Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Ãœber uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Fahrradsattelbezüge - Einkaufsliste zum Verlieben

von Saoirse

Huhu,

dieses Kapitel ist das Letzte in dieser FF. Ich hoffe, es gefällt euch! Übrigens hatte sich Tonks im letzten Kapitel von Patrick nach einem Streit getrennt. Entschuldigt, wenn das nicht gut rüberkam..

In diesem Kapitel ist Tonks bereits 24.



Was hatte sie sich nur dabei gedacht? Zucker… Mehl… Sie kannte eigentlich nur Mehlwürmer, die sie in einigen wenigen Zaubertränken verwendete… Tonks ging die Produkte auf ihrer Einkaufsliste durch… Worauf hatte sie sich da eigentlich eingelassen? Sie hatte Zaubertränke mit Ach und Krach bestanden… Eigentlich wollte sie ihrem muggelgeborenen Vater eine Freude machen und ihm einen Geburtstagskuchen backen. Aber es sollte etwas besonderes sein! Sie wollte dabei keine Zauberei verwenden. Nach dem Tod ihrer Großmutter väterlicherseits hatte es im Hause Tonks keinen selbstgebackenen Kuchen mehr gegeben. Andromeda Tonks war keine große Köchin. Sie verstand sich auf Zauberei und Küchenzauber, aber Mutter und Tochter hatten Schwierigkeiten damit, Dinge auf muggelart zu erledigen. Ihr Vater, Theodore „Ted“ Tonks, hatte schon öfter den Wunsch geäußert, mal wieder ein Stück vom hausgemachten Kuchen seiner Mutter zwischen die Zähne zu bekommen.
Verzweifelt runzelte sie die Stirn… Sie überlegte, das Unterfangen zu beenden, noch bevor es angefangen hatte. Sie wusste ohnehin nicht, was sie hier suchte. Sie fühlte sich von den Regalen beengt und erdrückt. Sie blickte sich um… Diese ganzen Schilder mit der Aufschrift „Sonderangebot“ verwirrten sie. Es gab so viele Produkte… Wieso konnte man nicht so gezielt, wie in der Winkelgasse einkaufen? Wieso musste alles in der Muggelwelt so kompliziert sein? Ganz zu schweigen von dem seltsamen Geld, das Ähnlichkeiten mit Spielgeld hatte. Das Zauberergeld war einfach viel schöner. Irgendwie war es echter.
„Hilfe“, murmelte sie so leise, dass sie sicher sein konnte, dass keiner der umstehenden Muggel etwas davon mitbekommen konnte.

Der Mann hatte sie schon längere Zeit beobachtet. Irgendwie wirkte dieses Mädchen mit den bonbonrosafarbenen Haaren sehr bekannt auf ihn. Er überlegte die ganze Zeit, wo er diese junge Frau hinstecken sollte. Er war eher ein introvertierter Typ, der selten aus sich herauskam. Wenn er wie seine Freunde Sirius oder James gewesen wäre, hätte er sie wohl angesprochen und vielleicht auch ein wenig geflirtet. Aber er war Remus John Lupin und mittlerweile hatte er sich damit abgefunden, nicht so sein zu können, wie er es sich wünschte. Es gab keine Heilung für sein Problem. Es gab keine Hoffnung für ihn, ein normales Leben führen zu können. Er war ein Mann im mittleren Alter und er hatte sich mit seinem Schicksal abgefunden. Durch dieses schwere Schicksal grenzte er sich von der Außenwelt ab. Er wollte seine Umwelt nicht unnötig in Gefahr bringen.
Er richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf die junge Frau und lies seine dunklen Gedanken im Nichts verschwinden. Unglaublich, wie tapsig sie war. Irgendwie erheiterte ihn ihre Unsicherheit.
„Gib dir einen Ruck“, sagte er sich leise. Aber er konnte sich nicht überwinden, das Mädchen anzusprechen. Seine Freunde hatten ihm damals öfter geraten, seine Schüchternheit abzulegen. Er atmete tief durch. Er stellte sich hinter das Mädchen und räusperte sich.

Erschrocken fuhr Tonks herum. Der Mann hatte sich ein bisschen zu dicht hinter sie gestellt. Sie hatte gespürt, dass jemand in ihre Distanzzone eingedrungen war. Die Arbeit als Aurorin brachte es mit sich, immer und überall auf mögliche Gefahren zu achten. Sie hatte vor ziemlich genau einem Jahr ihre Abschlussprüfung abgelegt. Es war eigenartig, wie stark sich ihre Arbeit auf ihr Privatleben auswirkte. Sie wusste, dass sie vorsichtig sein musste, dass sie nicht von den Muggeln enttarnt wurde, aber instinktiv hatte sie nach dem Zauberstab in ihrer Hosentasche gegriffen.
Der Mann ihr gegenüber lächelte sie verlegen an. Er war ungefähr im gleichen Alter, wie ihr Vater. Seine braunen Haare waren von grauen Strähnen durchzogen. Die meisten weißen Haare hatte er über den Ohren. In ihr regte sich der seltsame Wunsch, diesen Fremden zu umarmen, sich an ihn zu drücken und seine Haare durch ihre Finger gleiten zu lassen. Die weißen Haare standen ein wenig ab und wirkten etwas drahtig im Gegensatz zu den Haaren, die noch hellbraun waren.
Seine Augen strahlten eine unglaubliche Wärme und Güte aus. Eisblau… Aber es war auch etwas Trauriges darin… Etwas Undefinierbares…
„H-hallo“, sagte sie unsicher lächelnd.
„Hallo“, sagte er mindestens genauso unsicher. Ein kurzer Moment verging, in dem sich die beiden einfach nur anstarrten. Remus nahm all seinen Mut zusammen. „B-brauchst du Hilfe?“ fragte er.
Mit einem Mal fühlte er sich peinlich berührt. Er hatte das Mädchen die ganze Zeit beobachtet.
Sie nickte. Ihr stockte der Atem. Sie konnte sich nicht erinnern, dass jemand schon einmal so eine Wirkung auf sie gehabt hatte.
„Arbeitest du hier?“ fragte sie.
Er schüttelte den Kopf. „Die Supermarktleute tragen Arbeitskittel“, erklärte Remus.
„Sehen eher aus, wie einige lächerliche Umhänge“, murmelte Tonks.
Auf einmal wusste Remus, wo er dieses Mädchen gesehen hatte… Vor zwanzig Jahren war sie ihm am Flussufer begegnet… Und vor ungefähr zehn Jahren hatten sie sich in London getroffen. Diese unbedarfte Bemerkung… Bei ihrer letzten Begegnung hatte sie die Zaubererwelt direkt ins Gespräch gebracht. Diesmal hatte sie es auf Umwege getan. Sie war älter und vorsichtiger geworden.
„Nymphadora?“ fragte er unsicher.
„Nein“, sagte Tonks. Einen kurzen Augenblick flackerte in Remus‘ Blick ein Anflug von Enttäuschung auf. Tonks‘ Mimik veränderte sich, als sie ihren verhassten Vornamen hörte. „Nein“, wiederholte Tonks, „so hat mich schon seit Jahren niemand mehr genannt. Ich will nur noch ‚Tonks‘ genannt werden. Das ist mein Nachname“, erklärte sie.
„Erinnerst du dich an mich?“ fragte Remus erfreut. Nun hatte er die Bestätigung, dass es wirklich das Mädchen war, das er am Flussufer getroffen hatte und dem er geholfen hatte, den Weg zur Winkelgasse zu finden.
„Ich bin mir nicht sicher… Du kommst mir bekannt vor…“, sagte Tonks aufrichtig.
Er kam sich ein bisschen seltsam vor. Sie standen hier im Supermarkt und er hatte sie nach einer Begebenheit gefragt, die schon zehn Jahre zurücklag.
„Vor einigen Jahren hast du dich in London verlaufen. Ich habe dich zur Winkelgasse begleitet“, sagte Remus. Das Treffen am Fluss behielt er allerdings für sich.
Tonks‘ Gesicht erhellte sich, als sie ihn erkannte. „Remus?“ flüsterte sie. Sie konnte sich auch nicht erklären, wieso ihr dieser Name auf einmal wieder in den Sinn kam. Sie hatte noch oft nach ihrer Begegnung in London an ihn gedacht, aber irgendwann war Remus in Vergessenheit geraten.
„Ja“, antwortete Remus, „ich bin es“, fügte er noch hinzu.
„Ich hätte nicht gedacht, dass wir uns irgendwann einmal wiedersehen“, sagte Tonks leise. Es war seltsam. Vor ungefähr zehn Jahren war er ungefähr im gleichen Alter, wie sie. Sie ging davon aus, dass er mittlerweile verheiratet war. „Was gab es in den letzten zehn Jahren bei dir?“ sagte sie, als begrüße sie einen alten Bekannten, den sie schon ihr Leben lang kannte… Na ja, irgendwie stimmte das ja auch.
Remus fand es unglaublich, wie leicht es war, sich mit Tonks zu unterhalten. Eigentlich waren sie Fremde, die sich nur alle zehn Jahre begegneten. Aber die Anziehung zwischen ihnen war unbestreitbar. „Eigentlich nicht viel“, antwortete er. Er schielte auf Tonks‘ Einkaufsliste. „Soll ich dir beim Einkaufen helfen?“
„Du weißt, was sich jede Frau erträumt“, spottete Tonks.
„Tja, ich bin ein richtiger Frauenversteher“, witzelte er.
„Es ist so kompliziert, hier bei den Muggeln einzukaufen… Es gibt so viel... Wozu brauchen die Muggel acht verschiedene Sorten Mehl und Zucker?“
„Kein Problem. Meine Mutter war ein Muggel. Du bist wahrscheinlich aus einer reinen Zaubererfamilie, oder?“ fragte Remus.
„Mein Vater ist muggelgeboren. Aber meine Mutter stammt aus der Familie Black… Alles okay bei dir?“ Tonks war nicht entgangen, dass Remus die Augen bei dem Familiennamen Black weit aufgerissen hatte.
„Black… Du meinst doch nicht etwa Black, wie Sirius Black?“ fragte Remus mit gesenkter Stimme. Es war gefährlich, über Sirius zu reden. Er wurde schließlich noch immer von der Regierung gesucht.
„Doch, Sirius ist der Cousin meiner Mutter… Wieso willst du das wissen?“ fragte sie. Irgendwie war sie kritisch geworden… Sie wusste doch gar nicht, was Remus von Sirius dachte. Vielleicht hielt er ihn für den Massenmörder, für den er die letzten Jahre gehalten wurde.
„Sirius und ich waren in Hogwarts miteinander befreundet. Also bist du Andromeda Blacks Tochter… Es war damals ein Skandal, als sie von zu Hause weggelaufen ist… Ich habe sie und Sirius damals echt bewundert. Ich weiß nicht, ob ich den Mut gehabt hätte, so für meine Überzeugungen einzustehen, wie die beiden es getan haben.“
Während sie sich unterhielten, warf Remus die Sachen, die auf Tonks‘ Einkaufszettel standen, in den Einkaufswagen. Tonks bewunderte, wie souverän sich Remus in der Muggelwelt bewegte. Wie selbstverständlich er die Sachen in den Wagen räumte.
„Wow, was für ein Zufall“, sagte Tonks erstaunt.
„Ja, unglaublich, dass ich Sirius‘ Großcousine damals geholfen habe, sich in London zurechtzufinden“, bemerkte Remus.
„Ich finde es eigentlich noch unglaublicher, dass wir uns nach zehn Jahren wieder begegnet sind…“
Als Tonks das sagte, musste sich Remus auf die Lippen beißen.
Tonks und er steuerten die Supermarktkasse an. Remus legte die Waren auf das Band, während Tonks dabei zusah.

„In Ordnung“, sagte Remus, „Ich muss jetzt langsam los…“
„Danke“, flüsterte Tonks. Sie war ein wenig enttäuscht, dass sich Remus schon so zeitig verabschiedete. Sie atmete tief ein. „K-können wir uns wiedersehen?“
Remus lächelte. „Gerne.“
„Wie wäre es heute in einer Woche…?“ schlug Tonks vor, „Wir könnten etwas in den Drei Besen oder im Tropfenden Kessel trinken gehen…“
Remus schmunzelte. „Tropfender Kessel hört sich sehr gut an. Dort schließt sich der Kreis dann wohl wieder. Vielleicht kannst du mir ein Stück von deinem Kuchen mitbringen.“ Normalerweise war er nicht so dreist. Sein eigenes Verhalten erschreckte ihn ein bisschen, doch er fühlte sich selbstbewusst.
Tonks sah ihn erstaunt an. „Woher weißt du, dass ich einen Kuchen backen wollte?“
„Ich habe den Einkauf für dich gemacht…“, lächelte er.
Sie gingen an die Kasse und beobachteten, wie die Kassiererin die Waren eintippten. Die Kassiererin musterte das seltsame Paar. Aber Remus war es egal, was diese Frau über sie dachte. Er konnte nicht sagen, wann er zuletzt so glücklich gewesen war. Irgendwie war er erleichtert… Obwohl er in Gryffindor war, hatte er in seiner Schulzeit nie den Mut aufgebracht, ein Mädchen anzusprechen.
Er beobachtete, wie Tonks der Kassiererin viel zu viel Geld gab und ungefähr die Hälfte derselben Scheine wieder zurückerhielt, während er die Backzutaten in Tüten packte. Dann verließen sie den Supermarkt.
„Danke, Remus“, sagte sie leise. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und legte ihm ihre Arme um den Hals. Sie sah über seine linke Schulter und spielte mit seinen grauen Haaren über dem Ohr. Sie lächelte – die grauen Haare waren tatsächlich um einiges widerspenstiger, als die hellbraunen. Irgendwie erinnerten sie seine grauen Haare an ihre eigenen… Er konnte die grauen Strähnen genauso wenig unter Kontrolle halten, wie sie ihre Haare bei extremen Gefühlsausbrüchen.
„Nein, ich habe zu danken“, erwiderte Remus. Die beiden sahen sich an… Ihre Lippen näherten sich einander. Die Zeit stand still… Kurz bevor sich beide dem Kuss ergeben konnten, hallte eine Durchsage durch den Supermarkt.

„Liebe Kunden, wir schließen und wünschen Ihnen einen angenehmen Weg nach Hause und einen schönen Abend!“
Die Durchsage machte Remus bewusst, was er tat. „Wir sehen uns nächste Woche“, sagte er. Irgendwie war ihm, als würde er aus einem intensiven Traum gerissen werden. Tonks sah ihn verwirrt an. Anscheinend ging es ihr genauso, wie ihm…
„In Ordnung“, sagte sie. Aber er konnte erkennen, dass bei ihr absolut nichts in Ordnung war. Sie wirkte enttäuscht und durcheinander. Und er konnte in ihren Augen lesen, dass sie sich fragte, wieso er den Kuss nicht hatte passieren lassen.


Tonks hatte ihn vergessen lassen, dass eine Woche nach ihrer Begegnung im Supermarkt eine Vollmondnacht bevorstand. Remus war es peinlich, sich als Werwolf zu outen und die Verabredung zu verschieben. Und so saß Tonks mehrere Stunden im Tropfenden Kessel und wartete sehnsüchtig auf Remus. Sie hoffte, eine Erklärung von ihm, wieso er das Treffen im Supermarkt so abrupt hatte enden lassen.

Remus versetzte sie, weil er sich absolut sicher war, dass so eine junge, hübsche Hexe sowieso kein Interesse an einem Werwolf haben würde.
Allerdings erfüllte Sirius etwa einen Monat später Dumbledores Auftrag, den alten Orden zusammenzutrommeln. Durch ihren Vorgesetzten, Kingsley Shaklebolt, wurde auch Tonks in den neuen Orden aufgenommen. So erfuhr sie früher von Remus‘ Problem, als es ihm lieb war.

Bei manchen Menschen ist es Schicksal, dass sie einander näher kommen und sich ineinander verlieben. Die Menschen fühlen sich zueinander hingezogen, aber sie erkennen nicht sofort, dass sie Seelenverwandte sind. Weil es so schwierig ist, arrangiert das Schicksal mehrere Treffen.
Bevor Remus und Tonks sich im Orden des Phönix‘ trafen, hatten sie drei Treffen. Drei Begegnungen mit dem Schicksal. Dreimal brauchte Tonks Hilfe… Dreimal half Remus ihr… Er merkte allerdings immer erst im Nachhinein, dass eigentlich sie diejenige war, die ihm half schwierige Zeiten zu überwinden. Die Begegnung am Fluss behielt Remus bis auf weiteres für sich. Erst, als er ein Ehegelöbnis für Nymphadora Tonks schrieb, schilderte er diesen Moment der ersten Begegnung, die ihn so verzaubert hatte.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Es gibt wunderbare Sequenzen – von der Spannung beim Trimagischen Turnier bis zum Humor und Herzschmerz beim Weihnachtsball, aber das treibende Element ist der traumhafte Thriller, in dem es ein echter Bösewicht auf Harry abgesehen hat – und nur Harry allein in der Lage ist, ihm die Stirn zu bieten.
Mike Newell über den vierten Harry-Potter-Film