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Fanfiction

Der Sommer des Phönix - Kapitel 32

von Jolie Black

Kapitel 32


Am nächsten Morgen verschlief Sirius hoffnungslos. Er driftete gerade sehr, sehr langsam zurück an die Oberfläche eines Meeres aus tiefem, traumlosem Schlaf, als er das Geräusch einer sich öffnenden Tür wahrnahm. Jemand gab ein kleines überraschtes „Oh!“ von sich, aber bevor Sirius auch nur die Augen öffnen konnte, hatte sich die Tür schon wieder geschlossen. Er sank noch einmal zurück in seinen Schlaf, aber nach einer weiteren Stunde, die sich nur wie ein kurzer Augenblick anfühlte, wurde er wieder wach, diesmal von einem energischen Klopfen an der Bibliothekstür. Jetzt war er schneller bei Sinnen.

„Herein!“ rief er und setzte sich auf seinem Sofa auf.

Die Tür öffnete sich, und auf der Schwelle standen Ron und Hermine, ihren Gesichtern nach zu schließen Hermine sehr peinlich berührt und Ron sehr amüsiert.

„Morgen“, sagte Ron. „Mum sagt, wenn du noch vorm Mittagessen frühstücken willst, musst du jetzt aufstehen. Sonst gibt's nichts mehr.“

Hermine warf Ron einen vorwurfsvollen Blick zu, aber Sirius lachte und strich sich das Haar aus dem Gesicht.

„Es tut uns wirklich leid, dass wir dich geweckt haben“, sagte Hermine entschuldigend. „Ich wollte nur die Bücher von gestern zurückbringen und vielleicht noch ein paar neue durchsehen.“

„Kannst du gerne“, sagte Sirius. Sein Blick fiel auf den Stapel der alten Bücher und Pergamentrollen in der Ecke unter dem Fenster. „Weiß jemand von euch, wo Kreacher steckt? Er soll dieses alte Zeug noch rausräumen.“

Aber bevor einer der beiden antworten konnte, erinnerte sich Sirius, dass Kreacher noch immer in dem Badezimmer hocken musste, in das er ihn am Abend zuvor eingesperrt hatte. Von seinen beiden jungen Freunden begleitet machte er sich auf, um den Hauselfen aus seiner Gefangenschaft zu befreien. Er hatte kaum die Badezimmertür geöffnet, als er schon mit einem Schwall gezischter Beleidigungen überschüttet wurde. Sirius bereute augenblicklich, dass er den Elfen nicht einfach da drinnen hatte verhungern lassen.

„Oh“, sagte Hermine voller Mitleid, „ich glaube, er ist wirklich nicht bei Sinnen, Sirius. Vielleicht hat er da drinnen gefroren und sich gefürchtet! Er weiß bestimmt nicht, was er sagt.“

„Das weiß er ganz genau“, sagte Sirius grimmig. „Er hat wahrscheinlich die ganze Nacht damit zugebracht, sich neue Schimpfwörter für mich auszudenken, und jetzt musste er sie alle gleich ausprobieren.“ Er befahl Kreacher, einen Sack zu finden und sich um die alten Bücher zu kümmern. Dann machte er sich auf den Weg in die Küche, um sich Mrs Weasleys Unmut zu stellen.

Aber Mrs Weasley war nicht nur verstimmt, sie wirkte geradezu verzweifelt, als Sirius in der Küche auftauchte. Ihre Augen waren rot und geschwollen, als ob sie vor kurzem geweint hätte, und ihr Gesicht war von tiefen Sorgenfalten zerfurcht. Es war sofort klar, dass dahinter mehr stecken musste als nur die Tatsache, dass Sirius bis zum Mittag geschlafen hatte. Er wollte sie fragen, was denn los sei, aber da rannte Mrs Weasley schon an ihm vorbei aus der Küche, das Gesicht abgewandt, und Sirius blieb nichts anders übrig, als den Kopf hinter ihr her zu schütteln.

Anstatt sich für ein einsames Frühstück am Küchentisch niederzulassen, begab er sich, versorgt mit einem Becher Tee und Toast, auf Wanderschaft durch das Haus, um zu erkunden, was seine Mitbewohner trieben.

Auf halber Treppe begegnete er Kreacher wieder. Der Hauself zog einen Sack hinter sich her nach unten, und das mit Händen, die von böse aussehenden Schnitten und blauen Flecken übersät waren. Offensichtlich hatten sich einige Bücher heftig dagegen gewehrt, weggeworfen zu werden.

„Oh, der gute, alte Herr liebte seine Bücher, und jetzt wirft dieses undankbare Gör sie alle weg, und Kreacher muss diesem Stück Dreck gehorchen, armer Kreacher…“ Er zockelte an Sirius vorbei, ohne ihn eines Blickes zu würdigen, und verschwand nach unten. Der Sack polterte hinter dem Elfen her die Treppenstufen hinab. Er schien bei genauer Betrachtung eigentlich deutlich zu klein, um wirklich all die Bücher zu enthalten, die Sirius aussortiert hatte. Ein schneller Blick in die Bibliothek bestätigte seinen Verdacht. Die Ecke unter dem Fenster war leer geräumt, aber in den Regalen waren jetzt wieder sehr viel weniger Lücken, als die Aufräumaktion am Tag vorher dort hinterlassen hatte.

„Stimmt was nicht?“ fragte Hermines Stimme hinter Sirius. Sie kam gerade die Treppe vom dritten Stock herab, ihre Zauberbücher unter dem einen und ein Bündel Pergament und Schreibfedern unter dem anderen Arm. Sirius schüttelte schnell den Kopf, nicht in der Laune, sich auf eine neue Diskussion einzulassen. Es ging schließlich um Bücher, und da hatte Kreacher der Hauself mit mehr als absoluter Sicherheit die Hauselfen-Befreiungsfront auf seiner Seite.


* * *


Hermine verbrachte den Rest des Tages und fast den Rest des gesamten Wochenendes in der Bibliothek mit ihren Forschungen, die sie allerdings sehr geheim hielt. Jedes Mal, wenn jemand das Zimmer betrat, klappte sie schnell ihre Bücher zu und deckte ihr Pergament ab, und wenn jemand fragte, in was sie sich da so vertiefte, murmelte sie nur vage „Hausaufgaben“.

Die jungen Weasleys richteten sich mit ebenso großer Begeisterung, aber mit deutlich weniger akademischem Ehrgeiz am Grimmauldplatz Nummer zwölf häuslich ein. Mrs Weasley erinnerte sie ein ums andere Mal daran, leise und vorsichtig zu sein, aber von nun an herrschte immer ein gewisser Grad von gutgelaunter Unruhe im Haus, die sich durch keine Ermahnungen und kein Geschimpfe unterdrücken ließ.

Wie Sirius herausfand, als er und Ron den Zwillingen dabei halfen, ihr Zimmer zu entrümpeln, waren Freds und Georges Schulkoffer so sehr mit bunten Süßigkeiten und Spielsachen und seltsamen Instrumenten voll gestopft, dass darin kaum noch Platz für Kleider und Bücher war. In verschwörerischem Flüsterton weihten sie Sirius in die Einzelheiten ihrer Pläne für den Scherzartikelladen ein, und dann gaben sie ihm eine spektakuläre Vorstellung der Verwendungsmöglichkeiten und Wirkungsweise ihrer Produkte. Sie endete allerdings abrupt, als Mrs Weasley, angelockt von ihrem schallenden Gelächter, ins Zimmer platzte und augenblicklich in eine Predigt darüber ausbrach, welche Berufe einen jungen Zauberer zu einem wertvollen Mitglied der magischen Gemeinschaft machten und welche ganz sicher nicht.

Mrs Weasleys Stimmung hob sich auch nicht dadurch, dass am Samstagnachmittag ein völlig überdrehter Pigwidgeon aus Rons Zimmer entschlüpfte und wie verrückt geworden durch das ganze Haus flatterte. Er stieß gegen Kronleuchter, streifte Vorhänge und wirbelte dabei dicke Staubwolken auf, fiepte schrill und entwischte jedem, der ihn einfangen wollte. Erst als ein sehr missgelaunter Nachtschrank in Mr und Mrs Weasleys Schlafzimmer bösartig mit der Tür nach der kleinen Eule schlug, als sie gerade vorbeizischte, flüchtete sich Pig zurück in die Sicherheit von Rons Händen.

Und Krummbein übertraf alles, als kurz vor dem Abendessen am gleichen Tag George völlig unabsichtlich im Dunkeln vor der Küchentür auf eine Stinkbombe trat, die der Kater vom dritten Stock bis dort hinunter gerollt hatte. Die Stinkbombe platzte mit einem hässlich blubbernden Geräusch und noch hässlicherem Geruch und gab Mrs Weasley Anlass, geschlagene zehn Minuten am Stück zu brüllen.

Aber Sirius kümmerten diese Zwischenfälle nicht halb so sehr wie Mrs Weasley. Im Gegenteil - mit fünf jungen Leuten, einer Eule und einer Katze im Haus begann das Leben am Grimmauldplatz Nummer zwölf sich fast normal anzufühlen.

Es wurde Montag, bevor irgend jemand vom Orden, abgesehen von Mr Weasley, sich überhaupt wieder blicken ließ. Aber auch das machte Sirius wenig aus. Er dachte viel an seine Freunde, wie sie in dem dunklen Korridor im Ministerium Wache hielten, aber er verspürte jetzt nicht mehr die beklemmende Sorge wie zuvor, und auch nicht mehr die heftige Eifersucht. Jetzt wussten sie schließlich, was sie da taten, und trotz der Gefahr, die ihnen unverändert weiter drohte, war ihm nun deutlich leichter ums Herz.


* * *


Spät am Montagnachmittag tauchte ein recht müder Bill Weasley im Hauptquartier auf. Er hatte kaum die Haustür hinter sich geschlossen, als seine jüngeren Geschwister die Treppe heruntergestürmt kamen und sich fast auf ihn warfen, ohne Mrs Weasleys Mahnung zu Ruhe in der Eingangshalle zu beachten.

Bills Gesicht heiterte sich schlagartig auf, als er seine Geschwister der Reihe nach an sich drückte. „Da seid ihr ja!“ begrüßte er sie gutgelaunt. „Und das Haus steht auch noch. Gut gemacht!“

„Wo hast du denn die ganze Zeit gesteckt, Bill?“ fragte Ginny aufgeregt und hängte sich an seinen Arm. „Und warum hast du nicht schon am Freitag hallo gesagt?“

Mrs Weasley warf ihrer Tochter einen sehr misstrauischen Blick zu.

„Ich war am Freitag hier?“ fragte Bill mit Unschuldsmiene. „Ehrlich? Ich kann mich kaum erinnern. So viel zu tun bei der Arbeit.“ Er lächelte seiner Mutter über Ginnys Kopf hinweg beruhigend zu.

„Oh, la banque!“ näselte Fred mit unnatürlich hoher Stimme und sehr französischem Akzent. „Natürlisch, unser Billy, so schwär beschäftischt die ganse Seit!“

„Halt die - “ knurrte Bill seinen Bruder gutmütig an, während er sich aus Ginnys Umklammerung befreite.

„Gibt's was Neues, Bill?“ fragte Sirius, und Bills Lächeln verschwand augenblicklich.

„Oh ja, habt ihr es noch nicht gehört?“ Er griff in die Tasche seines Reisemantels und holte eine zusammengerollte Zeitung hervor.

„Nicht hier, Bill“, sagte Mrs Weasley scharf.

„Mum, wenn es im Tagespropheten steht, ist es kein Geheimnis mehr!“ protestierte George.

„Was ist denn passiert?“ fragte Sirius beunruhigt.

Bill reichte ihm die Zeitung. „Hier, lies selbst.“ Er zog seinen Reisemantel aus und lockerte seine Gringotts-Krawatte, während Sirius den Tagespropheten aufschlug und die Schlagzeile las.

Neuwahlen zum Vorstand der Internationalen Zauberervereinigung - Albus Dumbledore legt nach schwerster Wahlniederlage in vierzig Jahren alle Ämter nieder, posaunte sie in riesigen Buchstaben heraus.

„Ist keine große Überraschung, oder?“ bemerkte Bill resigniert. „Nach all dem, was schon vorletzte Woche im Zaubergamot passiert ist.“

„Aber ich dachte schon, dass er international ein bisschen mehr Unterstützung bekommen würde“, sagte Mrs Weasley enttäuscht, während sie über Sirius' Arm hinweg die Schlagzeile las. „Nicht jedes Land der Welt muss sich mit Cornelius Fudge und dem Tagespropheten herumschlagen.“

„Aber nicht jedes Land der Welt hat sich auch schon einmal mit einem Voldemort herumgeschlagen und weiß, was das bedeutet“, brummte Sirius und ignorierte das Unbehagen der anderen, als er den Namen aussprach. „Und Fudges Arm ist inzwischen länger, als wir glauben.“ Er überflog den Artikel. „Hier steht, überwältigende internationale Unterstützung für die neuen britischen Kandidaten… Ministeriumsvertreter im Vorstand jetzt in absoluter Mehrheit… angemessen angesichts unserer Bedeutung als einer der führenden magischen Nationen, führende magische Schwachköpfe meinen die wohl… Dumbledore… langwierige, ermüdende Rede… drehte sich ausschließlich um fixe Idee der Rückkehr von Dem Dessen Name bla bla bla… offensichtlich kein Verständnis für die wahren Sorgen der weltweiten magischen Gemeinschaft… möglicherweise erste Anzeichen rapide fortschreitender Altersschwäche, so sichere Quellen…“

„Altersschwäche?“ rief Fred empört.

„Sichere Quellen?“ schnaubte George.

„… schlechtestes Wahlergebnis für Dumbledore in vierzig Vorstandsjahren… überwältigende Mehrheit gegen ihn… Orden des Merlin erwägt… pfui.“

„Wie?“ rief Hermine entsetzt. „Sie können ihm nicht seinen Orden des Merlin wegnehmen!“

„Die können noch ganz andere Dinge“, sagte Bill düster.

„Können sie nicht“, beharrte Hermine. „Das steht in den Statuten. Einmal verliehen, kann der Merlinorden nie wieder aberkannt werden.“

„Na, dann ist ja alles in Ordnung“, sagte Sirius sarkastisch. „Wenn es in dem Tempo weiter bergab geht, wird der Merlinorden bald der letzte Trost sein, der Dumbledore noch bleibt.“

„Außer den Schokofrosch-Sammelkarten“, erinnerte ihn Bill mit einem schiefen Grinsen.

Sirius faltete die Zeitung zusammen und warf sie George zu, der sie eifrig auffing. „Noch irgend welche anderen schlechten Nachrichten, Bill?“

„So weit ich weiß nicht“, gab Bill zur Antwort. „Alles ruhig drüben.“

„Wo drüben?“ fragte Fred schnell.

„Nirgends“, sagte Bill. „Was gibt's zum Abendessen?“

* * *


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Dan ist wirklich gut. Mit ihm zu arbeiten war wunderbar. Armer Junge, er musste so geduldig sein. Ich musste schwafeln und darüber sprechen, dass ich der Meister des Universums bin, dass ich böse bin und dass ich ihn umbringen werde und er musste verschnürt dastehen, sich krümmen und vor Schmerzen stöhnen, während ich einen Monolog führte. Der Monolog des bösen Genies - kein Film ist komplett, wenn er fehlt. Ich liebe es, böse Figuren zu spielen!
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