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Fanfiction

Schneengel - Mrs Evans

von jujube58

Fanfiktion / Bücher / Harry Potter / Schneeengel

Mrs Evans
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von jujube58 erstellt: 25.12.2009 letztes Update: 25.12.2009 Allgemein / P12 (fertiggestellt) 8 Reviews

Zusammen mit Paul stehe ich auf der Terrasse unseres kleinen Häuschens in einem Vorort Londons. In der Nacht hatte es angefangen zu schneien, genau pünktlich, damit der Weihnachtsmann auf seinem Schlitten kommen konnte, um die Geschenke zu verteilen. So hat es mir zumindest Lily erklärt.
Auf dem Rasen toben Lily und Petunia, sie machen eine Schneeballschlacht. Ein großer Schneemann steht schon vor dem Haus, es fehlt also nur noch eines. „Tuney! Wir müssen dem Weihnachtsmann noch einen Schutzengel fürs nächste Jahr machen!“ Lily sieht Petunia ganz aufgeregt an, ihre Wangen sind gerötet, die Haare hängen ihr schon wieder ins Gesicht. Lily und ihre Engel. Ich weiß gar nicht, woher sie das hat. In jeder Kirche, auf jeder Postkarte, in jedem Buch bewundert sie sie, die großen wie die kleinen, die dicken wie die dünnen, die bunten wie die goldenen Engel, Putten und Schutzengel.
Im Alter von zwei Jahren wurde ihr von Petunia gezeigt, wie man Schneeengel macht und seitdem muss jedes Jahr an Weihnachten ein Schutzengel für den Weihnachtsmann in die Schneedecke auf dem Rasen gezaubert werden.
„Ich hole schnell die Kamera, damit wir endlich mal ein Bild von den tollen Engeln haben!“ Paul zwinkert mir zu und verschwindet kurz im Haus. Als er wieder hinauskommt, hält er die Polaroidkamera in der Hand, drückt auf den Auslöser und zieht dann das Foto aus dem Apparat. „Wir gucken drinnen, wie es sich entwickelt“, ruft er den Mädchen zu, die auch sofort auf uns zugestürmt kommen.

Es ist soweit: Die Konturen lassen sich erkennen, Farben sind auszumachen. In einem verschneiten Garten sind die Abdrücke von zwei wunderschönen Engeln zu sehen, es sieht aus, als wäre wirklich einer der Erzengel vom Himmel gekommen, um sich an den beiden Stellen ins Gras zu legen.
Neben den Bildern auf dem Boden sind zwei kleine Mädchen auszumachen. Die eine groß für ihr Alter, mit glatten blonden Haaren, die sie sich mit verträumtem Blick aus den Augen streicht. Die Hände in dicken blauen Handschuhen, auf dem Kopf ein hübsches Stirnband, das der Weihnachtsmann gebracht hat. Die andere eher etwas klein geraten, smaragdgrüne funkelnde Augen in einem verschmitzt lachenden, von der Kälte geröteten Kindergesicht. Unter der Mütze quellen Unmengen an dickem, lockigem, rotem Haar hervor, die ihr wild in die Augen hängen.

Meine Lily und meine Petunia, meine beiden kleinen Engel. Gerade sitzen sie neben mir, dicke Wollsocken an den Füßen und betrachten aufgeregt das Foto. Wieder einmal könnte ich sie stundenlang ansehen ohne mich an ihrem Anblick sattzusehen. Meine kleinen Engel.


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Wir müssen lernen, mit Menschen auszukommen, die anders sind als wir. Wenn sie das Herz auf dem rechten Fleck haben, spielt es keine Rolle, woher sie stammen.
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