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Fanfiction

Der Sommer des Phönix - Kapitel 35

von Jolie Black

Kapitel 35


„Sie haben was?“

Aber da war Arthur Weasleys Kopf schon wieder im Feuer erschienen. „Es stimmt!“ keuchte er. „Jetzt ist es offiziell. Ich habe gerade den Brief gesehen. Harry hat gezaubert, da gibt's keinen Zweifel. Und sie wollen ihn wirklich aus der Schule werfen.“

„Und Dumbledore?“ fragte Moody hastig.

„Ist schon unterwegs. Müsste jede Minute hier sein. Ich schaue, ob ich sonst noch was erfahren kann.“ Mit einem weiteren Plopp war Arthur Weasley wieder verschwunden.

Sirius stand noch immer wie vom Donner gerührt da. Tausend Fragen stürmten auf ihn ein. Aus Hogwarts rausgeworfen? Harry? Weil er gezaubert hatte? Aber warum? Hatte es etwas mit seiner Muggelfamilie zu tun? Hatten sie ihn so in den Wahnsinn getrieben, dass er die Beherrschung verloren und seinen Zauberstab gegen sie gerichtet hatte?

„Aber warum sollte Harry in den Ferien zaubern?“ echote Kingsley Shacklebolt Sirius' Gedanken, seine tiefe Stimme so ruhig und besonnen wie immer. „Er weiß doch, dass es nicht erlaubt ist, warum würde er - “

„Wenn er es getan hat, dann hat er es getan, aber wenn es eine Kleinigkeit war, dann lassen sie ihn bestimmt mit einer Verwarnung davonkommen”, erwiderte Lupin in dem gleichen trügerisch zuversichtlichen Ton.

„Warten wir ab, was Dumbledore ausrichten kann”, brummte Moody.

Ein neuer Plopp kündigte die Rückkehr von Arthur Weasleys Kopf im Feuer an. „Dumbledore ist eingetroffen”, berichtete er. „Er ist gleich in Amelia Bones' Büro verschwunden, sie sprechen jetzt noch. Es sieht so aus, als ob eine Magische Strafverfolgungspatrouille zu Harrys Haus geschickt werden sollte, aber die wurde jetzt erstmal wieder zurückgepfiffen.“

„Was wollten die denn da?“ knurrte Moody.

„In dem Brief stand, dass sie seinen Zauberstab zerstören wollten.“

„Was? Das können die doch nicht machen!“ rief Lupin. „Sind die wahnsinnig? Nur wegen ein bisschen Ferienzauberei seinen Zauberstab zerstören?“

„Es ist ja in Ordnung”, sagte Mr Weasley schnell. „Sie gehen jetzt doch nicht, und ich hatte Harry sowieso sofort einen Brief geschickt, dass er im Haus bleiben soll und niemandem seinen Zauberstab aushändigen darf.“

„Arthur, stand in dem Brief vom Ministerium, was Harry gezaubert hat?“ fragte Kingsley Shacklebolt. „Denn wenn es nur etwas Geringfügiges war - “

„Oh, von geringfügig kann leider nicht die Rede sein”, gab Arthur Weasley bekümmert zurück. „Harry hat einen Patronus heraufbeschworen.“

Die vier Zauberer in der Küche schwiegen betreten. Sie wandten sich vom Feuer weg einander zu, und einem nach dem anderen wurde klar, was das bedeuten konnte.

„Aber er würde doch nicht - “ setzte Lupin an. Er war plötzlich sehr bleich geworden.

„Es sei denn - ” murmelte Moody.

„Nein”, sagte Kingsley fest. „Es kann nicht sein. Das kann nicht wahr sein.“

„Ich fürchte, es ist wahr”, sagte eine neue Stimme von der offenen Tür her, kaum erkennbar als die Minerva McGonagalls. „Ich habe gerade mit Arabella Figg gesprochen. Es ist wahr. Harry wurde attackiert von - “

Aber Sirius brauchte es gar nicht zu hören. Ihm wurde dunkel vor Augen. Eine Woge von tödlicher Kälte fegte über ihn hinweg, eine schreckliche, lähmende Kälte, die sein Innerstes in Eis verwandelte und das Blut in seinen Adern gefrieren ließ. Sie drang auf ihn ein, erstickte alle Wärme, alles Licht, allen Ton… allen Ton bis auf die grässlich vertrauten hohlen, rasselnden Atemzüge, die näher und näher kamen, nach ihm spürten, wie die schleimigen, verrotteten Hände, die sich nach ihm ausstreckten, nach seinem Hals… Sirius wandte sich aus in ihrem Griff. Er musste ihnen entkommen! Der Raum drehte sich um ihn, ein wirbelndes Kaleidoskop, Wellen von Licht und Schatten, ein Rauschen von Klang und Stimmen. Mal näher, mal weiter entfernt, riefen sie seinen Namen… seinen Namen.

“Sirius! Sirius! Hörst Du mich nicht?“

Der Raum wurde wieder hell, aber er drehte sich immer noch. Ein Gesicht schwebte vor Sirius' Augen. Jemand hielt ihn an den Schultern gepackt.

„Sirius, er ist in Ordnung!“ brüllte Remus Lupin auf ihn ein. „Er ist zu Hause, er ist in Sicherheit, er ist in Ordnung! Harry ist in Ordnung!“

Harry. Das Kreiseln hörte augenblicklich auf, und ein anderes Gesicht tauchte vor Sirius' Augen auf, ein Gesicht so weiß wie das Laken, mit der blitzförmigen Narbe auf der Stirn, die wie Feuer brannte, und die Augen, Lilys Augen, leer und ausdruckslos vor Schock. Harry. Der Schlag war gefallen, und Sirius war nicht da gewesen, um sich dazwischen zu werfen, wie er es einst versprochen hatte.

Es konnte nicht sein, Harry konnte nicht in Sicherheit sein, nicht ohne ihn. Harry brauchte Sirius, Sirius musste zu ihm, ihn beschützen, ihn retten, sie vertreiben, so wie Harry sie damals vertrieben hatte, um ihm das Leben zu retten. Sirius spürte, wie Wärme, Leben, in seinen Körper zurückkehrte. Warmes Blut pulsierte wieder in seinen Adern und trieb die Kälte zurück, prickelte unter seiner Haut, stieg ihm ins Gesicht, rauschte in seinen Ohren. Was stand er noch immer hier herum?

“Ich muss zu ihm!“ hörte er sich rufen. „Ich muss zu Harry, lasst mich los!“ Er versuchte, sich loszureißen, er wand sich wie rasend unter den Händen, die ihn festhielten. Warum ließen sie ihn nicht? Warum hielten sie ihn zurück? Verstanden sie denn nicht? War Harry ihnen egal? Sie riefen jetzt alle durcheinander, er solle sich beruhigen, er solle vernünftig sein, aber er hörte nicht hin. „Versteht ihr das nicht?“ brüllte er. „Kapiert ihr das nicht? Ich muss zu ihm, ich muss hin!“

„Aber du kannst nicht!“ brüllte Lupin noch lauter zurück und schüttelte ihn, wie um ihn aus einem bösen Traum aufzuwecken. „Du kannst nicht hin, du musst hier bleiben, du kannst das Haus nicht verlassen!“

„Kann ich sehr wohl!“ Jetzt reichte es, jetzt hatte er genug. Genug davon, ein Gefangener in seinem eigenen Haus zu sein, genug von den guten Ratschlägen der anderen, genug davon, dass immer jemand anders bestimmte, was das beste für ihn war, für ihn und für Harry. „ES REICHT!“ schrie er Lupin an. „ES REICHT MIR, EIN FÜR ALLE MAL!“ Mit einem gewaltigen Ruck befreite er sich aus der Lupins Umklammerung, aber er kam ins Stolpern und verlor das Gleichgewicht. Lupin schoss auf ihn zu, aber Sirius riss den Arm hoch, um ihn abzuwehren. Nicht einmal Remus würde ihn stoppen, wenn Harry ihn brauchte. Sein Handrücken klatschte Lupin mitten ins Gesicht, und sein Freund gab einen schmerzlichen Aufschrei von sich und schlug sich beide Hände vor den Mund.

„Jetzt ist aber Schluss!“ donnerte eine tiefe Stimme hinter Sirius. Eine kräftige Hand packte ihn an der Schulter und riss ihn so heftig herum, dass er taumelte. Für einen Augenblick erhaschte Sirius einen Blick auf Mad-Eye Moodys ramponiertes Gesicht, grotesk verzerrt vor Zorn, und dann knallte etwas so hart gegen seinen linken Wangenknochen, dass der Aufprall ihn rückwärts gegen die Wand torkeln ließ. Sein Hinterkopf schlug gegen die Mauer, seine Knie gaben nach, und er landete in einem jämmerlichen Haufen auf dem Steinfußboden. Der süßliche Geschmack von Blut füllte seinen Mund, und sein Kopf hämmerte vor Schmerz, ein Schmerz wie ein durchdringendes, schrilles Lachen, ein wahnsinniges, triumphierendes Gelächter, das sich in sein Hirn zu bohren schien.

„Schock ihn doch jemand!“ brüllte Moody über das höllische Gegacker hinweg.

„STUPOR!“ donnerte eine andere Stimme.

Instinktiv schloss Sirius die Augen und hob den Arm schützend über den Kopf, auch wenn er genau wusste, dass er dadurch keine Verhexung abwehren konnte. Ein roter Lichtblitz schoss aus einem Zauberstab heraus und zischte an ihm vorbei. Von einer Sekunde auf die andere brach das wilde Lachen ab.

Es war totenstill.

Sirius öffnete die Augen, einigermaßen überrascht, dass er dazu noch in der Lage war, drehte sich auf den Rücken und fand sich Auge in Auge mit Alastor Moody, der über ihm stand, die Spitze seines Zauberstabs keine Handbreit von Sirius' Gesicht entfernt.

„So”, sagte Moody eisig. „Jetzt bist du aber still. Ich will kein Wort mehr hören.“

Das war es, was Sirius endlich wieder zur Besinnung brachte. Was auch immer aus dem Rest seines Verstandes geworden war, soviel war ihm noch klar, dass er, wenn es ihm von einem bewaffneten und sehr zornigen Alastor Moody so befohlen wurde, tatsächlich den Mund besser hielt.

Sirius senkte seinen Blick, blieb, wo er war, schluckte Blut und versuchte, tief durchzuatmen, bis der Schmerz sich verflüchtigte und Moody überzeugt war, dass sein Befehl befolgt wurde. Er spürte noch eine Weile Moodys ungleiche Augen auf sich ruhen, aber dann ließ der Auror seinen Zauberstab sinken, warf Sirius einen letzten angewiderten Blick zu, drehte sich um und entfernte sich.

Erst dann stemmte Sirius sich hoch und setzte sich auf. Er lehnte sich mit dem Rücken an die Wand, stützte die Ellenbogen auf die Knie und versteckte sein Gesicht in noch immer zitternden Händen. Er wünschte sich inständig, der Boden würde sich unter ihm öffnen und ihn verschlucken.

„So”, sagte Minerva McGonagall in grimmig geschäftsmäßigem Ton. „Vielleicht können wir jetzt in Ruhe besprechen, was geschehen muss. Harry ist nicht mehr sicher im Haus seiner Verwandten. Wir müssen ihn so schnell wie möglich an einen sichereren Ort bringen.“

„Das wird wohl noch eine Weile dauern”, erwiderte Moody, jetzt wieder mit gewohnt ruhiger Stimme. „Wir müssen sicherstellen, dass das Ministerium seine Schritte nicht überwacht. Und dann müssen wir seine Muggelfamilie ruhigstellen, damit sie keine dummen Fragen stellen oder Krach schlagen.“

„Mit solchen Plänen warten wir am besten auf Albus”, schlug Lupin vor. Seine Worte klangen seltsam verwaschen.

„Aber in der Zwischenzeit müssen wir dafür sorgen, dass Harry von nun an rund um die Uhr von jemandem mit einem Zauberstab bewacht wird”, fuhr Moody fort. „Einer von uns sollte ab jetzt immer dort sein, bis wir ihn da herausholen können. Ich mache mich am besten gleich auf den Weg.“

„Ich komme mit”, sagte Minerva McGonagall. „Albus wird wissen wollen, wie der letzte Stand der Dinge dort ist. Harry darf unter keinen Umständen mehr das Haus verlassen. Jemand muss sich darum kümmern, dass er das weiß und versteht.“

„Machen wir”, gab Lupin zur Antwort, noch immer mit dieser seltsam undeutlichen Stimme.

„Und ich sollte besser Tonks im Ministerium ablösen gehen”, schaltete sich Kingsley Shacklebolt ein. „Genau genommen hätte ich schon vor einer halben Stunde dort sein sollen.“

„Gut”, stimmte Moody zu. „Halte die Augen offen und den Zauberstab bereit. Der Angriff auf Harry könnte ein Ablenkungsmanöver gewesen sein. Ich nehme an, wir sehen uns dann morgen früh. Oh, und könnte bitte jemand zusehen, dass dieser Idiot da sich von jetzt an entweder zusammenreißt oder uns zumindest nicht mehr in die Quere kommt.“

Die Schritte von drei Personen durchquerten den Raum zur Tür und stiegen dann die Treppe zur Eingangshalle hinauf. Als sie verklungen waren, kam jemand zu Sirius' Platz auf dem Boden herüber und blieb vor ihm stehen.

„Geh weg”, sagte Sirius heiser.

„Nein.“

Sirius nahm die Hände von seinem Gesicht und schaute zu Remus Lupin auf, der ihn mit sehr dick geschwollenen Lippen anlächelte.

Es tat mehr als weh. Das, wurde Sirius mit heftigen Gewissensbissen klar, war sein mehr als jämmerlicher Dank dafür, dass sein Freund die Nerven behielt, wenn er selbst den Kopf verlor, Remus, der für zwei oder sogar drei denken konnte, während Sirius schon jämmerlich dabei versagte, wenigstens sich selbst unter Kontrolle zu halten. Nein, Sirius hatte nicht sehr gut auf sich selbst aufgepasst, und auf Harry noch viel weniger. Remus war es gewesen, der Harry das Leben gerettet hatte, denn schließlich hatte Harry es von ihm gelernt, einen Patronus hervorzubringen, der stark genug war, um hundert Dementoren auf einmal zu vertreiben, wenn es sein musste. Und dafür hatte Sirius Remus keinen besseren Dank zu bieten, als ihm ins Gesicht zu schlagen. Wie konnte Remus es überhaupt noch ertragen, ihn anzusehen? Und doch tat er es, und er lächelte sogar dabei. In diesem Augenblick gab es nichts auf der Welt, das für Sirius schwerer zu ertragen gewesen wäre als dieses Lächeln.

Er senkte den Kopf auf seine Arme. „Geh weg”, sagte er noch einmal, dieses Mal fast flehentlich.

Aber Lupin tat nichts dergleichen. „Komm schon”, sagte er leise, und er streckte seine Hand aus, um Sirius auf die Füße zu helfen.


* * *


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