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Fanfiction

Wer ist Severus Snape - "Im nächsten Leben werden wir Schauspieler!"

von bad_Monkey

Hallo ihr, hier kommt wieder mal ein neues Kapitel, ich hoffe wie immer, dass es euch gefällt!

@miss kim johonson: Danke für dein Kommi, hat mich wie immer sehr gefreut! Nun, da wirst du wohl noch ein kleines Weilchen warten müssen, um das zu erfahren... die Geschichte zieht sich doch länger hinaus, als ich gedacht hatte...


Julia klopfte an Severus Tür und musste nicht lange warten, bis er ihr öffnete.
„Hast du auf mich gewartet?“ fragte sie lächelnd.
„Ich denke, so könnte man es bezeichnen“ sagte Severus und küsste sie. Es war ein wunderbares Gefühl, dass sie in ihm auslöste wenn sie ihn auch nur ansah.

„Ich habe ein Geschenk für dich“ sagte Julia und reichte Severus ein kleines Päckchen. Er war überrascht und als er es auspackte, fragte er sich was das metallene Ding in seiner Hand den nun wohl war.
„Ähm. Interessant“ murmelte er und stellte es auf den Kopf, was allerdings auch keine Erkenntnis brachte.

„Das ist eine italienische Moccka.“ erklärte Julia „Zum Kaffee machen. Glaub mir, der Kaffee schmeckt tausendmal besser wenn er hier drin gemacht wurde, als wenn er mit Magie gekocht wird. Hast du Kaffeepulver?“ Snape nickte.

Julia machte sich auf in die Küche und begann, Kaffee zu kochen. Snape betrachtete sie, wie selbstverständlich sie in seiner Küche herum hantierte, wie selbstverständlich sie mit ihm sprach und lachte. Er war glücklich.

Als sie in seiner Küche saßen und Kaffee tranken – er schmeckte wirklich ausgezeichnet, das musste Severus zugeben – schien Julia nachdenklich.

„Minerva hat mich gestern Abend besucht“ murmelte sie zwischen zwei Schlucken „sie war ziemlich neugierig, was unseren Aufenthalt in Schottland betrifft...“
„Ich möchte ihr nur ungern die Genugtuung geben, uns zusammengebracht zu haben“ erwiderte Snape und fragte sich im selben Moment, ob sie den zusammen waren. Wie lief das heutzutage? Er war sich nicht ganz sicher, doch da Julia nicht erwiderte sonder nur glücklich dreinschauend schwieg, vermutete er, dass er nicht in die peinliche Lage kam eine „Willst du mit mir gehen“ Frage zu stehlen.

oooOOOoooOOOoooOOOoooOOOoooOOOooo

Als Severus zum Mittagessen in die große Halle kam, war der Lehrertisch ziemlich leer. Viele der Lehrpersonen waren über die Weihnachtstage zu ihren Verwandten gefahren und er genoss diese Zeit, in der es so angenehm ruhig im Schloss war, jedes Jahr sehr. Die wenigen Schüler die jedes Jahr hier blieben bekam er kaum zu sehen, da sie ihre freie Zeit hauptsächlich in Hogsmead oder in den Gemeinschaftsräumen verbrachten.

„Guten Tag, Severus“ begrüßte ihn Minerva mit einem breitem Grinsen.
„Tag“ murmelte Snape und machte sich daran, sich Bratkartoffeln auf sein Telle zu legen.
„Wie war den das Seminar?“
„Das Wetter war scheußlich und das Essen ebenso. Nicht sonderlich aufregend“
In diesem Moment kam Julia an den Tisch und setzte sich schweigend neben Severus. Eine etwas unangenehme Stille entstand am Lehrertisch und Minerva tauschte vielsagende Blicke mit Flitwick, der die Situation offenbar nicht genau verstand.

„Habt ihr beide euch den... ein wenig angefreundet?“ fragte Minerva vorsichtig in einem Ton, der Severus ganz und gar nicht gefiel. Anstatt einer Antwort schnaubte er nur. Julia lachte kurz auf.
„Es war eine Woche Minerva. Nicht ein Jahr“ sagte sie und Snape musste sich ein Grinsen verkneifen.

Als sich die beiden schließlich getrennt voneinander die große Halle verließen und sich in der menschenleeren Eingangshalle gegenüber standen, lachte Julia lauthals los.
„Im nächsten Leben werden wir Schauspieler“ sagte sie und Snape lächelte.

„Ich denke, dass wäre gar nicht mal so eine schlechte Idee“ murmelte er „überzeugend sind wir auf jeden Fall.“

„Was hältst du von einem kleinen Ausflug nach London?“ fragte Snape während sie nebeneinander durch die Eingangshalle gingen „ich benötige ein paar Zaubertrankzutaten.“
Julia stimmte zu. Sie hatte nichts dagegen aus Hogwarts raus zu kommen. In London würden sie sich wenigstens nicht so sehr in Acht nehmen müssen, nicht gesehen zu werden, wie hier. Severus war zwar inzwischen genauso bekannt in der magischen Welt wie Harry Potter, doch die Leute interessierten sich mehr für den Jungen-der-lebt als für ihn. Und in der Menge würden sie vermutlich nicht auffallen.

oooOOOoooOOOoooOOOoooOOOoooOOOooo

Das Wetter in London war scheußlich. Eine Mischung aus Regen und Schnee kam vom Himmel und es war eiskalt. Während Snape sich seine Zutaten abholte, schaute Julia sich interessiert in dem etwas fragwürdig aussehendem Laden um. Sie hatte gerade Gefallen an einem kleinen, Kröten ähnlichen Wesen gefunden das munter in einem gläsernen Gefäß herum hüpfte, als Severus fertig war und sich hinter sie stellte.

„Mit dem solltest du besser aufpassen. Wenn er dich anspuckt, bist du tot“ murmelte er mit einem Blick auf das kleine, grüne Ding. Julia trat einen Schritt zurück.

„Und ich wollte ihn schon Paul taufen“. Snape sah sie zweifelnd an.
„Ich hab immer gewusst, dass du verrückt sein musst, sonst könntest du es nie mit mir aushalten. Aber so verrückt?“ Julia gab ihm einen leichten Stoß von der Seite und machte einen Moment lang ein schmollendes Gesicht, dann musste sie aber auch schon wieder lachen.

„Was hältst du davon, wenn wir einen Kaffee trinken gehen? Irgendwohin, wo es warm ist?“ fragte sie und Snape stimmte zu. Er blickte sich kurz um und gab ihr einen Kuss, bevor sie sich auf die Suche nach einem Café machten. Die beiden waren schon längst außer Sich Weite als eine Frau aus der schützenden Dunkelheit einer kleinen Seitengasse trat. Sie lächelte zufrieden. Endlich hatte sie das, wonach sie gesucht hatte. Die beiden sahen nicht gerade danach aus, als legten sie es darauf an, miteinander gesehen zu werden. Was machte Severus Snape, Kriegsheld und die bekanntermaßen unangenehmste Lehrperson Hogwarts mit dieser kleinen, rothaarigen Hexe? Und weshalb versteckten sie sich?
Rita Kimmkorn war sich sicher, dass sie gerade eine Story gefunden hatte, um die sich die Zeitungen nur so reißen würden. Die restlichen Helden gaben nicht besonders viel her – sie führten alle samt ein unglaublich langweiliges Leben, das hatte sie gründlich geprüft. Doch hier war etwas zu holen, das spürte sie. Sie wusste, wenn sie mit solch einer Geschichte bei irgendeiner Zeitung an die Tür klopfte, würden sie sie ihr aus den Händen reisen. Die Menschen wollten Skandale und Geheimnisse – und wenn sie so etwas über Severus Snape herausfand, dann würde sie sicherlich auf der Tagesprophet wieder mit offenen Armen aufnehmen...


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