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Fanfiction

Gestrandet - XI

von Aereth

Quitschkugel: Na unser Goldjunge soll sich ja nicht vernachlässigt fühlen :D Das der Wasserfall als Vorhang bezeichnet wird hab ich glaub ich in irgend nem Film mal gehört (frag mich jetzt aber nicht in welchem^^) und hab es dann ein wenig umformuliert.

XI


Harry starrte die alte Frau verwirrt an, doch ihr Blick löste sich nicht von seiner Stirn. Misstrauisch hatte Severus das Geschehen beobachtet. „Sie müssen sich auch scheinbar überall wichtig machen, Potter“. giftete er ihn an und zog spöttisch eine Augenbraue hoch, was Draco ein schadenfreudiges Grinsen ins Gesicht trieb. Harrys verwirrtes, bleiches Gesicht wandelte sich in einen wütenden Rotton und mit funkelnden Augen fixierte er Severus, der seine Aufregung amüsiert hinnahm.

Nguvumali hob wieder ihren knochigen Finger, doch diesmal packte Severus ihren Arm. Er sah sie nicht an, sondern fixierte immer noch Harry. „Was wollen sie von ihm?“, fragte er schließlich. Als sie ihm nach einer Weile nicht antwortete, sah er zu ihr rüber. Ein paar von den umstehenden Leuten waren auf sie aufmerksam geworden und scharten sich um sie herum. „Er ist gekommen“, wiederholte Nguvumali und sah sich mit bedeutender Miene in der Menge um.

Severus Blick wurde wütend, doch bei so vielen Zuschauern besann er sich eines besseren. Ihren Arm hielt er immer noch fest und verstärke unmerklich seinem Griff. „Also gut, dann anders“, sagte er, „woher wussten sie, dass er kommen würde?“

„Sie haben es mir gesagt, die Geister“, sagte sie mit monotoner Stimme, „Der, der das Zeichen der Schlange trägt wird kommen“, fügte sie hinzu und malte mit ihrem Finger eine geschlängelte Linie in die Luft, „Er wird kommen und uns von diesem Ort wegbringen.“ Und tatsächlich hätte man die verblichene Blitznarbe als Unwissender auch als Schlangenlinie interpretieren können, bemerkte Severus.

„Das erzählt sie uns bereits seit 19 Jahren“, sagte eine Männerstimme hinter ihnen. Severus drehte sich um und sah Pastor Crawford gegenüber. „Und diese abergläubischen Narren glauben dieses Geschwätz auch noch“, fügte er bitter hinzu.

„Aber er ist hier“, sagte Nguvumali und schob Harry näher an ihn heran. Der verschwitzte Haarschopf legte noch immer seine Stirn frei und die Narbe war als feine Linie zu erkennen. Severus, der ein gutes Gespür dafür hatte, bemerkte Crawford für einen Moment die Luft anhalten. „Das ist doch purer Zufall“, sagte dieser ruhig, „eine einfache Narbe.“

„Crawford hat recht. Das ist nur eine gewöhnliche Narbe und nicht irgendein Zeichen“, stimmte ihm Severus zu. Im selben Moment in dem er es gesagt hatte wusste er jedoch, dass das nicht ganz der Wahrheit entsprach. Zwar weigerte er sich zu glauben, dass Potter auf irgendeine Art auserwählt worden war diese Menschen zu retten, aber eine ganz gewöhnliche Narbe trug er da nicht auf der Stirn. Severus sah sich um, doch den Gesichtern der Leute nach, schien er sie nicht überzeugt zu haben.

„Wo ist Hermine?“, fragte nun Ginny als ihr einfiel, dass sie den Pastor zuletzt mit ihrer Freundin bei den Hays gesehen hatte. „Sie ist noch bei der Witwe Hay. Mrs. Snape bat mich ihr Kohle zu bringen“, sagte Crawford und hob ein dunkles Säckchen zur Verdeutlichung. „Kohle?“, fragte Severus und sah den alten Mann verwundert an. „Nun, ich weiß auch nicht wozu die gut sein soll, aber ich hoffe, ihre Frau weiß was sie da tut“, erkläre Crawford.

Severus nickte nur stumm, bevor er sich zu den anderen drehte. „Wir sollten lieber gehen“, sagte er. „Ich glaube wir haben hier schon mehr Aufsehen erregt, als für uns gut ist“, fügte er hinzu und warf Harry einen stechenden Blick zu. Er ging zügig voran, ohne sich umzudrehen. Nach einem kurzen Augenblick folgten ihm auch die anderen.

Sie waren am Haus angekommen, doch vor der Eingangstür blieb er stehen und drehte sich herum. „Miss Weasley, ich möchte, dass sie zu dieser Witwe gehen und nach Miss Granger schauen“, sagte er gedehnt und ging ohne Umschweife ins Haus hinein. Obwohl sie wussten, dass er nicht mehr ihr Lehrer war, befolgten sie immer seine Anweisungen, meistens war es aus Furcht, doch dieses Mal kam es Ginny nur recht, denn sie hatte ja sowieso nach einer Gelegenheit gesucht um mit Hermine alleine zu sprechen.

Harry stand als einziger noch mit Ginny vor der Tür. „Er hat hier nicht zu befehlen“, sagte er mürrisch. „Schon gut“, beruhigte ihn Ginny, „Ich glaube es ist keine so schlechte Idee, wenn ich mal nach Mine sehe.“ Stumm ging Harry hinein und Ginny machte sich auf den Weg zurück zum Dorf.

Sie hatte eine Weile gebraucht, bis sie das richtige Haus gefunden hatte, doch schließlich stand sie davor und klopfte an. Es war Mary, die ihr die Tür öffnete. „Ich wollte nachsehen, ob alles in Ordnung ist“, sagte Ginny. Mary nickte kurz und ging zur Seite um Ginny hinein zu lassen. „Sie ist aufgewacht und wir haben ihr gerade das Mittel gegen das Fieber gegeben und außerdem hat sie in Wasser gelöstes Kohlepulver getrunken“, erklärte Mary, „Hermine sagte, die Kohle entzieht dem Körper das Gift“, fügte sie hinzu, als sie Ginnys verwirrten Blick sah.

Sie gingen ins Schlafzimmer. Im Bett lag eine sehr blasse Frau. Hermine und der Pastor standen auf der einen Seite des Bettes und Erin auf der anderen. „Was haben sie heute gegessen, Mrs. Hay?“, fragte Hermine freundlich. „Ich wüsste nicht, was sie das angeht“, fauchte ihr die Frau im Bett entgegen und trieb Erin ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht.

„Margret, bitte“, es war nun Crawford, der sie mit einer festen Stimme ansprach. Einen Moment herrschte unangenehme Stille, bis sie ein gequältes „Pilzeintopf“, hervorbrachte. „Und was für Pilze waren das?“, fragte Hermine weiter nach. „Es waren bloß einfache Waldpilze“, sagte sie gereizt, „Erin hat sie heute Morgen selbst gesammelt.“ „Na schön, was haben sie sonst gegessen?“ fragte Hermine weiter nach. „Ich habe sonst nichts gegessen, kurz darauf haben die Bauchkrämpfe und die Übelkeit eingesetzt“, sagte Mrs. Hay gereizt, „Was soll das überhaupt, sie kommen hier in mein Haus und stellen mir all diese Fragen. Verschwinden sie! Ich will sie hier nicht mehr sehen!“ Hermine stand wie angewurzelt da, doch Erin war schon bei ihr.

„Sie haben gehört, was meine Mutter gesagt hat“, sagte sie schadenfroh und starrte sie auffordernd an. Hermine starrte einen Augenblick zurück, dann nahm sie ihre Truhe in die Hand und ging zur Haustür. Ginny und Mary eilten ihr hinterher und gingen zusammen mit ihr hinaus. Auch der Pastor war ihnen gefolgt und stand nun auf der anderen Seite der offenen Tür. Hermine drehte sich um, es war nicht zu übersehen, dass sie versuchte ihre Wut zu unterdrücken, doch sie blieb weiterhin ruhig. „Sie hat das Schlimmste der Vergiftung überstanden“, sagte Hermine, „Sorgen sie dafür, dass sie im Bett bleibt und viel trinkt und wenn noch Folgeschäden auftreten, dann rufen sie mich.“ Einen Moment sagte keiner was. „Wenn ich nicht weiß, was die Vergiftung verursacht hat, kann ich leider auch nicht mehr tun.“ „Danke, sie haben schon mehr getan, als diese Frau verdient hat“, sagte der Pastor bitter. Mit einem Kopfnicken verabschiedete er sich von ihnen und schloss die Tür.

„Ich muss nach Hause“, sagte Mary. „Mein Vater wartet sicher schon auf mich“, fügte sie erklärend hinzu. Hermine und Ginny nickten. „Mach‘s gut, wir sehen uns dann morgen“, riefen ihr die beiden hinter her. „Wir sollten auch gehen“, sagte Ginny und schaute Hermine erwartungsvoll an. Hermine nickte stumm und sie gingen gemeinsam zurück. „Meinst du denn es war eine Pilzvergiftung?“, fragte Ginny schließlich. Hermine hob kurz Schultern an. „Ich weiß nicht“, sagte sie, „die Symptome weisen darauf hin, allerdings können wir davon ausgehen, dass sie nach all den Jahren, hier zumindest die essbaren Pilze kennen.“

Ginny ging ein paar Schritte schneller und stellte sich vor Hermine, was sie dazu zwang anzuhalten. Fragend starrte sie ihre Freundin an. Ginnys Mund verwandelte sich in ein anzügliches Grinsen. „Du bist mir da noch eine Erklärung schuldig“, sagte Ginny schließlich. Hermine fiel ihre Begegnung von heute Morgen auf dem Flur ein und färbte ihr Gesicht in einem verräterischem Rotton.

„Heute Morgen bist du aus seinem Zimmer gekommen, nicht wahr?“ hakte Ginny nach, als Hermine immer noch nichts sagte. Hermine nickte verlegen. „Habt ihr miteinander geschlafen?“, wollte Ginny wissen. Hermine nickte wieder, wobei ihr Gesicht nun noch einen dunkleren Rotton annahm. „Seit ihr denn jetzt ein Paar?“, fragte Ginny schließlich. „Ich denke schon“, antwortete ihr Hermine endlich, wobei sich ein zufriedenes Grinsen auf ihr Gesicht schlich.

„Ich kann es immer noch nicht fassen“, sagte Ginny nach einer Weile, nach dem sie wieder weiter gegangen waren. Sie waren fast am Haus angekommen, als Hermine plötzlich stehen blieb und Ginny am Arm festhielt. „Aber bitte, erzähl es nicht weiter, ich glaub nicht, dass es Severus recht wäre“, sagte sie. Ginny schien nachdenklich, doch sie nickte schließlich. „Da fällt mir ein, auf dem Weg zum Haus ist etwas Merkwürdiges passiert“, erzählte ihr Ginny, „Eine alte schwarze Frau war da. Sie hatte Harry am Arm gepackt und etwas davon geredet, dass ihr die Geister gesagt haben, er würde kommen. Sie sagte der, der das Zeichen der Schlage trägt wird kommen und sie von diesem Ort wegbringen.“ „Das Zeichen der Schlage?“, fragte Hermine stutzig. „Nun ich habe mich auch gewundert“, sagte Ginny, „aber wenn ich länger darüber nachdenke könnte man den Blitz ja auch als Schlangenlinie sehen. Na ja und wenn man Du-weisst-schon-wen, als Schlange sieht, wäre es doch sein Zeichen“, fügte Ginny hinzu. „Sein Zeichen“, wiederholte Hermine ruhig, doch irgendetwas schien ihr an der Sache merkwürdig.

Die Küche war leer, als sie sie betraten. Hermine setze sich an den großen Tisch und zog ihr Buch hervor. Sie richtete ihren Zauberstab darauf und murmelte etwas, dann schlug sie es in der Mitte auf und zog die Feder hervor. „Was hast du vor?“, wollte Ginny wissen. „Na ja, ich glaube ich sollte so etwas wie ein Krankenbuch führen“, sagte Hermine, „in die zweite Hälfte trage ich die Patienten ein.“ Hermine schrieb nur wenige Zeilen nieder, dann steckte sie das Buch wieder ein.

Sie gingen beide die Treppe hinauf. Hermine ging den langen Gang bis zum Ende entlang, dann klopfte sie an der letzten Tür und ging hinein. Das Zimmer hatte sich seit ihrem letzten Besuch gewaltig verändert. Ein wenig glich es Severus’ Zaubertranklabor in Hogwarts, doch es war um einiges rustikaler. „Die sind für dich“, sagte er und zeigte mit einer leichten Kopfbewegung auf ein paar Fläschchen und Töpfchen am Ende das Tisches. Neugierig nahm Hermine eines in die Hand und öffnete es. „Eine Heilsalbe“, sagte sie erfreut, als ihr der strenge Geruch in die Nase stieg. „Ja und ein paar einfache Tränke gegen Kopfschmerzen, Fieber und ein paar andere Sachen“, fügte Severus hinzu.

Hermine lächelte ihn an, Severus drehte das Feuer unter dem Kessel, der vor ihm stand, herunter und legte seinen Zauberstab auf den Tisch. Er ging zwei Schritte auf sie zu, dann legte er ihr seinen Arm um die Taille und zog sie näher an sich heran um ihren Mund mit seinem zu verschließen. Als er von ihr abließ hatte sie ihre Augen noch immer geschlossen und legte ihren Kopf in den Nacken. „Wo warst du?“, fragte Severus schließlich. Hermine öffnete die Augen und schaute genau in die seinen. Sie seufzte einen Moment bevor sie antwortete.

„Die Witwe Hay ist krank“, sagte sie. „Ich glaube es ist eine Vergiftung, aber sie ist zu stur um sich Helfen zu lassen“, fügte sie hinzu. Wieder senkte sie ihren Blick zu den Tränken, die Severus für sie hergestellt hatte. „Da ist nicht zufällig etwas gegen Vergiftungen dabei?“, fragte Hermine. „Na ja, da es keine magische Vergiftung ist, wird es nicht zu schwer sein, etwas passendes herzustellen. Ich mach dir was“, sagte Severus.

„Hast du das mit Harrys angeblicher Prophezeiung gehört?“, fragte Hermine nach einer Weile. Severus Miene verfinsterte sich mit einem Mal. „Glaubst du da ist etwas dran?“, fügte sie hinzu. „Ich weiß nicht und es ist mir auch egal.“ sagte Severus kühl, „Ich glaube nicht, dass wir auf irgendeine Weise für diese Menschen hier verantwortlich sind.“ Sie hätte gern noch mit ihm darüber gesprochen, doch seine abweisende Haltung hielt sie davon ab.

Stattdessen schmiegte sie sich wieder an ihn und lehnte ihren Kopf gegen seine Brust. Severus fuhr ihr mit den Fingern durch das Haar und hob ihren Kopf in seine Richtung. „Komm gleich nach“, flüsterte er in ihr Ohr. Er ließ sie am Schreibtisch stehen und ging hinaus. Hermine wartete nicht lange. Sie folgte ihm durch die Tür und ging in ihr eigenes Zimmer. Wo sie vor dem großen Regal stand, ihren Zauberstab darauf richtete und hastig „Apertus“ sprach, doch das einzige was passierte waren rote Funken, die aus dem Zauberstab sprühten. „Konzentrier dich, Hermine!“, ermahnte sie sich selbst und versuchte es erneut. Sie riss sich zusammen und zwang sich, sich auf das Passwort zu konzentrieren und nicht auf das, was sie hinter der Tür erwarten würde. Sie versuchte es erneut, dieses Mal erfolgreicher. Das große Regal schwang zur Seite und gab den Durchgang frei, durch welchen Hermine hindurch ging.

Severus saß auf einem breiten Sofa und hielt ein Glas Wein in der Hand. Irritiert sah sich Hermine um und versuchte sich zu erinnern, ob das Sofa hier schon lange stand. Sie stand direkt vor ihm und schob den Gedanken wieder zu Seite, als er nach ihrem Arm griff und sie neben sich zog. Er griff nach der Flasche, die auf dem Tischchen daneben stand, dann machte er das zweite Glas voll und drückte es Hermine in die Hand.

Sie nahm einen großen Schluck aus ihrem Glas und lehnte sich dabei an Severus. „Der Wein ist gut, wo hast du ihn her?“, wollte sie wissen. „Von jemandem aus dem Dorf. Ich habe ihn eingetauscht gegen etwas von der Seife“, erzählte Severus. Er stellte sein Glas auf den kleinen Tisch und nahm auch Hermines Glas und stellte es dazu, dann schob er seinen Arm unter sie und setze sie mit einem kurzen Ruck rittlings auf seinen Schoß. Hermine musste über diese spontane Überleitung grinsen und verschränkte ihre Arme hinter seinem Kopf.

Er zog sie näher zu sich herunter und begann sie zu küssen. Seine Hände wanderten fordernd über ihren Körper und erforschten jedes kleine Detail. Er schob ihren Rock nach oben und streichelte die zarte Haut ihrer Schenkel. Sie konnte seine Erregung hart zwischen ihren Beinen spüren und begann sich langsam im leichten Rhythmus auf seinem Schoß hin und her zu bewegen.

Keuchend löste er sich aus dem Kuss und begann hastig ihr Hemd aufzuknöpfen. Er hatte ihre Brüste entblößt, die genau auf seiner Augenhöhe lagen. Trotz der hohen Temperaturen an diesem Ort hatte ihre Haut noch immer diesen zarten Pfirsichton, von dem sich ihre dunklen Brustwarzen in atemberaubender Schönheit abhoben. Ein wenig beugte er sich vor, bis er eine Brustwarze komplett mit seinem Mund verschlossen hatte und knetete zeitgleich die andere Brust. Seine freie Hand wanderte weiter unter ihren Rock und schob den dünnen Stoff ihres Höschens zur Seite. Mit einem Finger fuhr er ihr vorsichtig durch die feuchten Falten und entlockte ihr ein wohliges Stöhnen.

Hermine wand sich unter seinen Berührungen und versuchte ihm ihr Becken stärker entgegen zu drücken. Er verstärkte den Druck und begann seine Finger schneller um ihre empfindliche Stelle kreisen zu lassen, was ihr Stöhnen lauter werden ließ.

Sie hatte ihre Augen leicht geöffnet und merkte wie Severus sie aufmerksam musterte, während seine Finger sie weiter streichelten. Seine Augen ruhten auf ihrem Gesicht und beobachteten, wie es sich in ein zartes Rosa färbte, so wie es das immer tat, kurz bevor sie vor einem Orgasmus stand.

Er ließ seine Finger weiter runter gleiten bis er an ihrem Eingang angelangt war und glitt hinein. Der Rhythmus ihrer Atmung hatte sich erhöht und ihre Augen wanderten unter ihren geschlossenen Liedern hin und her. Er glitt mit einem weiteren Finger hinein, als sich ihre Gesichtsmuskeln deutlich anspannte, um kurz darauf mit einem lauten Stöhnen wieder zu erschlaffen, während ihr Körper noch von den Nachwirkungen des Orgasmus bebte.

Severus hatte ihr das aufgeknöpfte Hemd ausgezogen. Hermine öffnete die Augen und schaute in seine. Sein Verlangen nach ihr war ihm so deutlich ins Gesicht geschrieben, dass ihr beinahe ein kalter Schauer über den Rücken lief. Er legte ihr seine Arme um die Hüften und trug sie zum Bett. Schnell entledigte er sich seiner Kleidung, bevor er zu ihr stieg. Er hatte sie von ihrem Rock und ihrem Höschen befreit und holte ein kleines Fläschchen aus der Nachttischschublade, das er ihr reichte. „Was ist was?“, fragte sie neugierig.

„Ein Verhütungsserum“, saget Severus, „Ich hatte nicht alle Zutaten, aber es ist sicherer als das Schwämmchen.“ „Ich sehe du warst heute fleißig“, sagte Hermine grinsend und schluckte den Inhalt des Fläschchens runter.

Severus setzt sich neben sie, mit dem Rücken zur Wand auf das Bett und zog sie wieder auf seinen Schoß. Sie war immer noch so feucht, dass sein er leicht zwischen ihren Falten hindurch glitt. Er packte ihren Hintern und hob sie leicht an, um in sie einzudringen. Das überwältigende Gefühl mit einem Mal komplett ausgefüllt zu sein, entlockte ihr einen spitzen Schrei, der in ein sanftes Seufzen überging. Ihren Kopf legte sie auf seiner Schulter ab. Severus hielt noch immer ihren Hintern fest in seinen Händen, während er unter ihr kräftig zustieß und sich ihre Bewegungen seinem Rhythmus anpassten. Ihr Atem wurde schwerer, sie keuchte gegen seinen Hals, bis die Spannung zwischen ihren Beinen endlich ihren Höhepunkt erreicht hatte. Das Zusammenziehen ihrer Muskeln war wie ein wildes Pulsieren rund um sein Glied, das ihn endgültig die Beherrschung verlieren ließ und er sich in ihr ergoss. Hermine kam keuchend, doch Severus hatte ihr Stöhnen mit einem fordernden Kuss erstickt.

Atemlos löste sie sich von ihm und ließ sich zufrieden auf seine Schulter sinken.

Er hatte seine Nase in ihrem Haar vergraben und atmete den Duft ihres Körpers ein. Mit einem kurzen Ruck hob er sie von seinem Schoß und legte sie neben sich aufs Bett, dann drehte er sich zu ihr und strich ihr eine verirrte Strähne aus dem Gesicht. Hermine lächelte ihn immer noch an. „Wenn die Leute nur wüssten wie wunderbar du bist, dann hätten sie auch nicht solche Angst vor dir“, sagte sie gedankenversunken. Severus zog eine Augenbraue hoch und sah sie spöttisch an. „Dann sollte ich wohl dafür sorgen, dass sie das nie erfahren“, sagte er.

Hermine verdrehte die Augen und ließ sich tiefer in das weiche Kissen unter ihr sinken. Severus war ihr mit seinem Mund gefolgt und verschloss nun ihren mit einem Kuss. Seine Lippen wanderten ihren Hals tiefer entlang und seine Hand packte ihre Taille. Bei der unerwarteten Berührung musste Hermine aufquieken.

Severus schreckte hoch und legte ihr die andere Hand auf den Mund. Sie sah ihn mit verwirrten Augen an, als er einen Finger auf seine Lippen legte um deutlich zu machen, dass sie leise sein sollte. „Ich habe Schritte gehört“, sagte er und sah zum leicht geöffneten Fenster. Einen kurzen Augenblick später klopfte es an der Hintertür, die genau unter ihnen lag und nur durch das offene Fenster zu hören war.

Er schwang sich aus dem Bett und zog sich fast genau so schnell seine Sachen an, wie er sie zuvor ausgezogen hatte, dann schaute er kurz nach unten aus dem Fenster und eilte aus dem Zimmer. Ein wenig verdutzt saß Hermine in dem großen Bett, eigentlich hatte sie gehofft etwas mehr Zeit mit ihm zu haben. Es fiel ihr schwer, das gemütliche Bett wieder zu verlassen, doch die Neugier zwang sie doch zum aufstehen.

Sie zog sich an und ging in ihr Zimmer zurück um von dort ganz unauffällig in die Küche zu gehen. Schon auf der Treppe hatte sie Conners Stimme erkannt und tatsächlich saßen er und Severus zusammen am Küchentisch. „Guten Abend Mistress Snape“, sagte er und stand zur Begrüßung von seinem Stuhl auf. Hermine nickte ihm freundlich zu und setzte sich ihm gegenüber neben Severus. „Conner hat mich eingeladen ihn und ein paar andere auf die Jagd zu begleiten“, erklärte Severus kurz.

Conner nickte und wandte sich nun selbst an Hermine „Aye, wissen sie, es hat sich nach all den Jahren eine Art Tradition gebildet, dass alle vier Monate vier Männer zur Jagd gehen. Wenn sie dann zurück kommen gibt es ein großes Fest. Es wird wieder frische Wurst gemacht, frisches Leder, Schmalz und all diese Dinge. Ich möchte, dass ihr Mann uns begleitet und die anderen haben auch schon zugestimmt“, endete er und sah nun erwartungsvoll Severus an.

Severus nickte stumm. „Es ist mir ein Vergnügen“, sagte er dann aufrichtig. Conners Gesicht zierte nun ein breites Lächeln und auch er nickte und stand von seinem Stuhl auf. „Wir brechen morgen bei Sonnenaufgang auf“, sagte er und machte eine leichte Verbeugung in Hermines Richtung. „Ich wünsche ihnen einen schönen Abend“, verabschiedete er sich und ging.

„Möchtet du da wirklich mit?“, fragte Hermine als Conner die Tür hinter sich geschlossen hatte. Sie hatte ihre Gesichtszüge bei weitem nicht so gut unter Kontrolle wie Severus und verriet sofort, dass sie sich bei dieser Entscheidung übergangen fühlte.

„Es wäre nicht besonders klug gewesen, das Angebot abzuschlagen“, sagte Severus. „Ich glaube nicht, dass Conner es dir besonders übel genommen hätte“, fügte Hermine stirnrunzelnd dazu. „Conner nicht, aber die anderen vielleicht schon“, sagte Severus und musterte Hermine. Wiederwillig stimmte sie ihm zu, doch sie wirkte noch immer etwas mürrisch.

„Gehen wir dann zurück ins Bett?“, schlug Severus vor. Er stand auf und streckte seinen Arm aus. Hermine legte ihre Hand in seine und ließ sich von ihm hoch, in seinen Arm ziehen und lehnte ihren Kopf gegen seine Brust. Ein Lächeln legte sich wieder auf ihr Gesicht, denn sie wusste, dass er sie normalerweise nicht einfach so in der Küche in den Arm genommen hätte, denn schließlich könnte jeden Moment jemand runter kommen.

Sie gingen zusammen die schmale Treppe hoch und weil weit und breit niemand zu sehen war, folgte sie ihm auch gleich in sein Zimmer. Das Bett war noch immer so aufgewühlt wie sie es zurückgelassen hatten und lud förmlich dazu ein, dort weiter zu machen wo sie aufgehört hatten.


***


Es war noch finster draußen als Severus’ Zauberstab auf dem kleinen Tischchen neben dem Bett aufleuchtete. Das Licht war nicht besonders hell, doch es reichte, um ihn aus seinem leichten Schlaf zu wecken. Vorsichtig darauf bedacht, die schlafende Hermine neben ihm nicht zu wecken, stieg er aus dem Bett und zog sich an. Er ging in die Küche um schnell etwas zu frühstücken und ging dann hinaus. Das Einzige was er dabei hatte, war ein langes schmales Messer und sein Zauberstab.

Der dunkle Himmel war mittlerweile grau und kündigte die Sonne bald an, als Severus vor dem Haus der McCoys ankam. Er klopfte an der Tür, die ihm von Mary geöffnet wurde und trat ein. „Morgen“, murmelte er dem Mädchen entgegen. Vor ihm standen Conner und Brian. Brian stand mit roten Augen und Tränen im Gesicht vor seinem Vater. „Aber Pa“, sagte er schluchzend, „Ich möchte auch mit auf die Jagd.“ „Du darfst mit, wenn du ein groß bist und das ist mein letztes Wort“, sagte Conner streng und erklärte die Diskussion für beendet.

Er drehte sich rum und begrüßte Severus, dann nahm er eine Tasche vom Boden und hing sie sich über die Schulter. „Wir sind in ein paar Tagen zurück“, sagte er zu Mary und verließ mit Severus das Haus. Vor der Kirche warteten zwei weitere Männer auf sie. Der eine von ihnen war etwas jünger. Er war groß und hatte hellbraune halblange Haare, die ihm frech in Gesicht hingen. Conner stellte ihn als Duncan Lannox vor. Duncan setzt an um ihm die Hand entgegen zu strecken, doch Severus bedachte ihn nur mit einem reservierten Nicken. Den anderen kleineren Mann neben Duncan erkannte Severus als Regan MacNeil, den Mann dessen Arm Hermine vor einigen Tagen verarztet hatte.

Sie gingen aus dem Dorf hinaus und eine ganze Weile in den dicht bewachsenen Wald hinein. Es war noch früh, die Umgebung um sie herum war still und auch keiner der Männer sagte etwas. MacNeil zog einen nicht all zu großen Karren hinter sich, der auf dem unebenem Untergrund mächtig ins Wackeln kam.

Sie waren bereits seit einiger Zeit unterwegs. Die Sonne brannte von oben herunter, die Vögel kreischten und flatterten laut um sie herum und das ein oder andere Tier ließ sich auch mal blicken. Sie blieben an einer dünn bewachsenen Stelle stehen und Conner sah sich um. „Das sieht doch ganz gut aus, was meint ihr?“, wollte er wissen. MacNeil stimmte ihm augenblicklich zu und ging zu seinem Karren, aus dem er einige Holzstäbe heraus zog und sie auf einer der ebeneren Stellen fest in den Boden steckte.

Nach einiger Zeit war zu erkennen, dass sie hier eine Art Zelt aufbauten und Severus beschloss, ein wenig mitzuhelfen. Sie kleideten es mit großen Blättern und Palmwedeln aus, bis nur noch ein schmaler Schlitz den Weg ins Innere frei gab. Es war kein großes Zelt und auch nicht besonders hoch, stellte Severus fest. Es war gerade so groß, dass vier Männer darin liegen, oder vielleicht auch noch sitzen konnten. Conner hatte bereits eine Schaufel in der Hand und grub nicht weit von ihnen ein Loch.

Severus stellte sich zu ihm und sah ihn fragend an. „Wir arbeiten mit Fallen“, sagte Conner, „Es hat sich mit der Zeit als die sicherere Methode erwiesen.“ Also nahm sich Severus eine weitere Schaufel aus dem Karren und half Conner beim Graben. Nach kurzer Zeit gruben sie schon zu viert. Es hatte fast den ganzen Tag gedauert. Die Sonne brannte auf ihre Köpfe herunter, bis sie allmählich hinter dem großen Berg verschwand. Es dämmerte bereits als Severus sich in einem riesigen Loch wieder fand. Es war zwei Meter breit und etwa genau so hoch, schätzte er. Mittlerweile standen er und Conner alleine drin, während die anderen beiden halfen die Erde heraus zu holen.

Das graue Licht der Dämmerung machte es kaum möglich weiter zu arbeiten. Mit MacNeils Hilfe stiegen sie wieder heraus, während Duncan bereits ein Feuer, etwas weiter, dort wo sie ihr Lager aufgeschlagen hatten, anzündete und ihren Proviant aus dem Karren holte. Sie hatten Brot und Schinken und eine große Flasche Whisky. Duncan reichte jedem von ihnen einen Becher und füllte einen nach dem anderen. Der Whisky schmeckte herb, er war bei weitem nicht so gut, wie der, den er bei Conner getrunken hatte, aber er würde seinen Zweck schon erfüllen. „Und wie lange dauert es, bis wir damit was fangen?“, wollte Duncan nun wissen, dessen Blick nach dem dritten vollen Becher bereits etwas glasig wirkte. „Ich hoffe nicht so lange“, antwortete ihm Conner, „Wir sind nicht sehr weit vom Fluss entfernt und wenn wir auch noch einen Köder haben, werden wir schon früher oder später etwas fangen.“

Severus war der erste, der ins Zelt ging und sich in eine Ecke zum Schlafen legte, während die anderen noch dem Genus des Whiskys verfielen. Zwar trank er selbst gerne mal ein schönes Glas des bernsteinfarbenen Getränks, allerdings kam es ihm nicht besonders schlau vor sich zu betrinken, wenn am nächsten Tag noch so viel anstand, außerdem trank er immer allein.

Der nächste Morgen weckte Severus mit einigen Sonnenstrahlen, die sich durch das Blätterdach des Zeltes geschlichen hatten. Neben ihm im Zelt lagen Duncan und Regan die einen penetranten Alkoholgeruch absonderten. Severus kletterte an die frische Luft heraus. Conner saß schon neben dem zu Asche zerfallenen Lagerfeuer des gestrigen Abends. „Morgen“, murmelte Severus und hatte so kurzzeitig die Aufmerksamkeit des Mannes vor ihm. „Die anderen beiden haben gestern wohl zu tief ins Glas geschaut“, sagte Conner, worauf Severus nur abschätzig das Gesicht verzog. Severus setze sich dazu und nahm sich ein Stück Brot und etwas Schinken. Sie hatten in Ruhe gegessen. Keiner hatte etwas gesagt bis Severus schließlich aufstand.

„Wir sollten an der Falle weiter machen“, sagte er auf Conners fragende Miene. Dieser lachte laut auf „Ein Mann der Tat“, sagte Conner. „Oder wollen sie nur so schnell wie möglich zu ihrer reizenden Frau zurück?“, fügte er scherzhaft hinzu. Sie hatten begonnen das Loch mit langen Ästen und Blättern abzudecken, als sich nach einer Weile ein gequältes Stöhnen aus dem Zelt bemerkbar machte. Regan kroch heraus. Sein mit grauen Strähnen durchzogenes Haar hingen ihm wild ins Gesicht. Seine Augen waren rot und sein Gesicht fahl angelaufen. Er hatte sich aufgerappelt und stand nun schwankend auf beiden Beinen. Direkt hinter ihm kam auch Duncan hervor, der zwar mindestens genau so viel getrunken hatte, aber bei weitem besser aussah.

Einen Moment stand Regan regungslos da und starrte ins Leere, dann drehte er sich ruckartig um und fiel auf die Knie um sich zu übergeben. Severus verzog angewidert das Gesicht und ließ sich sonst nicht weiter von seiner Arbeit ablenken. Einige Meter weiter hatte sich Duncan auf den Boden gelegt und hielt sich den schmerzenden Kopf. Severus und Conner hatten nach einer Weile Hilfe von Duncan bekommen und hatten zusammen den Rest des Vormittags damit verbracht das große Loch abzudecken.

Es war schon weit nach Mittag, als sie endlich fertig waren. Regan lag noch immer auf dem Boden direkt neben der Stelle, an der er sich das letzte Mal übergeben hatte und gab ab und an ein paar gequälte Stöhngeräusche von sich. Conner war näher an ihn heran getreten und stieß ihn leicht mit dem Fuß an. „Alles klar?“, erkundigte er sich. Regan drehte sich in seine Richtung und sah ihn mit zusammengekniffenen Augen an. Er hatte offensichtlich Schwierigkeiten gegen das Licht aufzuschauen, doch nach einer Weile nickte er. „Der Fluss ist in dieser Richtung“, sagte Conner und zeigte mit dem Finger den Weg, „Du solltest dich waschen gehen und außerdem wird das kühle Wasser sicher gut tun und anschließen essen wir.“ Regan setzte sich auf. Er brauchte eine Weile bis er sich im Stande fühlte aufzustehen, dann torkelte er zum Fluss.

„Wir versuchen solange am besten etwas zu Essen aufzutreiben“, sagte Conner und ging zu dem Karren. Er hob eine grobe, alte Decke an, unter der einige alt aussehenden Waffen lagen und nahm ein breites Schwert und einen Bogen heraus. Duncan ging auf ihn zu, als ihn Severus unterbrach. „Ich glaube es wäre besser, wenn sie hier bleiben würde, Duncan“, sagte er. „Einer sollte beim Lager bleiben und es wäre auch am einfachsten, wenn wir getrennt losgingen“, wandte er sich nun an Conner. Dieser hatte ihn während er sprach beobachtet, und nickte schließlich zustimmend. „Das ist eine gute Idee“, sagte er.

Severus drehte sich herum. „Wollen sie keine Waffen mitnehmen?“, erkundigte sich Conner. Erneut drehte sich Severus zu dem groß gewachsenem Schotten. Es war ihm bewusst, dass das merkwürdig erschien, doch dann fiel ihm ein, dass er ja noch das Messer bei sich hatte. „Das Messer hier reicht mir“, sagte er und zeigte auf die schmale Klinge, die an seinem Gürtel befestigt war. Die beiden Männer vor ihm schienen ein wenig verblüfft, doch sie sagte nichts weiter.

Severus ging zügig, erst als er weit genug von ihrem Lager weg war, blieb er stehen und holte seinen Zauberstab hervor. Es würde kein Problem sein, auf diese Weise etwas zu essen aufzutreiben, er durfte nur nicht gesehen werden. Einen Moment lang sah er sich um, bis er auf einem nahegelegenem Baum ein Nest entdeckte. Er ging näher heran und richtete seinen Zauberstab darauf um das Nest mit einem gekonnten „Wingardium Leviosa“ aus der Baumkrone zu holen.

Eier waren schon gar nicht so schlecht, doch es würde sicher nicht ausreichen. Leider war weit und breit kein Tier zu sehen. Er nahm das Nest, so wie es war, in die Hand und ging weiter. Es war fast aussichtslos. Die Sonne brannte herunter und trieb jedes Tier in den Bau. Er ging noch eine Weile weiter, bis er eine paar Meter vor sich einen Hasen sah, der ruhig neben einem umgekippten Baumstamm saß und sich das Fell putzte. Der Griff um seinen Zauberstab wurde fester und er ging noch ein paar Schritte näher heran. Einen Moment lang überlegte er, welchen Zauberspruch er wohl anwenden sollte, dann richtete er seinen Zauberstab auf den Hasen und sprach leise, aber deutlich „Stupor“.

Ein lauter Schrei kam aus dem Gebüsch einige Meter rechts von ihm und ließ Severus aufschrecken und seinen Zauberstab augenblicklich zurück in der Hose verschwinden. Conner kam mit dem Bogen in der Hand aus dem Gebüsch geschossen und ging auf den am Boden liegenden Hasen zu. Er hatte Severus nicht gesehen, erst als dieser genau neben ihm stand und einen großen Schatten auf ihn warf, bemerkte er ihn. Conner hatte sich zu dem Tier heruntergebeugt und sah nun zu Severus auf. „Ich weiß auch nicht, was gerade passiert ist“, sagte er, „Ich war da drüben im Gebüsch und habe mit dem Bogen auf ihn gezielt und gerade als schießen wollte, sah ich diesen Funken und der Hase fiel um.“

Severus kniete sich zu ihm runter, er packte das dicke Tier an den Ohren und hob es dicht vor sein Gesicht. „Er ist nicht tot“, sagte er, „scheinbar werden auch Hasen gelegentlich ohnmächtig“, fügte Severus hinzu und drückte Conner das Tier in die Hand. Ungläubig hatte der Mann das Tier betrachtet. Es lebte tatsächlich noch und zeitweilige Hasenohnmacht war das einzige was er sich erklären konnte, auch wenn es ihm noch so lächerlich vorkam. „Wir töten es lieber gleich“, sagte er als er seine Gedanken wieder gesammelt hatte und Severus stimmte ihm nickend zu. Conner nahm ein Messer aus seiner Tasche und durchtrennte dem Tier die Kehle. Er nahm ihn an den Pfoten und hielt ihm beim Laufen weit von sich gestreckt um sich nicht mit dem Blut zu bekleckern.

Nach einer Weile waren sie wieder am Lager angekommen und fanden Duncan auf dem Boden, mit einem Hut auf dem Gesicht, in der Sonne liegen. „Regan noch nicht zurück?“, erkundigte sich Conner. Duncan schüttelte den Kopf, wobei der Hut neben ihm auf den Boden fiel. „Ihr habt wohl was finden können“, sagte er mit dem Blick auf dem Hasen, dann wanderten seine Augen weiter zu dem Nest in Severus’ Händen. „Prima“, rief er aus und setze sich auf, „Ein Omelett wäre jetzt genau das Richtige.“ „Kümmer‘ dich mal um den Hasen“, sagte Conner und drückte ihm das Tier in die Hand, „Ich brauche erst ein mal einen ordentlichen Schluck zu trinken.“ Er holte die Flasche hervor und nahm direkt aus ihr einige kräftige Züge, dann reichte er sie an Severus weiter. „Auf , dass es kein böses Omen war“, sagte er und nickte Severus zu, als er ihm die Flasche abnahm und selber einen Schluck des starken Getränks nahm. Er reichte die Flasche zurück an Conner und zog sich sein verschwitztes Hemd aus und legte es zusammen mit seinen anderen Sachen auf den Boden in die Nähe des Zeltes. „Was hast du da?“, wollte Duncan wissen und zeigte auf Severus Arm. Severus sah an sich herab und stellte beruhigt fest, dass der Verband mit dem er das dunkle Mal bedeckt hatte noch saß. „Eine leichte Schnittwunde“, sagte er, „nichts Wildes“, und erklärte das Thema damit für beendet.

Conner hatte bereits ein Feuer gemacht, als Regan endlich zurück kam. Er war klatsch nass, doch er sah schon um einiges besser aus und schien auch nicht mehr so träge wie vorher. Eilig lief er zum Karren und holte ein großes Stück Schinken raus. „Appetit bekommen“, zog ihn Conner auf, doch Regan beachtete ihn gar nicht, sondern verschwand wieder im Gebüsch. Einen Moment später kam er rückwärts auf sie zu und wedelte mit dem Schinken vor sich. „Ich habe für uns den perfekten Köder gefunden“, sagte er aufgeregt, „Das wird ein mächtig großer Fang.“ Im selben Moment kam ihm ein kleines Bärenjunges hinterher, das die Augen fest auf den Schinken in seiner Hand gerichtet hatte.“

„Hast du nicht mehr alle Tassen im Schrank?“, schrie ihn Conner an und machte einen Schritt auf Regan zu. Auch Severus versteifte sich augenblicklich. Regan starrte den anderen Mann verständnislos an. „Das ist ein Bärenjunges“, fauchte ihn Conner weiter an, doch Regan schien immer noch nicht begreifen zu wollen. „Und seine sehr wütende Bärenmutter ist sicher nicht weit“, fügte er hinzu. „Ja“, saget Regan strahlend, „das wäre doch sicherlich ein guter Fang.“ Ein lautes Brüllen war irgendwo im Wald zu hören, auf das das Junges aufgeregt antwortete. Die große Bärin kam aus dem Gebüsch neben Conner und ging langsam auf ihr Junges zu, während ihre gelben Augen fest Regan fixierten. „Beweg dich nicht“, sagte Severus ruhig, „sie will nur ihr Junges holen, dann wird sie gehen.“

Die Bärin kam näher auf ihr Junges zu, doch dieses schien sich weniger für seine Mutter zu interessieren, stattdessen fixierte es noch immer den Schinken in Regans Hand. „Lass den Schinken fallen“, sagte Severus, doch Regan war ganz starr vor Angst und reagierte nicht. Das Junges kam immer näher und die Mutter schritt ihm weiter hinter. Ängstlich ging Regan Schritt für Schritt rückwärts. „Bleib stehen und lass den Schinken fallen“, fauchte ihn Severus an. Regan schien durch die Angst wie betäubt, stattdessen ging er immer weiter zurück.

Severus wagte sich ein paar Schritte vor, um den Mann endlich zum still stehen zu bringen. Er stand fast auf Armlänge zu ihm und für seinen Geschmack eindeutig zu nah an den zwei Bären, als Duncan lauthals „STOP!“ von hinten rief. Endlich blieb Regan stehen. Erleichtert atmete Severus aus. Sein Blick wanderte nach unten und stellte fest, dass Regan auf der Abdeckung ihrer Falle stand, die unter dem geringen Gewicht des schmächtigen Mannes noch nicht zusammen gekracht war. „Wirf den Schinken weg“, wiederholte Severus nun etwas ruhiger. In den Augen des kleinen Mannes war deutlich Panik zu sehen. Er hatte die besorgten Blicke der anderen zu seinen Füßen wandern sehen und sah nun selbst herunter. Das Bärenjunges fixierte weiterhin das große Stück Schinken in seiner Hand und als der Mann vor ihm keine Anstalten mehr machte weiter zu gehen, ging es einen weiteren Schritt auf das saftige Stück Fleisch zu.

Es war ein lautes Knacken der dünnen Äste, die das schwere Gewicht nicht tragen konnten, zu hören und mit einem Aufschrei stürzte Regan zusammen mit dem Jungen herunter. Severus machte automatisch einen Sprung nach vorn um nach dem Mann zu sehen, doch die verärgerte Bärin bäumte sich wütend vor ihm auf und schleuderte ihn mit einem kräftigen Prankenhieb nach hinten. Conner war bereits am Karren und zog das breite Schwert wieder hervor. Duncan griff sich einen brennenden Holzscheit um den wütenden Bären so auf Abstand zu halten. Er ging mit dem Feuer auf sie zu und fuchtelte vor ihr damit rum. Die Furcht vor den heißen Flammen war ihr deutlich anzusehen, doch das Rufen ihres Jungen aus der Gruben ließ sie nicht gehen.

Severus kam nach kurzer Zeit von dem heftigen Schlag am Boden wieder zu sich. Sein Zauberstab lag bei seinem Hemd und auch wenn hätte er ihn nicht einfach so, ohne Konsequenzen, einsetzen können. Conner hatte noch immer das Schwert fest in der Hand und holt damit aus, als ihn im selben Moment eine Pranke traf und hart gegen den Karren schleuderte.

Severus war aufgesprungen und griff das Messer, das an seinem Gürtel hing. Die Bärin ignorierte Duncan und sein Feuer und ging stattdessen auf den am Boden liegenden Conner zu. Das Schwert lag neben Conner, als Severus das Einzige tat, was ihm in diesem Moment einfiel. Er rammte sein Messer der Bärin in die fleischige Schulter. Mit einem ohrenbetäubenden Brüllen ließ sie von Conner ab und stürzte sich stattdessen auf Severus. Sie hatte ihn zu Boden gerissen und stand mit einer Pfote auf seiner Brust. Die Krallen bohrten sich in sein Fleisch. Ihre gelben Augen fixierten seine schwarzen und der Speichel, der ihr beim Brüllen aus dem Maul floss, tropfte auf Severus Gesicht.

Duncan hatte die Chance genutzt und griff nach dem Schwert, das neben Conner lag. Er stellte sich hinter den Bären und stieß es mit aller Kraft dem Tier von hinten in den Rücken. Blut kam ihr aus dem Maul, als sie aufbrüllte. Sie taumelte kurz bis sie neben Conner und Severus zu Boden fiel. Duncan stand vor Severus, er reichte ihm die Hand um ihm beim Aufstehen zu helfen. Auch Conner rappelte sich auf. Sie standen vor dem riesigen Tier, als Conner das Schwert aus ihrem Rücken herauszog. „Bravo Junge“, sagte er und reichte Duncan anerkennend das Schwert.

„Is‘ er tot?“, kam eine dünne Stimme von unten. Die drei Männer sahen sich an und eilten zur Grube. Sie sahen hinein. Regan saß auf dem Boden und neben ihm das Bärenjunge, das begierig den Schinken verschlang. Sie halfen ihm das Junges herauszuholen und holten anschließend den Mann selbst heraus. „Tut mir leid“, sagte Regan und senkte verlegen den Kopf. „Aye, ist doch noch gut gegangen“, tat es Conner ab, „Und einen mächtigen Fang haben wir nun in der Tat“, fügte er aufmunternd hinzu.

Sie saßen gemeinsam um das Feuer, das Duncan mit etwas frischen Holz wieder zum Lodern brachte. Es hatte bereits angefangen zu dämmern. Der Bär lag noch immer da, wo er seinen letzten Atemzug getan hatte. Sie würden ihn gleich morgen auf dem Karren zurück ins Dorf befördern und dort alles Nötige tun, er war einfach zu groß um ihn schon vor Ort auszunehmen, wie sie es sonst immer taten. Es war schade um das Bärenjunges, doch sie konnten nichtsanderes tun, als es wieder in die Wildnis zuentlassen und zu hoffen, dass es schon groß genug war alleine zurechtzukommen. Ganz unauffällig hatte Severus einen Haltbarkeitszauber ausgesprochen, als er sich unbeobachtet fühlte, schließlich konnte man bei so einer Hitze mit rohem Fleisch nicht vorsichtig genug sein.

Den Hasen hatten sie aufgespießt und ihn über das Feuer gehängt. Er grillte langsam vor sich hin und verströmte mit der Zeit immer mehr einen aromatischen Geruch, der sie an die Leere in ihren Bäuchen erinnerte. Regan war der Erste, der die Whiskyflasche wieder zum Vorschein bracht und reichte jedem einen Becher. Nach seiner gestrigen Eskapade hätten sie ihm dieses Vergnügen gerne verwehrt, aber nach so einem Tag konnten sie alle einen kräftigen Schluck vertragen.

„Was ist los?“, fragte Conner nach einem Moment der Stille und wandte sich da bei zu Duncan, der nun auch die Aufmerksamkeit der anderen beiden Männer genoss. Duncan saß zusammengekauert neben dem Feuer und hielt seine linke Gesichtshälfte fest umklammert. „Es ist dieser Zahn“, sagte er, „Er tut schon seit Wochen weh.“ „Vielleicht solltest du ihn mal von Mrs. Snape ansehen lassen“, schlug Conner vor. „Schließlich hast du heute ihren Gatten davor bewahrt als kleiner Bärensnack zu enden, da wird sie sich das sicher mal ansehen“, fügte er frech hinzu.

Duncan drehte sich zur anderen Seite auf der Severus direkt neben ihm saß. „Glauben sie, sie kann da etwas machen?“, fragte er an seinen Nachbarn gewandt und öffnete seinen Mund weit um das Ausmaß seiner Zahnschmerzen zu präsentieren. Ungewollt sah Severus den fauligen Zahn und das entzündete Zahnfleisch drumrum. Ein süßlich fauliger Geruch nach Blut und Eiter stieg ihm in die Nase, bei dem er unwillkürlich die Nase rümpfen musste. „Ich bin mir sicher, dass sich da was machen lässt“, sagte Severus, „Kommen sie doch einfach mal bei uns vorbei.“ „Ja das mach‘ ich gern“, antwortete ihm Duncan freundlich und machte eine kleine Verneigung mit dem Kopf als Zeichen seiner Dankbarkeit.

Fortsetzung folgt...


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