Wenn das Herz brennt - Herz brennt
von bad_Monkey
Es ist mitten in der Nacht und ich schlafe nicht,
weil ich dir tausend Gedanken schick, und ich dich immer mehr vermiss.
Du liegst neben mir, ich kann dich nicht spüren
und ich kann sie nicht ignorieren, die Angst dich zu verlieren.
Zu glauben, dass es dir gut geht, und dass du nicht an mich denkst,
tut mir weh, es ist ein mieses Gefühl, das mich so quält.
Hermine lag da und konnte nicht einschlafen. Sie lag bestimmt schon zwei Stunden wach und ging ihren Gedanken nach. Es war so ungewohnt allein hier zu liegen, neben Ron und doch ohne ihn. So viele Jahre lang schlief sie schon neben ihm ein und wachte neben ihm auf – und jetzt kam die Angst in ihr auf, dass es bald nicht mehr so sein würde. Jeden Tag, den sie nebeneinander her lebten und nicht mehr miteinander lebten, fragte sie sich, wie lange es wohl noch dauern würde, bis es zu Ende war. Sie zählte doch nur noch die Tage, bis einer von ihnen beiden es endgültig nicht mehr mit dem anderen aushielt.
Denkst du nie zurück an unsere Anfangszeit,
wo es gut war, nur verliebt zu sein
und zu hoffen, dass man dem Anderen reicht?
Und wann kam dieser Tag, als da erste Zweifel waren,
ob unser Weg wirklich endlos ist?
Sie drehte sich zu ihm um und betrachtete ihn beim Schlafen. Wie schön war diese erste Zeit gewesen. Sie waren noch so jung gewesen, dachten sie wüssten etwas von der Welt. Sie hatten Schlachten gekämpft und Voldemort besiegt – doch vom Leben wussten sie herzlich wenig, wenn sie heute so darüber nachdachte. Aber sie waren sich genug gewesen. Waren so glücklich gewesen, endlich wirklich leben zu können. Zusammen. Es hatte ein paar Jahre gedauert, bis die ersten wirklichen Streitigkeiten begonnen hatten und sie langsam beide verstanden, dass es nicht genug war, sich einfach nur zu lieben.
Was kann man tun, wenn das Herz brennt,
wenn die Flamme sich immer tiefer in die Seele frisst?
Was kann man tun, wenn das Herz brennt,
wenn außer Asche von der Liebe nicht viel übrig ist?
Was kann man tun?
Hermine bemühte sich, die Tränen zurück zuhalten. Sie wusste schon eine Weile, dass sie für Ron nicht mehr das fühlte, was sie früher gefühlt hatte. Und das es ihm nicht anders ging. Sie hatten es sich nie gesagt, doch sie wussten beide.
Hermine wusste nicht, was sie tun sollte. Sie war nicht ein Leben ohne ihn konnte sie sich nicht vorstellen- sie hatte sich einfach so daran gewöhnt, dass er immer da war. Auch wenn sie ihn nicht mehr liebte.
Woher kommt der Hass, der uns verleitet
immer wieder anzugreifen, um jedes bisschen Nichts zu streiten?
Mit messerscharfen Worten stechen wir auf uns ein,
zerschneiden unsere Liebe – wir sind hilflos dabei.
Sie bemühten sich nicht mehr um den anderen. Manchmal bemerkte sich Hermine dabei, wie sie absichtlich Dinge tat und sagte, die Ron verletzten. Sie schämte sich dafür, doch sie konnte nichts dagegen tun. Und er war meist auf eine schreckliche Art und Weise gleichgültig zu ihr. Es schien ihn nicht zu kümmern was sie tat oder dachte. Jeden Tag, den sie zusammen verbrachten, verletzten sie sich gegenseitig und konnten nichts daran ändern.
Was kann man tun, wenn das Herz brennt,
wenn die Flamme jede Hoffnung aus der Seele frisst?
Was kann man tun, wenn das Herz brennt,
wenn außer Asche von der Liebe nichts mehr übrig ist?
Man kann nichts tun
Hermine schaffte es nicht, die Tränen noch länger zurück zu halten. Sie merkte, das Ron nun wach war, doch er ließ es sich nicht anmerken. Er drehte sich nicht zu ihr um sie zu trösten. Er lag einfach nur da. Und in diesem Moment wusste Hermine, dass sie nichts mehr dagegen tun konnte. Ihre Zeit war vorüber. Vielleicht hätten sie etwas dagegen tun können, wenn sie es früh genug bemerkt hätten, doch der Alltag und die Lieblosigkeit hatte sich in ihr beider Leben geschlichen, still und leise, ohne groß aufzufallen. Und nun war es nur noch eine Frage der Zeit. Es war zu Ende.
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht
Samstag, 01.07.
Freitag, 02.06.
Mittwoch, 24.05.
Nur manche Wortspiele lassen sich nicht eins zu eins übertragen, aber das ist bei anderen Übersetzungen genauso.
Klaus Fritz