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Fanfiction

Der Sommer des Phönix - Kapitel 18

von Jolie Black

Kapitel 18


Arthur Weasley ließ sich auf einen Stuhl fallen und fuhr sich nervös mit der Hand durch das schüttere rote Haar. Alle starrten ihn erwartungsvoll an. „Im Ministerium gehen sonderbare Dinge vor sich.“

„Im Ministerium?“ riefen die anderen einstimmig.

„Ich habe keine Ahnung, was genau da gerade schiefläuft“, beteuerte Mr Weasley händeringend. „Wir haben nicht lange gesprochen. Dumbledore sagte nur genau das, die Dinge kommen in Bewegung, und dass wir ein Auge auf das Ministerium haben müssen. Er sagte es so, als ob er den Ort meinte, das Gebäude. Und er sagte, dass er diese Information von beiden Seiten bestätigt bekommen hat.“

„Von beiden Seiten?“ fragte Tonks verständnislos.

„Snape“, sagte Lupin neben ihr knapp. „Erzähl weiter, Arthur.“

„Snape?“ Tonks' Augenbrauen formten ein Dutzend neuer Fragen.

„Dumbledore sagt, auf den Orden komme jetzt doppelt so viel Arbeit zu wie bisher, und es ist dringend“, fuhr Mr Weasley fort, ohne sich von Tonks aufhalten zu lassen. „Er sagt, er werde uns bei unserer nächsten Versammlung alle Einzelheiten mitteilen. Das wird am Donnerstag sein. Aber er hat Alastor Moody schon jetzt damit beauftragt, eine Abwehrstrategie auszuarbeiten.“

„Abwehr von was?“ fragte Sirius ungeduldig.

„Das weiß ich doch auch nicht!“ rief Mr Weasley fast flehentlich. „Moody erwartet alle vom Orden, die im Ministerium arbeiten, morgen früh bei ihm zu Hause für ein Briefing, bevor wir zur Arbeit gehen. Du wirst wahrscheinlich bei dir zu Hause eine Eule mit genau dieser Nachricht vorfinden, Nymphadora. Und du sollst jetzt gleich bei ihm vorbeikommen, Remus.“

„Wie, jetzt sofort?“

„Sobald du kannst, sagte er.“

Lupin seufzte, aber nickte.

„Und was unser Hauptquartier betrifft“, fuhr Arthur Weasley an seine Frau und an Sirius gewandt fort, „da wird doppelte Arbeit für den Orden doppelt so viel Betrieb hier bedeuten, deswegen lässt Dumbledore fragen - “ Wieder fuhr er sich durch die Haare, unsicher, wie er es seiner Frau beibringen sollte. „Oder besser, er fragt ausdrücklich dich, Molly, ob du eine Weile hier wohnen bleiben könntest... den Haushalt hier am Laufen halten, sozusagen...“

„Für wie lange?“ fragte seine Frau.

„Da hat er sich nicht festgelegt. Ein paar Tage. Eine Woche. Vielleicht länger.“

Jetzt war es an Mrs Weasley, auf einem Stuhl zusammenzusinken. „Aber Arthur“, protestierte sie schwach, „die Kinder! Was ist mit den Kindern? Wer soll sich um sie kümmern?“

„Das war das erste, was ich Dumbledore auch gefragt habe“, sagte Mr Weasley resigniert. „Und er sagte nur, bringt sie mit.“

"Bringt sie - was?“ Mrs Weasley hob ruckartig den Kopf, die Augen vor Schreck geweitet. „Nein! Wie kann er von uns verlangen, dass wir unsere Kinder da hineinziehen?"

Mr Weasley ergriff ihre Hand. „Wir würden sie doch nirgends hineinziehen”, sagte er, aber er schien selbst nicht recht daran zu glauben. "Der Orden nimmt keine Minderjährigen und keine Schulkinder auf. Sie werden keine Geheimnisse erfahren, die man aus ihnen herauslocken könnte.”

Aber Mrs Weasley schien gar nicht beruhigt angesichts des Gedankens, dass jemand versuchen könnte, ihre Kinder zu zwingen, Geheimnisse preiszugeben - gleich, ob sie in sie eingeweiht waren oder nicht. Sie war den Tränen nahe.

„Wirklich”, fuhr Mr Weasley fort, „ich glaube, sie wären hier genauso sicher wie im Fuchsbau, wenn nicht noch sicherer. Und sie könnten dir mit dem Haushalt helfen, und ihre Schularbeiten hier machen...” Er blickte sich hilfesuchend zu den anderen um.

„Schau, Molly”, sagte Sirius unvermittelt, „Dumbledore hätte es nicht vorgeschlagen, wenn er nicht überzeugt wäre, dass die Kinder hier sicher sind. Und das Haus zu entrümpeln ist eine Riesenarbeit, ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr alle herkommt und mir dabei helft.“ Er hoffte, dass er so ehrlich klang, wie er gerne wollte. Ein Teil seiner selbst teilte Mrs Weasleys Befürchtungen, aber einem anderen Teil war die Gelegenheit sehr willkommen, diese Einladung auszusprechen. Er sehnte sich nach Gesellschaft, aber er spürte auch einen seltsamen Drang, sich selbst und alle anderen von Zeit zu Zeit daran zu erinnern, dass dies immer noch sein Haus war und dass immer noch er entschied, wer darin einziehen durfte und wer nicht.

„Natürlich, im Grunde hängt es von dir ab, Sirius”, sagte Arthur Weasley hastig, sichtlich froh, dass jemand seiner Frau die Entscheidung abzunehmen versuchte.

„Ich hätte überhaupt nichts dagegen”, sagte Sirius aufrichtig. „Und wenn ihr die Kinder fragen würdet, dann würden sie bestimmt lieber heute als morgen herkommen wollen.“

„Aber das sind sie eben!“ rief Mrs Weasley. „Kinder! Sie sind noch nicht alt genug, so eine Entscheidung zu treffen. Sie sind noch nicht alt genug, die Gefahren richtig einzuschätzen!

Sirius runzelte die Stirn und wollte widersprechen, aber Mrs Weasley ließ ihn nicht zu Wort kommen. „Und Hermine - was ist mit Hermine? Ihre Eltern sind in Amerika auf einer Tagung von Muggel-Heilern, wir können sie doch jetzt nicht einfach allein nach Hause schicken. Wir haben versprochen, dass wir uns über die Ferien um sie kümmern!“

„Nun, ich sehe nicht, dass wir uns hier schlechter um sie kümmern können als irgendwo anders”, sagte ihr Ehemann vernünftig.

Mrs Weasley schniefte noch einmal in ihr Taschentuch, aber für den Augenblick schienen ihr die Argumente ausgegangen zu sein. “Wir können nicht einfach alle aus dem Fuchsbau verschwinden”, sagte sie schließlich. „ Wie sollen wir das anstellen?“

„Wir tun so, als ob wir alle nach Rumänien in die Ferien fahren, um Charlie zu besuchen”, schlug Bill vor.

„Wir haben ein paar Tage Zeit, um uns vorzubereiten”, sagte Mr Weasley. „Dumbledore sagte, es reicht aus, wenn wir bis zur nächsten Versammlung eingezogen sind.“

Wenn Mrs Weasley jemals geglaubt hatte, dass sie eine echte Wahl haben würde, dann war sie spätestens jetzt vom Gegenteil überzeugt. „Dann machen wir uns besser gleich auf den Heimweg, sagen den Kindern Bescheid und fangen an zu packen”, sagte sie, putzte sich die Nase und steckte ihr Taschentuch ein.

Schlagartig kam Leben in die Runde. Alle waren erleichtert, dass die vertraute pragmatische Mrs Weasley wieder zurückgekehrt schien.

„Dann muss ich jetzt auch los”, sagte Bill und warf noch einmal einen Blick durch die staubigen Fenster. „Es ist schon fast dunkel, ich bekomme noch Ärger.“

„Ich bringe dich zur Tür”, bot Sirius an. Es drängte ihn, der angespannten Atmosphäre in der Küche zu entkommen. Von der Gemütlichkeit ihrer kleinen Dinnerparty war nichts mehr zu spüren.

„Bill”, sagte Sirius leise, als sie in die dunkle Eingangshalle traten und außer Hörweite der Küche waren. „Meinst du, dass das funktionieren wird?“

„Die Kinder werden begeistert sein”, sagte Bill leichthin.

„Das meine ich nicht.“

„Ich weiß.“

Sirius konnte im Zwielicht Bills Gesicht kaum erkennen, aber er war sich sicher, dass Bill jetzt nicht mehr grinste.

„Ich bin sicher, dass es funktioniert”, sagte Bill überzeugt.

„Wirklich?“

„Wirklich. Mach dir keine Sorgen. Mum denkt vielleicht anders als du, was Harry betrifft, und vielleicht auch, was noch eine Reihe anderer Fragen betrifft, aber letzten Endes will sie für alle wirklich nur das Beste.“

„Das fürchte ich ja gerade.“

„Ich weiß”, sagte Bill noch einmal. „Aber glaub mir, sie hat dich weit genug ins Herz geschlossen, dass sie bei dir ein paar großzügige Ausnahmen gelten lässt.“

„Was meinst du damit?“

Bill lachte kurz auf und gab Sirius einen aufmunternden Klapps auf die Schulter. „Von dir hat sie noch nicht verlangt, dass du dir die Haare schneidest, oder? An deiner Stelle würde ich das als gutes Zeichen nehmen.“

Es brauchte nicht mehr als einen Augenblick, um der Schlange auf dem Türklopfer Bill Weasleys Namen beizubringen, aber die Haustür hatte sich kaum hinter Bill geschlossen, als auch seine Eltern in die Halle hinauf kamen. Die Schlange lernte flugs noch zwei weitere Namen und akzeptierte sie mit einem Nicken.

„Es tut mir wirklich leid, dass wir so überstürzt aufbrechen”, sagte Mrs Weasley und deutete über die Schulter zurück zur Küche, die sie gerade verlassen hatten.

„Wir geben dir Nachricht, wann du mit uns rechnen kannst”, versprach Arthur Weasley.

Und dann waren die Weasleys fort, und Sirius machte sich auf den Weg zurück in die Küche, wo Tonks und Lupin sich ebenfalls zum Aufbruch bereit machten.

„Ich habe ein wirklich schlechtes Gewissen, einfach so abzuhauen”, echote Tonks Mrs Weasleys Abschied. „Wir haben den ganzen Abend nur über mich geredet, und ich habe nicht ein Wort über euch beide erfahren. Aber beim nächsten Mal bestimmt.“ Sie lächelte beiden flüchtig zu. „Ich mache mich dann wohl auch auf den Weg. Ich sollte diese Eule noch abfangen.“

„Ich komme gleich mit”, sagte Lupin. „Sirius, es macht dir doch nichts aus - “

„Sieht so aus, als ob ich keine Wahl habe, oder?“ erwiderte Sirius und versuchte, nicht verbittert zu klingen. „Wenn Moody sagt, sobald du kannst, dann solltest du wohl besser sehr bald können.“

„Ich komme zurück, sobald es geht. Es kann nicht lange dauern.“

„Schick mir eine Eule, wenn es länger dauert.“

„Mache ich. Wir sehen uns bestimmt bald wieder.“

Sirius mochte plötzlich keine Versprechungen mehr hören, die Lupin vielleicht doch nicht würde halten können. Aber als sich die Küchentür hinter Lupin und Tonks geschlossen hatte, fühlte sich Sirius schrecklich allein und schrecklich nutzlos. Es gab nichts, wofür er gebraucht wurde, außer dem Stapel schmutziger Teller, Kelche und Töpfe in der Spüle. Die Stille im Haus überwältigte ihn. Dumbledore hatte für alle eine Aufgabe gefunden, außer für ihn. Aber vielleicht war Dumbledore auch schlicht zu beschäftigt gewesen, um ihm ausdrückliche Anweisungen für die Ausführung des Abwaschs ausrichten zu lassen. Er seufzte und setzte den Wasserkessel auf den Herd.

Über seinem Kopf fiel die Haustür ins Schloss, und Sirius wurde sich bewusst, dass Lupin und Tonks extrem lange dafür gebraucht hatten, die Treppe hinaufzugehen, sich zu verabschieden und das Haus zu verlassen. Sein Blick fiel auf die große Schale mit Mrs Weasleys Obstsalat, die einsam und verlassen mitten auf dem Esstisch stand, und Sirius verspürte plötzlich einen unbändigen Drang, sie in den Kamin zu schleudern, so dass sie in tausend Stücke zersprang.

* * *


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