
von Hermine*Granger
Hallo miteinander,
Ich habe beschlossen, dass ihr jetzt lange genug gewartet habt und ich euch etwas Lesefutter spendieren werde. Hier kommt also das neue Chap mit einer etwas abrupten Wendung... Aber mehr verrate ich nicht!
Danke an die vier, die mir einen Kommi geschrieben haben. Seid ihr eingeschlafen, mögt ihr meine Geschichte nicht mehr oder habt ihr zu wenig Zeit, um mir einen Kommi dazulassen? Ich bin immer froh um RĂŒckmeldungen - und sei ein Kommi nur zwei SĂ€tze lang. Auch ĂŒber Kritik bin ich euch dankbar und werde garantiert nicht böse!!!
Danke auch an Kati89, die das Chap gebetat hat!
Here we go... Have fun!
Lg. Hermine
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Etwas spĂ€ter hörte man noch einmal einige âPloppsâ. Eine Horde Auroren war eingetroffen. Harry hatte aber nie Auroren bestellt, weshalb er ziemlich verwundert dreinschaute, als plötzlich eine ganze Delegation auf seine Befehle wartete. âWie kommt ihr hierher?â, fragte er erstaunt und war angenehm ĂŒberrascht, als er zu hören bekam, sein Sohn habe sie gerufen. James und Fiona waren also ins Ministerium weitergereist und hatten VerstĂ€rkung geholt. Harry war richtig stolz auf seinen Sohn. Und erleichtert, das war er auch, James und Fiona waren zurĂŒck.
Vor wenigen Stunden war Astoria Greengrass ermordet, ihr Sohn ins St. Mungos und ihr Mann nach Askaban gebracht worden. Die Zeit verging viel zu schnell. Appetitlos sassen alle am Tisch, aber gesprochen wurde viel. âDad, wieso kommen die Todesser immer an Weihnachten?â, stellte Al fragend fest. Auf diese Frage wusste Harry keine Antwort. Er wusste sie, aber er wollte sie nicht wissen. Die Liebe â dieses GefĂŒhl. Wen hatte sie nicht schon vor so manchem UnglĂŒck gerettet. Dank der Liebe seiner Mutter hatte er ĂŒberlebt, dank der Liebe zu Ginny war er zurĂŒckgekehrt, dank der Liebe zu Fiona hatte sein Sohn das alles in die Wege geleitet. Harry sah, dass Albus noch etwas zu jung war, um dies zu verstehen. Er hatte viel Verstand, ja, aber die GefĂŒhlswelt war noch etwas anderes. Ginny wollte sehr bald aufbrechen, damit Hermine, Ron, Rose und Hugo zu Scorpius ins St. Mungos gehen und ihm erklĂ€ren konnten, was geschehen war. Lily aber wollte unbedingt auch mit. Sie hing, wie alle schon lĂ€ngst gemerkt hatten, ebenfalls sehr an Scorpius. Ginny versuchte vieles, um ihre Tochter davon abzubringen, Scorpius zu besuchen. Sie sollte noch einen Tag warten, dann wĂŒrde er es vielleicht besser verkraften, so viele Leute zu sehen. Schliesslich musste Lily einsehen, dass an der Entscheidung ihrer Mutter nichts zu rĂŒtteln war und resignierte.
Der Tag verlief sehr dĂŒster und traurig. Einerseits war Harry unheimlich stolz auf seinen Sohn, andererseits war er traurig ĂŒber das Geschehene. Harry dachte daran, wie er sich als Waise gefĂŒhlt hatte â schrecklich. Fast liefen ihm TrĂ€nen ĂŒber die Wangen, doch er konnte sie gerade noch zurĂŒckhalten. Zu allem UnglĂŒck kam noch, dass Lily und James heute ausgezogen waren. Alle ihre Möbel waren schon in Godricâs Hollow gewesen und sie hatten dort auch schon einige Tage verbracht, doch richtig fĂŒr immer ausziehen, wollten sie am 25. Dezember. Die einzigen GlĂŒcklichen waren James und Fiona. Stundenlang sassen sie auf der Couch, kuschelten oder sahen einander einfach nur an. Irgendwie wirkten sie auf alle beruhigend oder wenigstens gab ihre Liebe einen Lichtstrahl in den tristen Tag.
Hermine, Ron, Rose und Hugo waren zusammen ins St. Mungos gefahren, um Scorpius zu besuchen. Sogar Ron war inzwischen von Scorpiusâ GutmĂŒtigkeit und dem Unterschied zu seinem Vater ĂŒberzeugt. Lange hatten die Vier diskutiert, wie sie dem kleinen Jungen den Tod seiner Mutter beibringen sollten und waren zum Schluss gekommen, Hermine solle zuerst mit Rose reingehen und Scorp die traurige Nachricht ĂŒberbringen.
Nun standen alle vor der TĂŒr die in Scorpiusâ Zimmer fĂŒhrte. Hermine liefen TrĂ€nen ĂŒber die Wangen, Rose stand kreideweiss da, das aufmĂŒpfige LĂ€cheln war von Hugos Gesicht verschwunden und Rons Magen grummelte fĂŒr einmal nicht. Ron war noch viel weisser als seine Tochter und bemĂŒhte sich, nicht in TrĂ€nen auszubrechen.
Vorsichtig klopfte Hermine an und drĂŒckte die TĂŒrklinke. Sie ging mit Rose ins Zimmer. Noch vor wenigen Tagen waren sie und Rose schon einmal an Scorpiusâ Bett gesessen. Damals hatte Rose geweint, heute weinte sie.
Rose hatte die ganze Nacht geweint. Ihr kam keine TrĂ€ne mehr aus den Augen und sie fĂŒhlte sich schuldig. Astoria war ermordet worden und sie weinte nicht einmal deswegen. Plötzlich fĂŒllten sich ihre Augen mit TrĂ€nen, sie fĂŒhlte sich noch viel elender als in der Nacht. Verwirrt schaute Scorpius auf. Er war sehr blass und schwach, doch Roses Schluchzen hatte ihm Kraft verliehen. âScorpiusâ, begann Hermine vorsichtig, âes tut uns sehr leid. Bitte hör mir zu, wenn ich dir nun etwas Schreckliches mitteilen muss.â Sie schaute den blonden Jungen gut an. War er in der Lage, diese Nachricht zu verkraften? âScorpius, heute Nacht beim Kampf⊠Sie hat tapfer gekĂ€mpft⊠aberâŠâ Hermines Stimme versagte und sie sank schluchzend auf Scorpiusâ Bett. ZĂ€rtlich und noch immer von Schluchzern geschĂŒttelt nahm sie Scorpius in die Arme. âScorp, dein Vater hat heute Nacht deine Mutter ermordet.â, Rose sagte es kurz, so als ob es nicht von ihr kĂ€me, sondern von einem Computer. Es war ihre HĂŒlle, die Sprach. âNein!â, rief Scorpius, âNein, bitte nicht. Wieso?â Er schluchzte und klammerte sich an Hermine und Rose fest, die ihm beide beruhigend ĂŒber den Arm strichen. âDraco und Jessica sind nach Askaban gebracht worden. Du wirst vorerst noch hier im Spital bleiben, dann kommst du zu uns nach Hause, bis klar ist, was mit dir weiter geschehen soll.â - âIch will nicht weg. Ich will bei euch bleiben.â, schluchzte der Blonde. Hermine und Rose hörten geduldig zu und versuchten, Scorp beizustehen. Trösten konnten sie ihn nicht wirklich, aber immerhin besser, als wenn er ganz alleine gewesen wĂ€re. Langsam kamen nun auch Ron und Hugo herein. Ron setzte sich zu Scorpius aufs Bett und nahm ihn in den Arm. Hermine und Rose standen daneben. âIch habe mich getĂ€uscht in dir, mein Junge. Es tut mir leid!â, sagte Ron und strich Scorpius ĂŒbers Haar. Dieser beruhigte sich allmĂ€hlich, um erneut in einen Weinkrampf auszubrechen. Nach gut zwei Stunden, die Scorpius weinend zugebracht hatte, war Hermine am Ende ihres Lateins. Alle ihre Kleider waren total durchnĂ€sst. Langsam beruhigte sich Scorpius und fiel sogleich in einen tiefen Schlaf. Leise schlich sich die Familie aus dem Zimmer. Rose wollte nicht weggehen. âMum, wir mĂŒssen Scorpius aufnehmen!â â âIch bin nicht sicher, ob das eine gute Idee ist. Er braucht viel mehr Zuwendung, als wir ihm bieten können. SelbstverstĂ€ndlich werden wir ihn aufnehmen, wenn auch das Ministerium beschliesst, dass dies zu seinem Besten ist.â Endlich sah Rose ein, dass sie nicht alles bestimmen konnten, war aber froh, dass ihre Eltern ihren âBruderâ aufnehmen wĂŒrden.
Drei Tage spĂ€ter konnte Scorpius zu den Weasleys zurĂŒckkehren. Alle sorgten sich rĂŒhrend um ihn. Harry hatte das Ministerium eingeschaltet, um Hendrik und Ashley zu informieren. Ăberall auf der Welt wurde gesucht, bis man schliesslich den entscheidenden Hinweis erhielt. Astoria hatte die ganze Zeit in einer Londoner Altwohnung an der Carnaby Street, einer sehr reichen Strasse gewohnt. Dieser Hendrik existierte ebenso wenig wie Scorpiusâ Schwester Ashley. Als Scorpius dies erfuhr, wurde er sehr traurig. Seine Mutter hatte ihn angelogen, um kein schlechtes Gewissen zu haben. Sie war eine schamlose LĂŒgnerin! Obwohl er diese Information erhalten hatte, war er immer noch sehr traurig ĂŒber ihren Tod. Nur fragte er sich immer wieder, was Astoria dazu bewogen hatte, ihm ein LĂŒgenmĂ€rchen aufzutischen. Genauso hĂ€ufig wie er sich diese Frage stellte, bekam er immer wieder die gleiche Antwort: Er wĂŒrde es nie erfahren!
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Ich hoffe, ihr seid jetzt so richtig sauer auf Astoria und schreibt mir gaaaaaanz viele Kommis!
Darf ich auch noch auf meine andere FF aufmerksam machen: "A song for you". Es sind lauter kurze Songfics zu allen möglichen Charas. WĂŒnsche sind willkommen. Aber zuerst drĂŒckt ihr am besten mal auf den Kommi-Button.
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