur Spaß, nichts Ernstes!“
„Nein, Sev, das war Schwarze Magie! Und auf gar keinen Fall lustig!“
„Und was ist mit den Sachen, die Potter und Black andauernd machen?“
„Was hat Potter damit zu tun? Warum kümmerst du dich überhaupt um ihn?“
„Ich will dir nur zeigen, dass sie nicht so wunderbar sind, wie immer alle tun!“
„Aber immerhin benutzen sie keine Schwarze Magie! Und übrigens, ich finde, du bist undankbar! Ich habe gehört, dass er dich letztens gerettet hat, als du in den Tunnel unter der Peitschenden Weide -“
„Gerettet? Er hat seinen Hals gerettet und die seiner Freunde! Du wirst nicht – Ich werde dich nicht -“
„Du wirst mich nicht? Du wirst mich nicht?“
„Das wollte ich nicht, ich… ich… Potter, er mag dich! Und… und er ist nicht so toll, wie alle immer denken. Der große Quidditchheld und so…“
„Ich weiß, dass Potter ein arroganter Idiot ist! Aber Mulciber und Avery sind einfach nur böse! Böse, Sev! Ich weiß nicht, wieso du mit denen befreundet bist!

Es war kurz vor den ZAG-Prüfungen. Lily saß noch lange im Gemeinschaftsraum, sie konnte einfach nicht schlafen. Vor dem Fenster sah sie den Vollmond, er ließ sein fahles Licht über die Schlossgründe fallen. Irgendwo da draußen war Remus. Und seine Freunde. Sie hatte sie irgendwann gesehen, als sie sich aus dem Porträtloch schlichen. Zehn Minuten später waren sie vor der Peitschenden Weide wie aus dem Nichts aufgetaucht, dann hatte an ihrer Stelle nur noch eine Hirsch, ein riesiger schwarzer Hund und eine Ratte oder ein Hamster, irgendwie so etwas in der Art, gestanden. Diese waren in dem Tunnel unter der Weide verschwunden und Lily wusste auch ganz genau warum! Das war also ihr großes, wohlbehütetes Geheimnis! Und obwohl sie Potter verabscheute, konnte sie nicht umhin, diese Verwandlung als große Magie anzusehen. Wahrscheinlich hielt das sie davon ab zu Professor Dumbledore zu gehen und sie zu melden.
Das Porträtloch klappte auf. Drei zerzauste Gestalten betraten den Raum, erblickten Lily und machten sich mit schuldbewussten Blicken schnell auf in Richtung Jungenschlafsaal.

Erschöpft ließ Lily ihre Feder sinken und blickte sich in der Großen Halle um. Die meisten Köpfe waren noch über die ZAG-Prüfungspapiere für Verteidigung gegen die Dunklen Künste gesenkt. Auch sie überflog noch einmal ihre Antworten, ließ dann das Pergament sich aufrollen. Durch die riesige Sanduhr am Kopf der Halle flossen gerade die letzten Körner, die Prüfungszeit war zu Ende. „Federn weglegen, bitte!“, quiekte Professor Flitwick. Mit einem Aufrufezauber ließ er die Pergamentrollen zu sich fliegen, brach aber unter dem Gewicht in seinen Armen zusammen. Lily wollte ihm schon helfen, wurde aber von Alice aufgehalten. Sie war etwas blass im Gesicht und wirkte verunsichert. „Komm, Liz, lass und Rose suchen“, schlug sie ihrer Freundin vor.
Gemeinsam ließen sie sich von der Schülermasse auf die Schlossgründe hinaustragen. Die drei wanderten zum Ufer des Sees, an dessen Ufer sie sich niederließen. Der Riesenkrake kraulte bedächtig seine Runden im Wasser.
„Potter spielt schon wieder mit seinem dämlichen Schnatz! Wo hat er den überhaupt her? Ist das nicht verboten, Quiddichbälle zu klauen?“ Lily konnte es einfach nicht lassen sich über ihn aufzuregen. Doch ihre Freundinnen kicherten nur. „Du kannst gar nicht die Augen von ihm lassen, Lils. Gib’s zu, du stehst doch auf ihn“, zog Rose das rothaarige Mädchen neben sich auf, das jetzt aussah, als würde sie gleich anfangen vor Wut Feuer zu spucken. Aber nicht aufgrund der Aussage Roses. Ihr Blick hing schon wieder am anderen Seeufer fest, wo James Potter und Sirius Black gerade mit Severus aufeinander trafen und ihn - wieder einmal – vor der gesamten Schule demütigten.
Wutentbrannt sprang sie auf und rannte auf die Jungen zu. Severus lag im Gras, den Mund voller Seifenschaum. „Lasst ihn in Ruhe!“ Lilys Blick war Eis und Feuer zugleich, als sie sah, dass James mit der Hand durch sein Haar strich. Oh, wie sie das hasste! „Was hat er euch getan?“ „Es ist mehr die Tatsache, dass er existiert, wenn du verstehst, was ich meine…“ Die Umstehenden lachten, nur Remus, der unter einer Buche saß, schien sich hinter seinem Verwandlungsbuch zu verstecken. „Du bist nicht lustig, Potter! Du bist ein arroganter Quälgeist, mehr nicht!“ „Okay, ich lass ihn für immer in Frieden, wenn du mit mir ausgehst, Evans!“ Potter sah sie hoffnungsvoll an, doch Lily schäumte vor Wut: Mit dir würde ich nicht ausgehen, selbst wenn ich die Wahl zwischen dir und dem Riesenkraken hätte!“ Neben James lachte Sirius leise auf; hinter ihm im Gras bewegte sich Severus, der seinen Zauberstab auf James richtete. Dieser hatte plötzlich eine große Wunde im Gesicht, doch Snape hing schon kopfüber in der Luft, bevor er noch mehr Schaden anrichten konnte. „Lass ihn sofort runter und nimm den Zauber von ihm!“ Zu ihrer Überraschung gehorchte James sofort, fügte dann aber noch an den zusammengeknitterten Severus gewandt hinzu: „Freu dich, dass Evans hier ist, Schnieffelus!“ „Ich brauche keine Hilfe von dreckigen kleinen Schlammblütern!“ Lily war wie vor den Kopf geschlagen.

„Keine Hilfe von Schlammblütern! SCHLAMMBLÜTER!“ Immer wieder halte das Wort in Lilys Kopf nach. Es war zu viel für sie. Severus hatte sich geändert, war anders geworden, aber das hätte sie nie von ihm erwartet. Sie waren doch Freunde! Beste Freunde.

„Mum, kannst du mir bitte das Salz reichen?“ „Petunia, wieso bittest du nicht deine Schwester, sie sitzt direkt davor!“ Mrs Evans’ Stimme klang vorwurfsvoll. „Nein, ich spreche nicht mehr mit ihr. Mit solch einem Abschaum, einem Freak, möchte ich wirklich nichts zu tun haben!“ Die Eltern seufzten, blickten zu ihrer blonden, leicht pferdegesichtigen Tochter Petunia mit den strengen Gesichtszügen, dann zu ihrer jüngeren Schwester. Diese war das genaue Gegenteil der Älteren: ein lebensfrohes Mädchen mit dunkelroten Haaren und madelförmigen grünen Augen. Von ihrer Lebensfreude war seit Beginn der Sommerferien nicht viel zu spüren, sie saß, wie jetzt auch, mit einem verletzten Ausdruck und schweigsam in ihrem Zimmer. Die Abneigung ihrer Schwester, ihres Vorbilds, tat ihr gar nicht gut.

„Heute kommt Vernon zum Abendessen. Ich will nicht, dass SIE dann hier ist!“ „Aber, Tuney! Schätzchen! Das kannst du doch nicht machen! Wir freuen uns schon alle so darauf Vernon kennen zu lernen!“ Jetzt mischte sich auch Mr Evans in das Gespräch ein: „Also wirklich, Petunia! Lily ist deine Schwester und natürlich bleibt sie hier!“ „Es war so klar! Immer bevorzugt ihr sie! Sie war schon immer euer Lieblingskind! Ach, die tolle Lily! Was ist sie doch begabt und talentiert, wir sind ja so stolz darauf, dass wir einen Freak wie sie in der Familie haben! Ich will das nicht mehr. Sie ist nicht mehr meine Schwester!“ Mit tränenüberströmtem Gesicht rannte Lily die Treppe hinauf in ihr Zimmer.

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Vielen, vielen Dank für die Reviews! Ihr seid die Besten :)


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Es ist wunderbar, wie furchtlos und entschlossen Dan sich jeder Aufgabe stellt. Manchmal drehten wir eine Szenenwiederholung nach der anderen, und jedes Mal spürte ich seine Entschlossenheit, es bei der nächsten Wiederholung des Takes noch besser zu machen. Das schätze ich so sehr an ihm: Er setzt wirklich alles daran, um seine beste Leistung zu zeigen.
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