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Fanfiction

Wer ist Severus Snape - Was hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin?

von bad_Monkey

So. Neues Chap, ich hoffe wie immer, dass es euch gefällt. Ich habe die Geschichte inzwischen übrigens beinahe fertig gestellt, es werden insgesamt wohl so um die dreißig Kapitel sein
LG
Bad_monkey

@Quitschkugel: Danke für dein Kommi! Freut mich, dass ich dich aufmuntern konnte (ich musste beim Schreiben übrigens auch grinsen...)
@Gwendolyn D: Danke für dein Kommi! Sieh die Mondbaumschlange einfach mal als gerettet an, Hermine wird sich schon darum kümmern...
@Miss kim johonson: Danke für dein Kommi! Minerva wird es sicherlich herausfinden, für diese Situation hab ich mir sogar was ganz besonders tolles ausgedacht, aber ich will ja nicht zu viel verraten...




Severus war beinahe schon erleichtert, als er die Nachricht auf seinem Sessel liegen sah. Er hatte schon nicht mehr daran gedacht, dass er noch einmal eine Frage erhalten würde. Auch wenn die Frage, die er erhalten hatte, nicht unbedingt schöne Erinnerungen in ihm weckte. Es war eine Frage, die er sich schon oft gestellt hatte.

Er dachte an seinen Vater und Hass loderte in ihm auf. Seine Hand ballte sich wie von selbst zu einer Faust. Er hatte ihn gehasst, während des ganzen erbärmlichen Lebens, das er bis zu seinem einsamen Tod geführt hatte. Seine Kindheit war schrecklich gewesen, die Erinnerungen daran hatte er beinahe alle in ein Denkarium verbannt.

Er war ein ängstlicher Junge gewesen, als er nach Hogwarts gekommen war. Und selbst diese Welt, in der er zum ersten Mal in seinem Leben etwas gefunden hatte, das er ein zu Hause nennen konnte, hatte sein Vater verhöhnt. Doch es war ihm egal gewesen, jedenfalls eine Zeit lang.
In Hogwarts hatte er nicht viele Freunde gehabt. Bis auf Lilly. Seine ersten Jahre waren ziemlich ruhig gewesen, er war den meisten Menschen aus dem Weg gegangen und sich auf all die wunderbaren Dinge konzentriert, die hier auf ihn zukamen. Eigentlich war er ziemlich zufrieden mit seinem Leben hier gewesen, bis James Potter auf Lilly aufmerksam geworden war – und somit auch auf ihn. Hogwarts war nicht anders als jede andere Schule. Es gab beliebte Leute, die Quidditch spielten und Regeln brachen, und dann gab es Leute wie ihn. Wenn jemand wie James Potter einen nicht mochte, dann war man so etwas wie ein Geächteter. Die einzige, die zu ihm gehalten hatte, war Lilly gewesen.

Doch es hatte ihm offenbar nicht gereicht. Die Slytherins, mit denen er im vierten Jahr begonnen hatte sich abzugeben, waren allesamt Söhne von Leuten gewesen, die sich nach und nach dem dunklen Lord angeschlossen hatten. Und er hatte ihre Ideen fantastisch gefunden, er war vollkommen überzeugt von dem gewesen, was sie ihm erzählten. Er hatte sich so sehr in seine schwarzmagischen Bücher hineingesteigert, dass er schlussendlich auch Lilly verloren hatte. Und dadurch gab es nichts mehr, was ihn davon abhielt seine Zeit vollkommen mit den Slytherins seines Jahrgangs zu verbringen, Flüche und Tränke zu entwickeln, an die er heute nicht einmal mehr denken wollte. Lilly hatte begonnen ihn zu hassen, seitdem er das tat. Und damals war es ihm sogar egal gewesen, alles was ihn interssierte war, dass er zum ersten Mal in seinem Leben für etwas das er tat, Anerkennung bekam.

Die Jahre darauf, als er für Voldemort gearbeitet hatte, waren schrecklich gewesen. Es hatte nicht lange gedauert und er verabscheute die Dinge, die er tun musste. Severus wollte nicht zu diesen Menschen gehören, mit denen er Tag für Tag sein Gewissen belastete.
Er war sogar einmal kurz davor gewesen, seinem Leben ein Ende zu machen. Erst als er begonnen hatte, für den Orden zu spionieren, hatte es wieder etwas in seinem Leben gegeben, für das er sich vor sich selbst nicht zu schämen brauchte. Er tat etwas, dass ihm das Gefühl der Rebelion gab. Und dann, als all das vorbei war, hatte es für eine Zeit lang nichts mehr gegeben, was seinem Leben etwas gab. Er war auf eine gwisse Weise sogar ganz zufrieden damit gewesen und er hätte sich gut vorstellen könne, den Rest seines Lebens so zu verbringen.

Und dann hatte er Julia kennen gelernt. Sie hatte seinem Leben etwas gegeben, das er nie zuvor gehabt hatte. Und als sie gegangen war – als er sie dazu gebracht hatte, zu gehen – da hatte sie etwas ihn ihm hinterlassen, das nicht mehr verschwand. Und heute war er ein trauriger alter Mann, der einmal das Gefühl gekannt hatte, geliebt worden zu sein. Er betrachtete das Stück Pergament vor ihm. Er wartete nur darauf, dass die Antwort darauf erschien,
All die Menschen die mich gehasst, benutzt und schließlich auch geliebt haben.


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