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Fanfiction

Umbrella Company - HĂ€ndchen halten mit J.P.

von Chuck

Info Vorwort ist jetzt aufgebessert mit Alter, Zugehörigkeit und Link zum Stammbaum der Weasleys. Da mir kurzzeitig die Ideen fĂŒr Al ausgingen, ist die zweite HĂ€lfte des Chaps aus Lilas Sicht. Hope you like it!


*C.Tatze* Aufzufallen ist zweckdienlich, aber natĂŒrlich passt der Name auch zur FF und mit ein wenig GlĂŒck schaff ich es, das in einem der nĂ€chsten Chaps klar zu machen. Und besser hĂ€tte ich es nicht mal selbst mit der Charakterisierung nicht treffen können. Wunderbar geschrieben. James und Lou sind ein Jahr Ă€lter, aber das steht jetzt alles im Vorwort. Und mit Jamie darf man nicht allzu hart umgehen, so wie ich mir diesen Haufen da vorstelle, ist Albus seinem Bruder um mehrere Jahre voraus (geistig). Riesen Lob und Dank fĂŒr das Mega-Review (das lĂ€ngste, was mir ever ever in meinem kurzen Leben geschrieben wurde) und hoffentlich bis bald!
Lord_Slytherin Danke nochmal fĂŒrs Lesen, Antwort steht in meinem Thread :)
AlbusSeverusPotter Toller Name ;) Ich schÀtze mal du bist nicht wirklich mit dem Spitznamen durcheinander gekommen, oder? Hoffentlich gefÀllts dir auch weiter.


Chap 5


Wenn man beginnt, seinem Paßfoto Ă€hnlich zu sehen, sollte man in den Urlaub fahren.
Ephraim Kishon


Durch das störende GerĂ€usch aneinander klatschender GegenstĂ€nde aufgeweckt, setzte sich Albus langsam auf und fuhr sich schlĂ€frig durch die Haare, was schmerzhafte Wellen von seinen HĂ€nden abwĂ€rts in den restlichen Körper sendete. Oder, um es anders auszudrĂŒcken, er fĂŒhlte sich, als hĂ€tte eine Horde Slytherins auf Steroiden auf ihn eingeprĂŒgelt. Erst nach zwei weiteren Augenblicken sprang sein Gehirn an und die Erinnerungen an den gestrigen Abend kamen zurĂŒck, begleitet von einem zufriedenen LĂ€cheln.
“Professor McGonagall”, begrĂŒĂŸte er seine Verwandlungs- und Hauslehrerin missmutig und griff sich das Glas mit grĂŒner FlĂŒssigkeit auf seinem NachtkĂ€stchen, als sich seine Augen an das dĂ€mmrige Licht im KrankenflĂŒgel gewöhnt hatten, ihrem eisigen Blick standhaltend und schon ein wenig bange vor der wahrscheinlich in wenigen Sekunden folgenden Predigt. “Schön beim Aufwachen ein so nettes Gesicht zu sehen.” Albus hielt die langjĂ€hrige Freundin, oder eher Ratgeberin seines Vaters, nicht fĂŒr so dumm, nicht deutlich den Sarkasmus aus seiner Stimme zu hören, wusste aber auch, dass sie ihn einfach wie so oft ĂŒbergehen wĂŒrde.
“Es freut mich zu sehen, dass Sie wieder wohlauf sind, Mr. Potter, auch wenn Ihre Erscheinung auf etwas anderes schließen lĂ€sst.” Ihr LĂ€cheln war gepresst, um die Augen zeigten sich erschöpfte Falten und die aus dem strengen Dutt gelösten StrĂ€hnen ließen Albus ahnen, dass sie bereits einen langen Tag hinter sich hatte, und wenn er sich nicht irrte, hatte das nicht wenig mit ihm zu tun.
“Wie kann ich Ihnen behilflich sein?”, fragte er, sein galanter Ton schien jedoch daneben zu schlagen, denn ihre NasenflĂŒgel begannen gefĂ€hrlich zu flattern.
“In erster Linie wĂ€re es eine große Hilfe, wenn Sie sich nicht bei jeder sich anbietenden Gelegenheit mit Ihren MitschĂŒlern messen wĂŒrden. Und seien Sie sich dessen sicher: WĂ€re nicht Ihr Vater, hĂ€tten Sie und Ihr Bruder unsere Schule schon lĂ€ngst auf Nimmerwiedersehen verlassen! Betrachten Sie sich als gewarnt und sollten weitere VorfĂ€lle gemeldet werden, wird es weitaus schlimmere Konsequenzen zur Folge haben.”
“Als was?”
“Sie und ihre MitschĂŒler Mr Malfoy und Miss Ballantyne werden von nun an wöchentlich und bis zu den Winterferien als helfende Hand ihren Lehrern zur Seite stehen.”
“Und was ist mit Parkinson und dem Rest?”
“Wie Sie wissen, ist seit einigen Jahren Mrs. Gale fĂŒr die SchĂŒler des Hauses Slytherin zustĂ€ndig. Ich wĂŒnsche Ihnen eine angenehme Genesung.”
“Einen schönen Tag noch.” Kaum war sie aus dem KrankenflĂŒgel raus, schlĂŒpfte Albus ungelenk aus seinem Bett, um gleich in sich zusammenzuklappen, als er Boden unter den FĂŒĂŸen spĂŒrte. “Scheiße.”
“Was machst du da unten?” Scorpius war inzwischen angekleidet und zog gerade den Bettvorhang zur Seite, den die Krankenschwester im Lauf des Vormittags vorgeschoben haben musste.
“Meine Nerven suchen.” Genervt seufzte er auf. “Die anderen sind schon weg?”
“Violet wollte dich gerade aufwecken, als McGonagall reinspaziert ist. Hat sie nach der ersten Woche gefragt und war nicht besonders begeistert ĂŒber die 
 Fast-Antworten. Sonst ist sie immer nur wegen Jamie und Lou so sauer. Was auch immer zwischen denen vorgefallen ist, ich misch mich da sicher nicht ein.”
“Und wo ist sie jetzt?” Langsam schlĂŒpfte Albus in seine nun saubere Kleidung vom Vortag und betrachtete ohne großen Wehmut, sondern viel mehr Stolz, die Löcher an den Knien seiner Hose.
“Wurde rausgeschickt, um darauf zu warten, dass du ihr den Weg zeigst.”
Albus stĂŒrzte das widerliche grĂŒne GebrĂ€u runter und schĂŒttelte sich in einem WĂŒrg-Anfall.
“Ganz schön eklig, was? Und mir hat es nur die paar Sekunden ĂŒber die Schmerzen geholfen, in denen ich mich noch ekelte. Hoffentlich kommt bald mal eine richtige Krankenschwester zu uns. UND: Meine Zunge fĂŒhlt sich seltsam taub an.”
“Interessant”, meldete Albus nicht weniger dĂŒmmlich und ging mit verkrampftem Kiefer zum Gang, konnte jedoch nirgends seine Schulkameradin entdecken. “Muss wohl schon gegangen sein.”
Der Weg zum Gemeinschaftsraum verlief relativ ruhig – im Gegensatz dazu, was sie an ihrem Ziel erwartete. Eine panische Rose, die sich sofort auf ihn stĂŒrzte, war das Erste, was Albus realisierte, dann hatten ihn auch schon die anderen SchĂŒler entdeckt und begannen ihn zu umkreisen und Lobeshymnen zu singen. In solchen Momenten verstand er den Suspekt, den die Slytherins ihnen entgegenbrachten völlig, da ihm diese Situationen auch nie wirklich geheuer waren.
Nach einer gefĂŒhlten Ewigkeit löste sich der Mob gegen Albus auf und er setzte sich erleichtert neben Scorpius, der ganz vertieft in eine Zeitschrift war.
“Ich sitze da!”, sagte Rose hitzig und versuchte ihren blonden MitschĂŒler von Albus’ Seite zu drĂ€ngen, erntete fĂŒr diese Aktion jedoch von beiden Seiten verstĂ€ndnislose Blicke. “Jetzt beweg dich endlich Scorpius, ich sitze da.”
“Also ich glaube ich sitze hier und du stehst da.”
“Mein Heft, mein Platz.” Rose riss Scorpius das Magazin aus den HĂ€nden und heftete ihren stechenden Blick auf Albus. “Sag doch auch mal was!”
“Uhm
 Accio Aufsatz?” Mit einem Schlenker seines Zauberstabs gen SchlafsĂ€le nickte er seinem Nachbarn zu. “Du auch?”
“Klar, warum nicht? Du auch Rose?”
“Nein danke. Außerdem ist gleich Abendessen.” Mit einer beleidigten Schnute zog Rose ab und beide atmeten kurz erleichtert auf, bevor sie sich zur Großen Halle aufmachten.

//Violet Ballantyne

Nachdem sie unwirsch aus dem Raum geschickt worden war, versuchte Violet erst gar nicht, den Weg zurĂŒck zum Gemeinschaftsraum zu finden. Gelassen lehnte sie sich an die kalte Wand und ließ sich langsam an ihr herabsinken, bis sie auf ihren Sohlen saß. Mit dem Blick auf die gegenĂŒberliegende Mauer geheftet, ließ sie ihre Gedanken abdriften und verlor sich schon bald in der Menge dieser. Ihr ging nicht vieles durch den Kopf - der gestrige Abend, wie etwa der Eberkopf und das sinnlose Antrinken mit Sev und Scorp. In dem Haufen kindischer Nörgler schienen diese beiden noch zu den angenehmsten Personen gehören. Beide mochten die Bats, rauchten, tranken und konnten offenkundig niemanden wirklich leiden. Um es anders zu sagen, bis jetzt die beste Gesellschaft einer ganz schön langen Weile.

“Schickes Veilchen.” Ohne wirklich hinzusehen, hob Violet kurz den Blick und begegnete dem spöttischen und leicht verhassten Blick von James Potter. Das hieß wohl soviel wie, die Pause ist vorbei? Zur KrankenflĂŒgeltĂŒr sehend, versuchte sie ihren unangenehmen Beobachter einfach solange zu ignorieren, bis er sich langweilte und wieder verschwand. Da fiel ihr doch auch gleich auf, dass sein blondes AnhĂ€ngsel wohl am Weg hierher verloren gegangen zu sein schien. Nein, befand sie. Louis war zwar ziemlich blond, aber kein AnhĂ€ngsel. Sie hatte das GefĂŒhl, als wĂ€re er sogar sehr viel klĂŒger, als er sich seiner Umwelt prĂ€sentierte. “Soll ich dich zum Gemeinschaftsraum bringen?”

“Da find ja wohl eher ich den Weg”, murmelte sie leise zu sich selbst und schnappte erschrocken nach Luft, als sie am Arm hochgerissen und weggezerrt wurde. Nicht, dass sie sich nicht gerne zur Wehr gesetzt hĂ€tte, doch dank der unfĂ€higen Heilerin hatte sich der Schmerz von der PrĂŒgelei letzter Nacht eher verdoppelt und von der reinen Muskelkraft her konnte sie sich James wohl nicht einmal im fitten Zustand widersetzen. Als sie um die erste Ecke bogen, sah sie sich bereits im hintersten Eck der Schule stehen und herumirren, bis sie auf einen SchĂŒler treffen wĂŒrde, den sie um Hilfe bitten mĂŒsste.

“Ich glaube du weißt, dass es mir nicht wirklich Leid tut, also lass ich mal die ganze Scheiße von wegen ‘Irgendwann wirst du mir vergeben’ weg. Albus, der kleine Scheißer, irgendetwas scheint er an dir zu mögen.”

Seine GedankengĂ€nge zu ihrem geistigen GlĂŒck nicht mehr mitteilend, schliff er sie in einen dunklen Gang hinter einem Wandteppich, in welchem Violet sich den Ellbogen anstieß, den Schmerz jedoch nicht mehr wirklich spĂŒrend, da sie dank dem festen Griff sowieso keine GefĂŒhle mehr im Arm hatte. “Du kannst mich mal.” Im nĂ€chsten Moment ließ sie sich einfach fallen und landete unsanft auf den Knien, wĂ€hrend ihr Arm durch die unnatĂŒrliche Drehung WIRKLICH schmerzhaft ausgekugelt wurde.

“Ach Scheiße. Sag mal spinnst du?” Einfach die Augen schließend, genoss sie den kĂŒhlen Wind, den James erzeugte, als er mit seiner Hand vor ihrem Gesicht herumfuchtelte. Als er sie an der Schulter packte, schrie sie vor Schmerz auf und trat nach ihm, bis er umfiel. Als sie sich aufrappelte und ĂŒber ihn hinweg stolperte, griff er nach ihrem Knöchel und mit ein wenig Wut trat sie ihm so heftig auf den Unterarm, bis er sie fluchend losließ und zu schimpfen anfing. 

“Du mich auch”, fluchte sie zurĂŒck und jagte im Schneckentempo ĂŒber den unebenen Boden die GĂ€nge entlang, bis sie an einen Ausweg gelangt war. Aus einem Spiegel direkt in eine Person laufend, glaubte sie zuerst in James gerannt zu sein und drĂŒckte sich hektisch mit den Beinen weg. Erst die differente Stimme und ein Blick ins Gesicht ließen sie aufatmen. Doch statt Erleichterung fĂŒhlte sie viel mehr ein wenig Panik, da sich ihre Vorahnung bestĂ€tigt hatte, was ihren kleinen “Ausflug” anbelangte. Vielleicht war sie doch nicht so schlecht in Wahrsagen, wie ihre alten Lehrer immer behauptet hatten. 

“Hörst du mir zu? Woher kommst du?” Stumm blieb sie einfach liegen und zitterte aufgrund der Schmerzen, die ihr Arm aussendete. “Das sieht nicht ganz korrekt aus.” Nach ein bisschen Wedeln und Hokuspokus renkte sie ihr Arm wieder ein. “Geht’s wieder? Komm schon, steh auf.” Sich leicht verarscht vorkommend, als sie abermals am Arm gepackt und hochgezerrt wurde, warf sie einen nervösen Blick zum Spiegel, sah jedoch nur ihr Spiegelbild, zerzaust, ausgezehrt, genervt. Daneben die hohe Gestalt des Jungen mit dunklen Haaren und dem sympathisch abweisenden Stirnrunzeln. “Also. Kannst du mir jetzt sagen was los ist?”

“Ahm. Ja. Potter hat ein Problem mit mir und
”, fing Violet langsam an.

“Reicht schon. Bist du auf dem Weg zum Abendessen? Ich auch. Komm mit.”

Es einfach zu entspannend findend, nicht antworten zu mĂŒssen, folgte sie ihm durch die GĂ€nge und beruhigte sich langsam wieder.

“Wie heißt du ĂŒberhaupt? Hab ich dich schon mal im Unterricht gesehen?”

“Violet Ballantyne. Glaub nicht.”

“Reid Talan.” Sie nickten sich zu und Violet begann langsam zu hoffen, dass es hier mehr sympathische Menschen gab, als sie anfangs gedacht hatte. “Und ich schĂ€tze mal du meintest James?”

“Hm”, brummte sie zustimmend. “Kennst du ihn?”

“Wie könnte es anders sein?” Beide lĂ€chelten und genossen die wortkarge Gesellschaft des anderen, bis sie sich in der Großen Halle trennten und Violet sich ein wenig peinlich berĂŒhrt neben Scorpius nieder ließ, als sie sah, wie Reid an der Lehrertafel Platz nahm.

“Wie geht’s?”, fragte Scop munter und biss herzhaft von einer mit Soße ĂŒberzogenen Kartoffel ab.

“LĂ€sst sich leben.”

“Hast ja anscheinend den Weg zum Turm gefunden.”

Um ihm keine Antwort geben zu mĂŒssen, begann sie auf einem StĂŒck Semmel herum zu kauen.

Scorpius begann leise mit seinem Sitznachbarn zu debattieren und drehte sich schließlich wieder zu ihr. “Lila?”

“Hm?”

“Wo warst du? Und du bist mit Professor Talan hierher gekommen?”

Sie zuckte mit den Schultern. 

“Also nicht wichtig. Hey sieh mal da kommt Sev.” Er winkte dem Gryffindor zu, der es ziemlich eilig zu haben schien, seine MitschĂŒler abzuhĂ€ngen, die sich schließlich jedoch neben ihm, also gegenĂŒber Scorpius und Violet setzten. Sie erkannte die meisten als Gryffindors und die Ravenclaw an seiner Seite schien seine Freundin zu sein, ansonsten fiel Violet kein Grund ein, warum sie ihm sonst so ein Ohr abkauen sollte.

“Hey Sev”, grĂŒĂŸten die beiden ihn, als er zu ihnen kam. Daraufhin sahen seine Freunde sie an, als wĂ€re sie vollkommen ĂŒbergeschnappt und begannen zu lachen.

“He du, was lĂ€sst dich glauben, dass du Sev mit seinem Spitznamen anreden darfst?” - Der netteste Ausruf, den sie zu hören bekam.

Stumm starrte Violet die lachende Menge an und stand schließlich kopfschĂŒttelnd auf, als Albus ihren Blick mied und mit seiner Freundin Witze riss. Offensichtlich schien Scorpius Anstalten zu machen, ebenfalls aufzustehen, bis sie ihm einen warnenden Blick zuwarf und sich durch die Reihen hinter ihr quetschte. Einfach nur glĂŒcklich, dass da kein James wartete und sie wieder in dunkle GĂ€nge verschleppte, flĂŒchtete sie aus der lĂ€rmenden Halle in den verlassenen Innenhof und steckte sich in der KĂ€lte zitternd eine Zigarette an. Vielleicht hatte sie sich in Albus auch getĂ€uscht. Warum sie ihm ĂŒberhaupt so sehr getraut hatte, dass sie jetzt enttĂ€uscht war, blieb wohl ein RĂ€tsel. Und eine einmalige Sache.


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