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Fanfiction

Der Sommer des Phönix - Kapitel 4

von Jolie Black

Kapitel 4



Weiches Morgenlicht drang durch die staubigen Fenster hoch oben in der Küche am Grimmauldplatz Nummer zwölf, als plötzlich mit einem leisen Plopp Albus Dumbledore aus dem Nichts heraus in der Mitte des Raumes auftauchte. Er strich seinen violetten Umhang glatt und sah sich um. Ein friedlicher Anblick bot sich ihm. Das Feuer war niedergebrannt bis auf eine schwache Glut. In ihren Stühlen vor dem Kamin schliefen zwei Gestalten. Eine von ihnen hatte sich seitwärts zusammengerollt und sich mit einem schäbigen Trenchcoat zugedeckt. Der Kopf des anderen war auf die raue Tischplatte gesunken und lag dort auf seinem ausgestreckten Arm. Ein paar Strähnen seines dunklen langen Haares fielen ihm ins Gesicht. Auf dem Tisch standen eine Flasche und zwei Gläser, alle leer.

Dumbledore lächelte auf die beiden bewegungslosen Gestalten herab, dann wandte er sich dem Herd an der Wand unter den Fenstern zu. Mit seinem Zauberstab entzündete er ein Feuer darin und richtete dann den Stab auf eine der großen kupfernen Pfannen, die an der Wand hingen. Die Pfanne hob sich gehorsam von ihrem Haken und schwebte mit einem leisen Klappern auf den Herd herab. Der Mann unter dem Mantel begann, sich zu rühren.

„Guten Morgen“, sagte Dumbledore ruhig, ohne sich zu ihm umzudrehen. Aus der Tasche seines Umhangs holte er mehrere Hühnereier hervor und schlug sie mit seinem Zauberstab auf. Sie glitten mit einem lauten Zischen in die Pfanne, und der Mann unter dem Mantel öffnete die Augen und hob den Kopf.

„Albus!“ rief Remus Lupin und sprang auf, plötzlich hellwach. Der Mantel fiel zu Boden, und Lupin stolperte fast darüber, als er sich über den Tisch beugte, um seinen Gefährten an der Schulter zu rütteln. „Sirius, wach auf, Dumbledore ist da!“

„Was is'?“ brummte der andere, öffnete ein blutunterlaufenes Auge, blinzelte ins Morgenlicht und schloss es mit einem Stöhnen wieder.

„Albus, es tut uns wirklich leid.“ Lupin war rot geworden bis zu seinen ergrauten Haarwurzeln. „Wir wollten natürlich wach bleiben, oder uns mit dem Schlafen abwechseln, aber - “

„ - aber dann seid ihr beide der uralten Magie von Ogdens Old Firewhisky zum Opfer gefallen, wie ich sehen kann“, schmunzelte Dumbledore. Er nahm die Pfanne vom Herd. Lupin holte ein paar Teller von der Anrichte, wischte mit dem Ärmel den Staub herunter und deckte den Tisch für das Frühstück.

„Ich hoffe, ihr habt wenigstens auf den Erfolg unserer Mission getrunken.“ Dumbledore setzte die Pfanne so nahe neben Sirius' Kopf auf dem Tisch ab, dass der zusammenzuckte und sich schwerfällig aufsetzte.

„Morgen“, murmelte er, mehr zu der Pfanne als zu seinen Gefährten.

„Es tut uns leid“, wiederholte Lupin.

„Kreacher kann Tee kochen“, bot Sirius an und begann mit einem hungrigen Seufzer, sich zu bedienen.

Dumbledore hob eine Augenbraue. „Kreacher?“

Sirius hielt inne, die Hand mit dem Löffel auf halbem Weg zwischen der Pfanne und seinem Teller. Er und Lupin wechselten einen schuldbewussten Blick.

„Der alte Hauself der Blacks“, erklärte Lupin eilig. „Er lebt in dem Boilerschrank da drüben. Wir haben ihn gestern Abend getroffen. Hat Phineas Nigellus dir davon nichts gesagt?“

Dumbledore blickte über die Schulter nach der Tür, auf die Lupin gezeigt hatte, und für den Bruchteil einer Sekunde sah man das graue Gesicht des Hauselfen mit den spitzen Ohren und der schnauzenartigen Nase aus einem Spalt hervorlugen. Dann war es verschwunden. „Nein, Phineas Nigellus hat davon nichts gesagt. Der Elf hat euch also eintreffen sehen?“

„Ich fürchte ja“, sagte Lupin. „Er tauchte schon auf, als wir alle noch in der Halle waren.“

„Hat er dich erkannt?“ fragte Dumbledore Sirius, der grimmig nickte.

Dumbledore seufzte und wandte sich wieder nach der Schranktür um. „Kreacher?“ rief er mit lauter, aber nicht unfreundlicher Stimme. „Kreacher, komm doch bitte heraus. Ich möchte mit dir reden.“

Nichts geschah. Die Tür blieb zu.

„Niemand will dir etwas zu leide tun, Kreacher“, fuhr Dumbledore fort. „Wir müssen nur kurz mit dir sprechen.“

Aber der Hauself reagierte nicht.

„Kreacher!“ donnerte Sirius plötzlich und ließ seine Faust auf den Tisch knallen. „Du kommst jetzt sofort da raus, oder muss ich kommen und dich holen?“

Dumbledore warf Sirius einen irritierten Blick zu, aber da öffnete sich die Tür mit einem Quietschen und der Elf trat aus seiner Behausung heraus.

„Das ist die einzige Sprache, die er versteht“, sagte Sirius gleichgültig.

„Der Herr hat gerufen?“ quiekte der Elf und entblößte seine Zähne zu einem sehr gezwungenen Lächeln.

„Ich habe dich gerufen“, sagte Dumbledore. „Würdest du uns bitte einen Tee kochen?“

Kreacher blickte erwartungsvoll von Dumbledore zu Sirius.

„Los, tu was er sagt“, bellte Sirius ihn an.

Der Elf versank in einer tiefen Verbeugung. „Wie der Herr befiehlt“, murmelte er. „Kreacher muss dem Herrn gehorchen, auch wenn der Herr ein undankbares Gör ist, und ein Mörder obendrein, so sagen sie… die arme Herrin, wenn sie das sehen müsste, ihr treuer Kreacher kocht Tee für einen Mörder…“ Er schlurfte in die Vorratskammer, und schließlich verstummte das Gemurmel.

Dumbledore sah sehr zufrieden aus.

„Tee“, knurrte Sirius. „Warum hast du ihn nicht gefragt, ob er gefeuert werden will?“

„Hauselfen lassen sich nicht gerne feuern, wie du weißt.“ Nun genehmigte auch Dumbledore sich etwas von seinem Frühstück. „Und sie sind normalerweise viel zu gut dressiert, um eine solche Frage wahrheitsgemäß zu beantworten. Man muss sie nach ihren Taten beurteilen, nicht nach ihren Worten. Ich weiß jetzt alles, was ich wissen wollte. Der Elf weiß genau, wer du bist. Ihn zu entlassen wäre also viel zu gefährlich. Aber er gehorcht dir immer noch. Er kann sich also durchaus noch hier nützlich machen. Es scheint mir das Beste zu sein, dass wir ihn hier behalten.“

„Und seine Worte darf ich gar nicht beurteilen?“

„Was würdest du denn mit ihm machen?“

„Dafür sorgen, dass sein Kopf bald neben denen seiner Vorfahren hängt.“

Dumbledore ließ Messer und Gabel sinken und sah Sirius sehr ernst durch seine halbmondförmige Lesebrille an. „Ich hoffe doch, Sirius“, sagte er mit ruhiger, aber fester Stimme, „dass du niemals ein Lebewesen töten würdest, solange du nicht einen sehr viel besseren Grund dafür hättest.“

Sirius sah auf seinen Teller und sagte nichts. Lupin bewegte sich unruhig auf seinem Stuhl.

„Und nun, meine Herren“, fuhr Dumbledore fort und nahm sein Besteck wieder zur Hand, „essen wir lieber auf und beginnen dann mit der Arbeit. Ich habe mit meiner Zeit wahrlich Besseres zu tun, als zwei verkaterte Junggesellen mit Frühstück zu versorgen.“

Sirius und Lupin liefen beide rot an, ganz wie zwei Schuljungen, die der Direktor ohne Hausaufgaben erwischt hatte.

„Ich würde vorschlagen, wir beginnen damit, das Haus wieder appariersicher zu machen“, sagte Dumbledore und ließ ein leichtes Lächeln um seine Lippen spielen. „Wie ihr vorhin selbst gemerkt habt, ist das zweifellos auch im Interesse eurer eigenen Sicherheit.“


* * *


„Ist euch sonst noch irgend etwas Ungewöhnliches aufgefallen? Abgesehen von dem Hauselfen?“ fragte Dumbledore, während sie die Treppe hinaufstiegen. Kreacher hatte sich mit dem Teekochen reichlich Zeit gelassen. Zuletzt war er mit einer Kanne heißen Wassers aus der Vorratskammer gekommen und hatte sich wortreich dafür entschuldigt, dass leider kein Tee da sei, den er den Herrschaften anbieten könnte, die so dreist in das Haus seiner Herrin eingedrungen waren. Sirius hatte ihm befohlen, das heiße Wasser für den Abwasch zu benutzen, und sie hatten den Elf damit allein gelassen.

„Das Haus war schon immer unortbar und steht außerdem unter einem Muggelabwehrzauber“, beantwortete Sirius Dumbledores Frage. „Vielleicht müsste man das aber mal auffrischen. Allerdings hat sich wohl bisher noch kein Muggel hierher verirrt.“

„Die Haustür war mit mehr als einem einfachen Colloportus verschlossen“, ergänzte Lupin. „Vielleicht ist sie passwortgeschützt. Gestern Abend hat sie nur Mundungus aufbekommen.“

„Und“, sagte Sirius und senkte die Stimme, als sie von der Küchentreppe in die Eingangshalle traten, „wir haben ein Riesenproblem hier in der Halle.“

„Und das wäre?“

„Die da“, sagte Sirius und zeigte auf die Vorhänge vor dem Bild seiner Mutter. „Meine Mutter. Weck sie auf, und sie schreit das ganze Haus zusammen.“

„Ah“, sagte Dumbledore. „Phineas hatte angedeutet, dass ihr euch gestern Abend mit einem Porträt gestritten habt. Mehr war von ihm dazu allerdings nicht zu erfahren. Nun, sollen wir versuchen, Walburga Black zur Vernunft zu bringen?

Sirius zuckte mit den Schultern. „Ich glaube nicht, dass das seit ihrem Tod aussichtsreicher geworden ist.“

Lupin hielt sich bloß die Ohren zu.

Dumbledore trat vor und zog mit einem resoluten Griff die mottenzerfressenen Vorhänge auf. Die Frau in dem Bild öffnete die Augen so weit, dass sie ihr aus dem Kopf zu quellen drohten, aber diesmal schien sie so überrascht darüber, wer ihr gegenüberstand, dass sie erst mit einer Sekunde Verzögerung zu schreien begann.

„SIE!“ Sie zeigte mit ihrem dicken Finger auf Dumbledore. „SIE STECKEN ALSO HINTER ALLEDEM! ICH WUSSTE ES DOCH! ERST ENTFREMDEN SIE MIR MEINEN SOHN, MACHEN AUS IHM EINEN VERRÄTER SEINES EIGENEN BLUTES, UND DANN WAGEN SIE AUCH NOCH, SICH IN MEINEM HAUS BLICKEN ZU LASSEN!“

„Oh, selbstverständlich tue ich das “, sagte Dumbledore ungerührt, und zur großen Überraschung der anderen schloss Mrs Black ihren Mund und ließ ihn ausreden. „Aber ich möchte Sie doch darauf aufmerksam machen, dass dies nicht mehr Ihr Haus ist, sondern das Ihres Sohnes. Sie sind schließlich tot, Mrs Black.“

Lupin nahm die Hände herunter und schüttelte ungläubig den Kopf, aber im nächsten Augenblick hatte Dumbledore geendet, und Lupin war gezwungen, sich die Ohren wieder zuzuhalten.

„UNVERSCHÄMTHEIT! TOT! ICH! DAS LASSE ICH MIR IN MEINEM EIGENEN HAUS NICHT BIETEN!“ kreischte Mrs Black.

„Das ist mein Haus!“ brüllte Sirius zurück. „Es gehört mir, und du verschwindest hier so schnell - “ Aber seine Worte vermochten nicht das gleiche auszurichten wie die Dumbledores.

„DU BIST NICHT LÄNGER MEIN SOHN!“ schrie Mrs Black, sobald Sirius nur den Mund geöffnet hatte, und übertönte ihn mit so schriller Stimme, dass die Gaslampen an den Wänden schepperten. „NICHT LÄNGER MEIN SOHN! VERRÄTER DEINES EIGENEN BLUTES! SCHANDE MEINER FAMILIE!“

Dumbledore, dem der ohrenbetäubende Lärm nicht das Geringste auszumachen schien, hatte seinen Zauberstab hervorgeholt und zog jetzt an der Innenseite des Rahmens eine feine Linie um das Porträt.

„WAS TUN SIE DA?“ fuhr Mrs Black ihn an. „WAGEN SIE ES NICHT, MICH ANZUFASSEN!“

„Ich fasse Sie nicht an“, versicherte ihr Dumbledore sehr höflich, und Sirius und Lupin genossen einen weiteren kleinen Augenblick verhältnismäßiger Ruhe. „Ich ergreife nur eine Vorsichtsmaßnahme.“ Als nächstes versuchte er, seinen Stab in den Spalt zwischen dem Rahmen und der Wand zu schieben, was Mrs Black mit weiteren Ausbrüchen von „VERRÄTER! SCHANDE!“ begleitete. „Das habe ich mir gedacht“, sagte er zu sich selbst. Dann zog er völlig mühelos die Samtvorhänge zu. Stille trat ein.

Lupin nahm die Hände endgültig von den Ohren und seufzte tief. „Es ist wirklich die falsche Zeit des Monats für so was“, murmelte er.

„Was hast du da gemacht?“ fragte Sirius Dumbledore.

„Ich habe ihren Rahmen versiegelt“, antwortete Dumbledore. „Ein Collopictus-Zauber. Nicht verwandt mit dem Colloportus, obwohl es so klingt, aber von ähnlicher Wirkung. Wir können jetzt sicher sein, dass sie keine anderen ihrer Porträts mehr besuchen und uns verraten kann.“

„Andere Porträts vor ihr?“ fragte Sirius ungläubig. „Wer will denn ein Porträt von meiner Mutter in seinem Haus haben?“

„Das kann man nie wissen“, sagte Dumbledore. „Aber diese Gefahr ist jetzt gebannt.“

„Können wir sie nicht einfach abnehmen?“ fragte Lupin hoffnungsvoll. Er schien noch immer mitgenommen. „Oder sie mit dem Gesicht zur Wand drehen?“

„Ich fürchte nein“, antwortete Dumbledore. „Das Bild ist mit einem Dauerklebefluch an der Wand befestigt. Das Problem bei einem Dauerklebefluch ist, dass nur derjenige ihn wieder lösen kann, der ihn auch ursprünglich ausgeführt hat. Wenn diese Person also tot ist…“

„Du meinst, es gibt keine Möglichkeit, die alte Sabberhexe loszuwerden?“ fragte Sirius.

„So ist es - es sei denn, wir reißen die ganze Wand ein.“

Sirius gab ein angewidertes Schnauben von sich.

„Haltet einfach immer die Vorhänge geschlossen und vermeidet Krach in der Halle. Das ist alles, was wir tun können. Ein Jammer“, setzte Dumbledore hinzu und sah sich um. „Ich hatte gedacht, die Halle wäre ein guter Ort für unsere Versammlungen. Es sieht so aus, als ob wir mit der Küche vorlieb nehmen müssen. Aber gut, da unten ist es ohnehin gemütlicher. So, jetzt lasst uns beginnen. Wir fangen auf dem Dachboden an und arbeiten uns dann Stockwerk für Stockwerk herunter.“

Dumbledore wandte sich entschlossen zur Treppe. Sirius und Lupin folgten ihm.

„Es wird eine Weile dauern, bis der Apparier-Schutz vollkommen ist“, erläuterte Dumbledore auf dem Weg nach oben, als hielte er eine Unterrichtsstunde. „Es wäre einfacher, wenn dies nicht ein Reihenhaus wäre. Aber so wie die Dinge liegen, können wir unsere Linie nicht außen herum ziehen. Es sei denn, wir ziehen sie um den ganzen Häuserblock. Aber das würde jeden Muggel, der uns dabei sieht, misstrauisch machen. Und jeden Zauberer, der hier in der Gegend wohnt, noch viel mehr. Stellt euch vor, einer von ihnen wollte heute Abend von der Arbeit nach Hause apparieren und könnte es einfach nicht!“

„Wohnen hier in der Nähe denn noch andere Zauberer?“ fragte Lupin besorgt.

„Natürlich nicht“, beruhigte ihn Dumbledore. „Das ist ein weiterer Grund, warum dieses Haus für unsere Zwecke so hervorragend geeignet ist.“ Er schenkte Sirius ein kurzes Lächeln. „Wie ich also sagte, müssen wir jeden Raum einzeln umzeichnen, an den Innenwänden entlang. Dazu gehören auch der Dachboden, die Badezimmer, die Flure, die eingebauten Schränke und auch alle geheimen Räume, wenn es solche gibt. Äußerste Sorgfalt ist dabei vonnöten. Macht es im Zweifel zur Sicherheit lieber zweimal. Wenn ihr nur die kleinste Lücke in euren Linien lasst, dann bleibt das ganze Haus offen zum Apparieren. Das ist übrigens genau das, was mit dem Zaubereiministerium passiert ist. Da muss irgendwo eine Lücke sein, aber sie wurde nie gefunden. Deswegen kann jeder, der will, noch immer nach Herzenslust in das Ministerium hinein- und auch wieder herausapparieren.“

„Warum machen sie es nicht einfach nochmal, um sicherzugehen?“ fragte Sirius.

„Ah, weißt du, nicht alle Räume des Ministeriums sind mehr zugänglich“, gab Dumbledore zur Antwort. „Und ich würde mich bei Cornelius Fudge sicherlich nicht beliebt machen, wenn ich ihm ausgerechnet dieser Tage ans Herz legen würde, sich um die Sicherheitsstandards in den Ministeriumsgebäuden Gedanken zu machen.“

Sirius und Lupin schwiegen. Diese Bemerkung bedurfte keiner weiteren Erläuterung.

„Und vielleicht würde ich mir selbst damit auch gar keinen Gefallen tun“, fügte Dumbledore nach einer kurzen Pause nachdenklich hinzu.

Nun tauschten Sirius und Lupin einen verwunderten Blick, aber Dumbledore schien es nicht zu bemerken.

„Dieses Haus jedenfalls“, fuhr er fort, „sollten wir bewältigen können. Es wird eine Weile dauern, aber in etwa einer Woche werden wir daraus das beste Hauptquartier gemacht haben, das der Orden des Phönix je hatte.“

Sirius blieb wie angewurzelt stehen. „Eine Woche?“ fragte er. „Du meinst, ich werde eine ganze Woche hier drinnen festsitzen, bis überhaupt etwas passiert?“

Dumbledore drehte sich zu Sirius um und betrachtete ihn, vier Stufen weiter unten auf der Treppe, mit einem leichten Anflug von Sorge. „Ich fürchte ja“, sagte er. „Aber ich versichere dir, dass es in dieser Zeit für jeden von uns genug zu tun geben wird.“

Sirius sah immer noch sehr unzufrieden aus, als sie ihren Weg auf den Dachboden fortsetzten.


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