Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Ãœber uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Der Sommer des Phönix - Kapitel 25

von Jolie Black

Kapitel 25


Wie sich herausstellte, hatten Fred und George das Haus doch nicht verlassen. Aber sie waren in ihr Zimmer im dritten Stock disappariert, wo sie sich für den Rest des Nachmittags einschlossen, um „Geschäfte“ zu diskutieren. Das ließen sie jedenfalls einen sehr verärgerten Ron wissen, der sich auf der Suche nach Gesellschaft vor ihrer verschlossenen Tür wiederfand.

Hermine hatte Sirius gebeten, mit ihr die Bücher in der Bibliothek durchzusehen, um sicherzugehen, dass man sie gefahrlos lesen konnte. Und so verbrachten sie dort den größten Teils des Nachmittags in ruhiger, aber gemütlicher Gemeinschaft. Sie blätterten einen Band nach dem anderen durch und trennten die brauchbaren von den langweiligen und die harmlosen von den möglicherweise gefährlichen Büchern.

„Das hier sieht interessant aus, aber es lässt sich nicht öffnen“, sagte Hermine und reichte Sirius ein Buch in einem angeschimmelten Ledereinband.

„Neugier ist der Katze Tod“, sagte Sirius und warf es in eine Ecke.

„Oh Sirius“, seufzte Hermine. „Wie kannst du ein Buch einfach so wegwerfen? Das tut mir richtig weh. Fast so, als würde man es umbringen. Bücher haben eine Seele, findest du nicht?“

„Doch, stimmt. Und manche haben eine so schwarze, dass sie dir noch viel mehr wehtun würden, wenn du sie lesen würdest, Hermine.“

Tatsächlich war Sirius in Gedanken weit weg. Was war schiefgegangen mit dem Zauber, der das Haus vor unbefugtem Apparieren schützen sollte? Wenn ihr nur die kleinste Lücke in euren Linien lasst, dann bleibt das ganze Haus offen zum Apparieren, hatte Dumbledore gesagt. Hatte seitdem überhaupt jemand ausprobiert, ob der Zauber gelungen war? Dumbledore hatte es versuchen wollen, aber sie waren von der Ankunft Minerva McGonagalls unterbrochen worden.

Sirius ertappte sich dabei, die Inhaltsverzeichnisse verschiedener Zauberbücher auf alles hin durchzusehen, was mit Apparieren zu tun hatte. Er wollte die anderen nicht mit diesen Sorgen beunruhigen, aber vielleicht würde er in der Bibliothek seines Vaters eine Antwort auf seine Frage finden.

„Sirius?“

Sirius schaute von Magische Verkehrsmittel Gestern und Heute auf. Hermine saß auf dem Sofa und blickte über den Rand eines dicken Bandes einer Magischen Enzyklopädie zu ihm herüber.

„Was gibt's?“

„Ihr habt doch versucht, sie abzunehmen, oder?“ Hermine brauchte nicht zu erklären, wovon sie sprach.

„Ja, haben wir.“

„Ist es ein Dauerklebefluch?“

Sirius nickte.

Hermine senkte den Blick mit einem nachdenklichen „hm“ und vertiefte sich wieder in ihr Buch. Doch bald legte sie den Band auf den Tisch und gesellte sich wieder zu Sirius bei den Regalen, um mit ihm die restlichen Bücher durchzusehen.

Eine Weile später - Sirius war einer Antwort auf seine Frage nicht näher als vorher - klopfte es an der Tür, und Ginny kam herein. Sie trug Krummbein auf dem Arm.

„Er wird in unserem Zimmer auf die Dauer ziemlich unruhig, Hermine“, berichtete sie. „Können wir ihn nicht einfach laufen lassen, Sirius? Er ist garantiert stubenrein, und er macht auch bestimmt nichts kaputt, versprochen.“

„Oh, von mir aus kann er das Haus in seine Einzelteile zerlegen“, sagte Sirius mit einem schiefen Grinsen. „Kein Verlust. Aber wenn er sich wirklich nützlich machen will, kann er ein paar Ratten für Seidenschnabel fangen.“

Krummbein blinzelte Sirius mit großen, leuchtenden Augen an, ganz so, als ob er seine Worte verstanden hätte.

„Kann ihm auch wirklich nichts passieren?“ fragte Hermine besorgt. Sie kam zu Ginny herüber, um ihren Kater hinter den Ohren zu kraulen.

„Sicher nicht“, sagte Sirius. „Niemand hier im Haus ist größer als er, außer uns und Seidenschnabel, und mit allem Kleineren wird er spielend fertig.“

Hermine runzelte die Stirn, aber Sirius ignorierte ihre Missbilligung. Ginny und der Kater verschwanden wieder, und sie kehrten zu den Büchern zurück. Als Mrs Weasley sie zum Tee rief, war der Stapel der aussortierten Bücher und Pergamentrollen gewaltig angewachsen - und das, obwohl Hermine darauf bestanden hatte, dass Sirius nur die Bücher wegwarf, die völlig auseinander fielen, oder die er für gefährlich hielt, nicht nur für uninteressant und nutzlos.

„Ich finde Geschichte überhaupt nicht langweilig“, sagte sie vorwurfsvoll, als sie La France Magique au 17ième Siècle aus dem Haufen der dem Untergang geweihten Bücher rettete.

„Kannst du überhaupt Französisch?“ fragte Sirius zurück.

„Nicht wirklich.“ Hermine wurde rot. „Aber vielleicht lerne ich es eines Tages noch. Lass uns dies hier behalten, bitte.“ Sie stellte es ins Regal zurück, dann hob sie den kleinen Stapel Bücher auf, den sie auf dem Tisch gesammelt hatte. „Kann ich die hier mit in mein Zimmer nehmen? Für - für meine Schularbeiten?“

Sirius ahnte, wonach sie suchen würde. Er erwog einen Moment lang, sie darauf aufmerksam zu machen, dass der Dauerklebefluch diesen Namen nicht ohne Grund trug. Aber dann erinnerte er sich, dass er selbst das eine oder andere Mal in seinen Hausaufgaben für Verwandlung eine anerkannte Autorität hatte widerlegen können. Er musste lächeln und wünschte ihr insgeheim viel Erfolg.

„Also gut“, sagte er und sah sich um. „Den Rest lassen wir hier und schicken nachher Kreacher hoch, um ihn wegzubringen. Manche von diesen sollten wir vorsichtshalber wahrscheinlich nicht mal verbrennen. Wo steckt denn dieser vermaledeite Elf?“

Wie sich herausstellen sollte, war Kreacher gar nicht weit.

„Sirius“, beschwerte sich Ron, als sie aus der Bibliothek kamen, „der Elf ist in meinem Zimmer!“ Ron stand im Flur vor seiner offenen Zimmertür. Von drinnen war ein wütendes Fauchen zu hören, dann ein verängstigtes Jaulen. „Und Krummbein will ihn nicht rauslassen!“

Sie sahen nach und stellten fest, dass Ron Recht hatte. Kreacher kauerte in der Ecke des Raumes unter dem Fenster und hielt sich die dürren Arme schützend über den Kopf. Krummbein hatte ihn in die Enge getrieben und schnappte mit seinen kleinen spitzen Zähnen nach dem verängstigten Elf.

„Krummbein, lass das!“ Hermine stürzte ins Zimmer, packte ihren Kater beim Nackenfell und trug ihn energisch hinaus. Krummbein zappelte wie verrückt und versuchte, sich aus ihren Armen zu winden. „Du kannst doch keine unschuldigen Hauselfen angreifen!“ schimpfte Hermine. „Er hat dir überhaupt nichts getan! So was darfst du nie wieder machen!“

„Unschuldige Hauselfen, Hermine? Dann ist Krummbein im Recht“, sagte Sirius kühl. „Er hat eine Nase dafür, wem man trauen kann und wem nicht. Du erinnerst dich doch an Krätze?“

„Das dreckige kleine Schlammblut“, murmelte Kreacher hinter ihnen. „Sie tut so, als wäre sie nett zu Kreacher, als wollte sie ihm helfen, aber sie ist genauso schlimm wie der Rest, diese - “

Ron knallte die Tür zu.

Sie wurden alle immer nervöser, je näher die Versammlung des Ordens rückte. Mrs Weasley war königlich schlechter Laune. Nach dem Tee gab es keine Diskussionen mehr über den Abwasch. Mrs Weasley war es viel wichtiger, dass ihre Kinder aus der Küche verschwanden, bevor das erste Ordensmitglied dort auftauchte.

„Ihr geht jetzt gleich hoch in eure Zimmer, und da bleibt ihr auch“, ordnete sie an. „Kommt uns nicht in die Quere, solange die Versammlung dauert. Ihr sprecht mit niemandem und ihr macht mir keinen Krach.“ Sie funkelte ihre Zwillinge an. „Um zehn seid ihr alle im Bett. Keine Widerrede. Euer Vater wird noch nach euch schauen, falls er Zeit hat. Also, raus mit euch.“

Sirius war recht erstaunt, dass die jungen Weasleys dies alles ohne Protest hinnahmen. Besonders die Zwillinge sahen aus, als ob sie vor Neugier fast platzten, aber sie wechselten nur einen Blick und trotteten dann brav aus der Küche, gefolgt von Ron, Ginny und Hermine.


* * *

Kaum eine halbe Stunde später kündigte die Türglocke den ersten Besucher an. Mrs Weasley räumte noch die Küche auf, und Sirius hatte gerade, ganz wie angedroht, Kreacher in einem Badezimmer im ersten Stock eingeschlossen.

„Ich gehe schon“, sagte er schnell, als Mrs Black in der Eingangshalle lautstark zum Leben erwachte und Mrs Weasley erschrocken zusammenzuckte. Sirius gewöhnte sich langsam daran - ein heftiger Ruck an den Vorhängen würde genügen, seine Mutter zum Schweigen zu bringen, wenn sie nicht gerade in einer ungewöhnlich biestigen Laune war. Der Besucher draußen musste nicht lange warten, bis Sirius die Haustür öffnete.

„Bin ich zu früh?“ fragte Hestia Jones in fast panischem Ton und lief hochrot an, noch bevor Sirius sie begrüßen konnte. Die Vorstellung, mit Sirius allein im Haus zu sein, schien sie enorm zu verängstigen.

Sirius vermutete, dass ein Lächeln von ihm alles nur noch schlimmer machen würde, und vermied es sorgfältig. „Molly Weasley ist auch schon hier“, sagte er höflich. „Kommen Sie doch herein. Sie kennen ja den Weg.“

Er hatte kaum die Tür hinter ihr geschlossen, als die Türglocke von neuem zu klirren begann. Hestia passierte gerade die Vorhänge, als diese aufflogen und Mrs Black wieder aus Leibeskräften zu brüllen begann. Hestia machte einen Satz und stieß einen Schrei aus.

„Einfach weitergehen!“ rief Sirius ihr zu und gestikulierte in die Richtung der Tür am anderen Ende der Halle. „Ich kümmere mich schon darum!“ Er war nicht sicher, ob sie seine Worte gehört hatte, aber sie verstand ihre Bedeutung. Sie nickte erleichtert und eilte die Halle entlang zur Küchentreppe. Aber Sirius machte sich gar nicht erst die Mühe, das Porträt zum Schweigen zu bringen, bevor er die Tür wieder öffnete. Wer auch immer dieses Mal nicht daran gedacht hatte, die Türglocke nicht zu läuten, würde ihm beim Kampf mit Mrs Black helfen und es danach nie wieder vergessen.

Draußen vor der Tür stand jemand, der, da war Sirius sich sicher, es ganz bestimmt nicht im Geringsten vergessen hatte.

„Es tut mir aufrichtig leid“, sagte Severus Snape in den Höllenlärm hinein, aber sein Gesichtsausdruck strafte seine angebliche Aufrichtigkeit so offensichtlich Lügen, dass Sirius ihm am liebsten die Tür gleich wieder vor seiner großen Nase zugeknallt hätte.

„Ach ja?“ erwiderte er barsch. „Dann komm rein und mach das wieder gut.“ Er wandte seinem Besucher den Rücken zu und marschierte zu dem Porträt zurück. Snape folgte ihm, machte aber keine Anstalten, ihm zur Hilfe zu kommen. Er betrachtete die schreiende Mrs Black mit mäßigem Interesse, während Sirius mit den Vorhängen kämpfte. Sirius warf ihm einen bösen Blick zu, und beim dritten Versuch gelang es ihm, die Vorhänge zu schließen und das Geschrei des Porträts in dem staubigen Samt zu ersticken.

„Oh je“, sagte Snape mit sanfter Stimme in die plötzliche Stille hinein. „Was für eine Enttäuschung musst du gewesen sein.“

Sirius erwog kurz, Snape an Ort und Stelle ein blaues Auge zu verpassen. „Ich stelle fest, dass sie zu dir gar nichts zu sagen hat“, sagte er stattdessen eisig. „Aber das würde ich nicht als Kompliment auffassen, Snape.“

„Du hast eine interessante Vorstellung von Komplimenten, Black“, gab Snape zurück. „Man sollte nicht denken, dass Schande meines Fleisches - “

„Guten Abend“, ertönte Mrs Weasleys Stimme unvermittelt vom anderen Ende der Eingangshalle her, und für einen Augenblick war sich Sirius fast sicher, dass er das leise Geräusch von mehreren Paar Füßen hören konnte, die hastig über ihren Köpfen davonhuschten. „Wenn Sie schon nach unten gehen möchten, Professor Snape, es ist alles für die Versammlung vorbereitet“, sagte Mrs Weasley munter und machte einige Schritte auf die beiden Männer zu. „Sirius, wenn du mir noch schnell mit ein paar Stühlen helfen könntest - “ Sie ging hinüber zu dem unbenutzten Speisesaal im Erdgeschoss, der zu so etwas wie einer Abstellkammer geworden war, und hielt erwartungsvoll die Tür auf.

Sirius rauschte ohne ein weiteres Wort an Snape vorbei, und Snape zuckte mit den Schultern und verschwand durch die Tür, die zur Küche hinunterführte.


* * *


A/N: „Neugier ist der Katze Tod.“ - sagt man das auf Deutsch wirklich so? Ich habe es im Wörterbuch gefunden als Übersetzung für das englische Sprichwort „Curiosity killed the cat“, aber in Deutschland noch nie „live“ gehört. Ist es Euch geläufig oder klingt es völlig künstlich?


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Ich glaube nicht an Hexerei.
Joanne K. Rowling