
von Banlow
Der Brief an Ron war ziemlich kurz ausgefallen. Hermine hatte Angst gehabt, ihre Beziehung mit Snape zu verrraten, wenn sie viel schreiben würde. Wenn es jemand nicht erfahren sollte, dann war das Ron!
Harry hatte sie auch einen Brief geschreiben. Bei ihm war es eigentlich nicht schlimm, wenn er wusste, dass sie eine Beziehung hatte, aber er würde es Ron erzählen und das kommte sie nun wirklich nicht zulassen.
Keiner ihrer Kollegen wusste etwas davon und wenn es nach Severus ging, sollte dies auch so bleiben.
Den Schultag hatte Hermine mit Mühe und Not überstanden. Die Übelkeit hatte sie nur selten getroffen. Nur in der zweiten Stunde hatte sie einmal das Klo aufsuchen müssen. Zu den Mahlzeiten war sie jedoch nicht erschienen. Obwohl sie Hunger hatte, wurde ihr bei dem Gedanken an Essen furchtbar schlecht. Gegen Abend wurde es besser. Dass Severus um sieben Uhr besorgt an ihre Tür geklopft hatte war eigentlich ein Zeichen dafür, dass er mehr um sie, als um die Geheimhaltung der Beziehung besorgt war, aber Hermine hatte ihn dennoch weggeschickt. Sie wollte an diesem Abend mit niemandem Reden.
Professor McGonagall hatte sie auf ihr blasses Gesicht angesprochen, als sie sich auf dem Gang begegnet waren. Hermine hatte ihr versichert es würde ihr gut gehen und sich auf die Toilette verzogen. Ihr Gesicht war wirlkich blass. Und sie fühlte sich auch nicht besser als sie aussah. Alles was sie jetzt noch wollte war schlafen. Sie wollte nicht mehr denken, sie wollte nur noch schlafen. Vielleicht würde es dann besser werden...
Am nächsten Morgen war es allerdings alles andere als besser. Es war so schlimm, dass Hermine während der ersten Stunde fünf mal verschwinden musste. Minerva riet ihr den Krankenflügel aufzusuchen, doch die junge Frau lehnte dankend ab. Sie hatte Untersuchungen noch nie leiden können.
Die darauf folgenden Tage waren nicht besser. Eher im Gegenteil. Am fünften Tag bestand Severus darauf, Hermines Unterricht zu übernehmen. Dass die anderen Professoren ungläubige Blicke austauschten war ihm egal, und als es zwei Tage später immer noch nicht besser geworden war zwang er sie sich Untersuchen zu lassen.
Widerwillig war sie in den Krankenflügel begangen, nicht ohne einmal die Toilette aufgesucht zu haben. Als sie schließlich dort ankam, war der Blick der Schulkrankenschwester mehr als besorgt.
"Mein Gott, wie sehen Sie denn aus! In ihrem Gesicht gibt es ja keine Farbe mehr!" Zu Hermines erstaunen schien sie noch schlechter auszusehn als sie sich fühlte, denn ihr wurde auf unbestimmte Zeit ein Aufenthalt im Krankenflügel verordnet. Am zweiten Tag im Bett kam eine Antwort von Harry und Ron. Sie schienen sich wohl getroffen zu haben, denn sie hatten den Brief gemeinsam geschrieben.
Liebe Hermine,
es freut uns, dass es dir gefällt. Und das du gut mit allen Kollegen auskommst. Das hätten wir nicht gedacht, schließlich ist Snape immer noch da.
Wir haben uns überlegt dich zu besuchen. Am Wochenende haben wir frei und ein Zimmer in Hogsmeade haben wir auch schon. Wo treffen wir uns denn?
Schick uns einfach eine Antwort.
Grüße, Harry und Ron
Hermine freute sich darauf, ihre Freunde wiederzusehen, aber im Moment war nicht gerade der passende Zeitpunkt für soetwas. Sie antwortete den beiden dennoch und verabredete sich mit ihnen.
Bis zum Wochenende waren es noch vier Tage, und bis dahin würde es ihr hoffentlich besser gehen.
Das glaubte sie zumindest...
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Und? :-)
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