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Fanfiction

Der Sommer des Phönix - Kapitel 5

von Jolie Black

Kapitel 5


Das Haus appariersicher zu machen war in der Tat ein sehr langwieriger Prozess. Sirius und Lupin zogen nach Dumbledores Vorbild mit ihren Zauberstäben unsichtbare Linien um die Wände eines Raumes nach dem anderen, und Dumbledore sprach über jeden Raum eine lange, komplizierte Zauberformel. Sie rückten Möbel hin und her, kletterten auf Stühle und krochen auf Händen und Füssen in dunkle Ecken - und all das in einem Haus, das sich seit über zehn Jahren im völligen Verfall befand. Jedes einzelne Zimmer war voll von Staub und Dreck und Ungeziefer, das unter den Möbeln herumkroch und ihnen bösartige Bisse versetzte, die wie Feuer brannten, wenn man sie nicht sofort mithilfe des Zauberstabs wieder verschwinden ließ. Und das bedeutete, mit den Bissen zu leben, bis ein Zimmer vollständig umzeichnet war, oder aber die Linie zu unterbrechen und von vorne zu beginnen. Manche Einrichtungsstücke zerfielen gänzlich unter ihren Händen. In einem besonders großen Raum brachte der Staub Sirius so heftig zum Niesen, dass er zweimal seine Linie unterbrechen und wieder von vorne anfangen musste, wonach sein Gefluche seinem Niesen in nichts mehr nachstand. Auch Lupin musste sich ein Schlafzimmer zweimal vornehmen, als er bemerkte, dass er eine Nische übersehen hatte, die mit einem Vorhang abgetrennt war und die er für ein Fenster gehalten hatte.

Es war nach Mittag, als sie mit dem Dachboden und den obersten drei Stockwerken fertig waren und den ersten Stock in Angriff nahmen. Dumbledore kümmerte sich um den Salon mit den hohen Fenstern, die auf den Grimmauldplatz hinausblickten, während Lupin sich das kleine Zimmer an der Rückseite des Hauses aussuchte, das Sirius am Abend zuvor nicht hatte betreten wollen.

Er war gerade dabei, seinen Zauberstab um einen schweren Nachtschrank, der sich nicht von der Stelle bewegen ließ, herumzuziehen, als in seinem Rücken eine hämische Stimme erklang.

„Ich dachte immer, deinesgleichen kriecht nur bei Vollmond auf allen Vieren herum?“

Lupin hielt inne, aber vermied es sorgfältig, seine Linie zu unterbrechen und sich nach Phineas Nigellus in seinem Rahmen umzusehen. „Stör mich nicht“, sagte er gleichmütig und wandte sich wieder seiner Arbeit zu.

„Ich habe eine äußerst wichtige Nachricht für Professor Dumbledore. Meinst du nicht, dass er sie gerne hören würde?“

„Wenn ich hier fertig bin. Bis dahin hat das doch wohl Zeit.“

„Ich meine mich zu erinnern”, sagte Nigellus aalglatt und verschränkte die Arme, „dass ich dir schon einmal erklärt hätte, dass ich mich von Werwölfen nicht herumkommandieren lasse.“

Lupin warf ihm über die Schulter einen sehr bösen Blick zu, und sein Zauberstab begann, bedenklich zu zittern.

„Konzentrier dich, Remus“, höhnte Nigellus.

„Benimm dich, Phineas“, sagte Albus Dumbledores Stimme von der Tür her.

Phineas Nigellus brachte es immerhin fertig zu erröten. „Ich habe eine Nachricht für Sie von Minerva McGonagall“, berichtete er in einem Ton äußerster und gleichzeitig äußerst unaufrichtiger Unterwürfigkeit. „Sie wird Sie heute Abend hier aufsuchen, um Sie persönlich über die Situation in Surrey zu informieren. Sie hat auch noch mit einigen anderen Leuten gesprochen, vor allem mit ehemaligen Schülern, aber die Namen lässt sie Sie selbst wissen.“ Der frühere Schulleiter schien reichlich beleidigt, nicht ins Vertrauen gezogen worden zu sein.

„Hervorragend“, sagte Dumbledore. „Wenn du Minerva noch erreichst, Phineas, dann erinnere sie doch bitte daran, dass keiner von uns hier heute Zeit hatte, Einkäufe zu machen. Eine Kleinigkeit zum Abendessen wäre also sehr willkommen.“

Phineas neigte den Kopf - zu einer tieferen Verbeugung war er offensichtlich nicht fähig - und verschwand. Nur die leere Leinwand blieb zurück.

„Hör nicht auf ihn, Remus“, sagte Sirius, der neben Dumbledore draußen vor der Tür aufgetaucht war. „Er macht sich vielleicht ein bisschen wichtig, aber abgesehen davon ist er nicht schlimmer als jeder andere Slytherin auch.“


* * *


Es war draußen dunkel geworden, als sie in der Eingangshalle wieder zusammentrafen. Lupin hatte sich während der letzten Stunde mit dem Keller beschäftigt, während Sirius und Dumbledore den Rest des ersten Stocks und das Erdgeschoss, das zum Glück nur aus zwei großen Räumen und der Halle bestand, erledigt hatten.

„Kreacher wollte unbedingt herausfinden, was ich da gemacht habe“, berichtete Lupin. „Aber so richtig verstanden hat er es wohl nicht. Alles, was er sieht, ist, dass das Haus von genau der Art Leute in Besitz genommen wird, die er wie seine alten Herren von allen Zauberern immer am meisten verachtet hat. Und das gefällt ihm ganz und gar nicht.“

„Es würde ihm nicht gefallen, wenn sein Leben davon abhinge“, knurrte Sirius und machte dabei ganz den Eindruck, als ob er bedauerte, dass dem nicht so war.

„Es ist sehr ungewöhnlich, dass ein Hauself einen Zauberer verachtet“, bemerkte Dumbledore.

„Ein Diener ist eben nie besser als sein Herr“, sagte Sirius grob.

„Das ist ein schwerer Irrtum“, erwiderte Dumbledore ruhig.

„Nicht in diesem Fall.“

Eine unbehagliche Stille trat ein.

„Es hat eine Weile gedauert, bis ich ihn unter einem Vorwand von seinem Schrank weggelockt hatte“, sagte Lupin schließlich. „Aber am Ende hatte ich es geschafft. Scheußliches Loch.“

„Dann müsste der Zauber vollkommen sein“, sagte Dumbledore. „Es sei denn, wir haben einen geheimen Raum übersehen.“

„Hier gibt es keine geheimen Räume“, sagte Sirius. „Die Reichtümer der Familie lagerten schon immer bei Gringotts, und abgesehen davon haben die Blacks nie einen Hehl daraus gemacht, was für eine Sorte Zauberer sie waren. Und wenn ihr nicht das private Badezimmer meiner Mutter hinter der Wandvertäfelung ihres Schlafzimmers im dritten Stock übersehen habt, dann hätten wir's geschafft.“

„Dann müssen wir unser Glück versuchen“, sagte Dumbledore und machte sich bereit zu disapparieren.

Genau in diesem Moment klingelte die Türglocke. Es war ein unangenehm scharfer, klirrender Ton. Die Silberglocken über der Tür tanzten wild im Licht der Gaslampen. Und ganz unvermeidlich flogen den Bruchteil einer Sekunde später die Vorhänge vor Mrs Blacks Bild wieder auf, und Mrs Blacks Stimme verstärkte den Ton der Glocken um ein Vielfaches.

„ABSCHAUM! SCHANDE! MEINE WOHLVERDIENTE RUHE ZU STÖREN! UNVERSCHÄMTHEIT!“

Lupin verzog das Gesicht, aber Dumbledore zog rasch mit einer Hand die Vorhänge wieder zu, als er an dem Bild vorbei zur Tür schritt.

„Das muss Minerva sein“, sagte er gut gelaunt, und ohne einen Moment zu zögern öffnete er die Tür weit.

„Du bist ein toter Mann“, sagte der draußen mit rauer Stimme.


* * *


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