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Fanfiction

Wer ist Severus Snape - "Es ist in Ordnung"

von bad_Monkey

Hallo ihr! Wieder ein neues Kapitel, ich hoffe es gefällt euch!
@Quitschkugel: Danke für dein Kommi! Nee, geht schon. Nur ein bisschen Gefrierbrand an den Fingern ^^ Ja, da schafft es wirklich jemand ihn aus der Fassung zu bringen. Naja, sieh die Sache doch mal positiv. Wenn du wieder zurückkommst kannst du gleich mehrere Kapitel auf einmal lesen!
@miss kim johonson: Danke für dein Kommi! Nun, ich will ja nicht zu viel verraten aber... weil dus bist : ja, die Briefe kommen wieder.


Severus war sprachlos. Noch nie in seinem Leben hatte ihm jemand seine Liebe gestanden. Eigentlich hatte niemand je irgendetwas vergleichbares zu ihm gesagt. Und nun stellte sich ihm natürlich die Frage, was man darauf antworten sollte. War es das, was sie mit ihm machte? Was ihn so durcheinander brachte? Was ihn weder so denken noch so handeln ließ, wie er es Jahre lang gedacht hatte? Er hatte so lange nicht mehr von sich sagen können, jemanden geliebt zu haben, dass er es nicht genau sagen konnte. Julia lächelte.

„Es ist in Ordnung, wenn du nicht weißt, was du sagen sollst“ sagte sie ruhig. Und allein dieser Satz ließ Severus Snape sicher sein. Sie war anscheinend nicht wütend darüber, dass er schwieg. Sie schien auch nicht traurig oder auf irgendeine Weise verletzt zu sein. Sie schien ihn einfach zu verstehen und es zu akzeptieren. Es hatte nur sehr wenige Menschen in seinem Leben gegeben, die verstanden was ihn ihm vorging und es einfach hinnahmen, so wie es war. Wie konnte er die Frau, die dies mit einer Selbstverständlichkeit tat, als würde sie ihn schon sein Leben lang kennen, nicht lieben?

„Ich ... glaube, ich liebe dich auch“ murmelte er und die Worte fühlten sich seltsam an. Es war nichts, was er üblicherweise tat. Seine Liebe zu gestehen war eine äußerst untypische Sache für ihn. Er hatte ein wenig Angst davor, was nun passieren würde, doch Julia tat nichts. Sie saß einfach neben ihm und lächelte. Er war sich sicher, das er diesen Moment in seinem ganzen Leben nicht vergessen würde.

oooOOOoooOOOoooOOOoooOOOoooOOOooo

Die restlichen Tage vergingen wie im Flug. Julia besuchte mit Severus die restlichen Vorträge. Es wunderte ihn ein wenig, den er wusste genau, dass sie dabei nicht das geringste verstehen konnte. Selbst er tat sich manchmal schwer, den Rednern bei ihren komplizierten Ausführungen zu folgen und er war sich sicher, einer der besten in diesem Fach zu sein. Doch er nahm es einfach so hin. In letzter Zeit geschahen ziemlich viele Dinge, über die er sich wunderte und bei denen ihm wohl nichts anderes übrig blieb, als es so hinzunehmen.

Als sie mit ihren Koffern neben sich aus dem Hotel auscheckten, verabschiedete sich der Portier freundlich von ihnen. Irgendwie schien er zu wissen, dass zwischen ihnen beiden etwas geschehen war.

„Wir würden uns sehr freuen, sie hier einmal wieder zu sehen“ sagte er und schüttelte Snapes Hand.
„Sehr gerne“ sagte Julia und gab ihm ebenfalls die Hand.
„Arbeiten sie am Kaffee.“ sagte Sape trocken „und am Kartoffelsalat. Dann können wir wieder darüber sprechen“.

oooOOOoooOOOoooOOOoooOOOoooOOOooo

Als sie vor den Toren von Hogwarts standen und sich anblickten, war es so, als würden sie ein stillschweigendes Übereinkommen treffen, ihre Beziehung – oder wie auch immer man die Sache zwischen ihnen nennen mochte – fürs erste für sich zu behalten.

Als Julia an diesem Abend in ihrem Wohnzimmer saß, war sie glücklich. Sie hätte nie gedacht, dass all diese Dinge passieren würden. Sie zog sich ihren Schlafanzug an und dachte einen Moment lang daran, zu Severus zu gehen. Sie entschied sich dagegen. Sie glaubte, nicht besonders viel über den Mann zu wissen, dem sie noch vor wenigen Tagen ihre Liebe gestanden hatte. Doch sie glaubte zu wissen, dass er jemand war, der seinen Freiraum benötigte. Wenn sie so über ihn nachdache und all das bedachte, was sie über ihn wusste, dann glaubte sie zu wissen, dass er in den letzten Jahren ein ziemlich einsamer Mann gewesen sein musste. Für so jemanden musste es schwierig sein, plötzlich einen Menschen in seinem Leben zu haben. Sie schenkte sich ein Glas Orangensaft ein, öffnete eine Packung Schokoladenkekse, setzte sich auf ihr Sofa und nahm eine Zeitschrift zur Hand. Sie war gerade völlig vertieft in einen Artikel über ein Artenschutzprogramm für Mondbaumschlangen, als es an der Tür klopfte.

„Ist offen“ rief sie laut und sah kurz darauf Minerva durch die Tür hereinkommen.
„Guten Abend“ sagte diese freundlich „stör ich?“
„Nein, keinneswegs, setz dich“ lud Julia die Direktorin ein und legte die Zeitung beiseite „möchtest du einen Keks?“ Minerva nickte und griff in die Tüte.

„Die sind wirklich lecker“ sagte Minerva, doch Julia sah sie argwöhnisch an.
„Weshhalb bist du hier?“ fragte sie und nahm sich ebenfalls noch einen Keks.
„Darf ich nicht einmal eine Kollegin besuchen, nachdem sie eine Woche lang mit dem griesgrämigsten Menschen auf dieser Welt verbracht hat? Ich möchte ungern eine neue Professorin für Muggelkunde einstellen müssen“ sagte Minerva ruhig „also, wie geht es dir?“

„Ich wüsste nicht, weshhalb es mir nicht gut gehen sollte. Diese Woche war... sagen wir ... interessant“ antwortete Julia „nimm es mir nicht übel, Minerva, aber ich bin ziemlich geschafft. Ich werde wohl ins Bett gehen“
„Nun, dann wünsch ich dir eine gute Nacht“ murmelte Minerva und verließ Julias Wohnzimmer. Sie wusste nicht, was geschehen war, doch sie war sich sicher, dass in Schottland irgendetwas vorgefallen war. Julia benahm sich sosnt nicht ganz so seltsam. Wenn Minerva erfahren hätte, was wirklich alles in Schottland vorgefallen war, hätte sie denjenigen, der es ihr erzählte, vermutlich für verrückt erklärt. Sie wurde Albus zwar immer ähnlicher, aber an Wunder glaubte sie noch nicht.


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