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Fanfiction

Wie 'Potter' zu 'James' wurde... - Six years of hate

von Lina

Six years of hate

Als ich mich umdrehte, sah ich eine fremde Eule. Ich hatte sie noch nie gesehen. Ich ging auf sie zu und bemerkte, dass sie einen Brief im Schnabel trug. Und auf dem Brief stand in einer krakeligen Schrift: ‘An Lily Evans‘. Gut, das konnte kein Missverständnis sein, es gab nur eine Lily Evans auf Hogwarts, und das war ich! Ich wandte mich wieder der unbekannten Eule zu und nahm ihr den Brief ab. Neugierig begann ich dann zu lesen.

Liebe Lily,
vielleicht weißt du es nicht, doch schon seit einiger Zeit hege ich ernste Gefühle für dich. Da ich zu schüchtern bin, um vor allen mit dir ein richtiges Gespräch zu beginnen, bitte ich dich, zu der großen Eiche am See zu kommen, sobald du meinen Brief zu Ende gelesen hast.
In Liebe,
ein Verehrer


Wieso eigentlich nicht? Ich hatte gerade nichts zu tun – und außerdem war der Brief doch wirklich süß geschrieben, vielleicht konnte sich sogar noch etwas Richtiges daraus entwickeln. Ich entschied mich dazu, sofort zu der großen Eiche zu kommen. Entschlossen wandte ich mich dem Schlossportal zu. Nach Ewigkeiten – oder zumindest fühlte es sich so an – erreichte ich es. Dann ging ich zielstrebig zum See hinunter, in Richtung der alten Eiche. Je näher ich kam, desto nervöser wurde ich. Endlich erreichte ich den Baum. „Hallo Lily!“ begrüßte mich eine nur zu bekannte Stimme sanft. Oh NEIN!!! „Sag einmal, Potter, hast du nicht mehr all deine Zauberstäbe beisammen? Hast du Porlock – Mist im Hirn, dass du auf den – den – den… den…“ „Den was?“ fragte er halb spöttisch. Verzweifelt suchte ich nach den passenden Wörtern. „Den kranken, idiotischen Gedanken kommst, ausgerechnet mir einen Liebesbrief zu schreiben?!!!! Schreib einer von deinen Tussis einen, die, die an deinen Lippen hängen und alles für einen Blick von dir tun würden, die würden sich darüber freuen…“ „Du bist gekommen, also kann ich genauso gut annehmen, dass auch du dich darüber gefr…“ Bevor er dieses schreckliche Wort im Zusammenhang mit mir und einem Liebesbrief, der von ihm stammte verwenden konnte, unterbrach ich ihn. „Wieso ausgerechnet mir? Wir wissen doch beide, dass du mich nur als Trophäe ansiehst! Sobald ich für einen Tag mit dir zusammen war, wäre doch ohnehin Schluss. Ich hätte mir gleich denken können – nein, MÜSSEN – dass du das warst. Und überhaupt... wie kommst du auf die Idee, dich als schüchtern zu bezeichnen?“ Bevor er noch überhaupt eine Chance hatte, etwas zu sagen oder mir zu antworten, fügte ich vernichtend hinzu: „Oh, wie ich dich doch HASSE, Potter!“ Zu meiner Überraschung lächelte er. „Du hasst mich nicht, Lily.“ sagte er ruhig. Ich wollte schon einen weiteren Schimpfschwall auf ihn loslassen, als ich plötzlich seine Lippen auf meinen spürte. Er küsste mich! Der Mädchenschwarm James Potter KÜSSTE mich. Viele andere Mädchen wären an meiner Stelle wohl dahin geschmolzen, ich jedoch überlegte im ersten Moment, ob ich mich aus dem Kuss lösen sollte, doch irgendwie hatte ich dazu nicht die Kraft. Es dauerte eine Weile bis ich überriss, dass ich den Kuss genoss! Nun meldete sich eine sehr unangenehme Stimme in meinem Kopf.
Wieso nochmal hasst du James Potter? Weil er ein Idiot ist?! Ist er wirklich ein Idiot? Natürlich ist er ein Idiot. Das ist er, das war er immer schon, und das wird er auch immer bleiben: Der größte Vollidiot der gesamten Muggle- und Zaubererwelt. Hasst du ihn überhaupt noch? Hallo? Ich habe ihn immer gehasst, und werde ihn immer hassen, und klarerweise hasse ich ihn mehr als alles andere, einschließlich diesem fürchterlichen Black und dem Freund meiner Schwester, dessen Gehirn zirka so groß ist wie das eines Baby-Trolls. Du hasst ihn nicht – nicht mehr. So ein Unsinn, natürlich hasse ich ihn! Das war eine Lüge!
Im gleichen Moment löste Ja… - Potter sich von mir. Mit aller Kraft die ich noch hatte, gab ich ihm eine Ohrfeige, doch tief in meinem Innersten spürte ich, dass ich nicht wirklich wütend auf ihn war. Nichtsdestotrotz fuhr ich ihn an. „Sag einmal Potter, spinnst du?! Mich einfach zu küssen? Du bist der größte Idiot der ganzen Welt! Und du denkst, du bist ja sooo cool, und sooo supertoll! Oh, wie ich dich HASSE!!!!“ „Langsam glaubst du dir das selbst nicht mehr, Lily!“ sagte er ebenso ruhig wie zuvor. Wieder wollte ich wütend etwas erwidern – und wieder küsste er mich.
Er küsst wirklich gut – und das weißt du auch! Stille. Gib es zu – du hast dich in ihn verliebt! NIEMALS!!! Oh doch, du willst es dir nur nicht eingestehen! Abermals Stille. Gib. Es. ZU!!! Okay… ich glaube, es stimmt… Oh nein, wie konnte das nur passieren?
Und ich wehrte mich nicht mehr – ich hatte mich tatsächlich in James Potter, meinen Erzfeind, den ich so oft angeschrien, verletzt zurückgelassen hatte, verliebt. In diesem Moment löste sich Jame… - POTTER! abermals von mir. Stumm setzte ich mich, schlang die Arme um meine Knie. Er lächelte, als ich nichts sagte. „Na, hasst du mich, Lily?“ fragte er ruhig – fast selbstsicher. Diese Selbstüberschätzung machte mich wütend und so murmelte ich schwach: „Ja…“ „Wirklich?“ fragte er. „Ja.“ flüsterte ich – ich konnte nicht anders, über die vielen Jahre war es zu einer Gewohnheit, einem Instinkt geworden. Eine Träne stahl sich aus seinem Augenwinkel, er blinzelte sie schnell weg. Bitter sagte er: „Auch wenn du es mir nie glauben wirst – ich liebe dich wirklich, Lily. Vorhin hast du gesagt, wir wüssten doch beide, dass du für mich nur eine Trophäe seiest – doch das stimmt nicht. Ich zumindest weiß, dass du alles andere als eine Trophäe für mich bist. Das einzige, das ich mir wünsche ist, dass du meine Liebe erwiderst. Was muss ich noch tun – was kann ich noch tun – damit du mir glaubst, damit du begreifst, dass du zu mir gehörst. Was muss passieren damit du meine Liebe erwiderst? Früher… Ja, früher war ich dumm, klein, jung. Ich habe dich gemocht, schon in der ersten. Ab der dritten habe ich beschlossen, dich zu fragen, ob du mit mir ausgehen möchtest. Am Anfang habe ich geglaubt, du wirst froh sein, von James Potter angesprochen zu werden… Ja, ich war wirklich dumm zu dieser Zeit. Ich habe dich mit dummen Anmachsprüchen angemacht – ich hätte mir denken können, dass es nichts nützt. Am Ende der vierten habe ich begriffen, dass du mehr bist als nur ein Mädchen, das ich begehre. Doch ich bin so fortgefahren wie bisher – unfähig zu zeigen, dass James Potter zu ernsten Gefühlen im Stande ist.“ Bitterkeit schwang in jedem Wort mit, das er sagte, Bitterkeit und Selbsthass. „Doch nun – in der sechsten habe ich dich mit ernsten Einladungen angesprochen – und trotzdem! Du hast es ignoriert, mich angeschrien. Ich habe so getan als wäre es mir egal – ich weiß. Aber jedes einzelne Wort hat mich verletzt, wie ein Schwert, das du mir mitten ins Herz stichst. Ich habe nie etwas gesagt. Immer bin ich davon ausgegangen, dass du von selbst einmal draufkommst, dass du zu mir gehörst, doch nie hat sich das bewahrheitet. Nun habe ich heute einen letzten Versuch gestartet, dich davon zu überzeugen, dir die Augen zu öffnen, dass ich dich wirklich liebe, auch wenn ich dazu zu radikalen Mitteln greifen musste. Es ist gescheitert, und, Lily, ich kann nicht mehr. Ich kann einfach nicht mehr! Ich weiß nicht, was ich noch tun soll!“ Er klang verzweifelt, hohl, schwach, fast nur noch ein Schatten seiner Selbst. Seine Augen huschten zum Astronomieturm hinauf. „Lebe wohl – und vergiss nicht, dass ich dich immer geliebt habe, Lily.“ Bevor ich blinzeln konnte, war er verschwunden – und mir ging die fürchterliche Bedeutung seiner Worte auf. Ich sah zum Schlossportal, das sich soeben wie von Geisterhand öffnete. Mit Rekordgeschwindigkeit raste sprang ich auf meine Füße und raste hin, doch von ihm war keine Spur mehr. Ich musste mich beeilen – er kannte so viel mehr Geheimgänge im Schloss als ich. Als ich am Astronomieturm ankam, sah ich gerade, wie er seinen Tarnumhang mit einer schnellen Handbewegung herunterzog. Er trat an den Rand, sah einmal hinunter, als wolle er sich für den Sprung vorbereiten. Dann holte er einmal tief Luft. Verzweifelt schrie ich: „James, NEIN!!!“ Mein Schrei hallte über die Ländereien. James drehte sich um. „Ich… ich… ich – ich hab es nicht so gemeint was ich unten beim See gesagt habe.“ , flehte ich. „Ich… oh James!“ Mit verständnislosem Blick sah er mich an. Ich trat nah an ihn heran. „Ich liebe dich auch, James!“ flüsterte ich, „Mehr als alles auf der Welt.“ Bevor er noch Zeit hatte, meine Worte zu verstehen, küsste ich ihn direkt auf den Mund.

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Bekomm ich Kommis? Ihr müsst mir schreiben, ob es euch zu dramatisch oder zu kitschig war, und ob es euch gefallen hat, oder nicht! Und, bitte, schreibt mir, was ich besser machen muss/soll! Und...soll ich noch einen Epilog machen oder nicht? Hoffentlich hat es euch gefallen!!!


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