
von Hermine*Granger
Hallo alle zusammen,
Hier ist mal ein extra langes Chap. Ich hoffe es gefällt euch und freue mich natürlich sehr über Kommis. Bitte schreibt zu jedem Kommi noch dazu, ob Victoires Kind ein Mädchen oder ein Junge sein soll, ich kann mich nicht entscheiden. Wenn ihr auch noch einen Namen für das Kind habt (aber bitte nicht Remus oder Nymphadora ;)), freue ich mich natürlich über eure Vorschläge.
Ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gestartet!
Lg. Hermine
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Der August neigte sich dem Ende zu. James und Albus waren schon fleissig am packen. James würde in die fünfte Klasse kommen. Er hasste Stress und das ZAG-Jahr war viel stressiger als alle anderen, weshalb er sich nicht so fest auf Hogwarts freute wie im Normalfall. Das einzige, was er in den Ferien wirklich vermisst hatte, war seine Freundin. Den ganzen Sommer durch hatten Fiona und er sich heimlich Briefe geschickt. Aber es war nicht dasselbe, wie wenn er Hand in Hand mit ihr durch das Schloss wanderte. James war sich jedoch auch bewusst, dass er in diesem Jahr nicht mehr so viel Zeit für die Beziehung haben würde, wie er im vorigen gehabt hätte. Dennoch hatte er einen kleinen Trost: Fiona war auch im ZAG-Jahr, was bedeutete, dass sie vielleicht zusammen lernen konnten. Aber konnte er sich überhaupt konzentrieren, wenn Fiona so dicht neben ihm war?
Diese Sorgen hatte Albus nicht. Er freute sich auf Hogwarts und war gespannt, was sie dieses Jahr neues lernen würden. Schon eine Woche vorher hatte er seinen Eltern angekündigt, dass sie ihm nur noch jeden zweiten Tag und nicht jeden Tag einen Brief schicken sollten. Das sei ja peinlich, hatte er gesagt, wenn er als einziger so häufig Briefe von zuhause erhielte.
An diesem Morgen waren die Einkaufslisten gekommen. Ginny ging deswegen mit Al, James und Lily in die Winkelgasse. James brauchte neue Umhänge, da er in den Sommerferien stark gewachsen war. Al brauchte einige neue Lehrbücher, ebenso wie James. Lily quengelte die ganze Zeit, sie wolle auch nach Hogwarts. Nach längerer Zeit kaufte Ginny Lily schlussendlich einen Zauberumhang. Dann konnte sie ja wenigstens schon mal ein bisschen Hogwarts-Feeling erleben. Schlussendlich hatten sie alles und Ginny nahm ihre Kinder und apparierte zum Grimauldplatz zurück. Als sie dort ankamen, wartete schon jemand vor der Tür. „Ginny, es ist soweit! Sie sind drinnen. Harry hat sie schon mal rein gelassen.“, sagte die aufgeregte Frau. Sie war gross, schlank, blond und hatte eine natürliche Ausstrahlung. „Fleur!“, rief Lily, „kommt ihr zum Abendessen? Juhuiii, wir bekommen Besuch!“ – „Sei still Lils!“, sagte Ginny und rannte an Fleur vorbei ins Haus. Fleur trat ebenfalls ein und die Kinder taten es ihr nach.
Noch immer verstanden sie nicht ganz, was los war. „Aber wieso freut sich denn Mama nicht, wenn Fleur zum Abendessen kommt?“, fragte Lily ziemlich ratlos. Al zuckte mit den Schultern. Auch er verstand überhaupt nichts mehr. Mit grossen Augen schauten Lily und Al ihren grossen Bruder an. Doch auch James schaute ziemlich blöd in die Welt. „Das ist noch nie vorgekommen!“, sagte er etwas enttäuscht, „Dabei mag Mum Fleur doch so gerne!“ In diesem Moment trat Hermine gefolgt von Ron, Rose und Hugo ins Haus. „Wo sind sie?“, fragte sie nur und zog ihren Mann ins Wohnzimmer. Nun standen auch Rose und Hugo bei James, Lily und Al. Vielleicht wussten die ja, was los war. „Hi!“, sagte Al, „Was haben die heute alle? Und wieso ist die ganze Verwandtschaft hier versammelt, man hört und sieht nichts von all den Leuten, obwohl sie doch im Wohnzimmer sind und die Tür ist auch noch verriegelt. Mum freut sich gar nicht, dass ihr alle da seid und alle sind so gestresst. Könnt ihr uns das erklären?“ Rose wusste, wie ihre Mutter auch immer, sofort eine Antwort: „Es ist wegen Victoire. Sie bekommt ihr Kind. Da wollen sie nicht, dass wir auch dabei sind. Deshalb haben sie die Tür verriegelt und das Zimmer mit einem Muffliato versehen.“ – „Mit einem was???“, fragten nun die anderen vier im Chor. „Mit einem Muffliato. Das ist ein Spruch, der einen Raum schalldicht macht.“ „Aha!“. Al nickte, „mir ist es aber zu blöd, einfach hier rumzustehen. Wir haben noch anderes zu tun, schliesslich fährt morgen der Zug. Kommt wir gehen hoch in mein Zimmer.“
In dem Moment kamen auch Molly und Arthur hereingewuselt. „Arthur-Schätzchen, pass du bitte auf die Kinder auf, ok?“, fragte Molly und zu den Kindern gewandt sagte sie knapp „Hey ihr Süssen!“, und nun war auch sie hinter der mysteriösen Tür verschwunden. „Grandpa!“, rief Al überglücklich. Er liebte seinen Grossvater sehr. Wenigstens ein Erwachsener, der nicht auch dort rein musste. „So ihr Lieben. Wo sind denn die anderen?“, fragte Arthur Weasley etwas verstört. „Da drin!“, sagte Lily und deutete auf die Tür. „Ron, Harry, Percy, George und Bill etwa auch?“, fragte Arthur etwas ungläubig. „Ja, klar!", sagte Rose. Plötzlich ging die Tür auf. Molly Weasley kam heraus, gefolgt von Ron, George, Percy und Bill. Dahinter gingen Fleur und Hermine, die eifrig am diskutieren waren. Zum Schluss kamen Ginny und Teddy, die mit Harrys Unterstützung eine kreidebleiche Victoire aus dem Haus transportierten. Die Kinder schnappten einige Wortfetzen auf von: „Nicht apparieren … Auto…“ Dann schrie Victoire ziemlich erzürnt: „Ich will sofort ins Krankenhaus. Nicht mit dem Auto. Ich will apparieren!“ Arthur nahm die Kinder bei der Hand und rannte ebenfalls aus dem Haus.
Inzwischen hatten sich dort auch Georges Frau und sein Sohn Fred sowie alle anderen Cousins und Cousinen versammelt. „Um Gottes Willen! Die wollen doch nicht alle mit?“, rutschte es Lily raus. „Es scheint so!“, lachte James nur und hielt nach irgendjemandem Ausschau, dem es ebenfalls langweilig war. „So ein Getue, nur weil die jetzt ein Kind kriegt!“, schnaubte er verächtlich. Da kam Hermine zu ihnen hinübergelaufen. „Ähm, wollt ihr wirklich alle mitkommen?“, fragte sie etwas verwirrt. – „Klar!“, sagten Lily und Rose wie aus einem Mund, doch die Jungs waren sich da nicht so sicher. „Arthur, kommst du auch mit?“, fragte Hermine und man wusste nicht genau, ob sie nicht insgeheim hoffte, dass er nein sagen würde. „Braucht ihr mich?“, fragte ihr Schwiegervater. „Keine Ahnung. Es sind so viele Leute da, dass ich den Überblick verloren habe.“, sagte Hermine. Wenn Hermine einmal nicht mehr wusste, was lief, war etwas nicht mehr in Ordnung. „Dann passe ich auf alle die auf, die nicht mit wollen. Ok?“, fragte Arthur. Dankbar sah Hermine ihn an. Das war Antwort genug. „Also Mädchen, dann geht mal mit Hermine mit und ihr Jungs, ihr sucht alle zusammen, denen es mindestens so langweilig ist, wie uns.“ – „Klasse!“, rief Hugo und machte sich mit seinen älteren Cousins auf den Weg.
Zehn Minuten später stand eine Gruppe von 11 Leuten um Victoire rum: Teddy, Ginny, Harry, Hermine, Ron, Fleur, Molly, Lily, Rose sowie Georges Frau und Percys Freundin. „Ron, was machst du da? Bist du sicher, dass das gut ist, wenn du mitkommst?“, fragte Hermine erstaunt und zog eine Augenbraue hoch. „Ja, ich will bei dir sein. Dad kümmert sich schon um Hugo und irgendwer muss sich ja um die Mädchen kümmern.“ – „Ist ja gut. Aber wo ist Bill?“, mischte sich Harry ein. „Der will nicht mitkommen. Das sei ihm zu viel Stress. Er kommt dann, wenn alles vorbei ist.“, antwortete Fleur, „Los, gehen wir?“ Die Gruppe setzte sich in Bewegung. In einer kleinen Seitenstrasse, etwa eine halbe Minute vom Grimauldplatz entfernt konnten sie apparieren. Hermine nahm Lily und Rose an der Hand, Harry, Ginny und Teddy kümmerten sich um Victoire und die anderen apparierten für sich. Im St. Mungos herrschte ein grosses Durcheinander. In einem Zoo für magische Geschöpfe war ein Drache ausgebrochen, der einen Zoowärter umgebracht und fünf schwer verletzt hatte. Also war das ganze Haus in Aufruhr. Und jetzt kam auch noch eine grössere Invasion der Weasleys (A/N: Ich stelle mir das fürchterlich lustig vor!). Zum Glück war Ginny selbst Heilerin. Sie besorgte ein extragrosses Zimmer mit vielen Stühlen und das bequemste Bett, das es im St. Mungos überhaupt gab. „Mine, könntest du schnell kommen?“, stöhnte Ginny, die eben noch einen Berg Kissen ins Zimmer schleppte, „Hol doch bitte schnell die Schürzen. Sie sind immer noch am gleichen Ort wie früher!“ Hermine nickte. Schliesslich war auch sie früher einmal Heilerin gewesen, doch nach der Geburt ihrer Kinder wollte sie lieber Journalistin werden, da sie dort flexiblere Arbeitszeiten hatte. Lily und Rose sahen sich staunend im Zimmer um. Sie setzten sich auf zwei bonbonrosafarbene Sessel und warteten, was passieren würde.
Irgendwie hatten sie sich die ganze Angelegenheit spannender vorgestellt. Und vor allem etwas leiser. Victoire schrie die ganze Zeit und alle ihre Verwandten unterstützten sie tatkräftig dabei. Irgendwann hielt Lily es nicht mehr aus. Weinend rannte sie aus dem Zimmer und Rose, die mit Lily mitgehen wollte, obwohl sie nicht wusste, was mit ihrer kleinen Cousine gerade los war, rannte ihr hinterher. Auf dem Gang setzte sich Lily und schluchzte. „Was ist?“, fragte Rose. „Ich weiss es nicht, es ist einfach zu viel. Victoire schreit fast ununterbrochen, Mum und Dad können sich nicht um uns kümmern und es ist einfach viel zu laut!“, erzählte Ginny und schniefte. Die Tür ging auf und Ron trat zu den beiden Mädchen. „Lily, was ist?“, fragte Ron und nahm seine Nichte in die Arme. Lily sagte ihm das gleiche, was sie auch schon Rose gesagt hatte. Ron meinte nur: „Ich schlage vor, wir gehen einen Kakao trinken. Wenn ihr Lust habt, gehen wir dann wieder hier rein, sonst gehen wir zu Grandpa.“ Er nahm jedes Mädchen an eine Hand, wobei Rose dies eher widerwillig geschehen liess und ging mit ihnen zur Cafeteria.
Hermine hatte Rons Absenz bald bemerkt. Jetzt stellte sie auch fest, dass Rose und Lily nicht mehr da waren. Sie wischte sich den Schweiss von der Stirn. War es eine gute Idee gewesen, so viele Leute mitzunehmen? Stresste das Victoire nicht noch zusätzlich? Im nächsten Moment wurde sie durch Victoires Geschrei wieder aus den Gedanken gerissen. Sie hörte, wie Ginny sagte: „Vici, entspann dich.“ Dann reichte es ihr. Hinter ihr diskutierte Percys Frau mit Molly über ein neues Strickmuster. „Sehr interessant!“, sagte Hermine, „wenn ihr hier nichts anderes machen könnt, dann geht doch nach draussen!“ Molly sah ihre Schwiegertochter empört an. Immerhin wurde gerade ihr erstes Urgrosskind geboren. Schliesslich verliessen aber die beiden jüngeren Frauen wortlos den Raum.
Ron, Rose und Lily sassen in an einem kleinen runden Tisch und sprachen miteinander. Ron war sich nicht sicher, wie gut die Idee gewesen war, die beiden Mädchen mitzunehmen. Lily war schliesslich gerade mal 10 Jahre alt. „Wollt ihr noch mal nach oben oder gehen wir zu Grandpa?“, fragte Ron. „Oben ist es langweilig. Ich bin für Grandpa.“, meinte Rose und Lily nickte. Also apparierten die drei zu Arthur. Inzwischen war es schon gegen zehn Uhr abends und Rose und Lily waren sehr müde. Die anderen waren nach Hause gegangen nur Albus, James und Hugo waren dabei, ins Bett zu gehen, als Ron mit den Mädchen ankam. Er und Arthur beschlossen, dass James, Al und Lily bei Ron übernachten würden. Arthur hatte schon eine Eule nach Hogwarts geschickt und gebeten, die Kinder müssten erst am zweiten September kommen. Also apparierte Ron mit den fünf Kindern zu ihrem schönen Haus, wo alle von den Erlebnissen des Tages sofort erschöpft in ihre Betten fielen.
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Hoffentlich hat es euch gefallen. Stellt euch doch mal die ganze Familie Weasley vor, wie die da ein grosses Durcheinander auf der Strasse veranstalten. Ich musste wirklich lachen, als ich das geschrieben habe.
Kommis? Ich freue mich!
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