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Fanfiction

Der Sommer des Phönix - Kapitel 22

von Jolie Black

Kapitel 22



Sirius hätte nicht sagen können, ob er sich nach Tonks' kurzem Besuch besser oder schlechter fühlte als vorher. Jedes Mal, wenn er an seine Freunde dachte, wie sie in einem Flur des Ministeriums Wache hielten, wo das leiseste Geräusch und die kleinste Bewegung sie verraten konnte, und wo jederzeit ein Angriff von Voldemorts Anhängern oder die Entdeckung durch die Ministeriumsmitarbeiter drohte, zog sich etwas in seiner Magengrube zusammen, das ihm fast den Atem nahm. Sirius war nicht nur frustriert, dass er ihre Abenteuer - denn so nannte er es in Gedanken - nicht teilen konnte. Jetzt hatte er auch noch ein schlechtes Gewissen, weil er in aller Seelenruhe zu Hause saß und nach Herzenslust essen und schlafen konnte, so viel er wollte, während die anderen sich für beides kaum Zeit gönnten. Tonks hatte recht gehabt, es war eine vollkommen verrückte Aktion. Aber andererseits tat Albus Dumbledore nie etwas Verrücktes, ohne dass es dafür einen guten Grund gab.

Trotz allem verfolgten seine Sorgen Sirius bis in den Schlaf. Sie weckten ihn kurz nach Mitternacht auf, zu der Zeit, als der nächste Wachwechsel stattfinden würde. Nach einer Weile schlief Sirius wieder ein, schreckte aber kurz vor sechs Uhr morgens erneut hoch, als die Morgen-Schicht die Nachtwache ablöste. Die Auroren und Arthur Weasley würden bald zur Arbeit müssen, also waren jetzt wahrscheinlich wieder Moody und Lupin an der Reihe. Sirius versuchte sich vorzustellen, wie es sich wohl anfühlte, sechs Stunden am Stück zusammen mit einem hippeligen Mad-Eye Moody unter einem Tarnumhang zu sitzen, der hinter jeder Ecke und jeder Tür einen lauernden Todesser vermutete. Er hoffte, dass Moody Lupin vorher wenigstens die ganze Nacht hatte schlafen lassen.

Sirius selbst konnte keinen Schlaf mehr finden. Vor dem Fenster draußen brach ein heller Sommermorgen an. Die ersten verschlafenen Sonnenstrahlen lugten durch die Vorhänge und versprachen einen strahlenden Tag. Oh, und strahlend sollte er werden. Heute allerspätestens, erinnerte sich Sirius, wollten die Weasleys einziehen.

Gesagt, getan.

Von seinem gewohnten Platz am Fenster von Seidenschnabels Zimmer aus sah Sirius sie ankommen. Es war gegen Mittag, als eine kleine, mollige Frau mit drei Kindern im Schlepptau, die alle schwere Koffer hinter sich herzogen, auf dem Platz auftauchte. Sie kamen aus der Straße, die zur Muggel-U-Bahnstation führte. Die Weasleys waren sofort an ihrem flammend roten Haar zu erkennen, das in der Sonne wie Leuchtfeuer brannte. Sie hielten vor dem Haus Nummer zwölf an, und Mrs Weasley schaute sich besorgt um und dann auf ihre Uhr.

Ron, der inzwischen noch größer gewachsen war als Sirius ihn erinnerte, hatte seinen Eulenkäfig abgesetzt und musterte jetzt die Häuser der Umgebung, die Hände tief in den Hosentaschen vergraben. Sirius hob eine Hand zum Gruß, aber dann fiel ihm ein, dass Ron das Haus Nummer zwölf nicht sehen konnte.

Hermine, die einen Weidenkorb mitgebracht hatte, hatte diesen auf ihrem Koffer abgestellt und schien in ihn hineinzusprechen. Das andere Mädchen hatte sich selbst auf ihrem Koffer niedergelassen und wischte sich mit dem Ärmel ihrer Jeansjacke die Stirn. Sie musste Ginny sein, die jüngste der Weasleys.

Mrs Weasley schien etwas zu den anderen zu sagen und schüttelte missbilligend den Kopf. Doch dann plötzlich wandte sie sich zu dem ungepflegten Rasenstück in der Mitte des Platzes um. Sirius folgte ihrem Blick. Aus dem Nichts waren dort zwei weitere rothaarige Jungen aufgetaucht, die beide die Griffe ihrer Koffer umklammert hielten und breit grinsten. Sie sahen sich so ähnlich, dass Sirius schnell aufgab, erraten zu wollen, wer Fred war und wer George.

Mrs Weasley winkte sie zu sich herüber und holte ein kleines Stück Pergament aus ihrer Handtasche. Die Kinder sammelten sich in einem Kreis um sie, dann wandten sie sich wieder dem Haus zu. Sie schauten alle mit der gleichen ungläubigen Miene auf das, was sich da vor ihren Augen abspielte. Sirius lächelte und machte sich auf den Weg nach unten, um sie zu begrüßen.

Als er in der Eingangshalle ankam, hatte Mrs Weasley schon die Haustür geöffnet. Die Mädchen kamen als erste herein, einen der Koffer zwischen sich tragend.

"Kommt, macht schon", hörte Sirius Mrs Weasley sie drängen. „Schnell herein, und keinen Krach hier in der Eingangshalle, hört ihr? So, gib mir den Käfig, Ron… nein, lass ihn noch nicht heraus, Hermine - “

Sirius trat auf sie zu, um ihnen mit dem Gepäck zu helfen, als plötzlich irgend ein großes Ding von der Tür aus direkt auf ihn lossprang. „Oh nein!“, hörte er Hermine noch rufen, aber dann war es auch schon da. Sirius taumelte unter der Wucht des Aufpralls, stolperte rückwärts und fand sich auf der untersten Treppenstufe sitzend wieder. Das Ding, das ihn da gerade angegriffen hatte, hielt er fest umklammert. Es fühlte sich wie ein großes, orangerotes, zappelndes Fellknäuel an.

„Oh. Hallo Krummbein“, begrüßte Sirius den Kater, der jetzt zufrieden zu schnurren anfing und versuchte, sich auf Sirius' Schoß zum Schlafen zusammenrollen. „Hallo Hermine. Hallo Ron. Schön, euch wiederzusehen.“

„Es tut mir leid!“ jammerte Hermine, aber Mrs Weasley brachte sie mit einem scharfen Zischen zum Schweigen.

„Psst! Keinen Lärm in der Halle!“

Hermine war sofort still und streckte schweigend die Arme nach ihrem Kater aus.

Sirius stand auf und reichte den sehr unwilligen Krummbein, der sich mit den Krallen an seinem Umhang festzuklammern versuchte, an seine Besitzerin zurück. „Willkommen am Grimmauldplatz. Ist da noch irgendwas, was ihr auf mich loslassen wolltet, oder war das erst mal alles?“

Ron grinste, aber seine Geschwister standen nur da und starrten Sirius mit großen Augen an.

„Dies sind meine anderen Kinder, Sirius“, sagte Mrs Weasley unnötigerweise. „Das ist Fred, und das ist George.“ Die Zwillinge nickten gleichzeitig, und Sirius war nicht schlauer als vorher.

„Ich bin Ginny“, meldete sich Rons Schwester zu Wort, und probierte es tapfer mit einem Lächeln.

„Schön, euch alle kennenzulernen“, sagte Sirius, sah von einem zum anderen, zählte Köpfe, und wunderte sich. „Und wo ist - “ Er unterbrach sich, als er Hermines Blick auffing. Sie hatte warnend die Augenbrauen hochgezogen und hastig den Kopf geschüttelt. „Wo ist denn euer Vater?“ brachte Sirius die Frage schnell zu einem anderen Ende als geplant. „Wohl noch bei der Arbeit?“

„Natürlich“, antwortete Mrs Weasley, der nichts Ungewöhnliches aufzufallen schien. „Er kommt heute Abend nach.“

Sirius sah Hermine an und runzelte die Stirn, aber Hermine schaute jetzt auf ihre Schuhe und schüttelte nur noch einmal kurz den Kopf. „Na gut“, sagte er. „Also, dann bringen wir euch und eure Sachen erst mal nach oben zu euren Zimmern.“ Er zeigte mit seinem Zauberstab auf Rons Gepäckstück. „Locomotor Koffer.“

„Locomotor Koffer“, wiederholten die Zwillinge einstimmig, und auch ihre beiden Koffer erhoben sich vom Boden. Sie schwebten einen Moment auf der Stelle, dann lieferten sie sich ein spektakuläres Rennen das Treppenhaus hinauf.

„Lasst das!“ zischte Mrs Weasley aufgebracht, als Fred und George ihren Koffern nachsetzten. Sie freuten sich anscheinend diebisch darüber, dass ihre Mutter nur im Flüsterton schimpfen konnte. Man konnte hören, wie die Koffer auf der schmalen Treppe polternd zusammenstießen. „Also wirklich!“

„Macht doch nichts“, wiegelte Sirius ab. So lange die Zwillinge keinen zu großen Krach veranstalteten, brauchte man Mrs Black nicht mit Geschimpfe zu wecken, und wenn es Krach gab, würde sie ohnehin aufwachen. „Wartet im zweiten Stock auf uns!“ rief er den Zwillingen nach und folgte ihnen dann in einem vernünftigeren Tempo die Treppe hinauf, Rons Koffer mit dem Zauberstab vor sich her dirigierend. Ron, Hermine und Ginny, mit Eule und Kater im Gepäck, bildeten die Nachhut.

Mrs Weasley seufzte. „In einer Stunde gibt's Mittagessen!“ flüsterte sie sehr vernehmlich hinter ihnen her, und verschwand dann in Richtung Küche.

Im zweiten Stockwerk warteten Fred und George grinsend auf die anderen.

„Wer hat gewonnen?“ fragte Sirius.

„Ich“, sagte wer von den Zwillingen es auch immer sein mochte, und Sirius war immer noch nicht schlauer als zuvor. Er stieß mit dem Ellenbogen die Tür zu Phineas Nigellus' Zimmer auf. „Das hier ist deins“, sagte er zu Ron, lenkte den Koffer hinein und setzte ihn am Fußende des Bettes ab. „Wenn das Porträt dort drüben auf Besuch kommt und sich schlecht benimmt, ignorier ihn einfach. Er kann nichts dafür. Die sind in der Familie alle so.“

Ron runzelte die Stirn, aber er nahm den Käfig mit der kleinen Eule, die Sirius ihm geschenkt hatte, und betrat das Zimmer. „Kann ich Pig rauslassen?“ fragte er.

„Klar“, antwortete Sirius und fragte sich insgeheim, warum er nicht schon längst begriffen hatte, wer der „Pig“ in Hermines Brief sein musste. Aber es war auch wirklich ein ziemlich abwegiger Name für eine kleine Eule.

„Wir gehen weiter in den dritten Stock“, erklärte er den anderen, und Fred und George schwenkten ihre Zauberstäbe und stiegen hinter ihren Koffern die Treppe weiter hinauf. Sirius zeigte ihnen das Zimmer, das sie bewohnen sollten, schärfte ihnen ein, nichts anzufassen - so vergeblich es vermutlich sein würde - und öffnete schließlich die Tür zum Zimmer der Mädchen.

Es war schon früher ein Gästezimmer gewesen. Zwei Betten und ein großer Schrank voller muffiger Umhänge füllten den kleinen Raum fast vollständig aus. Der einzige freie Platz, vor dem Fenster, war mit einem sperrigen Schrankkoffer zugestellt.

„Es ist wirklich sehr - sehr nett hier“, sagte Hermine höflich und blickte sich in dem staubigen Zimmer um, bevor sie sich vorsichtig auf einem der Betten niederließ.

„Es ist ein bisschen voll“, sagte Sirius entschuldigend. „Ihr müsst eben für eine Weile aus dem Koffer leben, aber wir räumen all den alten Krempel bald raus. Moment, vielleicht ist der hier sowieso schon leer.“ Er hockte sich neben den Koffer und versuchte, ihn zu öffnen. Er war nicht verschlossen, aber die Metallbeschläge waren so verrostet, dass sie sich nicht bewegen ließen.

„Sirius“, sagte plötzlich Hermines Stimme hinter seinem Rücken, „wer ist denn Regulus Black?“



* * *


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