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Fanfiction

I want to hold your hand - Catch the wind

von jujube58

Catch the wind



In einem Text meiner Lieblingsband heißt es:

Go! Run!
Catch the wind, chase the clouds
Get the stars, conserve the sunrays in a jam jar
Go! Run!
Live your life!

Ich lebte jedes Mal auf, wenn ich SIE sah. Das war seit der vierten oder fünften Klasse so. Erst war es wahrscheinlich die Herausforderung. Sie war anders. Etwas Besonderes. Etwas Einmaliges. Etwas Erstrebenswertes. Perfekt. Perfekt in jeder Hinsicht. Vielleicht nicht die Schönheitskönigin der Schule, aber natürlich und einfach sie selber. Immer organisiert, immer alle Hausaufgaben gemacht, immer mit einem Stapel Büchern unterwegs, immer beliebt bei ihren Freundinnen, immer hilfsbereit, immer abweisend gegenüber aufdringlichen Jungen.
Erst war es die Herausforderung. Der Reiz, gerade sie dazu zu bekommen mit mir auszugehen. Aber es wurde jeden Tag mehr. Irgendwann war es das absolute Ziel. Die Erfüllung aller meiner Wunschträume.
Der Haken war: Sie wollte mich nicht. Sie wollte nicht mit mir ausgehen oder sich auch nur mit mir abgeben. Sie war wie der Wind. Im Grunde unerreichbar, aber trotzdem versucht man es immer wieder.
Das nächste Problem war: Sie gab mir auf jede freundliche Anfrage nach einem Date eine Absage. Doch kein freundliches oder gar bedauerndes ?Nein', sondern sie hatte den Drang mich anzuschreien. Leider immer in der Öffentlichkeit. Über unseren Begegnungen hing eine dunkle Wolke zu hängen. Unerfreulich und unbrauchbar.
Aber ich versuchte immer wieder nach den Sternen zu greifen. Sie war mein Stern, mein Ziel, das ich unbedingt erreichen musste. Und dafür dachte ich mir einiges aus. Das kam zwar manchmal nicht so gut an, doch in der siebten Klasse wurden wir beide Schulsprecher und arbeiteten zusammen. Das war besser als ich je gedacht hätte. Und sie schien es auch nicht so schlimm zu finden
Jedes Mal, wenn sie mich anlächelte oder ein nettes Wort sagte, war das wie ein Sonnenstrahl, der meine Welt erhellte. Ich wusste genau, wie ihre tiefgrünen Augen funkelten, wenn sie sich freute, wie ihr dunkelrotes Haar sich in den Spitzen leicht wellte, wie ihre Mundwinkel sich abschätzig verzogen, wenn ihr etwas nicht passte.

Ich habe gekämpft, nie aufgegeben sie zu kriegen. Und es ist mir gelungen den Wind einzufangen. Sie schien ihre Abneigung gegen mich aufgegeben zu haben und wir begannen miteinander auszugehen.
Ich habe es geschafft, die Wolken der Unstimmigkeit zwischen uns zu verjagen. Wir können jetzt normale Gespräche miteinander führen, nein, sogar bessere Gespräche, als einfach nur normale.
Ich habe mich gestreckt und die Sterne erreicht, um sie für Sie vom Himmel zu holen. Unser erstes Date war unglaublich, es hat uns beiden gefallen, auch, weil es etwas Besonderes war, etwas Einzigartiges. Genau wie sie.
Ich habe jeden Lichtblick, jeden Hoffnungsschimmer in mich aufgesogen und als einen Fortschritt betrachtet. Wenn es einmal schlecht lief, habe ich sie wie in einem Marmeladenglas hervorgeholt und daran geschnuppert, um die Erinnerung an die guten Momente ganz nahe bei mir zu haben.

Der Wind ist gefangen, die Wolken gejagt, die Sterne vom Himmel geholt und die Sonnenstrahlen in Marmeladengläsern aufbewahrt. Ich habe Schritt für Schritt auf diesen Moment hingelebt, an dem mein eines Leben endet und mein neues Leben mit ihr beginnt. In diesem Leben werden wir gemeinsam, Seite an Seite versuchen den Wind zu fangen, die Wolken zu jagen, die Sterne vom Himmel zu holen und die Sonnenstrahlen in Marmeladengläsern bewahren. Dieses Leben wird für uns einige Überraschungen bereithalten, doch wir werden zusammenstehen und dann irgendwann das große Ziel erreichen. So wie ich SIE erreicht habe.


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