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Chamber of Secrets DVD Interview: JKR and Steve Kloves

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Quelle: MuggleNet
Datum: 1. März 2003

Um eine Geschichte wie Harry Potter vom Papier auf die Leinwand zu bringen, ist der Ausgangspunkt die Romanvorlage, die natürlich Sie geschrieben haben, J.K. Rowling. Und das Drehbuch basiert auf diesem Roman, aber ist vom Drehbuchautoren geschrieben – von Ihnen natürlich, Steve Kloves. Können Sie beiden erklären, wie Sie miteinander gearbeitet haben, um das endgültige Drehbuch zu produzieren? Denn es muss sehr, sehr unterschiedlich sein, ein Buch zu schreiben, verglichen damit, einen Film zu schreiben.

Steve: Ja, ich meine, ich ... stehle die meiste Zeit einfach ihre besten Sachen.

J. K. Rowling: (lacht) Ja, und ich klage nicht!

Steve: (lacht) Ich denke, die Sache ist ... was immer großartig bei Jo war ... von Anfang an gab sie mir enorme Bewegungsfreiheit, aber wenn man in der Mitte einer Reihe wie dieser ist, ist es wichtig, dass ich zwischendurch mit Jo rede und sie nach mehr frage als einfachen Ratschlägen und bestimmten Sequenzen und so was, sondern: "Bin ich auf dem richtigen Weg?" Und da war Jo immer gut drin. Sie hat klar gemacht, dass sie mit nicht erzählen wird, was passieren wird, aber dass sie mir sagen wird, wenn ich den falschen Weg hinuntergehe.

J. K. Rowling: Ich denke, ich habe Steve viel mehr Informationen gegeben als … vermutlich irgendjemandem sonst, was ich vermutlich nicht vor laufender Kamera sagen sollte, damit kein Kind ihn foltert, um Informationen von ihm zu erhalten! Wir brauchen ihn, sehr. Ja, ich habe Steve vermutlich mehr erzählt, als ich es sonst tue, denn er muss es wissen. Und es ist sehr lästig, denn er sagt: "Nun, sollen wir das hier rausschneiden?", oder: "Ich wollte dies machen", und ich sage: "Nun, nein ... denn ... weißt du, in Buch sechs ... etwas wird passieren und du wirst das drin lassen müssen", oder: "Das wird etwas widersprechen, das passieren wird ...", und ich kann ihn fühlen, wie er nach diesen Emails, Sie wissen schon, einfach schreit: "Du sagst mir nicht, waruuuum!" Also habe ich ihm Sachen erzählt. Aber er ist auch sehr gut im Vermuten. Er hat mehr erraten als irgendjemand sonst, denke ich.


Wie frustrierend ist es, hierbei so leicht im Dunkeln zu arbeiten, Steve?

Steve: Nun, es ist frustrierend, denn man würde schon gerne wissen ... wenn man über einen Charakter schreibt, möchte man wissen, wohin er sich entwickelt.

J. K. Rowling: Ich würde es dir erzählen, wenn du im Sterben liegen würdest!

Steve: (lacht) Das ist ... das ist gut zu wissen.

J. K. Rowling: Aber das musst du jetzt gerade nicht machen!

Steve: Nun, ich ... liege im Sterben, weißt du. Bloß wird es hoffentlich noch eine Weile dauern! Aber ich denke, es ist frustrierend, einfach zu ... Letztlich geht es um die Details und die Magie dieser Details und ich denke, diese Bücher einfach zu lesen, ist eine ziemlich wunderbare Erfahrung.


Und es gibt so viele bedeutende Details in den Büchern. Könnten Sie uns sagen, wie Sie entscheiden, was rein kommt und was draußen bleibt?

Steve: Nun, ich werde Jo Vorschläge unterbreiten. "Du scheinst etwas mehr Licht auf dies als auf die anderen Details zu werfen", und manchmal liege ich falsch, aber oft nickt sie und sagt: "Ja, das wird sich ausbeuten lassen." Und da ist eine Sache in 'Kammer', von der Jo angedeutet hat, dass sie später in der Reihe bedeutend wird. Das härteste ist für mich, dass ich eine Geschichte schreibe, von der ich nicht weiß, wie sie endet. Ich werde Sie nicht anlügen, es kommt häufiger vor, dass ich bei meinen Originalgeschichten bloß annehme, dass ich ein Ende finden werde. Hierbei ist es nur, dass ich eine Geschichte über ein Jahrzehnt hinweg schreibe und ich warte und hoffe, dass Jo einen Ausrutscher macht und mir tatsächlich etwas erzählt.


In diesem Film haben wir Kinder gesehen, die sich seit dem ersten Film weiterentwickelt haben. Könnten Sie uns etwas erzählen über die Beziehung zwischen Harry, Ron und Hermine und wie sie sich von Film zu Film entwickeln wird?

J. K. Rowling: Nun, ich denke, sie entwickeln sich in den Filmen genauso wie in den Büchern, wobei zu sagen ist, dass sie zusammen viel stärker sind als getrennt. Sie sind sich im zweiten Film ihrer jeweiligen Stärken bewusst. Also sind sie effektiver und in der Lage, komplexe Dinge wie zum Beispiel den Vielsafttrank hinzubekommen. Und Steve hat eine Art von Vorahnung eingebaut, die es bei mir nicht vor dem vierten Buch gibt. Nämlich, dass man irgendwie Hinweise auf bestimmte Gefühle zwischen den dreien bekommt. Sie gehören dann auch zu einer leicht reiferen Person.

Steve: Ja, ich denke, man sieht in 'Kammer', dass die Magie für sie ein Stück weit natürlicher wird und dass sie im Grunde zusammen mit ein bisschen Wissen eine Menge Ärger bekommen können. Und ich denke, das ist, was wir sehen: Sie werden reifer, aber es ist eine gefährliche Art von Wissen.


Was empfinden Sie darüber, wie die Kinder in diesem Film waren?

Steve: Nun, das erste, was man bemerkt, wenn man den Film sieht, ist, dass Harrys und Rons Stimmen gut zwei Oktaven tiefer sind. Das ist einfach wirklich ... bizarr, denn man erkennt, dass sie keine süßen kleinen ... Kindsköpfe mehr sind, die einfach durch die Gegend laufen. Natürlich: Kinder wachsen.


Steve, Hermine ist ein Charakter, der Ihnen zufolge einer ihrer liebsten ist. Hat sie das leichter zu schreiben gemacht?

Steve: Nun, ich schreibe sie alle drei gerne, aber ich habe es immer geliebt, Hermine zu schreiben. Denn sie ist eine … sie ist für einen Autoren aus vielen Gründen ein enormer Charakter. Einer ist, dass sie auf eine wunderbare Art und Weise Licht ins Dunkel bringen kann, weil man dann einfach annimmt, dass sie in einem Buch davon gelesen hat.

J. K. Rowling: Sehr richtig. Ich finde durchgehend in den Büchern, dass, wenn man den Lesern etwas erzählen muss, man sie einfach ins Spiel bringen kann. Es gibt wirklich nur zwei Charaktere, in deren Dialoge man es glaubwürdig bringen kann: Zum einen Hermine und zum anderen Dumbledore. In beiden Fällen akzeptiert man, dass es plausibel ist, dass sie es ... nun, Dumbledore weiß sowieso so ziemlich alles, was vor sich geht ... aber bei Hermine, dass sie es in einem Buch gelesen hat. Sie ist so gesehen wirklich praktisch.

Steve: Ja, sie ist wirklich praktisch. Und sie ist außerdem, denke ich, einfach enorm unterhaltsam. Da ist etwas an ihrer scharfen Intelligenz gekoppelt mit ihrem totalen Mangel an Verständnis dafür, wie sie andere Menschen manchmal beeinflusst, das ich einfach bezaubernd und unwiderstehlich zu schreiben finde.


Spricht Dumbledore für Sie?

J. K. Rowling: Oh ja, sehr stark. Dumbledore spricht häufig für mich.


Wie sehen Sie Dumbledore, Steve?

Steve: Ich denke, Dumbledore ist ein faszinierender Charakter, denn ich denke, er zeigt, dass mit viel Weisheit viel Erfahrung einhergeht, und ich habe immer gefühlt, dass Dumbledore eine enorme dunkle Last trägt, dass er Geheimnisse kennt und auf viele Weisen den Weg in die Zukunft der Zaubererwelt, die herausgefordert wurde, trägt und dass die einzige Art, auf die er die Dunkelheit fernhalten kann, ist, indem er sich mysteriös und humorvoll gibt. Und ich denke, das ist einfach perfekt. Er ist ein vielschichtiger Charakter und ich denke, er weiß etwas, mit vielen Fähigkeiten. Und ich denke, es kommt einfach von ihm, es erscheint nicht wie eine Predigt, es fühlt sich nicht wie eine Botschaft an. Es ist einfach sozusagen die absolute Wahrheit und man bekommt sie leicht hinunter. Und das mag ich an ihm. Das ist, was ich an den Büchern mag. Ich habe gedacht, dass Jos Schreibstil trügerisch tiefgründig ist, was bedeutet, dass man nie fühlt, dass da Botschaften sind, aber da sind viele Sachen, mit denen auf eine sehr clevere Art und Weise umgegangen wird und die niemals pompös sind. Ich denke auch, dass das ein Grund ist, weshalb Kinder die Bücher zu lesen lieben.


Sie sagen, dass Sie es nicht darauf anlegen, bestimmte Botschaften in ihre Bücher zu packen, sie wachsen organisch. Aber denken Sie, es ist wichtig, die richtigen Botschaften parat zu haben, wenn sie sich denn doch abzeichnen?

J. K. Rowling: Nun, offensichtlich gilt die Zaubererwelt im Film als rassistisch. Und das ist in der ganzen Geschichte fest verwurzelt. Da findet diese Angelegenheit auf der bösen Seite statt, die wirklich eine Art von Völkermord befürwortet gegenüber diesen Menschen, die sie als halbblütig ansehen. Also das war offensichtlich sehr bewusst, aber die anderen Botschaften wachsen organisch. Ich bin nie losgezogen, um jemandem etwas beizubringen. Es ist mehr ein Ausdruck meiner Ansichten, nie ein Hinsetzen und Entscheiden: "Nun, was wird die heutige Botschaft?" Und ich denke, dass beurteilende Menschen, selbst meine Tochter … die Kinder reagieren darauf viel besser als diejenigen, die für den Tag gekämpft haben.


Worin bestand der wichtigste Unterschied im Entstehen der Story für 'Kammer' im Vergleich zum ersten Film?

J. K. Rowling: Nun, wir hatten beim ersten Film vermutlich etwas mehr Kontakt, aber wir brauchten da auch mehr Kontakt, weil wir eine neue Beziehung aufgebaut haben, die nun zwei Jahre gehalten hat und hoffentlich noch länger halten wird. Also ging es alles darum, vom andern zu bekommen, was man brauchte. Es ist also vermutlich ein gutes Zeichen, dass wir beim zweiten Film weniger Kontakt hatten, weil da dann Vertrauen vorhanden war. Ich war sehr gereizt, als ich Steve das erste Mal traf. Ich wusste, dass sie diesen Amerikaner ausgesucht hatten, und selbst obwohl er sich bei einem meiner Lieblingsfilme, 'Die Fabelhaften Baker Boys', für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnet, war er … nunja … Amerikaner! Soll nicht heißen … Ich weiß nicht … Er war bloß … Ich war sehr besorgt, als es darum ging, Steve zu treffen, denn er war der Autor, er würde mein Baby zerreißen. Und es hat sich herausgestellt, dass ich ihn wirklich mag. Das hat also funktioniert.


Wie kommuniziert ihr eigentlich miteinander und wie regelmäßig?

J. K. Rowling: Oh, das ... das hängt davon ab, was wir zu der Zeit tun.

Steve: Eulen!

J. K. Rowling: Eulen hauptsächlich, offensichtlich. Und Flohpulver. (nickt)


Inwiefern unterscheidet sich dieser Film vom ersten?

J. K. Rowling: Er war leichter, denke ich. Wir hatten beide mit einem Buch zu tun, das sich leichter in einen Film verwandeln ließ, nicht wahr? Ich denke, der erste Film ist episodisch. Man hat einzelne Abenteuer und springt von Abenteuer zu Abenteuer. Ich entsinne mich, als wir am Drehbuch zu 'Stein der Weisen' gearbeitet haben, dass das etwas war, das uns immer wieder auffiel: dass man diese Art von vorsichtigen Abenteuern haben würde. Und 'Kammer' ist geradliniger strukturiert, wodurch es einfacher wurde, das für die Leinwand zu übersetzen, denke ich, nicht wahr?

Steve: Ja, wobei ich dachte, es würde einfacher werden als der erste ...

J. K. Rowling: Oh, aber es war dann tatsächlich andersherum?

Steve: Nun, bei 'Kammer' gibt es diesen Tom-Riddle-Moment, in dem Tom alles erklärt. Und das ist in einem Film immer herausfordernd. Und was an 'Kammer' so interessant ist, ist, dass Dinge auftauchen, die man nicht wirklich versteht, bis Tom sie am Ende alle erklärt. Also muss man auf diesen Augenblick hinarbeiten und hoffen, dass man die Zuschauer bis dahin bei Stange halten kann. Aber es steht außer Frage, es war eine irgendwie … viel mehr … enge Handlung, die ausgearbeitet werden musste.


Was waren für Sie die größten Herausforderungen bei diesem Film?

Steve: Die Herausforderung besteht für mich immer darin, dass es bei unter vier Stunden bleiben muss! Was ich wirklich für magisch halte an dem, was Jo macht, sind die Details. Und somit waren meine ersten Entwürfe immer vollgestopft mit Details. Ich denke, für mich sind die Dinge, auf die ich reagiere, manchmal schwer im Verhältnis zu sehen. Ich war sehr interessiert an der ganzen Schlammblüter-Story, wodurch das für mich eine interessante emotionale Sache im Drehbuch wurde. Ich weiß nicht, ob es noch in der Gesamtheit vorhanden ist, wie ich es gesehen hatte. Aber man muss solche Sachen gewichten, was eine Herausforderung ist, aber insbesondere auch das Verdichten der Story.


Jo, gab es irgendwelche Teile bei 'Kammer des Schreckens', die nicht die Art widerspiegelten, wie Sie es in Ihrem Kopf gesehen hatten?

J. K. Rowling: Es ist interessant, was Steve über das Schlammbluter-Thema sagt, denn ich würde zustimmen, dass es dort immer den Druck zwischen Zeit und Raum im Film gibt - aber das ist im Buch ein gewichtigeres Thema und trotzdem ist es im Film präsent. Aber für mich… Wenn ich auf das Buch zurückblicke, und das ist die gesamte Reihe, ist das Schlammblüter-Problem durchgehend präsent, also ... ja.


Was sticht in dem Film am meisten hervor?

J. K. Rowling: Er war gruselig. Ich habe bei 'Kammer des Schreckens' immer gedacht, dass Leute unterschätzen, wie gruselig das Buch eigentlich ist. In der Tat ist es das Buch, über das ich die meisten Beschwerden erhalten habe. Womöglich weil Menschen im Laufe von 'Kammer des Schreckens' bestürzt waren und das Buch nicht zu Ende gelesen haben. Ich denke, das ist ein gewisses Vertrauen in die Leinwand, ein paar wirklich Angst einflößende Augenblicke.


Die visuellen Effekte haben einen großen Anteil daran, dass die Magie zum Leben zu erweckt wird. In diesem Film haben wir Dobby, wir haben Wichtel, wir haben Fawkes, wir haben den Basilisken. Was halten Sie von den Effekten in diesem Film?

J. K. Rowling: Dobby ist wunderbar. Dobby ist wirklich, wirklich gut. Und die Alraunen ... großartig. Ich liebe die Alraunen wirklich.


Ist es eine große Herausforderung für Sie, Steve, die Effekte, die Szenen richtig hinzubekommen?

Steve: Nein, nein, für mich ist es einfach, denn ich schreibe es einfach und träume davon. Jemand anders muss sich dann tatsächlich darum kümmern. Aber ich bin verblüfft, wenn ich so was wie die Alraunen sehe, die wirklich hauptsächlich Marionettentheater sind.


Auf welche haben Sie sich bei 'Kammer des Schreckens' am meisten gefreut?

J. K. Rowling: Ich habe mir die meisten Sorgen wegen der Spinnen gemacht. Denn du siehst diese alten Science-Fiction-Filme, in denen es Spinnen gibt, und du starrst sie einfach nur an – sie sind nie Angst einflößend! Es ist leichter, eine solche Szene in einem Roman zu schreiben, denn ich mache es Furcht erregend. Aber als ich angefangen habe, mir Gedanken darüber zu machen, wie wir sie eigentlich sehen werden… Aber das war in der Tat äußerst beängstigend. Es waren die beängstigendsten Riesenspinnen, die ich jemals in meinem Leben gesehen habe.

Steve: Ich hatte die gleichen Sorgen. Ich dachte bloß: "Wie machen wir das?" Wir haben Aragog, der im Grunde sagt: "Wer geht da lang?" Sie wissen schon, diese Riesenspinne. Ich sagte: "Dies wird Lachanfälle hervorrufen! Ich lache, während ich es schreibe! Ich weiß, dass ich mir vorstelle, dass es ..." Nun, eine Sache, die man über Filme lernt, ist, dass die Sache, über die man sich Sorgen macht, häufig überhaupt kein Problem ist. Und wenn man sich keine Sorgen darüber macht, ist es ein völliges Desaster. Also, ich fand es lustig, denn wir sprechen hier über die Gruselstellen des Films. Ich weiß noch, dass die Sache, die meinen Sohn im ersten Film am meisten erschreckt hat, das Öffnen des Buches war, das dann schreit. Und ich denke, das war ein Stück von etwas, das er bestimmen konnte. Er könnte ein Buch aus dem Regal nehmen und öffnen und es könnte ein Gesicht darin sein, das schreit. Aber die anderen Sachen haben ihn überhaupt nicht erschreckt.

J. K. Rowling: Aber ich denke, ich schreibe das, obwohl … das sind die Art von Details, die ich schreibe, denn das würde mich erschrecken. Ich lese durchgehend; und einfach ein Buch öffnen zu müssen, das mich dann anschreit… Und eine Sache, von der ich dachte, dass sie wirklich gut gemacht war im Film, 'Kammer des Schreckens', war das Tagebuch. Das Tagebuch ist für mich ein sehr schauriges Objekt. Es ist ein wirklich, wirklich Angst einflößendes Objekt. Dieses manipulative kleine Buch, mit der Verlockung, gerade für ein kleines Mädchen, ihr Herz in ein Tagebuch auszuschütten, was nichts ist, dem ich je zugeneigt war – aber meine Schwester schon. Die Kraft von etwas, das ... Zu der Zeit, als ich das geschrieben habe, war ich noch nie in einem Internet-Chat-Room. Aber seitdem dachte ich mir: "Nun, das ist ziemlich ähnlich." Einfach deine tiefsten Gefühle einzutippen und Antworten zurückzubekommen – du weißt nicht, wer dir antwortet! Und das war immer ein sehr erschreckendes Bild für mich – im Buch – und ich dachte, es hat gut funktioniert im Film. Und man konnte verstehen, als er zu schreiben anfing, zu sehen, wie Sachen zu einem zurückkommen und die Kraft davon, von deinem geheimen Freund.

Steve: Ja, das habe ich im Buch immer geliebt. Ich dachte, das wäre einfach das tollste: Dass dir jemand antwortet, den du gar nicht kennst, und da ist etwas schon an sich ominöses, weil er das Geheimnis kennt, das du kennen möchtest, und er lädt dich ein wie ein Finger, der in die Vergangenheit winkt. Ich hielt das immer für ein unglaublich interessantes Konzept.


Wie anders war die Arbeit an dem Drehbuch für den nächsten Film, 'Harry Potter und der Gefangene von Askaban'?

Steve: Nunja, wir haben gerade erst damit angefangen. Ehrlich gesagt denke ich, es wird genauso gut wie die anderen. Ich persönlich denke, es wird der beste Film. Ich denke, dass wir an einem besseren Ort sind, als wir es jemals mit dem Drehbuch waren. Und wir sind noch Monate vom Drehbeginn entfernt, also denke ich, es ist das beste, das wir uns wünschen konnten. Ich denke, Drei könnte wirklich interessant sein.


Wo steht Drei auf Ihrer Favoritenliste?

J. K. Rowling: Oh, ich weiß, das ist sehr schmalzig und ich werde es trotzdem sagen, aber es ist, als müsste man zwischen seinen Kindern wählen. Wirklich. Aber ich habe ein Faible für Drei, wegen ein paar Charakteren, die dort zum ersten Mal auftauchen: Lupin und Black – offensichtlich sehr wichtige Charaktere, und ich mag sie wirklich sehr gern.


Bisher haben Sie eine sehr gute Zusammenarbeit bei zwei Harry-Potter-Filmen an den Tag gelegt. Was sind Ihre Wünsche für die Zukunft der Harry-Potter-Reihe?

J. K. Rowling: Ich hoffe, dass Steve weiterhin die Drehbücher schreiben wird, weil ich mich inzwischen sehr an ihn gewöhnt habe. Man muss den Büchern einfach treu bleiben, nehme ich an. Aus meiner Sicht bin ich daran gebunden, das zu sagen, nicht wahr?


J. K. Rowling und Steve Kloves, Autorin und Drehbuchautor, ich bin sicher, wir freuen uns sehr auf die Resultate Ihrer zukünftigen Zusammenarbeiten. Vielen herzlichen Dank!

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