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Fanfiction

Leuchtende GefĂŒhle oder bloßgestellte Emotionen? - -streiten-versprechen-geben-

von CathyWheeler

Heiße TrĂ€nen liefen ihr ĂŒber die bleichen Wangen.
Severus wandte sich von ihrem Gesicht ab, indem er sich erhob und wie ein dunkles Omen zum Fenster schritt und durch die geschlossene Jalousie spÀhte.


Er sprach scharfzĂŒngig von hinten: „Warum hast du dieses Ding eingesetzt? Warum hast du Albus nicht informiert? Warum biegst du dir alles so zurecht, bis es dir passt? Warum erwartest du wie selbstverstĂ€ndlich, dass ich dir helfe? Ich kann es dir beantworten: Du bist arrogant, selbstverliebt und zu sehr von dir ĂŒberzeugt. Sogar in so einer Ausnahmesituation. Warum sollte ich so einer Person helfen?“
Zorn kochte in Tara auf, sie sprang vom Sofa auf, sah ihn mit funkelnden, trÀnenverschmierten Augen an und ballte die HÀnde zu FÀusten.
„Muss ich mir das wirklich von dir gefallen lassen? Wer ist denn hier der Todesser? Wer war so einfĂ€ltig? Wer hat denn nichts Besseres zu tun, als seine Macht an Kindern auszunutzen? Warum sagst du denn nicht den Grund, weshalb Albus dir vertraut? Wer macht mir hier dennfalsche Hoffnungen?“
„Du solltest deine Zunge hĂŒten! Willst du dich wirklich mit mir vergleichen? Ich habe dich nicht getĂ€uscht, es fehlt mir nur die Bereitschaft so einem undankbaren Subjekt wie dir zu helfen“, rechtfertigte Snape sich kĂŒhl.
Verdammt, das kann doch alles nicht wahr sein!
Von Schmerz und UnglÀubigkeit verwirrt taumelte Tara auf ihn zu.
Mit der herzergreifendsten Stimme, zu der sie fĂ€hig war, versuchte sie das Ruder rumzureißen: „Severus... hilf mir“, sie schluckte „bitte.“
Er nickte kaum wahrnehmbar.
Die Erleichterung ließ sie ruhiger werden, die TrĂ€nen versiegten, ihr Gesicht glĂ€ttete sich vom Zorn und die Anspannung ließ von ihr ab.
„Du stehst dann in meiner Schuld“, stellte er schroff fest.
Klasse. Fantastisch. Exorbitant lustig.
Genau das wollte ich nicht!
Andererseits, was bleibt mir ĂŒbrig?
„Ich verspreche, mich charakterlich zu bessern. Wenn dir etwas an meinen Verhalten missfĂ€llt, werde ich dies nach deinen Vorstellungen Ă€ndern.“
Warum sage ich nicht gleich, er soll mich unter den Imperio setzen?
Woher kommen eigentlich meine kranken Ideen?
„Aufschlussreich, solch ein moralisches Experiment.“ In seiner öligen Stimme schwebte eine Spur Interesse mit.
Tara wurde ganz schlecht, ihre Fantasie projizierte die grausigsten Alptraumszenarios.
„Aber nur in der Zeit, in der... du mir hilfst und nur wenn du die Angelegenheit nicht verzögerst. Eine schlĂŒssige, moralisch wertvolle BegrĂŒndung sollte auch vorhanden sein “, vollendete und milderte sie den Handel kleinlaut.
Ich hÀtte auch gleich meine Seele verkaufen können...
„Wie du meinst. Es ist schon spĂ€t. Ich hole dir noch etwas.“ Snape wirbelte mit wehendem Umhang zu einer verborgenen TĂŒr in der BĂŒcherwand.
Etwas verloren im Raum stehend wartete sie.
Ein Vergessenstrank wÀre jetzt nett.
Mit einem abgegriffenen WĂ€lzer in der Hand rauschte er auf sie zu.
„Alte FlĂŒche und deren Macht. Wird dir vielleicht von Nutzen sein.“
Tara nahm sich das Buch, es wog schwer in ihren HĂ€nden.
Das ist ja fĂŒr seine VerhĂ€ltnisse richtig charmant.
„Damit Black nicht auf dumme Gedanken kommt. Du hattest ja den genialen Einfall, dass du stundenlang nach etwas in einer leeren Wohnung suchst“, sagte er zynisch.
Na ja - fast.
„Hatte ich verdrĂ€ngt.“ Sie gĂ€hnte.
„Auch den Accio?“, fragte er scharf.
Kann ein Mensch eigentlich mehr nerven, als Mollys Lieblingsschlager?
„Ich hatte ja keine Zeit, um mir was Ausgefeilteres auszudenken“, nuschelte sie in ihren nicht vorhandenen Bart.
Bin ich mĂŒde.
„Wenn dich jemand fragt, antwortest du einfach, du hĂ€ttest die Zeit beim Lesen dieses Ă€ußerst tiefgrĂŒndigen Werkes vergessen“, trichterte Severus ihr barsch ein.
„Ich denke gar nicht daran; ich werde denen sagen, ich hĂ€tte Galleonen auf den Augen.“
Ich muss wirklich ins Bett.
„Ich begleite dich nach draußen zum Apparieren“, sagte er bestimmend nach ihrer lĂ€cherlichen Aussage.
Die trĂ€ge, stinkende Nachtluft nach einem heißen Sommertag war bedrĂŒckend.
Tara bemĂŒhte sich angestrengt, die Augen offen zu halten.
Snape kam wohl zu dem Schluss, dass sie nicht mehr ganz zurechnungsfÀhig war, denn er ordnete ihr zum zweiten Mal an, ihn am rechten Arm anzupacken.
Binnen Sekunden trafen sie ein. Er pochte kurz mit seinem Zauberstab an die TĂŒr, stieß sie hinein und schloss die TĂŒr ohne selbst hineinzugehen.

Tara brauchte eine Sekunde,um zu registrieren, dass sie alleine in der stockdusteren Eingangshalle stand. Mit Lumos leuchtete sie sich den Weg vorbei am Trollbein. Die Spinnennetze von den angelaufenen Kronleuchtern malten riesige Fratzen an die sich schÀlenden Tapeten. BedÀchtig schlich sie sich an den staubigen SamtvorhÀngen vorbei.
„Tara?“
Vor Schreck hÀtte sie fast geschrieen.
„Du siehst ja hundemĂŒde aus, komm ich zeige dir dein Zimmer.“ Es war Molly im Bademantel.
„Ich hatte -“
„Ist ja nicht so schlimm, ich musste eh noch die KĂŒche aufrĂ€umen.“
Sie ging an Tara vorbei und blieb an einer TĂŒr im ersten Stock stehen.
„Vergiss nicht, deine TĂŒr zu verschließen. Kreacher, Sirius' Hauself, schleicht gerne mal hinein.“
Tara legte ihre Hand auf den Schlangenknauf.
„Gute Nacht, Molly“, wĂŒnschte Tara matt.
„Schlaf schön, morgen musst du arbeiten.“

Sie öffnete die knarzende TĂŒr. Ihr Koffer lehnte an einem gebrechlichen Tisch.
Mitsamt ihren Sachen und Severus' Buch legte sie sich in das Metallbett und schlief sofort ein.

Sirius graue Augen sahen sie bewundernd an. „Du bist echt spitze, Tara!“, bellte er lachend. Seine Augen kamen immer nĂ€her, bis sie jeden dunkelgrauen Funkenspritzer erkennen konnte.

„Du hattest schon immer einen schlechten Geschmack, aber das ist wohl dein absoluter Höhepunkt!“ Severus zerstörte den Augenblick mit seinem bissigen Kommentar.

Sirius verschwamm und nur noch Snapes tunnelhafte, undurchschaubare Augen waren erkennbar.
„Moralisch vertretbar ist das nicht, ich befehle dir-“

Mit einem Krachen kippte der Koffer um. Aufgeschreckt setzte Tara sich auf.


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Zitat
Im Buch wird sie als hĂ€ssliche Kröte beschrieben. Als man mir dann sagte: ,Du wĂ€rst toll in der Rolle‘, antwortete ich: ,Herzlichen Dank!‘ Aber natĂŒrlich habe ich mich gefreut, als man mich darum bat, denn die Rolle ist ein echtes Juwel, es ist einfach traumhaft, in dieser Welt mitmischen zu dĂŒrfen 
 ganz abgesehen davon, dass ich in der Achtung meiner zwölfjĂ€hrigen Tochter deutlich gestiegen bin.
Imelda Staunton