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Fanfiction

Der Sommer des Phönix - Kapitel 16

von Jolie Black

Kapitel 16


Tonks hatte es also doch eilig gehabt, sich wieder am Grimmauldplatz blicken zu lassen.

„Ich hoffe, es ist okay, dass ich ein bisschen früher dran bin“, begrüßte sie Sirius, als er ihr die Tür öffnete. Sie hatte ihr blassblondes Strubbelhaar gegen eine Mähne kastanienbrauner Locken eingetauscht, die ihr bis auf die Schultern fiel, und trug heute den Umhang einer Hexe anstelle von Muggelkleidern. Ihre Augen waren hellgrau, was einen faszinierenden Kontrast zu ihrer Haarfarbe bildete.

„Es ist vollkommen okay“, sagte Sirius, fast sprachlos angesichts ihres so veränderten Aussehens. Denn das war sicherlich mindestens genauso vollkommen okay wie die Tatsache, dass sie tatsächlich sehr früh dran war.

Mrs Weasley und Bill waren nicht minder beeindruckt, als Sirius und Tonks zusammen zurück in die Küche kamen.

„Hi!“ sagte Tonks gewohnt fröhlich. Offensichtlich missverstand sie die verblüffte Stille. „Ich bin Tonks, erinnern Sie sich? Ich hatte am Freitag noch kurze blonde Haare. Kann ich Ihnen noch etwas helfen, Mrs Weasley?“

„Sag einfach Molly, meine Liebe“, sagte Mrs Weasley und schaute sich nach einer Aufgabe für Tonks um. „Du könntest uns helfen, den Tisch zu decken. Alles andere ist jeden Moment fertig. Geschirr findest du da drüben in der Anrichte.“ Sie nahm die Töpfe und Pfannen vom Herd, während Tonks Teller holen ging.

„Sind wir nur zu viert?“ fragte sie, und Sirius ertappte sich dabei, dass er auf eine Spur von Enttäuschung in ihrer Stimme lauerte.

„Mit Remus sind wir fünf“, sagte er schnell.

„Oh, prima.“ Ihr Ton verriet nichts. Sirius hätte viel darum gegeben, in diesem Moment ihr Gesicht zu sehen, aber Tonks hatte ihm den Rücken zugewandt und einen Stapel Teller aus der Anrichte gehoben - ein bisschen zu eifrig, denn der unterste Teller glitt ihr durch die Finger und zerschellte auf dem Steinfußboden. „Oh nein, entschuldigt bitte!“ rief sie und lief purpurrot an. „Sowas passiert mir ständig. Reparo.“ Auf einen Schwung ihres Zauberstabs hin erhoben sich die Porzellanscherben vom Boden, schwebten umeinander und setzten sich schließlich mit einem leisen Klick nahtlos wieder zu dem Teller zusammen, der sie zuvor gewesen waren. „Den Zauberspruch hat mir meine Mutter schon beigebracht, bevor ich zur Schule kam“, sagte sie entschuldigend. „Nach den ersten zwei oder drei Malen hat es selbst das Ministerium nicht mehr interessiert, dass das eigentlich illegale Minderjährigenzauberei war. Die hatten Verständnis. Und den brauche ich definitiv immer noch am häufigsten.“ Sie hob vorsichtig den Teller auf und stellte ihn zu den anderen auf den Tisch. Bill deckte das Besteck.

„Hat Remus gesagt, wann er hier sein wird?“ fragte Mrs Weasley Sirius beiläufig.

„Ich habe keine Ahnung. Ich habe ihn seit Freitag auch nicht mehr gesehen. Er kommt schon von selbst runter, sobald ihm danach ist.“

Mrs Weasley warf einen unsicheren Blick in Tonks' Richtung, aber Tonks nickte nur verständnisvoll und stellte keine Fragen.

„Meinst Du, es macht ihm was aus, wenn wir schon mal anfangen?“ schlug Mrs Weasley vor. „Dann bekommt Bill noch ein ordentliches Essen, bevor er los muss.“ Sie streckte die Hände nach ihren Tellern aus, ohne eine Antwort abzuwarten, und sie begannen ihr Mahl.

„Oh, das ist aber lecker, Mrs W - Molly“, sagte Tonks gleich nach dem ersten Bissen. „Ich wünschte, ich könnte auch so gut kochen. Aber zu Hause ist mir der Zutritt zur Küche streng verboten, meine Mutter sagt, ich mache sowieso nur Chaos.“

Mrs Weasley schüttelte missbilligend den Kopf. „Aber wie willst du es dann je lernen? Wenn du willst, zeige ich dir - “

„Tonks, wie geht es Harry?“ unterbrach Sirius sie. Ein wohlverdientes Lob für Mrs Weasleys Kochkünste hatte vielleicht Vorrang vor Neuigkeiten aus Little Whinging, aber Haushaltstratsch rangierte irgendwo ganz weit dahinter.

Tonks, die den Mund voll hatte, reagierte nicht sofort.

„Ich bin sicher, dass es Harry gut geht“, antwortete Mrs Weasley an ihrer Stelle in leicht gereiztem Ton.

„Das stimmt, Sirius“, bestätigte Tonks einen Moment später. „Mit Harry ist alles in Ordnung. Wir würden es dir doch sofort sagen, wenn es nicht so wäre.“

„Und was unternimmt er so?“ wollte Sirius wissen. „In Ordnung“ bedeutete schließlich alles und nichts.

„Nicht viel, soweit ich sehen konnte“, berichtete Tonks. „Während ich dort war, ist er überhaupt nicht aus dem Haus gegangen. Ich bin um das Haus herum zum hinteren Gartenzaun, und von dort konnte ich ihn von weitem an seinem offenen Fenster stehen sehen. Als ob er den Himmel beobachtete, oder auf jemanden wartete, oder auf etwas. Ich hätte Lust gehabt, mich direkt unter sein Fenster zu schleichen und einen kleinen Schwatz mit ihm zu halten, aber ich wollte ihm keinen Schrecken einjagen. Und außerdem, sagt Arabella, soll er ja nicht wissen, dass wir überhaupt da sind.“

„Das verstehe ich einfach nicht“, sagte Sirius, der plötzlich den vertrauten Zorn wieder in seinem Inneren aufflackern spürte. „Was für einen Sinn soll es denn haben, das vor ihm geheim zu halten? Die Existenz des Ordens, in Ordnung, und all unsere anderen Aktivitäten, aber wieso darf er nicht einmal wissen, dass da überhaupt jemand ist, der ihn beschützt?“

„Dumbledore glaubt, dass es so besser für ihn ist“, sagte Mrs Weasley fest.

„Und ich glaube, dass es Harry sehr viel besser ginge, wenn er wüsste, dass seine Freunde in der Nähe sind und sich um ihn kümmern.“

Aber war das wirklich so? Würde Harry sich dann nicht viel mehr eingesperrt fühlen, wie Sirius, nutzlos und in allem auf andere angewiesen? Vielleicht würde er sogar irgendwelche Dummheiten begehen, wie von zu Hause wegzulaufen, nur weil er das Gefühl hasste, beobachtet zu werden und in diesem Muggelhaus gefangen zu sein? So etwas sähe Harry ähnlich. Er war schließlich schon einmal von dort weggelaufen. Vielleicht war es doch besser für ihn, wenn er nichts von alledem wusste - zu seiner eigenen Sicherheit. Andererseits musste es schrecklich für ihn sein, sich so abgeschnitten von allen zu fühlen, die ihm etwas bedeuteten, nach allem, was passiert war.

„Schau mal - “ begann Bill, aber seine Mutter übertönte ihn.

„Harry ist noch ein Kind“, sagte Mrs Weasley ziemlich laut. „Und wenn Albus Dumbledore meint, dass es Dinge gibt, mit denen man ihn nicht belasten sollte, dann kann ich ihm nur zustimmen.“

„Das würde ihn doch nicht belasten!“ erwiderte Sirius hitzig. „Er hat doch wohl ein Recht darauf zu wissen, dass wir da sind und etwas unternehmen!“

Aber das ist nicht wahr, sagte eine kleine Stimme in seinem Kopf. Niemand von euch unternimmt wirklich irgend etwas, und du selbst am allerwenigsten. Du sitzt doch auch nur den ganzen Tag herum und guckst in den Himmel. Ihr wartet alle nur darauf, dass der Schlag fällt, und wenn er irgendwo in der Nähe deines Patenkindes fällt, Sirius, dann wirst du nicht da sein, um dich dazwischen zu werfen, so wie du es einst versprochen hast.

„ - und so sollte es auch bleiben“, drang Mrs Weasleys Stimme wieder an sein Ohr. Es folgte eine bleierne Stille. Bill und Tonks wechselten einen beklommenen Blick quer über den Tisch.

„Und jetzt“, verkündete Mrs Weasley und erhob sich, „stelle ich den Rest hier zurück in den Ofen und halte ihn warm für Remus, bis er auftaucht.“

„Meinst du, es ist alles in Ordnung mit ihm?“ fragte Tonks Sirius besorgt.

„Oh ja, er wird sich schon berappeln“, beruhigte Sirius sie. „Es ist schließlich nicht zum ersten Mal Vollmond, er kommt damit schon klar.“

„Aber raufgehen und nachschauen solltest du besser trotzdem nicht“, ergänzte Bill.

Mrs Weasley warf ihm einen strengen Blick zu. „Darüber macht man keine Witze, Bill.“

„Oh, aber er hat vollkommen recht“, sagte eine Stimme von der Tür her. „Und glaubt mir, ich sollte es wissen.“

In der Tür stand Remus Lupin, mager und erschöpft, in seinem schäbigen Umhang und, soweit Sirius im flackernden Schein des Feuers erkennen konnte, wieder mit ein paar mehr grauen Strähnen in seinem braunen Haar. Aber seine Stimme war ganz die alte, wie Sirius erleichtert hörte, und der unbeschwerte Ton war nicht gespielt. Lupin zog die Tür hinter sich zu und trat näher. Tonks, die mit dem Rücken zu ihm gesessen hatte, stand auf, um ihn zu begrüßen.

„Oh - Nymphadora“, sagte er, als er sie erkannte. „Wie schön, Sie schon so bald wiederzusehen.“

Tonks öffnete den Mund.

„Sag Tonks“, sagte Sirius, um ihr zuvorzukommen, aber sie fragte stattdessen „Geht es Ihnen wieder besser?“ in einem so ehrlich besorgten Ton, dass Sirius sich reichlich albern vorkam.

„So gut, wie es einem nur gehen kann, wenn man von solch einem köstlichen Duft geweckt wird und dann sein Abendessen auch noch in so angenehmer Gesellschaft genießen darf“, erwiderte Lupin.

Der gute alte Moony, dachte Sirius heimlich amüsiert. Wenigstens hatte er in Tonks' Gegenwart seine Stimme wiedergefunden. Als nächstes würde er ihr vermutlich die Hand küssen.

Und vielleicht hätte er das wirklich getan, wenn nicht in diesem Augenblick Mrs Weasley einen dampfenden Teller auf den letzten freien Platz am Tisch gestellt und ihn aufgefordert hätte, sich zu setzen. „Das ist ja ganz wunderbar“, nahm Lupin die Einladung an. „Vielen, vielen Dank, Molly.“

Und damit war es mit den Nettigkeiten erst einmal vorbei. Sie setzten ihr Mahl gemeinsam fort, und Lupin gab sein bestes, um die anderen einzuholen. Sein Teller leerte sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit, einmal und ein zweites Mal. Er aß - das konnte man nicht anders nennen - mit einem wahren Wolfshunger, als ob er das ganze Wochenende noch nichts in den Magen bekommen hatte. Was vermutlich sogar stimmte, dachte Sirius, der seinen Freund mitfühlend beobachtete. Das ganze Wochenende nichts, außer den letzten Portionen dieses scheußlichen Tranks. Die Erinnerung an dessen Geruch allein genügte, um bei Sirius ein flaues Gefühl im Magen zu erzeugen. Aber Remus erholte sich offensichtlich prächtig - in jeder Hinsicht, nicht nur vom Vollmond.

Im Moment sah es allerdings nicht so aus, als ob er irgend etwas sagen wollte, außer vielleicht einer Bitte an Mrs Weasley um eine dritte Portion, und Sirius hatte keine Lust, das Gespräch von vorher über Harry wieder aufzugreifen. Er war dankbar, als Bill sich schließlich einem weniger heiklen Thema zuwandte.

„Sag doch mal, Tonks“, wollte er wissen, „wie machst du das, diese Verwandlungen, meine ich? Bist du wirklich ein echter Metamorphmagus, oder bist du nur das frühkindliche Opfer deines Cousins und seiner erfolglosen Versuche, dich in ein Chamäleon zu verwandeln?“

Tonks lachte. „Oh, das würde ich ihm glatt zutrauen.“ Sie zwinkerte Sirius zu. „Aber Spaß beiseite - ich bin wirklich ein Metamorphmagus.“

„Du bist der erste, den ich je getroffen habe“, bemerkte Mrs Weasley. „Sie sind wohl sehr selten?“

„Ist es denn so schwer zu lernen?“ fragte Bill.

„Ich fürchte, man kann es überhaupt nicht lernen“, sagte Tonks bescheiden. „Man ist einer, oder man ist es nicht. Man wird damit geboren.“

„Manche Leute behaupten, dass man es lernen kann“, warf Sirius ein.

„Wer sagt das?“ fragte Tonks zurück.

„Jemand in einer Ausgabe von Verwandlung Heute vom Januar 1974.“

„Oh ha.“ Bill hob die Augenbrauen. „Unsere Diskussion hebt sich auf ein ehrfurchterweckendes akademisches Niveau.“

„Das seltsame ist“, erklärte Tonks, „dass es schon irgendwie verwandt ist mit der Kunst der Verwandlung, nur weiß keiner genau, wie. Es scheint, dass systematischer Verwandlungs-Unterricht die Erscheinungsformen eines Metamorphmagus enorm erweitert. Gleichzeitig meistern Metamorphmagi im Vergleich zu anderen Zauberern oft auch die übrigen Verwandlungstechniken ohne große Mühe, selbst die kompliziertesten. Ich meine - “ Sie unterbrach sich, offensichtlich besorgt, dass sie angeberisch klingen könnte. „Ich meine nur, mir hat Verwandlung einfach immer einen Riesenspaß gemacht, damals in der Schule.“

„Professor McGonagall muss entzückt gewesen sein“, sagte Mrs Weasley freundlich. „Ich nehme an, es war dein Lieblingsfach?“

„Oh ja. Definitiv. Schlug sogar Zaubertränke.“

„Zaubertränke?“ fragten vier Stimmen gleichzeitig, eine so erstaunt und ungläubig wie die andere. Remus Lupin hörte sogar auf zu essen, ließ Messer und Gabel sinken und starrte Tonks verblüfft an.

„Das war aber sicher vor Snapes Zeit“, sagte Bill.

„Aber nein“, erwiderte Tonks mit großem Ernst. „Das war gerade wegen Snape. Ich meine - “ Sie lachte, als sie die zweifelnden Mienen der anderen sah. „Wisst ihr, in meinem ersten Jahr in Hogwarts war Professor Slughorn noch da, und da ging es nie darum, wie gut man war, sondern nur darum, wie gut man ihm gefiel.“

„Da ist etwas dran“, seufzte Mrs Weasley.

„Vielleicht war es nicht ganz so schlimm“, räumte Tonks ein. „Aber zu der Zeit nahm einfach niemand Zaubertränke ernst, und am Ende waren die wenigsten von uns traurig, als Slughorn in den Ruhestand ging. Dann sprang Professor Sprout für ein Jahr ein. Und Professor Sprout ist eine großartige Kräuterkundlerin und eine wirklich liebe Frau, aber außerhalb ihrer Gewächshäuser wusste sie einfach nicht, was sie tat. Tut mir leid, muss man einfach so sagen. Aber dann, in meinem dritten Schuljahr, bekam Snape den Job, und das - “ Tonks schnippte mit den Fingern. „ - das war Zaubertränke, wie es sein sollte.“

„Da bin ich mir nicht so sicher“, murmelte Bill.

„Er war genial“, sagte Tonks mit Nachdruck.

„Er ist vielleicht ein genialer Zaubertrankbrauer“, sagte Mrs Weasley skeptisch, „aber ich weiß nicht, ob er ausgerechnet zum Lehrer geboren ist.“

„... um es vorsichtig auszudrücken“, fügte Bill mit einem anerkennenden Grinsen hinzu. „Das ist das erste Mal, Mum, dass ich dich über einen Hogwarts-Lehrer schlecht reden höre.“

„Professor Snape hat der Reihe nach jedem einzelnen meiner Kinder Alpträume beschert“, verteidigte sich Mrs Weasley an die anderen gewandt.

„Das stimmt nicht ganz“, widersprach ihr Bill. „Bei Fred und George war es höchstwahrscheinlich anders herum.“

Die ganze Runde lachte herzlich.

„Ich weiß, er kann manchmal ein bisschen gemein sein“, gab Tonks zu. „Aber es ist alles nur halb so wild, wenn man sich rächen kann, indem man sich hinter seinem Rücken lange, fettige Haare und eine Hakennase wachsen lässt.“

Mehr Gelächter folgte ihren Worten.

„Und außerdem“, fügte Tonks hinzu, „wusste er einfach, wovon er redete. Snape war cool, auf seine eigene Art. Er hatte Ahnung. Er war anders. Und er war jung, für einen Lehrer. Er kann noch heute kaum älter sein als ihr beide.“ Sie nickte in Sirius' und Remus' Richtung.

„Ist er auch nicht“, sagte Sirius, dessen Lächeln plötzlich eingefroren war.

„Das ist aber ein zweifelhaftes Kompliment“, sagte Lupin spöttisch, warf aber gleichzeitig Sirius einen warnenden Blick zu.

Tonks wurde rot. „Tut mir leid“, sagte sie. „Ich wollte nur sagen, es war einfach großartiger Unterricht. Vor allem die letzten zwei Schuljahre. Wir waren nur noch vier Leute in seinem UTZ-Kurs, nur noch die, die es wirklich interessiert hat. Wir waren sozusagen seine Elitetruppe. Snape hat uns die erstaunlichsten Dinge beigebracht, weit mehr als für den UTZ vorgesehen war, Sachen, von denen man als Schüler normalerweise nicht einmal hört. Zaubertränke vom Feinsten, glaubt mir. Es gab Tage, an denen schien es ihm geradezu Spaß zu machen, uns zu unterrichten.“

„Was du nicht sagst“, grinste Bill. „Als nächstes erzählst du uns, du hättest ihn schon mal lachen sehen.“

„Nein“, sagte Tonks, plötzlich wieder ernst. „Das niemals.“

„Sie sind wirklich in vieler Hinsicht außergewöhnlich, Nymphadora“, sagte Lupin. „Sie müssen die erste und einzige Hogwarts-Schülerin sein, die Snapes Unterricht je mochte.“

„Meint ihr, das sollte ich ihn bei Gelegenheit mal wissen lassen?“ fragte Tonks schelmisch. „Um ihn aufzuheitern?“

„Was, dass du seinen Unterricht mochtest, oder dass du die einzige bist, der es je so ging?“ fragte Bill zurück.

„Was, meint ihr, würde ihn mehr aufheitern?“

„Letzteres“, sagte Lupin trocken. „Sonst würde er denken, sein pädagogisches Konzept hätte versagt.“


* * *


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