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Fanfiction

Der Sommer des Phönix - Kapitel 17

von Jolie Black

Kapitel 17


„Und wie genau“, fragte Sirius Tonks, als sich das Gelächter wieder gelegt hatte, „bist du von Snapes pädagogischem Talent zur Aurorenausbildung gekommen? Ich nehme an, das war die einzig logische Konsequenz?“

Tonks ignorierte seinen boshaften Unterton, wenn sie ihn überhaupt bemerkt hatte. „Es war überhaupt nicht logisch“, sagte sie. „Ich hatte keine Ahnung, was ich nach der Schule machen wollte, also habe ich mir erstmal ein Jahr freigenommen, bin herumgereist und habe versucht, mich zu entscheiden. Ich wollte nie einen langweiligen Bürojob, lieber was Praktisches. Technik hat mich schon immer fasziniert, das liegt bei mir in der Familie. Mein Vater hatte all diese technischen Handbücher und Geräte von meinem Großvater geerbt, in die war ich ganz vernarrt.“

„Was war denn dein Großvater von Beruf?“ erkundigte sich Mrs Weasley höflich.

„Ingenieur. Hat bei den Londoner Wasserwerken gearbeitet.“

„Ach, der war ein Muggel“, sagte Bill, der sofort jedes Interesse verloren zu haben schien. „Wer will denn schon einen Muggel-Job?“

„Die Sache ist, du könntest sowieso keinen haben, auch wenn du wolltest“, gab Tonks leicht gereizt zurück. „Beim Ministerium musste ich mich belehren lassen, dass - “

„ - keine Hexe und kein Zauberer eine geregelte bezahlte Beschäftigung für einen Muggel-Arbeitgeber oder in einer Muggel-Umgebung annehmen darf“, zitierte Lupin den offiziellen Wortlaut. Die anderen sahen ihn erstaunt an. „Abschnitt fünf Klausel drei des Geheimhaltungsabkommens der Internationalen Zauberervereinigung“, erläuterte er mit einem Achselzucken. „Keinerlei Ausnahmen, unter keinen Umständen. Den Paragrafen kenne ich auswendig.“

Bill Weasley schien plötzlich peinlich berührt. „Das wusste ich gar nicht“, sagte er leise. „Wie ärgerlich für euch - “ Er suchte nach einer neutralen Bezeichnung. „ - für dich“, schloss er lahm.

„Es war auch ziemlich ärgerlich für mich“, fuhr Tonks fort. „Ich musste also meine Pläne, mich an einer Muggel-Hochschule einzuschreiben, zu den Akten legen. Stattdessen habe ich erstmal in allen möglichen verrückten Zaubererberufen gearbeitet. Ich war nirgendwo lange. Die längste Zeit an einem Ort war ich als Assistentin der Geschäftsführung im Management des Holyhead Harpies Quidditchteams.“

„Wow“, sagte Bill. „Das klingt nach einem Traumjob.“

„Zuerst war es das auch. Aber bei näherer Betrachtung kann Profi-Quidditch ein ganz schön schmutziges Geschäft sein, nicht nur auf dem Spielfeld. Und nach einer Weile hatte ich das Gefühl, auf Anglesey völlig zu versauern. Nach der zweiten Saison hatte ich solches Heimweh nach London, dass ich die erstbeste Stelle angenommen habe, die ich dort bekommen konnte - als Mutterschaftsvertretung für eine Hexe im Ministerium. Es war ein ziemlicher Witz - Statistik und Buchhaltung für die Flohnetzwerkaufsicht in der Abteilung für Magisches Transportwesen. Darüber weiß ich jetzt wirklich alles: Transportverbindungen, Kommunikationsverbindungen, Dauerverbindungen, Kurzzeitverbindungen, außerordentliche Verbindungen. Hochgradig langweilig, kann ich euch versichern. Und meine Chefin, Madam Edgecombe, war eine echte Schreckschraube.“

Sirius konnte sich lebhaft vorstellen, wie seine Cousine bei den notorisch überkorrekten leitenden Ministeriumsbeamten angeeckt sein musste.

„Und eines Tages“, fuhr Tonks fort, „eines Tages entdeckte Kingsley Shacklebolt mich in der Ministeriumskantine, als ich die anderen Mädels aus meiner Abteilung mit einer ganzen Bandbreite von flippigen Frisuren unterhielt. Er kam einfach rüber an unseren Tisch und fragte mich, ob ich diese Fähigkeit nicht da einsetzen wollte, wo sie wirklich nützlich wäre - und Auror werden.“

„Einfach so“, sagte Bill.

„Einfach so“, bestätigte Tonks. „Zuerst dachte ich, er wollte mich anbaggern. Dann dachte ich, er macht Witze. Aber er hatte recht, wisst ihr. Ich war mir ziemlich schnell sicher, dass das genau der Beruf war, den ich die ganze Zeit gesucht hatte. Eines muss man ihm lassen, Kingsley Shacklebolt hat ein echtes Talent dafür, genau zur richtigen Zeit das Richtige zu tun.“

„Wie letzten Freitag“, murmelte Lupin.

„Genau, wie letzten Freitag.“

„Dad meinte, Dumbledore hätte mit Shacklebolt vorher genau abgesprochen, so einen Auftritt hinzulegen“, bemerkte Bill.

„Nichts hatten die abgesprochen“, widersprach ihm Tonks. „Ich garantiere euch, alles, was Kingsley und ich wussten, war, dass es irgend eine Erklärung dafür geben musste, dass so ein hochgeheimes Treffen ausgerechnet an dem alten Sitz der Familie von Sirius Black abgehalten wurde. Aber Kingsley hatte keine Ahnung, was und wer uns dort erwartete, genau so wenig wie ich.“

Eine betretene Stille folgte ihren Worten.

„Das kann ich kaum glauben“, sagte Remus Lupin schließlich fast flüsternd. „Was für ein Wagnis!“

Sirius hatte Messer und Gabel sinken lassen und schluckte schwer. Ein Wagnis? Reinster Irrsinn, das war es gewesen. Er fühlte, wie sich sein Magen zusammenkrampfte bei der Vorstellung, was hätte passieren können, wenn Shacklebolt Dumbledores Worten keinen Glauben geschenkt hätte. Es raubte ihm den Atem.

„Alles in Ordnung, Sirius?“ fragte Bill besorgt.

„Ich - ich glaube schon“, log Sirius. Was hatte Dumbledore sich dabei gedacht, eine solche Konfrontation zu riskieren, ohne die geringste Vorwarnung und ohne die geringsten Vorsichtsmaßnahmen für den Fall, dass seine Rechnung nicht aufgehen würde?

Aber es hatte funktioniert. Es hatte geklappt, und Sirius hatte selbst gesagt, dass das alles war, was zählte. Um ehrlich zu sein war es sogar noch besser gelaufen, als er zu hoffen gewagt hatte. Wenn er von Kingsley Shacklebolts Amt gewusst hätte, hätte er sich dem Orden überhaupt nie zu zeigen gewagt. Er wäre erst gar nicht zu der Versammlung gekommen. Er hätte sich wahrscheinlich stattdessen in Kreachers Boilerschrank versteckt. Und sich das eingestehen zu müssen war hart.

Sein Blick war unwillkürlich zu eben dieser Schranktür gewandert. Er zwang sich, sich wieder seinen Freunden zuzuwenden, die ihn jetzt alle mehr der weniger betroffen ansahen. „Alles in bester Ordnung, wirklich“, sagte er und nahm sein Besteck wieder zur Hand. Aber es hatte ihm den Appetit verschlagen.

„Hör mal, wenn es was hilft, kann ich dir ein Geheimnis verraten“, erbot sich Tonks. „Kingsley war schon eine ganze Weile auf der Suche nach der Wahrheit, was deinen Fall betrifft. Je länger er sich damit beschäftigte, sagte er, desto überzeugter war er, dass etwas ganz entschieden faul war an der Art und Weise, wie das Ministerium den Fall damals gehandhabt hat, weißt du, mit all den offenen Fragen, die nie gestellt wurden, geschweige denn beantwortet, und mit all den Widersprüchen, für die niemand je eine Erklärung gesucht hat. Ich glaube, am Ende war Kingsley sogar hochzufrieden, dass er recht hatte.“

„Na, schön für ihn“, sagte Sirius und war froh, dass er seine Stimme wieder unter Kontrolle hatte. „Dann kannst du ihm ausrichten, dass ich gerne wieder zur Verfügung stehe, wenn ich ihm nochmal so einen Gefallen tun kann - jedenfalls so lange ich dabei nicht öfter als etwa einmal die Woche ernstlich um mein Leben fürchten muss.“

„Das lässt sich bestimmt so einrichten“, sagte Tonks, und alle brachen in erleichtertes Lachen aus. Tonks' Lockenmähne tanzte im Licht des Feuers um ihre Schultern.

„Herrje“, seufzte Mrs Weasley und begann, den Tisch abzudecken. „Bleibst du noch für den Nachtisch, Bill? Es gibt Obstsalat.“

Bill warf einen prüfenden Blick durch die Fenster hoch oben in der Wand auf das schwindende Tageslicht draußen. „Ich mache mich wohl besser auf die Socken“, entschuldigte er sich. „Ich will Arabella Figg nicht warten lassen.“

„Du apparierst am besten direkt in ihren Hinterhof, außer Sicht, und klopfst an die Küchentür“, riet Tonks ihm. „Und ihr Kuchen ist wirklich superlecker“, fügte sie mit einem schelmischen Zwinkern hinzu.

„Na denn.“ Bill erhob sich - und im gleichen Augenblick ging die Türglocke in der Halle über ihren Köpfen wieder los. Alle tauschten überraschte Blicke.

„Hattest du sonst noch jemanden erwartet?“ fragte Bill Sirius, der den Kopf schüttelte. Auf allen Gesichtern wich die Überraschung einer gewissen Beklommenheit.

„Komm schon, Bill“, sagte Lupin schließlich und erhob sich ebenfalls.

Auch Tonks war aufgestanden. „Ich komme mit.“

„Keine Umstände“, sagte Lupin trocken. „Sie haben dieses Wochenende frei, oder nicht?“

Tonks rollte die Augen, aber sie setzte sich wieder hin. Bill und Lupin verließen die Küche. Die anderen konnten hören, wie einer von ihnen zwei Treppen hinaufeilte, um von einem Fenster im ersten Stock aus nachzusehen, wer vor der Tür stand, während der andere Mrs Blacks Gekreische wieder zum Verstummen brachte. Die Haustür wurde geöffnet, in der Halle waren gedämpfte Stimmen zu hören, und einen Moment später waren sie wieder zurück, Bill und Lupin und hinter ihnen, völlig außer Atem und sehr bekümmert wirkend, Mr Weasley.

„Arthur!“ rief Mrs Weasley und eilte ihrem Mann entgegen. „Was ist passiert? Ist etwas mit den Kindern?“

„Den Kindern geht es prima“, versicherte ihr Mr Weasley mit einem unglücklichen Blick in die kleine Runde. „Ich muss mich entschuldigen, dass ich so in euer Abendessen hereinplatze, aber ich dachte, ich komme lieber gleich her. Ich habe gerade durch das Feuer mit Albus Dumbledore gesprochen. Die Dinge kommen in Bewegung.“

* * *

A/N: mehr "Sommer" gefällig? Hintergründe, Fußnoten, Anmerkungen, FAQ (Antworten auf Eure Reviews) und mehr auf meinem Livejournal (Link in meinem Profil) und hier im Forum "User-Fanfictions"!


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Dan ist wirklich gut. Mit ihm zu arbeiten war wunderbar. Armer Junge, er musste so geduldig sein. Ich musste schwafeln und darüber sprechen, dass ich der Meister des Universums bin, dass ich böse bin und dass ich ihn umbringen werde und er musste verschnürt dastehen, sich krümmen und vor Schmerzen stöhnen, während ich einen Monolog führte. Der Monolog des bösen Genies - kein Film ist komplett, wenn er fehlt. Ich liebe es, böse Figuren zu spielen!
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