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Fanfiction

Die ĂŒblichen VerdĂ€chtigen - Probleme leicht gemacht

von Chuck

Tja, auch wenn ihr das nicht ahnt, der Titel soll an "DrachenzÀhmen leicht gemacht" erinnern, einem der besten Filme aller Zeiten und seit einer geraumen Weile sowieso mein absoluter Lieblingsfilm.

Candra Lovegood: Also viel Spaß in den Ferien, wenn du die nicht schon lĂ€ngst hinter dir hast wenn du das ließt, in dem Fall hoffentlich waren sie nett. Ja, ich les auch immer alles dann auf einmal nach. Ein paar Tage ohne Internet sind immer befreiend und total entspannend. also viel spaß auch dann beim lesen ;)
hermine-ginny-lily: Also wie immer herzlichsten Dank fĂŒr diese ungestĂŒme Begeisterung das hör ich ja immer gern. Tja und dieses Lee mit Lily verwechseln wird noch öfter passieren. Und meine Finger fliegen nur so. Sie können gar nicht alle Gedanken einfangen, die mir so aufkommen (obwohl das auch wieder ganz gut ist :P ) Wieder viel Spaß


Und weil ich ihn so mag, gleich wieder ein Bild von unserem netten Lehrer Cal Hunter (<-- wieder ein Link ;)

Ach ja und das Kapitel hat ĂŒber 4000 Worte, fast das dreifache der normalen Menge.
Ich konnte mich nicht ĂŒberwinden es auseinander zu reißen.
Seid geschockt und schreibt mir Reviews, habt viel Spaß und bis bald hoffentlich ihr faulen Review-Schreiber (und das könnt ihr alle sein!)

---

Dem Blumenorakel nach (Liebt mich, liebt mich nicht,
) liebt mich jeder, auch McGonagall und Schniefelus. Allerdings sind ich und Dumbledore die einzigen die Mulciber lieben. HĂ€tte nicht gedacht, dass man mit dem tatsĂ€chlich Spaß haben kann, aber wies aussieht macht mein fantastisches Ich aus jedem einen amĂŒsanten GesprĂ€chspartner. Was mich nicht die Tatsache vergessen lĂ€sst, dass er wahrscheinlich Todesser ist.

“Also wo wir gerade ja nichts Besseres zu tun haben, kann ich endlich fragen warum du dich mit einem Ă€h
 so unwĂŒrdigen Gryffindor wie mir abgibst. Immerhin hast du selbst festgestellt, dass ich total unter deiner WĂŒrde bin” fange ich das GesprĂ€ch an, bei dessen Ende wir an getrennten Tischen sitzen sollen.

“Da hast du Recht
” meint Mulciber mit der ĂŒblichen Arroganz. “Aber es herrscht so ein Mangel an begeisterten schwarzen Magiern. Und die Auswahl an reinblĂŒtigen MĂ€dchen mit Humor und Intelligenz existiert gar nicht. Jahrelange Inzucht haben unsere Reihen mit Dummheit zersetzt.”

“Ach, das merkt man gar nicht” spotte ich. “Und ich hoffe sehr, dass du mich nicht als potenzielle Heiratskandidatin ins Auge fasst, ich werde nie heiraten. Ehrlich gesagt werde ich immer zu jung fĂŒr Monogamie sein.”

“Aber davon wĂ€re in einer Ehe ja gar nicht die Rede” lĂ€chelt er.

“Ach, na dann ĂŒberleg ichs mir natĂŒrlich noch mal.”

“Teil mir dann deinen Entschluss mit, dann muss ich mir keine Sorgen mehr um unsere gemeinsame Zukunft machen.”

“NatĂŒrlich. Ich wĂŒrds nie wagen nen verwöhnten Schnösel und Todesser warten zu lassen.”

“Ach wie kommst du darauf?”

“Naja, eigentlich hat mir n Blick auf die Kleidung gereicht. Nur reiche Leute können sich so nen Stoff leisten.

“Ich wĂŒrde Anschuldigungen dieser Art lieber unterlassen, immerhin sind deine Finger nicht gerade rein, vergiss nicht wo wir uns getroffen haben. Und außerdem
” dabei beginnt er seinen Zauberstab auf dem Tisch herumzurollen, uhh jetzt krieg ich aber Angst “
sollte es wahr sein, wĂŒrde ich mich an deiner Stelle in Acht nehmen. Immerhin weiß nicht jeder von deiner schwarzmagischen Begeisterung und wĂŒrde nur einen BlutsverrĂ€ter mit großer Klappe sehen.”

“Wow heute hab ich ja schon richtig viel gelernt, danke Mulciber! Also das kommt auf die Liste! Keine selbstgefĂ€lligen Mörder von hilflosen Muggel beleidigen, sonst könntest du an einem ernsthaften Lachanfall draufgehen” notiere ich in der Luft und Mulciber packt mein Handgelenk und zerrt mich dabei mit dem Oberkörper ĂŒber den Tisch. Schlechte Idee. Ich hab zwei BrĂŒder und ein Monat bei den Potters auf dem Buckel. Schneller als er schauen kann, kĂŒsst er die Tischplatte und ich beuge mich zu ihm runter.

“Probier das lieber nicht nochmal” zische ich ihm ins Ohr. “Und noch was, ich date keine Mörder und schon gar nicht heirate ich sie.”

Als ich ihn loslasse, richtet er sich ebenfalls auf und wickelt sich seelenruhig eine StrĂ€hne von mir um den Finger. “Ich wusste doch dass du wĂŒtend werden kannst” lĂ€chelt er. “Und wenn du das nochmal machst kannst du dir deinen Arm richten lassen.”

“Das ist wohl eher unwahrscheinlich” zweifle ich diese lĂ€cherliche Drohung an und bevor wir uns ruhig an getrennte Tische setzen können, stĂŒrmt Sirius mit einem “Lass deine HĂ€nde von ihr” die Szene und verpasst Mulciber einen Stoß, der uns beide einen Schritt zur Seite reißt, da meine Haare doch ziemlich fest in meinem Kopf verwurzelt sind.

Ohne viel Federlesen packe ich ein Messer, das da praktischerweise bei dem Krimskrams liegt und schneide mich von dem Slytherin los.

“Vielen Dank Trottel, aber ich komm allein besser zurecht” motze ich Sirius an.

“KINDER!” krĂ€chzt Trewlaney dazwischen und redet irgendeinen Scheiß von wegen wir zerstören die sensiblen Wada-Wada-Wellen oder so und sollen den Raum verlassen und unser aufgebrachtes inneres Auge in Einklang mit dem Umfeld bringen.

Dann kommt noch die hĂŒbsche Blonde von neulich eben in die Klasse, ihr wisst schon, die an der Seite von dem peinlichen Blonden mit Gehstock und Trewlaney begrĂŒĂŸt sie mit “Ah Miss Black, ich freue mich Sie zu sehen!”, Sirius rauscht nach einem zweisekundigen Blickduell mit dieser Dame aus der Klasse und ich hole ihn erst in einem offenen Gang vom Schulhof ein, wo er stocksauer auf und ab lĂ€uft.

“Sag mal spinnst du?!” brĂŒllt er mich gleich mal an und ich ziehe die Augenbrauen in die Höhe. “Was gibst du dich dauernd mit diesem Scheiß Todesser ab?!”

“Ach, tue ich das?”

“Ja, verdammt, das tust du! Und kannst du endlich aufhören so blöd zu grinsen?”

“Das fĂ€llt mir irgendwie schwer, du bist so verdammt witzig, wie du dich so blöde aufregst” antworte ich nur.

“Sag mal ist fĂŒr dich alles nur ein Witz?”

“Naja, ich versuche immer zu lachen, da ich hoffe dass es sich um einen Scherz handelt.”

“Du spinnst ja!”

“Krasse Aussage, vor allem wenn sie von dir kommt” erwidere ich trocken. “Oder war es dein lustiger DoppelgĂ€nger, mit dem ich vor einer Woche Juckpulver in die Kleidung von Marc gestreut hab?”

“Das ist doch etwas komplett anderes! Das sind schwarze Magier, die bringen Leute um, wahrscheinlich unsere Freunde und dann uns, wenn sie die Gelegenheit dazu bekommen!” wĂŒtet Sirius wie ein TollwĂŒtiger weiter.

“Jetzt krieg dich mal ein, Mulciber ist noch nicht mal volljĂ€hrig und ganz aus den Windeln raus, genau wie du!” spotte ich, weil mir die ganze Szene langsam einfach nur mehr lĂ€cherlich vorkommt. Und ich bin eigentlich Meister des LĂ€cherlichen.

“Kannst du nicht ein einziges Mal ernst sein?!” tobt Sirius.

“Vergiss besser nicht, dass wir uns nicht kennen” warne ich ihn heiter.

“Ich weiß genug von dir, Schwarzmagierin.” Und nachdem wir uns einige Sekunden versuchen niederzustarren, dreht er sich um und geht davon.

Unter den ganzen Leuten, die unfreiwillige Zuhörer unserer netten Unterhaltung geworden sind, findet sich kein einziger, der mich nicht offen anstarrt. Darunter auch James, Remus und Peter, fĂŒr die mir im Moment allerdings nicht genug SprĂŒche auf der Zunge liegen, also mache ich mich ohne ein Wort auf in meinen Schlafsaal, wo ich gelangweilt und ein wenig allein gelassen Vögel hervorzaubere und die dann mit einer Papierschleuder und KĂŒgelchen abschieße.

Nach einer Weile beginne ich dann Karikaturen zu zeichnen, von den Lehrern, SchĂŒlern, besonders Evans hat es mir angetan und dem Zaubereiminister, einfach weil er der ranghöchste Politiker und Volltrottel ist. Und weil mir der Sinn nach einem Scherz steht, verewige ich McHausdrache und Miss Evans auf einem StĂŒck Pergament und schlendere in die Bibliothek um etwas zum Thema VervielfĂ€ltigungen zu suchen. Die unfreundliche und humorlose Bibliothekarin jagt mich, kaum hab ich mein Buch, dann auch gleich wieder raus, weil sie SchĂŒler wie mich nicht in ihrem Territorium duldet. Wuff, wuff.

NatĂŒrlich war das nicht ihre Wortwahl, aber herbeigeholt ist es auch nicht gerade hundert prozentig.

Nach ein paar Stunden und zahllosen in Brand gesetzten BlĂ€ttern gelingt mir der verdammte Zauber endlich und bald ist in jedem Schlafsaal und eigentlich ĂŒberall in der Schule, wo ich wichtige Treffpunkte erahne, das traumhafte Duo im Kampf gegen das Böse, also Frisbees, Jojos und Stinkbomben, zu sehen. Wie gesagt, Evans und McGonagall geben ein traumhaftes Paar, wie Mutter und Tochter.

Als ich zurĂŒck von meiner AufhĂ€ngetour komme, sind die meisten SchĂŒler vom Unterricht zurĂŒck, auch die glĂŒcklich vereinten Rumtreiber, Sirius scheints wieder ganz gut zu gehen, aber fĂŒr diese Scheiß Anmache vorher kann er mir ehrlich gesagt fĂŒr den Rest des Tages den Buckel runterrutschen. Evans sammelt keifend die BlĂ€tter ein, wĂ€hrend alle in dauerhaftes GelĂ€chter versetzt sind.

Gelassen ersetze ich sie wieder und Evans beobachtet sprachlos, wie die BlĂ€tter durch den Raum schweben. “Na, wie gefĂ€llt dir das Evans? Ich hab dich doch gut getroffen, findest du nicht?”

“DafĂŒr bekommst du Ärger Lee” meint sie stocksauer.

“Ach was, rennst du jetzt zu deinem großen Vorbild? Sag mal, hast du schon immer einen Stock im Arsch stecken gehabt, oder hat dir erst McGonagall diese Eingebung beschafft?”

“Lee es reicht” meint James und reißt mir die BlĂ€tter aus der Hand. Weiter hinten steht Sirius und beobachtet wortlos, wie James mich am Handgelenk packt und zu den SchlafsĂ€len zerrt.

“War ja klar” schnaube ich verĂ€chtlich, sobald wir im Zimmer unter uns sind. Das heißt, Sirius ist uns gefolgt. “Sobald es um dein SchĂ€tzchen geht, sind deine Freunde nichts mehr wert, was? Nein, warte, ich wette die anderen glorreichen Rumtreiber haben immer Vorrang, was?” Sirius’ Miene nach trifft mein Sarkasmus ins Schwarze. “Weißt du was, ich denke wir sollten uns den Rest des Tages einfach aus dem Weg gehen.”

“Und weißt du was, ich denke, wir sollten reden, was Sirius vorher angesprochen hat, denn das steht schon viel zu lange offen!”

“Ach und das wĂ€re?”

“Das du verdammt noch mal schwarze Magie verwendest!”

“Ja? Hast du mich etwa ein einziges Mal schwarze Magie anwenden sehen? Nein. Was du gesehen hast war jemand, der nicht nur Schwarz und Weiß sieht, sondern auch noch viele viele Graustufen” erklĂ€re ich ihm wie einem Kleinkind, weil ich mir vorkomme wie im Kindergarten. “Und mit wem ich befreundet bin, entscheide auch ich selbst. Und wenn ich meine, dass ich morgen mit Mulciber ausgehe, hast du da auch kein Wort mitzureden” frotzle ich ihn ein wenig.

“Du gehst mit Mulciber aus?” brĂŒllt mich James nieder. “Nicht mal ĂŒber meine Leiche geht jemand aus meiner Familie mit diesem Arschloch aus!”

“Sie scherzt wieder mal James” seufzt Sirius und schiebt mich aus dem Zimmer. “Besser du beruhigst dich erst mal Krone. Ich schick dir Remus rauf.”

Dann stehen wir am Gang rum, bis ich schließlich das Wort ergreife. “Zum Schlafengehen will ich den Arm aber wieder fĂŒr mich, ja?” Daraufhin lĂ€sst er mich los und starrt mich an. Aha.

“Also diese Bilder sind echt klasse” meint er schließlich und zieht ein zusammengefaltetes StĂŒck Papier hervor mit meiner Karikatur drauf. “Wusste gar nicht dass du so gut zeichnen kannst.”

“Tja man lernt nie aus” antworte ich. “Ich geh dann mal lieber runter und schick euch Remus und Peter rauf.”

“Ja, ich komm mit” sagt er, ganz offensichtlich ist die Botschaft bei ihm nicht angekommen oder das Thema hat sich endlich erledigt und er lĂ€sst mich mit seiner Anti-Schwarze-Magie Scheiße endlich in Ruhe.

“Ihr geht besser hoch, Krone braucht wohl im Moment beruhigende Gesellschaft” meint Sirius zu seinen beiden Freunden, die sich daraufhin mit ihren Siebensachen in den Schlafsaal verziehen. “Und, schon eine Idee was wir jetzt machen?”

“Wir könnten schwimmen gehen” schlage ich vor und nachdem wir uns umgezogen haben, rennen wir nach draußen und plantschen eine Weile bei dem Riesenkraken, dann lassen wir uns in der untergehenden Sonne am Gras trocknen.

“Genug ausgeruht” meint Sirius nach einer Weile und kitzelt mich mit einem Blatt am RĂŒcken, dass ist total angenehm, also bleibe ich liegen und protestiere, als er aufhört. “Boah, das gibts ja nicht” grinst er und macht zu meinem großen VergnĂŒgen weiter. “Du hattest ĂŒbrigens Recht vorhin.”

“Ich habe immer Recht” korrigiere ich ihn. “Und was meintest du jetzt?”

“Das wir nichts voneinader wissen
 Zum Beispiel weshalb du von deiner Schule geflogen bist.”

“Von welcher?”

“Der Letzten.”

“Naja, einem Streich eben.”

“Haha. Nicht so viele Details bitte”

“Wir hatten da so nen Lehrer, Duvall, hat dauernd SchĂŒlerinnen angemacht und als er mir dann blöd gekommen ist, hab ich ihn in ein Schwein verwandelt” erzĂ€hle ich grinsend.

“Krass. Einen Menschen. Ist sowas nicht verboten?”

“Und das hat mich inwiefern zu interessieren?”

“Und was ist dann passiert?”

“Na geflogen bin ich, das ist passiert.”

“Mit Duvall.”

“Achso. Dem gehts wieder ganz gut. Die vom Ministerium haben sich nicht wirklich an die Sache rangewagt, einen Menschen zu verwandeln ist ja streng gesehen schwarze Magie, also hab ich das ĂŒbernommen. Seitdem hat er eine gewisse Vorliebe fĂŒrs Schlammcatchen” grinse ich boshaft. “Jetzt bist aber du dran. Warum lebst du bei den Potters?”

“Jaja. Warte mal. Menschen zu verwandeln ist schwarze Magie?”

“Ja
 NatĂŒrlich nicht so krass wie die Unverzeihlichen, aber eingebuchtet haben sie mich trotzdem ein paar Tage.”

“Du warst mehrere Tage im GefĂ€ngnis? Haben dich deine Eltern nicht rausgeholt?”

“Doch
 Die Eule mit der Nachricht hat nur etwas lĂ€nger gebraucht, weil meine Eltern immer auf Reisen sind.”

“Auf der Spuren von Graf Dracula?” spottet Sirius.

“Ganz genau. Außerdem wolle mich Mum eine Weile schmoren lassen, vermute ich. Jetzt du.”

“Da gibts nicht allzu viel zu erzĂ€hlen. So ziemlich jeder in meiner Verwandtschaft steht treu zum ‘Dunklen Lord’, du weißt schon. Da hab ich als Menschenfreund und Gryffindor nie ganz reingepasst.”

“Und diese andere Black, Narzissa glaub ich, ist das deine Schwester?”

“Cousine. Von der Sorte hab ich drei, aber die Mittlere, Andromeda ist echt okay. Hat nen Muggel geheiratet und ist seitdem auch ne Verstoßene.”

“Was ist denn das bitte fĂŒr ein Name?” lache ich. “Was habt ihr allgemein mit den Namen? Sirius, Narzissa, Andromeda. Verdrehter gehts ja wohl kaum.”

“Nicht jeder kann eben so nen stinknormalen Namen wie Lee haben” grinst Sirius. “Außerdem bin ich nach einem Stern benannt. Auch Hundsstern genannt”

“Okay, das ist geil” stimme ich zu.

“Schön hier draußen, oder?” beginnt Sirius ein neues Thema und kneift mich in meine verletzlichen Seiten, woraufhin ich aufkreische, wir uns gemeinsam herum rollen und jeder versucht die Oberhand zu gewinnen, bis ich auf ihm liege.

“Na hallo du gehst aber ordentlich ran” kommentiert Sirius und grinst zu mir hoch. “Warte nur bis James von uns hört, dann dreht er zuerst mir den Hals um und dann darfst du dran glauben, weil er wegen dir seinen besten Freund umgelegt hat.”

“Jaja mein Lieber, ich sag ihm einfach du hast mich vorher abgefĂŒllt” meine ich listig und ĂŒberlege mir schon, wie ich ihn am besten Ă€rgere.

“Sirius?” ruft da ein Stimmchen hinter uns und ich drehe mich um.

“Hi Ellen” begrĂŒĂŸe ich Sirius’ Freundin und werde in diesem unachtsamen Moment zurĂŒck aufs Gras gerollt. “Das setzen wir spĂ€ter fort.”

“Ich hab dich gesucht” meint Ellen, als Sirius sie in die Arme schließt und kĂŒsst.

“Jetzt hast du mich ja gefunden. Willst du mitschwimmen?”

“Das Abendessen hat schon angefangen
 Remus hat mir gesagt wo ich dich finde.”

“Mann, dann beeil dich” meine ich und schlĂŒpfe in meine Schuhe “Ich sterbe sowieso vor Hunger.”

“Ach so ich dachte es zieht ein Unwetter auf” meint Sirius zu meinem Magengewitter.

“Ja lach nur wenn es nichts mehr zu essen gibt” grinse ich ihn an und jogge mit meinen Sachen in der Hand zum Schloss, die beiden kugeln gerade ineinandergeknotet herum, zu warten hĂ€tte gar keinen Sinn.

Vor der Halle renne ich sozusagen in Cal, der gerade fertig geworden ist.

“Hey vergiss nicht das Nachsitzen” meint er gleich am Anfang, als er mich sieht.

“Das hĂ€tt ich jetzt wirklich total vergessen” grinse ich und stĂŒlpe mir mein Kleid ĂŒber, wĂ€r wohl zu viel fĂŒr McVerklemmt, wenn ich jetzt in Bikini herumrenne. “Wir sehen uns ja morgen, sorry ich komme fast um vor Hunger! Ich nehme nicht an, dass du dich zu uns setzen willst?”

“Ja, wir sehen uns morgen” verabschiedet er sich und ich setze mich in der Halle zu den anderen Rumtreibern. Aber kaum hab ich was im Mund, kommen alle möglichen SchĂŒler her und teilen mir ihre Begeisterung fĂŒr mein Bild mit. NatĂŒrlich gibts auch ein paar, die das gar nicht witzig finden. Ein Junge aus Ravenclaw bezeichnet mich als ein geschmackloses Flittchen von James, dass spĂ€testens nĂ€chste Woche vollkommen allein am Ende des Tisches sitzen wird, wenn James mit ihm Schluss macht, weil es so eine schlechte Abklatsche von Lily ist. Mhm!

Auch Evans und ihre Freundinnen, die ein paar Meter entfernt sitzen, lassen es sich nicht nehmen, mich mit bösen Blicken zu strafen. Uhhh ich glaub ich geh mich jetzt in eine Besenkammer verstecken!

Irgendwann beim Pudding gesellen sich auch noch Sirius und Ellen dazu, dann verschwinden die anderen nach oben und ich warte bis Sirius mit dem Essen fertig ist und er sich von seinem Schatzi verabschiedet hat (ich versuche meine Gedanken und mein Essen bei mir zu behalten, Mann, was sĂŒlzen die auch so rum?) Dann schlendern wir unserem ersten Nachsitzen entgegen, nicht allzu flott.

SchwermĂŒtig klopft Sirius an die TĂŒr von McGonagall und geht dann einfach rein.

“Ah Mr. Black, Miss Lee” meint unsere Lehrerin und wir setzen uns in die zweite Reihe hinter zwei andere SchĂŒler, einem Slytherin und einem Gryffindor den farbigen Details nach. “Wie schön Sie zu sehen. Ihre MitschĂŒler haben bereits begonnen. Heute werden Sie bitte fĂŒnf Mal die Schulregeln abschreiben”

“Zu blöd” meine ich. “Ich hab gar nichts zum Schreiben mit.”

“Nun wenn das Ihre geringste Sorge ist
” Sie holt einen Packen PergamentblĂ€tter hervor und lĂ€sst ihn vor mir und Sirius mit den Schulregeln auf die Tischplatte knallen. Dann schweben zwei TintenglĂ€ser und Federn dazu und sie sieht uns herausfordernd an. “Ihre ZauberstĂ€be und dann beginnen Sie bitte.”

“Hab ich nicht da” meine ich nur und beginne zu schreiben. Sirius zuckt grinsend mit den Schultern und deutet an sich runter.

“Ich hab nur einen
” beginnt er und stoppt bei McGonagalls Blick. “FĂŒnf Mal. Schon klar.”

Irgendwann als ich bei der HĂ€lfte des ersten Mals bin, stoße ich Sirius in die Seite.

“Geht die denn gar nicht mehr raus?” flĂŒstere ich und er nickt.

“Weiß zwar nicht was die Besseres zu tun hat aber sie verschwindet meistens nach einer Weile, fĂŒr ein paar Minuten wenigstens.”

“Gibt es Probleme Miss Lee?”

“Mit mir doch nicht Professor.”

Ich schreibe weiter und tatsÀchlich verschwindet McGonagall nach einer Weile und warnt uns auch ja weiterzuschreiben.

“Boah ich dachte schon die geht gar nicht mehr” stöhnt Sirius und zieht eine Feder aus seinem Ärmel, die ruck zuck zu schreiben beginnt.

“Denkst du nicht, dass die irgendwie unser Schriftbild ĂŒberprĂŒfen wird?” meine ich zweifelnd mit einem Blick auf die elegant geschwungene Schrift.

“Das ist meine Schrift” meint Sirius beleidigt, aber leise. “Von der Sorte haben wir alle eine, also die Rumtreiber. Die schreiben automatisch die Schulregeln. Haben wir irgendwann in der Vierten entwickelt.”

“Na super und ich darf alles mit der Hand schreiben” seufze ich.

“Vielleicht solltest du sie auch mal selbst schreiben, Black, dann merkst du dir vielleicht mal was” meint einer der SchĂŒler vor uns gehĂ€ssig, natĂŒrlich der Slytherin, und dreht sich um.

“Klappe Lestrange du Schwachkopf” gĂ€hnt Sirius und beugt sich zurĂŒck.

“He dich kenn ich doch! Bist du nicht mit diesem Doxyhaarweib zusammen?” stelle ich fest.

“Doxyhaarweib?” fragt Sirius verwirrt.

“Ja! Schwarze Nesthaare, tödlicher Blick und außerdem bei dieser Gruppe netter Leute dabei die ich letztens an diesem netten Ort getroffen habe
” meine ich und starre diesen Lestrange an. “Rudolph oder so, nicht wahr?” Mann, ich bin gerade mördermĂ€ĂŸig von mir selbst beeindruckt.

“Rodolphus ist mein Bruder” meint mein GegenĂŒber stirnrunzelnd.

“Ein Wahnsinn. Ihr sehr euch ja total Ă€hnlich.”

“Nun, wir sind ja auch Zwillinge” zischt Lestrange.

“Ich dachte Zwillinge machen immer alles zusammen. Wo ist denn deine andere HĂ€lfte?”

“Ja, wo ist denn deine andere HĂ€lfte?” spottet Sirius. “Hatte er keine Lust das Jahr mit dir zu wiederholen?”

Ich breche in Lachen aus. “Du wiederholst?!”

“Tja ich hatte eben viel zu tun letztes Jahr” zischt Lestrange.

“Ach ja stimmt, es waren in deinem Jahrgang ja besonders viele SchlammblĂŒter, die man foltern musste, nicht wahr? Erinnere mich spĂ€ter daran dass ich mich deswegen in ihrem Namen noch bedanken muss” zischt Sirius zurĂŒck.

“Das wĂŒrde ich mir doch nicht entgehen lassen” meint Lestrange herablassend bevor McGonagall zurĂŒck kommt und prĂŒfend an unseren Tischen vorbeigeht und sich unsere Fortschritte ansieht. Sirius schiebt seine Feder ganz unauffĂ€llig zurĂŒck in seinen Ärmel.

“Miss Lee, wenn Sie so weiter machen sitzen wir bis Mitternacht hier” tadelt unsere Lehrerin.

“Nun, ich schreibe ja auch sehr sorgfĂ€ltig und ordentlich um mir alles zu verinnerlichen und das braucht eben viel lĂ€nger, als wenn man nur hirnlos abschreibt” meine ich.

“Ach ja? Nun, das werden wir sicher bei Ihrer nĂ€chsten Strafarbeit nĂ€her besprechen können.”

“Was?! Nur weil ich ein bisschen lĂ€nger brauche bekomme ich gleich noch mal Nachsitzen?” schnaube ich gespielt empört, na klar hab ich verstanden dass sie damit mehr auf zukĂŒnftige “Verbrechen” anspielt. Sirius grinst und McGonagall schaut flehend gen Himmel.

“Ne du doofe Kuh, sie meint dass du sicher bald wieder Scheiße baust” mault Lestrange, der anscheinend wirklich nicht sehr helle ist.

“Achten Sie auf Ihre Wortwahl!” meint McGonagall empört und blickt auf sein Geschreibsel. “Und bitte korrigieren Sie alles, bevor Sie es abgeben, diese Schreibfehler sind ja entsetzlich. Und Sie Mr. Prewett, machen wohl besser einfach weiter
”

Dann geht Sie nach vorne und schreibt irgendwas auf, wÀhrend wir weitermachen.

Sirius ist als Erster fertig und wartet natĂŒrlich nicht auf mich, was hab ich mir doch gedacht. Knapp drauf wird Fabian Prewett fertig und eine ganze Weile spĂ€ter, kurz vor Elf, werden Lestrange und ich dann entlassen, wir GlĂŒckspilze und das obwohl wir noch nicht fertig sind.

“Du kennst also meinen Bruder?” meint Lestrange, kaum dass die TĂŒr geschlossen ist.

“Kennen ist wohl etwas ĂŒbertrieben” antworte ich.

“Die Frau an seiner Seite heißt ĂŒbrigens Bellatrix Black und ist die Cousine von deinem Freund Sirius Black.”

“Boah, der tut mir ja mit jeder Sekunde mehr leid. Bei solchen Verwandten wĂ€r ich auch von zu Hause abgehauen.”

“Du hast eine viel zu große Klappe” meint Lestrange und sieht mich herablassend an. “Und du bist genau wie Potter und Black.”

“Danke, aber ich bin niemand als ich selbst” meine ich lĂ€chelnd. “Obwohl es in diesem Fall einem Kompliment nahekommt.”

“Du machst es einem viel zu leicht” grinst Lestrange und plötzlich hat er seinen Zauberstab in der Hand und tritt an mich ran. “Ich werde dir jetzt einen kleinen Denkzettel verpassen, dann hast du wenigstens eins heute gelernt.”

“Ach und was?” meine ich und weiche keinen Schritt zurĂŒck. “Dass du sogar noch dĂŒmmer bist als ich bisher dachte und mich tatsĂ€chlich, direkt nachdem wir von McGonagall entlassen wurden, noch vor ihrem BĂŒro attackierst? Das ist einfach zu gut.”

“Keine Sorge, es hinterlĂ€sst keine Spuren. Nur, damit du mir in Zukunft den gebĂŒhrenden Respekt erweist” sĂ€uselt er.

“Ins Gesicht spucken kann ich dir aber jetzt auch schon” meine ich und bevor einer von uns was tun kann, kommen Schritte nĂ€her und Lestrange rĂŒckt von mir ab.

“Lee!” ruft Cal und sieht dann Lestrange im fahlen Licht neben mir. “Sollten Sie nicht lĂ€ngst im Gemeinschaftsraum sein?” meint er etwas autoritĂ€rer zu uns und Lestrange macht sich schnell vom Acker.

“Was machst du hier?” frage ich ihn und da geht schon die TĂŒr auf und Mcgonagall kommt raus.

“Miss Lee! Warum sind Sie nicht auf dem Weg zu Ihrem Gemeinschaftsraum?”

“Lestrange hatte noch das BedĂŒrfnis mir einige Dinge mitzuteilen” erklĂ€re ich.

“Nun
 dann. Hunter, kommen Sie” meint sie und hĂ€lt ihm die TĂŒr auf.

“Es wĂ€re wohl besser ich begleite Miss Lee zu ihrem Gemeinschaftsraum. Wir wollen ja nicht, dass Mr. Lestrange ihr noch andere wichtige Dinge vor dem Morgengrauen mitteilt, oder sie sich verlĂ€uft” meint Cal.

“Was fĂŒr eine ausgezeichnete Idee” meint McGonagall. “Ich warte dann auf Sie.”

Dann knallt sie die TĂŒr zu und wir machen uns grinsend auf den Weg.

“Sie wartet auf dich, ja?” grinse ich. “Haben mein Freund Lestrange und ich etwa ein heimliches Rendezvous zerstört?”

“Na klar, was dachtest denn du? Ein KaffeekrĂ€nzchen hĂ€tten wir zwei jetzt sicher nicht gefĂŒhrt?”

“Nein?”

“Doch, ich fĂŒrchte doch. Wahrscheinlich sollte das ein Willkommensritual werden.”

“Gut dass ich dich gerettet hab. Übrigens, du weißt schon, dass es zum Gryffindor Turm in die andere Richtung geht, oder?”

“Ja. Klar” meint er und dreht sich um.

“Allerdings hĂ€tte ich nichts gegen ein KaffeekrĂ€nzchen” grinse ich. “Es sei denn, du willst lieber zu deiner Verabredung zurĂŒck.”

“Ich bin mir aber nicht sicher ob ich Kaffee habe” meint er. “Aber irgendwas wird sich schon finden, was uns schmeckt.”

“Bei Merlins Unterhosen, was hat Dumbledore sich eigentlich gedacht dich als Lehrer einzustellen?” schmunzle ich.

“Tja, das war eine gnadenlose FehleinschĂ€tzung” meint er.

“Eine grandiose” verbessere ich.

“Hast du es dir eigentlich so vorgestellt?” frage ich, als wir sein Klassenzimmer durchqueren. “Das Lehrer-Dasein?”

“Nein, eigentlich dachte ich, dass am ersten Tag etwas mehr SchĂŒler mit mir feiern wĂŒrden.”

“Keine Sorge, ich unterhalte genug fĂŒr Zehn” versichere ich und wir kommen durch das bereits bekannte Arbeitszimmer in ein unspektakulĂ€res Wohnzimmer, dass dem Bett nach wohl auch Schlafzimmer ist. Da stehen ein Couchtisch, eine niedrige Bank und unzĂ€hlige BĂŒcher, eine angrenzende TĂŒr fĂŒhrt in ein kleines Bad.

“Ich fasse es nicht, du bist ja ein richtiger BĂŒcherwurm” meine ich belustigt und lasse mich in die Bank fallen. “Also, wo ist der gute Stoff? Lass mich raten, der fette Schmöker da ist ausgehöhlt und beherbergt etwas ganz Feines” rate ich drauf los und schlage das Buch vor mir auf, aber Fehlanzeige, die Seiten sind alle vollstĂ€ndig.

“Tja, der Vorteil am volljĂ€hrig sein” meint Cal und zieht eine Flasche Feuerwhiskey und GlĂ€ser aus einer Tasche, “Niemand verĂŒbelt dir das Trinken.”

“Mann. Noch ein halbes Jahr und ich darf das auch. Zumindest wenn ich am nĂ€chsten Tag nicht McGonagall hab, ich glaub die wĂŒrd das riechen.”

Cal stellt ein Radio an und angenehmer Bass erfĂŒllt den dĂ€mmrigen Raum.

“Hoffentlich behindert dich dieses halbe Jahr nicht. Aber du hast natĂŒrlich recht, so etwas Unverantwortliches kann ich nicht machen, besser ich trinke alles allein
”

“Auf ein neues Jahr” stoße ich bei ihm an, nachdem ich ihm ein Glas weggeschnappt habe. “Puh. Ganz schön stark das Zeug, was?”

Nach fĂŒnf weiteren dieser Art liegen wir schon auf der Bank und reden ĂŒber irgendeinen Schwachsinn.

“Wart mal ich schalt weiter” meine ich und strecke mich ĂŒber ihn zum Radio, weil ich das Lied nicht mag, es ist viel zu hektisch. “Wo waren wir?” frage ich dann und drehe mich zurĂŒck.

NatĂŒrlich sind es wieder mal die Haare, die mir zum VerhĂ€ngnis werden. Immerhin fasse ich sie dieses Mal nicht gleich an, sondern starre nur so lang, bis ich praktisch auf ihm lande.

“Ups” meine ich und kaum sind unsere Gehirne in kurze Abdriftphasen getreten, hat er sich auch schon vorgebeugt und kĂŒsst mich. Mann ich wusste gar nicht wie sehr ich auf den Typen eigentlich stehe, ich meine, klar, er sieht toll aus, vor allem die Haare
 Tiefe GefĂŒhle sind zwar nicht im Spiel, aber wann waren sie das jemals?

Tja, berauschend ist es auf jeden Fall und was ein Kuss war wird unbÀndiges Verlangen, Leidenschaft, Ekstase, Befriedigung



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