Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Ãœber uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Der Sommer des Phönix - Kapitel 31

von Jolie Black

Kapitel 31


„Wo wir gerade von der Weltmeisterschaft reden“, fuhr Kingsley fort, nachdem sie alle ihre Kelche erhoben und auf das Wohl einer sehr peinlich berührten Tonks angestoßen hatten. „Und von inkompetenten Auroren.“ Er grinste in Moodys Richtung. „Da war noch etwas, was ich dich fragen wollte, Sirius: Warst du schon mal in Tibet?“

Sirius war überrascht. „Tibet? Nein, warum?“

„Findest du auch, das Ministerium sollte denken, dass du dich da gerade herumtreibst?“

„Klar, sicher. Egal wo. Hauptsache nicht hier.“

„Ich dachte, Tibet wäre eine gute Option. Es ist beruhigend weit weg, und ich habe einen Freund und Kollegen beim dortigen Zaubereiministerium. Ich habe ihn bei der Weltmeisterschaft kennen gelernt, ein wirklich netter Kerl, und zusammen könnten wir einen schönen Stapel offiziell aussehender Korrespondenz für die Akten produzieren, der mich für die nächsten Wochen ganz gut beschäftigen würde.“

„Du kennst einen Tibetanischen Auror?“ fragte Tonks beeindruckt.

„Na ja, er ist kein Auror im eigentlichen Sinne“, erläuterte Kingsley. „Die Tibeter glauben nicht wirklich an Magische Strafverfolgung, nicht so wie wir jedenfalls. Ich bin nicht sicher, ob ich alles verstanden habe, was er mir darüber erzählt hat. Aber es klang so, als ob sie mehr an ein Gleichgewicht zwischen Gut und Böse glauben, und es ist eher eine Frage von geistiger Kraft als vom Gebrauch eines Zauberstabes, es aufrecht zu erhalten. Es fängt alles damit an, Licht und Dunkel in dir selbst im Gleichgewicht zu halten. Oder so ähnlich. Klang aber faszinierend.“

Moody gab ein Schnauben von sich.

„Nein, wirklich, manches davon ist schon eine Überlegung wert“, beharrte Kingsley. „Sie setzen auch viel stärker auf Verhandlung als auf Konfrontation. Das kann seine Vorteile haben.“

„Mit Todessern verhandelt man nicht“, sagte Sirius grimmig.

“Wenn Albus Dumbledore nicht vor vielen Jahren einmal mit einem Todesser verhandelt hätte, Sirius“, erinnerte ihn Lupin, „dann wären wir heute vermutlich beide nicht mehr am Leben.“

Eine unangenehme Stille trat ein.

„Meinst du, das ist ein guter Plan, Sirius?“ fragte Kingsley schließlich.

Sirius schüttelte seine düsteren Gedanken ab. “Was? Ja, klar. Wie du meinst. Mach einfach.â€

„Und du warst ganz sicher noch nie in Tibet?“

„Nein, sag ich doch, war ich nicht.“

„Es soll sich ja nur keine unserer Spuren als echt herausstellen.“

„Wo wir gerade von Spuren sprechen“, meldete sich Moody zu Wort. „Das wollte ich dich schon immer fragen, Sirius: Wo hast du eigentlich gesteckt, als sie alle wie verrückt nach dir suchten? Nach deiner Flucht aus Askaban, meine ich?“

„Berufsgeheimnis.“

„Sag schon.“

„Im Verbotenen Wald.“

Kingsley Shacklebolt verschluckte sich fast an seinem Wein.

„Was?“ rief Tonks. „Aber Hogwarts und Hogsmeade wimmelten doch nur so von Dementoren!“

„Das habe ich bemerkt“, sagte Sirius trocken.

„Ich glaub's nicht!“ Kingsley stellte seinen Silberkelch ab, noch immer nach Luft ringend. „Du warst die ganze Zeit dort? Das ganze Jahr über?“

„Ich musste doch irgendwie ins Schloss kommen, oder?“

„Ohne Zauberstab?“ Kingsley warf den Kopf zurück und lachte los. „Du bist verrückt, Black.“

Sirius zuckte mit den Schultern. „Ich hatte Prioritäten.“

„Seht ihr, genau das meine ich“, grinste Kingsley. Sie lachten jetzt alle.

„Was ist denn eigentlich mit deinem alten Zauberstab passiert?“ fragte Tonks. „Haben sie ihn zerbrochen damals, als - du weißt schon - ?“

„Oh, das ist auch so ein finsteres Kapitel in der ganzen Geschichte“, sagte Kingsley, plötzlich wieder ernst. „Der Stab ist weg. Verschwunden.“

Sirius, Lupin und Moody wechselten amüsierte Blicke.

„Bist du dir da sicher?“ fragte Lupin unschuldig.

„Ich habe danach gefragt, als ich vor zwei Jahren Sirius' Fall übernommen habe“, erklärte Kingsley. „Aber ich habe nie eine verlässliche Antwort bekommen, was damit passiert ist. Wenn er zerstört worden wäre, hätte es einen Aktenvermerk darüber geben müssen, aber da ist nichts. Sirius' Zauberstab muss irgendwo in den Mühlen der Ministerialbürokratie verloren gegangen sein.“

„Das denkst du vielleicht, Shacklebolt“, brummte Moody.

„Was meinst du damit?“

„Er meint, dass du in Erwägung ziehen solltest, dass du dich irrst“, sagte Sirius, lehnte sich hinter Lupins Rücken zum Tisch herüber und richtete seinen Zauberstab auf die Weinflasche, die dort stand. „Accio Weinflasche.“ Die Flasche schlitterte über die Tischplatte auf ihn zu und sauste geradewegs in seine ausgestreckte Hand.

Kingsley Shacklebolts Augen wanderten zwischen der Flasche in Sirius' Linken und dem Zauberstand in seiner Rechten hin und her. Hinter seiner Stirn arbeitete es sichtbar. „Das kann doch nicht wahr sein, das ist doch nicht etwa - “

Sirius schenkte sich in aller Ruhe nach. „Allerdings ist er das. Jemand noch Wein?“

„Oh, bitte“, sagte Kingsley hastig und hielt ihm seinen Kelch hin. „Unbedingt. Beim Barte Merlins, wenn das Ministerium das wüsste! Wie hast du ihn zurückbekommen?“

„Ich habe ihn damals an mich genommen“, verkündete Moody ungerührt. „Und ihn zur sicheren Verwahrung an Albus Dumbledore übergegeben. Nun hat Dumbledore befunden, es sei an der Zeit, ihn seinem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. Und jetzt, fürchte ich, muss ich dich umbringen, Shacklebolt, damit das Ministerium das nie erfährt. Ich würde nur ungern meine Pension verlieren.“

Kingsley Shacklebolt brach erneut in Gelächter aus. „Oh, ich werde schweigen wie ein Grab! Aber du hast schon Nerven.“ Er schüttelte den Kopf in Moodys Richtung. „Erst lässt du Beweisstücke aus dem Ministerium mitgehen, und dann hältst du uns Predigten über Strafvereitelung im Amt!“

Jetzt war die Reihe an Moody zu lachen, aber es war ein bitteres Lachen ohne Heiterkeit. „Da gab's nicht mehr viel zu vereiteln in Sirius' Fall“, brummte er. „Wozu braucht es Beweisstücke, wenn es keinen Prozess gibt? Sobald es klar war, dass sie Sirius nach Askaban schicken würden, ohne den Zaubergamot um ein Urteil zu bemühen, trug Dumbledore mir auf, ihm den Zauberstab zu sichern. Und das habe ich getan. Natürlich haben sie bemerkt, dass er verschwunden war, aber zum Glück waren all diese Versager im Ministerium viel zu sehr damit beschäftigt, es als vermeintliches Missgeschick zu vertuschen, anstatt den Vorfall ordnungsgemäß zu untersuchen.“ Moody gab ein verächtliches Schnauben von sich. „Dank ihrer Hilfe war die Angelegenheit sehr schnell vergessen.“

„Ich kann kaum glauben, dass es so einfach war.“

„Oh, das war es. Schlampige Aktenführung und Sicherheitslücken, wo man nur hinsah. Jämmerlich.“

„Was wollte Dumbledore denn mit Sirius' Zauberstab?“ fragte Tonks.

„Priori Incantatem“, murmelte Lupin.

„Priori Incantatem? Aber war das nicht das erste, was das Ministerium nachgeprüft hat, als Sirius festgenommen wurde?“

„War es das?“ gab Lupin die Frage an Kingsley weiter.

„Ah, das ist die andere große Frage, auf die niemand eine Antwort hat. Wir wissen es nicht. Auch darüber ist nichts in den Akten. Da bin ich ganz sicher - das war nämlich der Grund, weswegen ich überhaupt nach dem Zauberstab gefragt hatte.“

„Aber das kann doch nicht sein,“ widersprach Tonks. „Kaum zu glauben, dass sie das nicht überprüft haben. Ich meine, als Beweis vor Gericht ist Priori Incantatem absolut unwiderlegbar. Es hätte deine Unschuld bewiesen, Sirius.“

„Ich weiß“, sagte Sirius tonlos.

„Wenn die im Ministerium es damals so darauf angelegt hatten, Missgeschicke zu vertuschen und stattdessen schnelle Erfolge zu präsentieren“, überlegte Kingsley, „könnte es dann nicht sein, dass sie den Zauberstab sehr wohl überprüft haben - aber dass genau das der Grund war, warum sie keine offizielle Gerichtsverhandlung riskieren wollten?“

Wieder senkte sich betretenes Schweigen über die kleine Runde.

„Gott, das wär' ja krank“, flüsterte Tonks schließlich.

Sirius wandte sich zu ihr um. Der flackernde Feuerschein warf tiefe Schatten über sein grimmiges Gesicht. „Was hättest du denn erwartet?“

„Das Problem ist, dass wir einfach nicht wissen, was damals wirklich passiert ist“, sagte Lupin ruhig. „Aber ich glaube, Dumbledore hatte den Verdacht, dass Sirius' Zauberstab früher oder später ganz zufällig komplett verschwinden würde. Er wollte sicherstellen, dass er nicht in die falschen Hände fiel.“

„Hat er ihn denn nie überprüft?“ fragte Tonks.

„Und mich dann zwölf Jahre lang in Askaban modern lassen, obwohl er die Wahrheit kannte?“ fragte Sirius gereizt zurück.

„Aber er muss es doch wenigstens versucht haben?“

Sirius gab keine Antwort. Hatte Dumbledore es jemals versucht? Immerhin war er mehr als zwölf Jahre lang im Besitz des einzigen Gegenstandes gewesen, der Sirius' Unschuld hätte beweisen können. Sollte es möglich sein, dass er niemals auch nur versucht hatte herauszufinden, was der Zauberstab ihm mitteilen konnte?

Ich erfuhr die Wahrheit über einen Tag vor vierzehn Jahren, rief sich Sirius Dumbledores Rede bei der Neugründung des Ordens ins Gedächtnis zurück. Eine Wahrheit, die wir damals nicht sehen wollten, und die aufzudecken wir uns später nie mehr die Mühe gemacht haben. Wir waren blind, zufrieden mit dem, was wir zu sehen meinten, obwohl doch unsere Herzen so anders sprachen.

Die Worte hatten sich tief in seine Erinnerung eingeprägt, und als er sie zum ersten Mal gehört hatte, hatten sie ihm so viel Trost gespendet. Aber jetzt nahmen sie plötzlich eine ganz andere, zutiefst beunruhigende Bedeutung an.

Eine Wahrheit, die aufzudecken wir uns später nie mehr die Mühe gemacht haben, so hallte es in seinem Kopf wieder, und sein Magen krampfte sich zusammen. Zwölf verlorene, verschwendete, gestohlene Jahre. Nur, weil Dumbledore sich nie auch nur die Mühe gemacht hatte?

„Woher willst du wissen, dass er es nicht probiert hat?“ drang Lupins Stimme durch seine Gedanken. „Denk daran, Tonks, der Priori Incantatem-Zauber ist unfehlbar, aber er funktioniert immer nur ein einziges Mal. Dumbledore muss versucht haben, dem Zauberstab eine Antwort zu entlocken, aber wenn das Ministerium ihm zuvorgekommen war, dann war nichts mehr zu machen.“

„Aber warum hat er den Zauberstab dann trotzdem all die Jahre aufgehoben?“

„Ich glaube, weil er die Hoffnung nie wirklich aufgegeben hat“, sagte Lupin leise. Er lächelte, und Sirius wurde ganz warm ums Herz dabei.

Er blickte herab auf seinen Zauberstab, den er noch immer in der Hand hielt. Zerkratzt und abgenutzt vom Alter und mochte er sein, aber er war unzerbrochen. Am Ende hatte die Hoffnung über den Zweifel gesiegt, und das Herz über die Vernunft.

„Bewahre ihn gut“, sagte Moody ernst. „Wer weiß, vielleicht wird er eines Tages doch noch eine Antwort liefern, an der niemand mehr zu zweifeln wagt.“

Eine lange Stille trat ein. Dann schließlich steckte Sirius den Zauberstab ein und erhob seinen Kelch. „Auf die alten Zeiten.“


* * *


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Schauspielern ist schwerer, als die Leute denken, aber es ist fantastisch. Ich liebe jede Sekunde davon.
Daniel Radcliffe