
von Vampirella
So, diese Kapitel beinhaltet sehr viel Infos ĂŒber Damian. Wenn ihr sein Geheimnis rausfinden wollt, lest unten weiter ;-)
@Lyssiana_Malfoy: Danke mal wieder^^ *zurĂŒckschleim*....ich hoffe, dir gefallen die EnthĂŒllungen...
@MineGoergie-Fan08: Ja, die Betonung liegt auf 'ein paar Sachen', also nicht alles. Will dich(oder eher gesagt alle) ja noch auf die Folter spannen *fiesgrins*
danke dass du den anderen Lesern drohst *g*, denn von von ungefÀhr 900 Lesern haben vll zehn oder elf ein Kommi geschrieben(dich mit einbezogen)...naja, ich hoffe du bleibst noch lange dabei, viel Spaà beim nÀchsten Chap!! *bussi*
Kapitel 11- Ein Teil der Vergangenheit
Hermine brach erschöpft zusammen, als sie endlich, endlich eine Pause einlegten und Jarren verkĂŒndete, dass hier ein guter Platz zum Rasten sei. Ihre Beine zitterten vor MĂŒdigkeit und sie konnte kaum noch ihre Augen offenhalten.
Sie waren Stunden um Stunden gelaufen, nachdem sie vorher mindestens den halben Tag lang durch die LĂŒfte geflogen waren. Zwischen hatten sie sich immer wieder in den WĂ€ldern, in denen sie am meisten unterwegs gewesen waren, versteckt, und Hermine hatte niemals auch nur das Anzeichen eins Feinds bemerkt. Warum benahmen sich Damian und Jarren so seltsam? Sie bereute es fast schon zum zweiten Mal, ĂŒberhaupt mitgekommen zu sein, aber dann fĂŒhlte sie sich doch wieder zu Damian hingezogen, der sich so unnahbar und gefĂŒhllos gab...
Als Hermine sich erstmal einige Minuten auf dem Waldboden ausruhte, hörte sie die beiden BrĂŒder wenige Meter entfernt miteinander reden, gerade so laut, dass sie ein paar Wortfetzen verstehen konnte.
â....muss jagen gehen....â
â...können sie hier nicht alleine lassen...â
â...dĂŒrfen ihr nichts erzĂ€hlen....â
Darauf konnte sie sich keinen Reim machen und deshalb wartete sie geduldig, bis die beiden ihr GesprĂ€ch beendet hatten. Jarren sagte dann zu ihr: â Ich und Damian, wir mĂŒssen uns beide...ernĂ€hren gehen, aber natĂŒrlich können wir dich nicht einfach allein lassen, deswegen werden wir abwechselnd gehen. Mach ein Feuer fĂŒr sie an, sie friertâ, wies er Damian an, welcher nickte.
WĂ€hrend Jarren die Lichtung, auf der sie sich befanden, verlieĂ und der dunkle Wald ihn verschluckte, sammelte Damian einige trockene Ăste und schichtete sie zu einem beachtlichen Haufen auf. Dann streckte er seine HĂ€nde darĂŒber und schon loderte eine kleine, schĂŒchterne Flamme auf, die sich immer weiterausbreitete und schlieĂlich zu einem hellen, flackernden Feuer wuchs.
Hermine schnappte erstaunt nach Luft. â Wie hast du-â
Damian lachte leise. â Vampire beherrschen mehr Magie, als du denkst. WeiĂt die eigentlich ĂŒberhaupt etwas ĂŒber uns?â
â NatĂŒrlichâ, gab Hermine verĂ€rgert zurĂŒck. â Mehr als du denkstâ, wiederholte sie schnippisch.
â Ach wirklich?â Damian setzte sich neben sie, nur wenige Zentimeter entfernt, und ungewollt lief ihr ein kalter Schauer ĂŒber den RĂŒcken.
â Ich habe sogar ein Vampirbuch dabei.â
Er prustete los. â Wozu das denn? Um zu sehen, mit wievielen Punkten ich in Sachen Vampirsein mit dem, was im Buch steht, ĂŒbereinstimme? Am besten, du glaubst gar nicht erst daran. Nur, wer wirklich ein Vampir ist, könnte auch vielleicht ein Buch darĂŒber schreiben, aber doch nicht Leute, die alles nur durch Mythen und Sagen wissen.â
â Das ist alles sehr wissenschaftlich betrachtet.â, prosteste Hermine.
â Nennst du mich vielleicht der Wissenschaft entsprechend? Es gibt doch auch Zauberei und Magie, das ist auch nicht 'wissenschaftlich betrachtet'.â
Hermine suchte nach erklĂ€renden Worten, fand sie aber nicht, deshalb stellte sie die Frage, die ihr schon seit Stunden auf der Zunge brannte: â Was ist eigentlich hier los? Ich möchte, dass du mir jetzt mal erklĂ€rst, warum ich mitkommen musste, wer 'sie' sind oder vor wem wir uns dauernd verstecken.â
Der lĂ€chelnde Ausdruck verschwand sofort von Damians Gesicht, vor allem seine Augen wurden tief und dunkel. Er sagte lange Zeit nichts, kein Wort. SchlieĂlich begann er zu sprechen, aber sah sie dabei nicht an, sondern redete einfach in die schwarze Nacht hinaus, die nur flackernd vom Feuer beleuchtet wurde.
â Das alles wird schwierig fĂŒr dich zu verstehen sein, weil ich dir nicht alles erklĂ€ren oder erzĂ€hlen kann. Ich weiĂ nicht, ob ich dir jemals alles erzĂ€hlen kann, und ich weiĂ auch nicht, wie das hier alles weitergeht. In die Zukunft kann ich nĂ€mlich nicht schauen. Ich kann dir nur etwas ĂŒber die Vergangenheit erzĂ€hlen.â Er machte eine Pause, und Hermine wurde klar, dass er eine lange Vergangenheit hatte.
â Ich wurde vor 267 Jahren gebissen. Das verwandelte mich in das, was ich heute bin. Ich hab es damals nicht verstanden, warum gerade ich, habe ich mich immer wieder gefragt. Meine Familie wurde von einer Horde von Vampiren angegriffen. Warum sie das getan hatten, verstand und wusste ich nicht. Sie löschten meine Schwester, meine Mutter und meinen Vater aus, und bei dem Kampf hatte mich einer der Vampire verletzt. Durch einen Zufall gelangte das Gift in meinen Körper, und wĂ€hrend die Vampire unser Haus weiter zerstörten, glaubend, dass meine ganze Familie und damit auch ich tot war, lag ich in der KĂŒche, mich vor Schmerzen windend, und nicht verstehend, was mit mir passierte. Die Vampire verlieĂen unser Haus, nach bevor meine Verwandlung abgeschlossen war. Ich hatte schreckliche Schmerzen, die mich immer wieder in die Ohnmacht trieben und fast umbrachten. Als es dann endlich vollbracht war, irrte ich in unserem Haus herum. Ich-ich-â Damian brach schaudernd ab. â Ich schĂ€me mich, und es tut mir immer noch weh, es zu erzĂ€hlen.â
â Was denn?â, fragte Hermine vorsichtig. Sie hatte der Geschichte so gebannt gelauscht, dass sie jetzt fast noch mehr Angst vor dem weiteren Verlauf bekam.
â Ich...ich irrte im Haus herum und- ich brachte sie um. Ich habe es nicht verstanden, ich war wild und so durstig, dass ich nicht widerstehen konnte, denn ich hatte keine Kontrolle ĂŒber meinen Verstand!â, rief Damian verzweifelt, und Hermine begriff, wen er getötet hatte- seine eigene Familie. Das kalte Grauen packte sie, als diese Situation bildlich vor ihren Augen auftauchte und sie blinzelte hastig, um diese Gedanken zu vetreiben.
â Danach floh ich in dunkle WĂ€lder, um mich zu verstecken- vor mir selbst. Zwanzig Jahre lang bekam mich kein Lebewesen zu Gesicht. Keine Tiere sahen mich, keine Menschen sahen mich, keine meiner anderen Artgenossen, von denen ich nocht nicht mal wusste, ob es sie gab. Ich wusste ja noch nicht mal, was ich selbst fĂŒr ein Wesen war. Ich hielt mich fĂŒr ein Monster, fĂŒr eine Ausgeburt der Hölle, den kalten, abscheulichen Albtraum eines jeden Menschen- ich hasste mich, ich hasste mich so sehr, und dieser Hass wurde durch den immer wiederkehrenden Gedanken, dass ich meine eigene Familie getötet hatte, so sehr angefacht und verstĂ€rkt, dass ich versuchte, mich umzubringen, viele, viele Male, so viele Male, dass ich es gar nicht aufzĂ€hlen kann. Doch dann kam mein persönlicher Engel: Jarren. Er fand mich, allein und verlassen, wie ich verschreckt und wild wie ein rasendes Tier immer noch unter kaltem Laub hauste. Er erklĂ€rte es mir, half mir zu verstehen. Als wir entdeckten, dass wir BrĂŒder waren, hielt mich nichts mehr davon ab, mein gesamtes Dasein mit ihm zu verbringen.â
â Wie kann er dein Bruder sein, wenn du-â
â Bruder aus Vampir-Sicht. Mich hatte ein Vampir gebissen, der eine tiefe innige Liebe zu der Vampirfrau hatte, die Jarren verwandelt hatte. Das macht uns zu direkten Blutsverwandten, nur dass er schon 55 Jahre lĂ€nger als ich existiert.â
Hermine atmete schnell und ungleichmĂ€Ăig, weil ihr von dieser Geschichte die Luft wegblieb. Ihre Gedanken wirbelten durcheinander, und sie machte sich noch nicht mal die MĂŒhe, sie zu ordnen.
â Ich traf Jarren also vor 247 Jahren, zwanzig Jahre nach meiner Erschaffung. Wir reisten zusammen umher, und er gab mir immer wieder zu verstehen, dass wir uns nicht von Menschen ernĂ€hren durften, auĂer von denen, die bösartig in ihrer Seele gewesen waren. Ansonsten ernĂ€hrten wir uns von Tieren.â
â Und jetzt tut ihr das immer noch?â
Damian zögerte zwei Sekunden, doch das fiel Hermine nicht auf. â Ja.â
â Und was ist dann weiter passiert?â
â Wahrscheinlich ist das der wichtigste Teil meiner Geschichte, was ich dir jetzt erzĂ€hle. Vielleicht erklĂ€rt dieser Teil alles. Vielleicht verwirrt es dich aber auch und lĂ€sst dich nicht verstehen.â
Hermine wartete gespannt. WĂŒrde sie jetzt ihre Antworten bekommen?
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Ein sehr fieser Cliff, ich weiĂ :D
Aber ich verrat euch schon mal eins: im nÀchsten Kapitel wird Remus Lupin eine Rolle spielen, wenn ihr euch die Inhaltsangabe nochmal durchlest, wisst ihr vielleicht warum....
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